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G.Pese
Das Rätsel von Qumran
von Kristian Büsch
Qumran ist Synonym für den weltweit bedeutendsten Fundort früher Bibeltexte. Hier verteilt in elf Höhlen entdeckten Archäologen fast 900 Schriftrollen aus Pergament und Papyrus. Die teils stark beschädigten Rollen enthalten die ältesten erhaltenen Bibeltexte überhaupt.
Die Schriftrollen von Qumran gelten als die ältesten Bibeltexte überhaupt.Multimedia
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Bildershow Qumran
Die größten Schatzfunde
Irak – Wiege der Menschheit
Petra – Stadt im Fels
Übersicht:
Das Rätsel von Qumran
Dramatisches Ende
Ein einmaliger Schatz für die Wissenschaft
Aus der Not geboren
Mythos Qumran
Sie stammen aus einem Zeitraum zwischen 150 vor und 70 nach Christus, darunter bis dahin unbekannte Psalmen, Abschriften aus dem Alten Testament, aber auch außerbiblische Prophezeiungen.
Zwischen 66 und 70 nach Christus probte Judäa den Aufstand. Auslöser war die Forderung des römischen Statthalters Gessius Florus, einen Teil des Jerusalemer Tempelschatzes zu übergeben. Federführend bei dem Aufstand waren die so genannten Zeloten. Rom fühlte sich herausgefordert und verstärkte seine Militärpräsenz drastisch.
Während einige einflussreiche Rabbis den Krieg zu verhindern suchten, feierten die Anführer der Judäer zunächst einige Achtungserfolge. Unter diesen Anführern war auch ein gewisser Flavius Josephus.
Nach seiner Gefangennahme im Jahre 67 nach Christus durch Truppen des Vespasian wechselte er die Seiten und wurde Berater der Römer. Er verfasste später das Geschichtswerk Vom Jüdischen Kriege, ein einmaliges Dokument der Zeitgeschichte und über viele Jahrhunderte eine der Hauptquellen der Kirchengeschichte. In der jüdischen Tradition blieb er freilich eher unbekannt und gilt allgemein als Verräter an seinem Volk.
Auf dem Tempelberg, wo bis dahin Priester in hyazinthblauem Gewand Jahwe huldigten, schlugen plötzlich Flammen hoch. Die Römer zerstörten den – übrigens unter Herodes dem Großen erbauten – zweiten Tempel fast vollständig, alles was vom Tempelbezirk übrig blieb, ist die Klagemauer. Mit den erbeuteten Mitteln wurde der Bau des Kolosseums in Rom finanziert, wo später Juden den Löwen zum Fraß vorgeworfen wurden.
Dramatisches Ende
Der Taubenschlag - die berfeste Masada ist eine der Haupt-Touristenattraktionen rund um das Tote Meer.In Masada, einer Festung auf einem unzugänglichen Bergplateau am Toten Meer, hielten die Verteidiger noch bis zum Jahre 73 aus. Die Römer umgaben Masada zunächst mit einer Mauer, später errichteten sie eine gewaltige Rampe, um Belagerungsmaterial bis an die Festungsmauer bringen zu können. Teile der Belagerungsanlagen können heute noch besichtigt werden.
Der drohenden Erstürmung durch römische Truppen entzogen sich die Judäer schließlich durch Selbstmord. Das Ereignis ging in die Geschichte ein, der kollektive Suizid hinterließ einen bleibenden Eindruck bei den Römern und den römischen Historikern. Masada gilt als eine der wichtigsten Touristenattraktion des Landes, spielt eine wichtige Rolle im israelischen Selbstverständnis, vor allem natürlich im Militär.
m Zusammenhang mit diesen Ereignissen muss nach Ansicht der Archäologen vor Ort auch Qumran betrachtet werden. Je länger die israelischen Kollegen vor Ort graben desto klarer wird, dass Qumran kein frühchristliches Kloster war. Vermutlich handelte es sich ursprünglich um eine Art Landgut. Während der großen Revolte und auf der Flucht vor den heranrückenden Römern kamen die Hüter der Papyri nach Qumran, versteckten die Texte hastig in den Höhlen. Im Gepäck hatten sie eventuell aber noch etwas anderes – einen reichen Schatz aus Silber und Gold.
Ein einmaliger Schatz für die Wissenschaft
Die Ausgrabung von Qumran aus der Vogelperspektive. Landgut statt Kloster, hier wurden Datteln, Bitumen und Parfüm hergestellt. Wenn es überhaupt "Essener" gab, so waren fromme Klosterbrüder auf jeden Fall in der Minderheit.Qumran gilt nicht umsonst als eine der wichtigsten archäologischen Entdeckungen des 20. Jahrhunderts. Verteilt auf elf Höhlen fanden sich hier fast 900 Schriftrollen aus Pergament und Payrus, die ältesten Bibeltexte überhaupt. Sie stammen aus einem Zeitraum zwischen 150 vor und 70 nach Christus, darunter bis dahin unbekannte Psalmen, Abschriften aus dem Alten Testament, aber auch außerbiblische Prophezeiungen.
Die Rollen waren zum Teil stark fragmentiert, die Aufarbeitung der rund 40 000 Schnipsel dauerte bis ins Jahr 2001. Niedergelegt wurden sie überwiegend auf Tierhäuten, verfasst von den sogenannten Essenern. Von denen berichten antike Historiker, dass sie eine besonders strenge unter den damals existierenden Religionsfraktionen waren.
Angeblich lebten sie ohne Geld und keusch, nur von dem, was ihnen Gott der Herr gegeben hatte. Sie aßen kein Fleisch, harte Arbeit galt ihnen als löblich. In ihrem Glaubenswelt galt das Ende der Welt nicht nur als unausweichlich sondern auch als relativ nahe.
Die Archäologen entdeckten Brennöfen für Keramik, wie zum Beweis eine unüberschaubare Menge von Fehlbränden, an die 1000 Krüge, zahllose Scherben. Qumran war in der Hauptsache also nur eines: Eine Keramikfabrik.
Aus der Not geboren
Hartmann Schedel (1440-1514): DESTRVCCIO IHEROSOLIME (Die Zerstörung von Jerusalem) Aus dem Liber cronicarum, Nürnberg 1493, Handkolorierter Holzschnitt, 25,3 x 53.1 cm - Osher Collection (USA)Multimedia
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Die größten Schatzfunde
Irak – Wiege der Menschheit
Petra – Stadt im Fels
Schon seit langem mehrten sich die Indizien, dass die Rollen nicht in Qumran beschrieben wurden. Schriftexperten wiesen 500 verschiedene Handschriften nach. Viele Texte existierten in mehrfacher Ausführung, das fünfte Buch zum Beispiel gleich 27-mal.
Bei den Texten scheint es sich um keine gezielte Zusammenstellung zu handeln. Neben eindeutig religiösen Traktaten gibt es auch lyrische Texte und eine Abhandlungüber den Donner. Die Anordnung der Rollen flogte keinem System, wirkte – wie die Ausgräber Yizhak Magen und Yuval Peleg es beschreiben – "aufs Geratewohl und hastig".
Ein ausgesprochen interessantes Indiz ist, dass die jüngste der Rollen aus dem Jahre 70 stammt, dem Jahr also, in dem Jerusalem fiel. Das neueste Szenario vermutet, dass, als die Römer mit geballter Macht gen Jerusalem marschierten, realistischere Priester und Schriftgelehrte aus der Hauptstadt flohen und mit sich das gesammelte Wissen ihrer Zeit nahmen.
Es gibt sogar Indizien, dass die Schriftrollen von Qumran nur den traurigen Rest einer viel umfangreicheren Sammlung darstellen. Schon im dritten nachchristlichen Jahrhundert sollen riesigen Mengen an Schriftrollen vor Ort aufgetaucht sein, einen weiteren und ganz ähnlichen Bericht gib es aus dem achten Jahrhundert.
Mythos Qumran
Die berühmte Schatzrolle aus Kupferblech. Enthält sie einen Hinweis auf verborgene Schätze?Immer wieder tauchten in Zusammenhang mit dem Ort an Toten Meer die fantastischsten Meldungen auf. So hieß es zeitweise, Johannes der Täufer hätte in Qumran gelebt. An anderer Stelle lasen wir, dass hier ein geheimes fünftes Evangelium entstanden sei. In ihrem Bestseller "Verschlusssache Jesus" behaupteten Michael Baigent und Richard Leigh gar, dass einige der Schriftrollen von Qumran im Vatikan unter Verschluss gehalten würden, da ihr Inhalt zu gefährlich wäre für die katholische Kirche.
Nun mag man das alles für Unfug halten – Tatsache scheint aber zu sein, dass die lange gepflegte Lehrmeinung über Qumran genauso weit daneben lag. Einiges erscheint mittlerweile klarer, ein letztes großes Geheimnis beherbergt der Ort aber doch noch. Es ist dies die berühmte "Schatzrolle".
Statt auf Tierhaut oder Pergament ist sie in Kupferblech geschlagen und verzeichnet die Verstecke verschiedener Schätze aus Edelmetall. Alles in allem verbargen die Galiläer demnach 4630 Talente in Silber – das wären rund 100 Tonnen! –, 65 Goldbarren und 600 Münzkrüge. Von den Archäologen wurde dieses Schatzverzeichnis bisher verworfen. Es passte nicht ins Bild. Man hielt die Rolle für antik, sei aber eher dazu ausgelegt, in die Irre zu führen.
Der passionierte Schatzsucher Vendyl Jones sah das freilich ganz anders. Auf den Spuren seines Namensvetters Indiana Jones fahndete er nach Bundeslade und der Arche, seit Jahren nun auch schon nach dem sagenhaften Schatz von Qumran. Während er bisher milde belächelt wurde, könnte sich dies schnell ändern. Wenn Qumran tatsächlich als Versteck vor den römischen Eroberern genutzt wurde, dann spricht nichts dagegen, dass man auch eher weltliche Dinge vor deren Zugriff zu schützen versuchte.
Selbst wenn wir annehmen, dass sie in den vielen Jahrhunderten seit der vermeintlichen und kriegsbedingten Auslagerung den Schatz übersehen haben, was war mit den zeitgenössischen Mitwissern? So richtig viel Hoffnung will für Vendyl Jones also nicht aufkommen. Nun hat man das seinerzeit sicherlich auch von Heinrich Schliemann und Howard Carter gedacht. Aufgeben wird er so schnell also nicht und vielleicht ist es irgendwann doch Herr Jones, der als letzter lacht.
Hinzugefügt von Gustav Pese Trier pese@triercity.de
Quamran verbirgt nach einer alten Sage/Schrift Schätze wie Geheimnise die die komplette Herkunft der Menscheit bis zu den Ursprünge hin offenlegt.
Dieser Schatz ist entweder nicht geborgen , oder versteckt.
Ich nehme das ERSTERE an, da diese Sage die ich in einem Buch aus den 30er Jahren las , einen genauen Lageplan enthielt der im Übrigen sehr genau auf Qumran hindeutete !!!
Dies ist für mich insofern erstaunlich , da QUMRAN erst1947 , "zufällig" entdeckt wurde. Weswegen niemand (nach dieser "SAGE" Dieses früher entdeckt hatte (2000 Jahre) ergibt sich aus der Sage selbst , die folgenden Satz enthält :
Der genaue (zuvor beschriebne Ort) ist nicht auffindbar , da diese beschriebene Gebirgsform (sehr detailgenaue und Einzigartig deutbare Beschreibung ) die nur aus sehr grosser Höhe zu erkennen wäre . !!!
(Das war den Menschen bis 1920 nicht möglich , sodass hier unbekannte Dinge zur Entstehung dieses Wissens geführt haben müssen( .
( Wiederholung : 1947 von Hirtenjungen -ohne Wissen darüber- OHNE Flugzeug zufällig entdeckt.
Ich trage diese Geschichte 40 Jahre -ungelöst- mit mir herum.
Habe darüberhinaus niemand gefunden , der Wissen darüber hat und kann selbst "dieses Buch" meiner Kenntnis nicht nennen , welches
in den 50ern zerfleddert "in Fraktur gedrucktes Werk" ohne Einband und Deckblätter in meinen
Besitz kam und auch andere "esotherische" Texte u.A von Rosenkreutzern enothielt.
Diese Bücher kamen mir bei einem Umzug ins Ausland abhanden.
Mit dem mir bekannten Wortlaut kann man sicher den Plan der bisher gefunden Fundstellen vergleichen. Nach mir bisher bekannten Plänen wurde noch nicht "dort" sondern nur in weiter Umgebung "Schriften" gehoben die neuer datiert sind.
G.Pese 5.5.2007 pese@triercity.de