ELEKTRONIK-KURS
Bitte hier direkt mailen:
In obigen Email können Sie falls Sie keine Antwort wünschen auch ein
x@x als Absenderkennung eingeben. Danke Gustav Pese BILD
http://www.chiark.greenend.org.uk/scopes/tek.html Tektronix-Museum
ACHTUNG . zum schnellen Suchen und Springen in gesuchte Verzeichnisse --
Folgendes. SUCHFUNKTION under WIN und Linux mit Ctrl+F = Strg+C
in Suchzeile geben Sie einfach F.9 als Beispiel an und der Text
springt diese Stelle(n) zum lesen an. Gustav Pese
Gebrauchte Teile (Recycling) finden sie hier:
Bauteile
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de.sci.electronics-FAQ V2.40 Stand: 2.12.2006
A. Allgemeines
B. Bitte
C. Charta
D. Dank
E. WWW/Suchmaschinen
F. Häufig gestellte/beantwortete Fragen
F.1. Elektronikversender
F.2. Grundausstattung des Bastlers
F.3. Schaltungsvorschläge
F.4. Löten
F.4.1. Entlöten
F.4.2. Crimpen
F.4.3. Steckerbelegungen
F.5. Software zur Erstellung von Schaltplänen und Layoutvorlagen
F.5.1. Schaltungssimulation
F.5.2. Taschenrechner
F.5.3. VCC & Co.
F.6. Herstellung von Leiterplatten
F.6.1. Durchkontaktieren
F.6.2. Silberleitlack
F.6.3. Lötstoplack
F.6.4. Layout
F.6.5. Folienleiter
F.7. Microcontroller
F.7.1. Atmel AVR Controller
F.7.2. Microchip PIC
F.7.3. Intel 8051 kompatible
F.7.4. EPROMs / GALs programmieren
F.7.5. EPROMs löschen
F.7.6. Massenspeicher an Mikrocontrollern
F.7.7. Flash-EEPROMs
F.7.8. A/D - D/A Wandler
F.7.9. serielle Schnittstelle RS232
F.8. LEDs
F.8.1. Multiplexanzeigen
F.8.2. Laufschrift
F.8.3. Infrarot Fernbedienungen
F.9. Netzteile
F.9.1. Labornetzteile
F.9.2. Symmetrische Versorgungsspannung für OpAmps
F.9.3. Kleinnetzteil ohne Trafo
F.9.4. Einschaltstrombegrenzung
F.9.4.1. MOV Überspannungsschutz
F.9.5. Solarladeregler
F.9.6. Spannungsreferenzen
F.10. Schrittmotoren
F.11. LCD Flüssigkristallanzeigen
F.12. VFD Vakuumfluoreszenzanzeigen
F.13. Bauteile prüfen
F.13.1. MOS-Transistoren
F.13.2. Farbcodes
F.13.3. linear oder logarithmisch ?
F.14. Kondensatoren
F.14.1. Stützkondensatoren
F.15. VA = W?
F.16. Welche Sendefrequenzen für Bastler?
F.16.1. Schädlichkeit von elektrischen Feldern und elektromagnetischen Wellen
F.17. Laserdioden
F.18. Wasserstandsmesser
F.19. Wellenwiderstand eines Kabels
F.20. Firma aufbauen
F.20.1. CE-Zeichen / Elektronikschrott / RoHS / WEEE
F.21. Akkus und Memory Effekt
F.21.1. Schutz gegen Tiefentladung
F.21.2. Verpolschutz
F.22. Transistoren und Dioden
F.22.1. MOSFET Treiber
F.23. Das KFZ-Bordnetz
F.24. Schaltregler
F.24.1. KFZ 'Netzteile'
F.25. Motoren & Dimmer
F.25.1. Snubber
F.25.2. Entstörung von Relais an Mikrocontrollern
F.26. Roboter
F.27. Oszilloskop
F.28. Drehstrom
F.29. Quadraturdecoder für Inkrementaldrehgeber
F.29.1. Entprellen von Tastern
F.30. Audioverstärker
F.30.1. Operationsverstärker
F.30.2. Audioeffektgeräte
F.30.3. Dynamikkompressoren / Limiter
F.30.4. Dezibel
F.31. Oszillatoren
F.32. Temperaturmessung
F.32.1. Gas-Sensoren
F.33. Drosseln & Spulen
F.34. Gehäuse
G. Links
H. Drucker (Tinte / Laser)
H.1. CD-Player / CD-Brenner / DVD-Laufwerke
I. Magazine
J. ASCII art oder: Warum kann ich die gepostete Schaltung nicht lesen ?
K. Kritiken und Buchempfehlungen
L. Patente
M. Schluss
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A. Allgemeines
Die aktuellste Version dieses Dokuments ist erhältlich auf
http://dse-faq.elektronik-kompendium.de/dse-faq.htm
http://dse-faq.elektronik-kompendium.de/dse-faq.txt (ASCII-Version)
Diese Zusammenstellung ist unter der Einschränkung kopierbar, dass dieser
Absatz an dieser Position gut und unverändert lesbar bleibt. Die Rechte an den
Beiträgen bleiben bei den Autoren. Deren Einverständnis mit der
Veröffentlichung wird vorausgesetzt bis wir gegenteiliges hören.
Jeder, der zur FAQ etwas beitragen möchte, ist herzlich dazu eingeladen. Ob du
nur Tippfehler verbessern willst, einen Link korrigieren kannst, einen
Stichpunkt in einer Liste hinzufügen möchtest, einen Absatz durch einen besser
verständlichen ersetzen möchtest oder gleich ein ganzes Kapitel dazuschreibst,
alles ist willkommen. Es sollte sich halt nur möglichst auf tatsächlich
"häufig gestellt Fragen" beziehen, nicht Grundlagen per se. Schicke deine
Änderungen an mich (eMail-Adresse siehe Newsgruppe), damit sie eingearbeitet
werden können.
Alle Preise wurden am 1.1.2002 von DM auf Euro umgestellt und grosszügig
gerundet, also nicht wundern, wenn sie nicht so genau stimmen.
Alle Mailadressen wurden zur Bekämpfung von Spam entfernt. Kontakt siehe
http://dse-faq.elektronik-kompendium.de/ .
Da auf Grund der Vielzahl der Links nicht alle regelmässig überprüfbar sind,
bitten wir um Hinweise wenn der referenzierte Inhalt rechtlich zweifelhaftes
enthält.
*-----
B. Bitte
- news:de.newusers.infos lesen, vor allem die dämliche, typisch deutsche
Realnamensdiskussion nicht ständig mit falschen Behauptungen neu aufrollen
http://www.realname-diskussion.info/faq.htm
- richtig diskutieren, sachlich und inhaltlich korrekt. Ignoriert Flames,
OffTopic, Crossposts und Werbung, das wächst sich sonst zu einem nervend
langen Thread aus.
- Vollquotes und dann nur einen kurzen Satz dazuschreiben ist bäh
- alles zum Thema dir bekannte bereits in der ersten Frage hinschreiben. Wer
erst hinterher mit wesentlichen Rahmenbedingungen ankommt, weil er vorher
sie zwar schon kannte, aber zu faul war sie hinzuschreiben, verhält sich wie
ein Arschloch, der jemanden um Hilfe bittet (z.B. "Kannst du mir mal das Radio
reparieren"), dann aber das reparierte Radio unmittelbar in den Mülleimer wirft
und weitergeht. Die Leute, die sich zu Beginn bemüht haben, Antworten auf
die faule Frage zu finden, fühlen sich zu Recht verprellt.
- keine Meckerei über Rechtschreibfehler und Sprachschwierigkeiten oder
angebliche Formfehler.
- Unter das Zitierte schreiben, nicht (TOFU) drüber ! Seufz.
- echten Namen verwenden, alles andere ist unhöflich
- keine unaufgeforderte Werbung posten, ausser es ist die konkrete Antwort auf
eine dazu passende Anfrage, und du machst das nicht zu oft (das nervt und du
riskiert es im Killfile zu landen !).
- wundere Dich nicht über einen Fremdcancel, wenn du in mehr als drei Gruppen
oder mehrere identische Artikel postest.
- keine Grafiken, die werden von vielen News-Servern eh automatisch gelöscht.
Wenn du ein Bild oder eine Schaltung posten willst, leg's auf eine kostenlose
Homepage und poste den Link.
- wenn man sich auf Sachen von Conrad bezieht, bitte postet auch die
6-stellige Bestellnummer (die letzten 2 Ziffern sind nur die Katalognummer),
nicht die Katalogseitenzahl alleine. So kann man über http://www.conrad.de/
sich schnell anzeigen lassen, was du meinst, oder sich bei
http://www.conrad.de/infocenter/downloadcenter.php Datenblätter und
Bauanleitungen holen. Bei http://www.pollin.de/ sind
die ersten beiden Stellen der Katalogbestellnummer auf der WebSite webzulassen,
sonst wird der Artikel nicht gefunden. Ebenso bei http://www.elv.de/ und
http://www.farnell.de/ bitte Bestellnummern angeben.
- Wenn du ein Problem gelöst hast, freuen wir uns auch über eine
Erfolgsmeldung. Du produzierst damit keinen überflüssigen Traffic, sondern es
können alle von dir lernen, deren Antwort nicht passte.
Danke.
*-----
C. Charta
de.sci.electronics Elektronik in Theorie und Praxis,
gegründet 1994 von Thomas Schaerer und Martin Huber
In diesem Diskussionsforum soll es um den praktischen Erfahrungsaustausch
über analoge und digitale Schaltungstechnik, elektronische Komponenten,
Entwicklungsmethoden, Entwicklungspraxis, Messgerätepraxis,
Computerperipherie, Mikroprozessoren und -controller, DSPs,
etc., aber auch um Grundlagen gehen.
Dieses Forum soll dem Anfänger in gleicher Weise dienen wie dem
Fortgeschrittenen. Die gegenseitige Unterstützung in allen Belangen der
Elektronik soll der Leitgedanke dieser neuen Newsgruppe sein. Obwohl die
Praxis im Vordergrund stehen soll, heisst dies nicht, dass keine
theoretischen Diskussionen stattfinden sollen.
Die folgenden Gruppen befassen sich auch mit Elektronik in deutscher Sprache:
news:fido.ger.elektronik (zumindest auf online.de nicht geführt)
news:maus.technik.elektronik
news:z-netz.alt.elektronik
auch erreichbar über
http://www.newsoffice.de/
http://groups.google.de/
das Batronix Forum
http://www.progforum.com/
und Internet Relay Chat auf http://www.euirc.net/
#elektronik (scheint's nicht mehr zu geben)
Bei spezifischen Themen frage besser in den Newsgruppen, die sich speziell
mit dem Thema befassen, da wissen die Leute einfach mehr.
news:de.sci.ing.elektrotechnik (Verkabelung, Motoren, Generatoren)
news:de.rec.tv.technik
news:de.comp.* insbesondere news:de.comp.hardware.*
news:de.comm.isdn.technik
news://news.cadsoft.de/eagle.support.ger (Eagle Leiterplattenlayoutprogramm)
http://www.sps-net.de/cgi-bin/board/view.pl (SPS)
news:de.etc.fahrzeug.auto
news:de.etc.fahrzeug.misc
news:de.rec.heimwerken
news:de.rec.modelle.bahn
news:de.rec.musik.audio
news:de.alt.radioscanner
news:de.sci.chemie
news:de.sci.ing
news:de.sci.mathematik
news:de.sci.physik
Wenn du etwas verkaufen oder anbieten möchtest, sind die oben genannten
Newsgruppen der falsche Ort dafür. Nimm:
news:z-netz.fundgrube.biete.elektronik
news:z-netz.fundgrube.suche.elektronik
news:de.markt.comp.hardware
http://www.funkboerse.de/
Und wenn du der englischen Sprache mächtig bist, gibt es eine Reihe
englischsprachiger Newsgruppen, in denen sich teilweise Antworten auf
schwierige Fragen erhalten lassen. In sci.electronics.design findest du
z.B. Winfield Hill, einen der Autoren des vielzitierten Buches "Art of
Electronics / Hohe Schule der Elektronik".
news:sci.electronics.basics (Grundlagenfragen)
news:sci.electronics.cad (Leiterplattenerstellung)
news:alt.electronics.manufacture.circuitboard (Leiterplattenherstellung)
news:sci.electronics.components (Bauteile und Beschaffung)
news:sci.electronics.design (Schaltungsentwicklung)
news:sci.electronics.equipment (Messgeräte)
news:sci.electronics.misc
news:sci.electronics.repair (Reparatur elektronischer Geräte)
news:alt.engineering.electrical
Forum www.rft-hifi.de (Reparatur von RFT-Geraeten)
news:comp.arch.embedded (Microcontroller)
news:comp.arch.fpga (programmierbare Logikbausteine)
Und der Vollständigkeit halber:
news:aus.electronics
news:es.ciencia.electronica
news:fr.sci.electronique
news:japan.handmade.electronics
news:misc.industry.electronics.marketplace
news:misc.industry.utilities.electric
news:rec.boats.electronics
news:sci.chem.electrochem.battery
news:sci.engr.electrical.compliance
news:sci.engr.electrical.sys-protection
news:sci.physics.electromag
news:tw.bbs.sci.electronics
Allgemeine Regeln zur Benutzung von Newsgruppen finden sich hier:
news:de.newusers.infos
http://www.faqs.org/
http://www.bruhaha.de/laws.html
Und wer zum Zeichnen von ASCII-Schaltplänen einen Editor haben will:
http://www.jave.de/ und Andy´s ASCII-Circuit http://www.tech-chat.de/
*-----
D. Dank
Von: Ralf Stephan 23.11.1999
Hiermit Dank an alle Usenet-Autoren und denen, die an diesem Dokument
mitwirkten:
Ralf Stephan (Initiator, bis V1.2)
Jan Torben Heuer (Mitinitiator)
Markus Wannemacher (Mitinitiator)
Manfred Winterhoff (Schreiber, V1.3)
Patrick Schnabel (WebSite)
Christian Almeder (Schreiber, V1.4)
Ing. Franz Glaser (Schreiber, Mirror)
Thomas Steffen (Schreiber)
Uwe Bredemeier (Schreiber)
Michael Linnemann (Schreiber)
Jürgen Neumann-Zdralek (Schreiber)
Thorsten Klose (Schreiber)
Robert Hoffmann (Schreiber)
Thomas Rehm (Schreiber)
Roland Praml (Schreiber)
Oliver Bartels (Schreiber)
Mario Ruetti (Schreiber)
Rafael Deliano (Schreiber)
Oliver Betz (Schreiber)
Manuel Borchers (Mirror)
Thorsten Ostermann (Mirror)
*-----
E. WWW/Suchmaschinen
Von: Ralf Stephan 23.11.1999 und MaWin 17.7.2000
Das WWW und dessen Suchmaschinen sind deine Freunde. Die meisten Hersteller
elektronischer Bauteile und Geräte haben sehr früh begriffen, wozu das WWW
taugt (kein Wunder, Branchennähe). Du findest inzwischen sehr viel im Netz,
wenn du nur das richtige Stichwort in die richtige Suchmaschine eingibst. Das
heisst, das die meisten Leute in d.s.e damit umgehen können - sei daher nicht
beleidigt, wenn man Dich darauf hinweist, wie einfach du dir auch selbst deine
Fragen beantworten kannst.
Vor dem Posten solltest du natürlich auch mal in den Nachrichten blättern,
die auf deinem News-Server eh schon vorliegen.
Das heisst nicht, dass alte Fragen in neuem Gewand und mit interessanten
Neuerungen hier verpönt sind -- im Gegenteil.! -- von guten Fragen und
Antworten lebt dieses Forum sprichwörtlich. Achte aber bitte auf exakte und
ausführliche Fragestellung, in der alle dir bekannten Angaben zum Problem
enthalten sind, auch wenn sie dir unwichtig erscheinen. Schliesslich fragst
du, weil du beim Nachdenken in eine Sackgasse gelaufen bist. Meistens hätte
man schon bevor das Problem auftauchte einen anderen Weg einschlagen
sollen. Die 'Antworter' sind keine Hellseher und es gibt meist viel mehr
Lösungsvarianten, als du dir denken kannst, daher sind
Hintergrundinformationen unbedingt notwendig.
Was nicht schon in d.s.e oder anderen spezielleren Foren durchgekaut ist,
liegt aber womöglich auf einer der Milliarden Webseiten. Die zur Zeit besten
Suchmaschinen, neben Metasearchern, dafür sind wohl:
http://www.alltheweb.com/
http://www.northernlight.com/
http://www.google.com/ (auch Newsgruppenarchiv)
http://www.lycos.com/
http://www.yahoo.com/ http://www.yahoo.de/
http://searchpdf.adobe.com/
Diese Maschinen geben auch auf deutschsprachige Stichwörter Ergebnisse,
die dann meist auf deutschsprachige Seiten verweisen.
Datenblätter für aktuelle Bauteile werden meist problemlos von allgemeinen
Suchmaschinen entdeckt, zudem gibt es umfangreiche Verzeichnisse
http://www.datasheetlocator.com/
http://www.bgs.nu/sdw/a.html (Links auf Herstellerseiten)
http://www.datasheetcatalog.com/
http://www.alldatasheet.com/ http://www.alldatasheet.co.kr/
http://www.datasheetarchive.com/
http://www.mif.pg.gda.pl/homepages/frank/index.html (Röhren)
http://www.s-direktnet.de/homepages/sangmeister/index.htm (privat)
http://www.elektron-bbs.de/elektronik/tabellen/ddr/index.htm (DDR Vergleichstypen)
http://home.t-online.de/home/j_schielke/TranVgTb.htm
Wenn http://www.conrad.de/ das Bauteil liefern kann, findet man oft ein Datenblatt
dort. Bei ELV gibt's das bei einigen wenigen Bausätzen auch.
Auch die Hersteller haben meist kostenlose Suchmaschinen für ihre Produkte.
http://www.bgs.nu/sdw/ und http://www.xs4all.nl/~ganswijk/chipdir/index.htm
helfen dir beim Finden der Firmen-Webseite, auch ausgehend von der
IC-Bezeichnung.
Eine Liste der Halbleiterhersteller mit URLs, deutschen Adressen und
Distributoren, Versender, Broker und Beschaffer in D + CH + A ist auf
http://www.aufzu.de/semi/halbleit.html
Viele Hersteller bieten kostenlos CDs mit dem Inhalt ihrer WebSites an, und
manchmal werden diese kostenlosen CDs dann teuer von Elektronikversendern
weiterverkauft :-(
http://www.fulcrum.ru/Read/CDROMs/
Antworten auf viele Fragen beantworten die folgenden Sites. Allerdings sind hier
meist englischsprachige Texte referenziert. Trotzdem, versuche es bitte erst
hier, gerade wenn es um Reparatur von Handelselektronik geht:
http://www.michaelruge.de/download.htm (MausNet Elektronik FAQ)
http://horst-lehner.mausnet.de/efaq/efaq.pdf (MausNet Elektronik FAQ)
http://www.bruker.de/~ah/papers/de.rec.musik.hifi-FAQ.txt (d.r.m.h FAQ)
http://www.repairfaq.org/ (Sam's sci.electronics.repair FAQ)
http://www.repairfaq.org/filipg/LINK/F_LINK_IN.html (Fil's FAQ-LinkIn Corner)
http://www.repdata.com3.info/Testordner/abfrage.php
http://www.amasci.com/amateur/elehob.html (ELECTRONICS HOBBYIST)
http://dse-faq.elektronik-kompendium.de/mawin.htm (MaWin's Linklist)
http://www.elektronik-kompendium.de/ (Grundlagenkurse online)
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F. Häufig gestellte/beantwortete Fragen
Von: Ralf Stephan 23.11.1999
Dieses Kapitel enthält herausragende Artikel einiger d.s.e-Autoren. Die
Auswahl musste natürlich subjektiv stattfinden, und konnte erst einen
kleinen Teil der Artikel berücksichtigen.
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F.1. Elektronikversender
Von: MaWin 17.7.2000
> Gibt es ausser Conrad noch andere Elektronikhändler ?
Die meisten Versender sind inzwischen online erreichbar. Es lohnt sich, die
Preise zu vergleichen. Aber Beschaffbarkeit und Lieferbarkeit spielt letztlich
die grössere Rolle. Wenn man ein spezielles Teil braucht, wird man auch den
Rest bei diesem Versender kaufen, um Portokosten zu sparen. Es lohnt sich,
immer etwas Nützliches auf der Wunschliste zu haben (Tintenpatronen :-)
Distributoren sind für gewerbliche Kunden und liefern meist nur ganze
Verpackungseinheiten. Die in vielen Städten noch bestehenden lokalen
Elektronikgeschäfte sind zwangsweise teurer und haben eine geringere Auswahl.
Also unterstützt eure Elektronikläden, wenn euch daran liegt, das es sie morgen
auch noch gibt. Wenn Conrad gewisse exotische Teile im Hauptkatalog besonders
bewirbt, sollte man für eigene Projekte die Finger von den Dingern lassen, denn
dann hat Conrad einen Riesenstapel Restpostenware eingekauft der mit maximalem
Gewinn verkauft werden soll. Geht einem dann das Teil kaputt, bekommt man kein
Ersatzteil mehr, denn es wurde schon lange nicht mehr hergestellt, als Conrad
es noch als die neueste Erfindung seit dem Rad angepriesen hat.
http://www.reichelt.de/ (Katalog download, preiswert, liefert meist schnell und vollständig
aber 10 EUR Mindestbestellwert)
http://www.oppermann-electronic.de/ (Restposten)
http://www.segor.de/ (Katalog download, aber achte auf 'Lagertyp', teurer Versand)
http://www.conrad.de/ (Katalog online, Datenblaetter)
http://www.schuro.de/ (gute Audio Teile)
http://www.sander-electronic.de/ (Bausaetze, aktuelle Teile, Lieferzeit schon mal 3 Monate)
http://www.farnell.de/ (online, an privat erst ab 50 EUR, Katalog mit CD kostenlos)
http://www.rs-components.de/ http://www.rsonline.de/
http://www.elektronik-fundgrube.de/ (QM-Elektronik, Katalog online, teilw. sauteuer, teilw.
spottbillig)
http://www.elektronikladen.de/ (Microcontrollerboards)
http://www.hinkel-elektronik.de/ (Katalog online, Lieferzeit schon mal 3 Monate oder gar
nicht)
http://www.strixner-holzinger.de/ (Altware, Halbleiterliste download)
http://www.demotronic.de/ (Altware, Halbleiterliste download)
http://www.usbid.com/ (abgekündigte Bauteile)
http://www.siliconchip.de/ (Altware, Liste download)
http://www.geist-electronic.de/
http://www.musikding.de/ (Musikelektronik)
http://www.elv.de/ (Bausaetze)
http://www.westfalia.de/ (keine Bauteile)
http://www.muekra.de/ (kein Katalog im Internet)
http://www.mir-elektronik.de/ (Schrittmotoren)
http://www.ebv.com/
http://www.lta.at/
http://www.gev-elektronik.de/
http://www.btb-elektronik.de/ (Roehren)
http://www.flick-elektronik.de/ (Batterien, Akkus, Roehren)
http://www.kessler-elektronik.de/ (Katalog online, auch eBay)
http://www.neuhold-elektronik.at/
http://www.nova-elektronik.de/
http://www.lta.at/
http://www.ribu.at/
http://www.elcomp.at/
http://www.ng-electronic.at/
http://www.technotronic.at/
http://www.drauelectronic.at/
http://www.technik-welt.at/ (Farnell-Wiederverkaeufer)
http://www.darisus.de/
http://www.accu.de/ (teure Spezialakkus)
http://www.die-wuestens.de/ (seltene Roehren teuer etc.)
http://www.military-tubes.com/
http://www.spezial.de/ (Distri Maxim, Epson)
http://www.elpro.org/ (Katalog 2003, preiswert, liefert aber langsam und hat nicht alles
da, gewerblich)
http://www.schukat.de/ (Katalog online, gewerblich)
http://www.fischerelektronik.de/ (Fassungen, Gehaeuse, Luefter, Distri)
http://www.atlantikelektronik.com/ (Distri)
http://dkc1.digikey.com/de/digihome.html (18 EUR Versand, 13 EUR Zuschlag unter 100 EUR)
http://www.futureelectronics.com/
http://www.schuricht.de/ (Katalog online)
http://www.menges-electronic.de/
http://www.materialboerse.de/
http://www.glyn.de/ (Japanware, Liste download, gewerblich)
http://www.fg-elektronik.de/ (Stromversorgung, Trafowickeln)
http://www.holz-elektronik.de/
http://www.nessel-elektronik.de/
http://www.muetron.de/ (Distri)
http://www.msc-ge.com/ (Distri)
http://www.buerklin.de/ (Katalog online, gewerblich)
http://www.holz-elektronik.de/ (Distri)
http://www.eurodis.com/ (Distri)
http://www.hev-electronic.com/ (Distri)
http://www.rutronik.com/ (Distri)
http://www.retronic.de/ (Distri)
http://www.spoerle.com/ (Distri)
http://de.digikey.com/
http://www.conelek.de/
http://www.framos.de/ (Distri)
http://www.andyfunk.de/ (kundenspezifische Quartze)
http://www.wimo.com/ (Funkgeraete, Restposten)
http://www.sauter-trafo.de/ (Trafokerne, Kupferlackdraht, Wickelkörper, Isolierfolie)
http://www.av-tv.de/
http://www.tvteile.de/
http://www.batt-mann.de/
http://www.led-discount.com/ = http://www.eska-technik.com/
http://www.digitallehrer.de/ (Quartze Standardfrequenzen und Sonderanfertigungen)
http://www.albs.de/ (ALPS Kleinmengen)
http://www.amidon.de/ (Profi Elektronik)
http://www.deltron-components.de/ (Advanced Interconnections BGA Sockel)
http://www.securitec-gerlach.de/ (Video)
http://www.gmkelektronik.de/ (alte Halbleiter, gesammelte Service Manual PDF,
Waschmaschinenersatzteile)
http://www.elektronikhaendler.de/ http://www.meinhardt-elektronik.de/
http://members.aol.com/Bmeinh5619/home.html (Zeilentrafos) http://www.japan-halbleiter.de/
(Japantransistoren)
http://www.polytec.de/ (Hochtemperatur-Keramik-Vergußmassen, Kleber von Cotronics,
Abformmaterial Replicast. Keramikpapier (mech. Eigenschaften ähnlich Schreibmaschinenpapier,
aber feuerfest), Silberkleber, Epoxikleber DURALCO temperaturfest für Teflon el./therm.
leitfähig, Wärmeleitpaste bis 260°. X-Y-Positionier-Tische mit DC- und Schrittmotor-Antrieb,
Monochromatoren, Diodenarray-Spektrometer (-bausätze).)
http://www.ersatzteile-online.biz/
http://www.heho-elektronik.de/
http://www.goldmine-elec.com/ (Restposten U.S.A.)
Friesenhan Elektronik Hohengehren 07153 945241
EBT Optronic Bad Dürkheim (weisse LEDs für 1.50)
MIRA Nürnberg (SMD Kleinmengen)
Meyer Elektronik Karlsruhe 0721 377171 (19" Gehaeuse)
A.J. Mayer Electronic Heimertingen, 08335 1214, AV-IC's
T. Hartwig Elektronik Staufenberg 05543 3317 (Endstufengehaeuse)
Heinze & Bolek Coburg 09561 5548-0 (Roehren)
Seltronics GmbH, Beethovenstr. 35, 85521 Ottobrunn, Tel. 089/609 1001, Fax 089/609 1005
(Wire-Wrap)
Gerwert-Electronik, Albbruck, 07753/92130, Japanteile
Stuut & Bruin, den Haag, Nederlande, 070/3604993
ruf electronics, Höhenkirchen, 08102-7443-0 (Praezisionswiderstaende)
Gewerbliche Kunden erfahren Beschaffungsquellen aus den kostenlosen
Kennzifferzeitschriften wie Markt & Technik, Elektronik, Design & Elektronik
(http://www.elektroniknet.de/). Die Marktübersichten sind online verfügbar
http://www.elektroniknet.de/marktuebersicht/index.php . Beschaffungsquellen
aus China sind zu finden bei http://www.alibaba.com .
Speziellere Bauteile (Sensoren etc.) finden sich bei spezielleren Händlern.
Siehe http://dse-faq.elektronik-kompendium.de/mawin.htm
Vergleichstypen manchmal bei
http://www.ersatzteilblitz.de/hersteller1/LIFETECH.html
Bei http://www.bsh-group.de/ finden sich (wenn man sie findet bei der
katastrophen WebSite) im Notfall Ersatzteile für Siemens und Bosch Geräte
per Versand, aber zu superfrechen Preisen: Ein Geschirrspüler, der neu 499
EUR kostet, kostet in Ersatzteilen 2187 EUR. Man kauft dort also nur, was
man woanders nicht bekommt, und was man nicht ersetzen kann, und keinesfalls
Schrauben, elektronische Einzelbauteile oder so. Ein Kondensator, den es bei
Reichelt für 89 Cent gibt, wird dort schon mal für 25 EUR vertackert.
*-----
F.2. Grundausstattung des Bastlers
Von: MaWin 17.7.2000
Man hat den Eindruck, als ob sich immer weniger Leute mit Elektronikbastelei
als Hobby beschäftigen. Dabei war es noch nie so kostengünstig wie heute,
und noch nie so einfach, sich die notwendigen Informationen zu beschaffen.
Zwar kann man alle elektronischen Geräte des täglichen Bedarfs preiswert
fertig kaufen, aber das Spektrum der 'selbstbaubaren' Geräte ist wesentlich
umfangreicher als früher. Vom Selbstbau-Handy, -Fernseher oder -PC wird man
die Finger lassen, aber interessanterweise sind bereits HiFi-Verstärker (DIE
Paradebeispiele für angeblichen Preisdruck) billiger im Selbstbau als im
Laden. Und bei Reparaturen zahlen sich Elektronikkenntnisse erst recht aus.
Besser als ein fertiges Starterset ist es, wenn man sich einige Gerätschaften
selber zusammenkauft. Für Schüler gab es bis 2001 die Elektronikkästen von
Schuco (früher Philips) http://ee.old.no/ oder die einfacheren von Kosmos
http://www.generalatomic.com/teil1/index.html
a) Ein Lötkolben. Für den Anfang tut es gut ein Ersa TIP260 mit Lötspitze
162KD von z.B. http://www.reichelt.de/. Für SMD hilft gut ein zweiter, der
darf dann auch temperaturgeregelt sein. Luxuslötkolben kommen z.B. von
Pace oder Metcal. Billige 5 EUR Lötkolben sollte man sich nicht antun.
b) 100g bleihaltiges Elektroniklötzinn 1mm, 1.7m Entlötlitze 2mm, Flussmittel
als Stift oder Kolophonium (http://www.conrad.de/ 813419) in Spiritus
auflösen. Kein Lötlackspray (davon geht 90% daneben und es klebt ewig bis
man es endlich mit dem Haarfön trocknet), und auf keinen Fall Lötfett oder
Salzsäure, in solchen absoluten Notfällen noch eher Tannenharz mit etwas
Aspirin.
c) Ein einfaches Digitalmessgerät, die es schon ab 5 EUR gibt (PM110 von
http://www.pollin.de/ 3.95), aber besser eines mit durchgängigen Bereichen
(fragt, ob es auch einen 2A= und einen 0.2V~ Messbereich hat) wie DT380 von
Kessler Elektronik oder das DT38 von http://www.reichelt.de/ für 20 EUR
(Conrad hat kein entsprechendes). Teurere Messgeräte sollten dann TrueRMS
beherrschen (externer Vorsatz http://www.elv.de/ 60-077-91), damit bei
Wechselspannung der angezeigte Wert auch bei nicht-Sinusförmigem Signal
mit dem effektiven Durchschnittswert übereinstimmt. Das Metex 3650 hat
wohl Startprobleme bei schwacher Batterie und einen zu langsam reagierenden
Durchgangsprüfer.
d) Ein 10er Satz Prüfstrippen mit Krokoklemmen. Achtung: Die Krokomäuler
müssen für feinste Litzen ganz zugehen, es gibt da oft Ramsch. ML6028
von http://www.reichelt.de/ ist zwar teuer, aber kontaktsicherer, leider
nicht vergoldet.
e) Ein Cutter (feiner Seitenschneider, der dünnste Drähte trennt) ist Gold
wert. Die billigen taugen meist nichts. Stahldraht sollte man aber von allen
fern halten.
f) Pinzette, Zange, Schraubendreher, Abisolierzange, etc. aus dem Bastelkeller
g) Das Buch "Art of Electronics" / "Hohe Schule der Elektronik". Siehe unter
K.
h) PC zur Layouterstellung, Simulation und zum Datenblattlesen (hast du ja :-)
und dann je nach Entwicklung
i) Ein Experimentiersteckbrett (Labor-Steckboards, Experimentierboard, Breadboard,
Protoboard, günstig bei http://www.reichelt.de/, http://www.conelek.de/,
http://www.pollin.de/ und http://www.elv.de/)
j) Ein regelbares Netzteil. Eine einfache Version mit LM317 und vielleicht
einigen Konstantspannungen (LM78xx) kann man sich als erstes Projekt selbst
bauen (siehe F.9. Netzteil), ein 'dickes Ding' wird man besser kaufen (Ratho
RPS2305 = Reichelt LM305 0-30V/5A 70 EUR, DF-1731 http://www.pollin.de/
2*0-30V/3A 180 EUR), siehe Schaltpläne zu 512982, 518077, 511412, 510391,
510343, 512028 von http://www.conrad.de/ oder die Geräte von
http://www.elv.de/.
k) 3 DIN-A5 Fotoschalen und 1 Warmhalteplatte, Natriumhydroxid (Ätznatron)
als Entwickler, Eisen-III-chlorid als Ätzmittel und eine
Belichtungsvorrichtung (siehe F.6 Leiterplattenherstellung)
l) Wer Platinen aus Epoxy (FR4) herstellen will, sollte eine Kleinbohrmaschine
mit Bohrständer für Hartmetallbohrer kaufen. Dafür tut es kein 'Hobbydrill'
oder 523666 oder 523674 von Conrad, auch ein Dremel ist sinnlos da es dafür
keine vernünftigen Bohrständer gibt, und die Lager schon nach kurzer Zeit
ausschlagen sollen.
Geeignet ist z.B. der Proxxon IB/E + Bohrständer MBS140 oder Micromot 40/E
+ NG2/S + Bohrständer aus Geschenkkoffer 28514 + Spannzangenset (damit
die 1/8" Industriebohrer verwendet werden können, das 40/E kann nur 3mm).
Das Schnellspannbohrfutter ist für die hohen Drehzahlen nicht geeignet.
Vollhartmetallbohrer holt man aus dem Elektronikladen (http://www.elpro.org/
2.47 EUR) oder von eBay, und keinesfalls von Proxxon, schon gar nicht das
'Elektroniker Set', aber eine Trennscheibe ist nützlich (nicht mit Diamant).
m) Ein LRC-Meter (Induktivitäts- und Kapazitätsmessgerät) wie das 122211 für
40 EUR von http://www.conrad.de/ oder das SE8280 von http://www.elv.de/ oder
selbstgebaut siehe unter "Kapazitätsmessgerät / Induktivitätsmessgerät"
n) Und wenn man es sich leisten kann ein Oszilloskop, siehe Abschnitt F.27.
o) Für Basteleien an Schaltnetzteilen ein 200 VA regelbarer Trenntrafo.
p) Ein Chipprogrammiergerät wie GALEP von http://www.conitec.net/ oder
Xeltek SuperPro 280U USB von http://www.xeltek.com/
Das Geld für Zeitschriften spart man heute besser, siehe Abschnitt I.
Die genannten Produkte und Markennamen bedeuten nicht, das dies die einzigen
verwendbaren Teile sind. Aber es sind welche, die sich bewährt haben (bzw. eben
nicht).
http://www.pollin.de hat einige brauchbare Sortimente, ansonsten findet sich
eine kleine Bauteilegrundausstattung für Experimente auf dem Experimentierbrett:
Widerstände: 2*1Ohm 5 Watt, 2*10Ohm 2 Watt, 2*100Ohm 1 Watt
Metallfilm (0.6W) oder Kohleschicht (0.25W) Widerstände: 10*220 Ohm, 10*1k, 10*10k,
10*100k, 2*1MOhm
Folienkondensatoren (MKS, MKH, MKT oder so): 2*1nF, 2*10nF (meist 63V, aber 35V reicht
auch)
Keramik(vielschicht)kondensatoren (Z5U oder X7R): 10*100nF (meist 50V, aber 35V reicht
auch)
Elektrolytkondensatoren: 2*1uF, 2*10uF, 2*100uF, 2*1000uF (alle zumindest 35V)
Spulen: DST10mH (kleine zylindrische Festinduktivität der Art 09P mit Ferritkern stehend)
[Die Spule wurde ausgewählt, damit man mit einfachen Experimenten feststellen kann, wozu
Spulen brauchbar sind. Die 10mH können einen einfachen Oszillator ergeben, einen kleinen
StepUp/StepDown-Spannungswandler, können filtern und als Magnetfeldsensor arbeiten]
Dioden: 10*1N4148 oder 1N4448 oder 1N914, 10*1N4007
und zum Vergleich 1 Schottky-Diode: SB130 bis SB360 oder MBR360 oder 1N5819 bis 1N5822
Transistoren: NPN: 4*BC338, PNP: 4*BC328, JFET: 1*BF245B oder 2N7001 oder J300
MOSFET: BUZ10 oder IRF530 o.ä. auf Kühlkörper <3K/W, z.B. V4511D
Analog-ICs: OpAmp: LMC6484 (notfalls TLC274, ganz dolle notfalls LM324)
Spannungsregler: 7805, mit Kühlkörper <10K/W, z.B. V4330K
Spannungsreferenz IC: LM385Z2.5 oder LM336Z2.5
Digital-ICs: 74HC13, 74HC76, 74HC168, CD4051
Mikrocontroller: ATtiny22, AT90S2313, AT90S8535 oder ATmega8353 (DIL wegen Steckbrett)
mit 4-20MHz Quartz (Grundton, HC18/49U) und 2 22pF Keramikkondensatoren und, weil man
das Daten-EEPROM verwenden will, einen RESET Controller wie MC34064P5/TL7757
dazu eventuell 4 stellige 7 Segment LED Anzeige mit gemeinsamer Anode und 2mA niedriger
Stromaufnahme, 10mm (passt i.A. quer ins Steckbrett) oder 13mm (passt nebeneinander ins
Steckbrett) oder Modul (nur per Multiplex ansteuerbar)
Dazu eventuell 10er/12er/16er Tastenmatrix (Folientastatur,
Telefontastatur/Taschenrechnertastatur
oder 4-16 Einzeltasten mit einfachem Schliesserkontakt wie 700479 von
http://www.conrad.de/)
Temperatursensor: NTC ca. 10-25kOhm(25GradC), Halbleitersensor LM334
Lichtsensor: Phototransistor (BPW40, BPW42 oder so), LDR (LDR03, FW150 oder so)
eventuell Hallsensor: KMZ10B oder so, ggf. aus altem Floppymotor ausbauen
2 Taster mit Umschaltkontakt (z.B. Shadow DigiTast)
2 Trimmpotentiometer 10k linear mit Anschlussdrähten die ins Steckbrett passen wie Spectrol
63P
Leuchtdioden: 10*5mm rot, 2*5mm grün oder 3mm, high efficiency 20mA lassen ich auch als low
current 2mA verwenden
Glühlampe 6V/50mA mit Drahtanschlüssen (ggf. mit Lampensockel und Drähte anlöten)
Entweder kleiner Piezokeramik-Schallwandler (aus Weckuhr oder so, 751669 von Conrad) mit
Drahtanschlüssen oder hochohmiger Plastik-Minilautsprecher (32-50Ohm, Conrad 335407) und
eventuell Elektretmikrophon(kapsel) wie Conrad 302104.
kleiner (1.5 bis 12V) Elektromotor (Spielzeug/'Solarmotor'/Cassettenrecorder) mit
Drahtanschlüssen
digitales LCD Vielfachmessgerät 3 1/2 stellig für 5 EUR
9V Blockbatterie mit Anschlussclips oder 3-12V= Steckernetzteil >=250mA als Spannungsquelle
9V~ Steckernetzteiltrafo (von Modems) für Wechselstromexperimente
isolierter Starrdraht für's Experimentierbrett
10 Krokoklemmenkabel für die Bauteile, die nicht ins Steckbrett passen
und jetzt fehlen nur noch hunderte von kleinen Beispielschaltungen dafür :-)
Einige davon befinden sich in dieser FAQ, im Übungsbuch zu 'Art of Electronics',
in den Online-Büchern auf http://www.vias.org/electronics.html und in AN-32,
AN-20 von http://www.national.com/ und holt euch die Datenblätter von allen
gekauften Bauelementen.
Megabytegrosse Datenblattsammlungen (DL111/126 Transistoren, DL135 MOSFETs,
DL128 Analog-IC-Übersicht, DL129 Digital-HCMOS-ICs) gibt's bei
http://www.onsemi.com/ , recht geeignet um mal eine Übersicht und einen
Datenblatt-Grundstock zu bekommen. Sogar die Pocket Guide gibt es noch
http://www-s.ti.com/sc/psheets/scyd013/scyd013.pdf
Chiptypennummern nach Verwendungszweck als Startpunkt der Bauteilsuche:
Einstellbare Spannungsregler: LM2931/LM317L (100mA) LM317, LM337 (1.5A) , LT1086 (1.5A low
drop), LM350, LM333, LT1085 (3A), LM338 (5A), LT1084 (5A low drop), LT1083 (7.5A), LT1038
(10A), ADP3310 (extern low drop)
Hochvoltregler: LM317HV 1.25-60V1.5A LM2576HV 1.25-60V3A (NS) B3171V (1.2-57V1.5A RFT)
TL783 1.25-125V700mA(TI), LR8 1.25-450V10mA (Eingangsspannungsflankensteilheit>50us) LR12
1.2-88V50mA (Supertex), LT3010 80V50mA (Linear), HIP5600 (50V..) (Harris), VB408/409 5V40mA
(ST)
Präzisere Spannungsregler: LP2954AIT (TO220 250mA 0.1% NS) LP2986AIM (SOT8 200mA 0.5% NS),
LT1086 (1% 1.5A 0.015% TO220 Linear)
Referenzdioden: LM336/385/4040/4041 (NS), REF12Z/25/ADR291/AD1582 (Analog), ICL8069
(Intersil), TC04, ZRA245/250 (Zarlink), LT1009 (Linear), MC1403, CS1009 (OnSemi)
Zaehler/7SegDecoder: MM74C92x (NS) ICM7217 (4 stellig), U125D, ICM7249 (6 stellig), ICM7226
(8 stellig) (Intersil)
HEX zu 7-Segment: MC14495, DM8880/9368, V40511, D345, D346, 4311, 4368, 74C915 oder eben
ein GAL16V8
VFD-Treiber: A681x/A581x (Allegro), MAX6920-32 (Maxim), LB1240 (Sanyo), PT6311 (Princeton),
NE594, MM58241/58242/58248/58341/58342/58348 (NS) MSC1162/1163 (Oki), SED2020/2032 (Seiko
Epson), CS1087-1089 (OnSemi)
EL-Folien-Treiber: SP4403 (Sipex)
Ladungspumpen: ICL7660/LTC1044/MAX1044 (5V/10mA), LT1026/MAX680/681(=MAX232 ohne RS232),
LTC1044A (12V/10mA) ICL7662 (15V/10mA), MAX619/LTC1046 (5V/50mA) LTC1144 (15V/50mA) MAX662
(5V->12V/30mA) LTC1263 (5V->12V/60mA) LTC/MAX660 (5V/100mA) (Intersil/Linear/Maxim) MAX665
(8V/100mA) TPS61000 (100mA TI) MAX889 (5V/200mA) TPS60130 (300mA/5V TI)
GHz-Vorteiler: CND2047, PMB2312, MC12017/12079/12080/12095, U664/666/813/891/893/6024,
SP4908/8718/8719/8792/8910/8755/8720/8786A, LMX2326
RESET-Controller für 8051: DS1833 (Dallas)
RESET-Controller für 5V/12V: MB3771 (Fujitsu)
Klangregler Volume/Treble/Bass: LM1036 (NS), TDA1074A, TDA4292, TDA7318 (Philips), LC7530,
LC7532, LC7533, LC7535, LC7537 (Sanyo)
DDS: ML2035/2036 (25/50kHz Fairchild), HSP45102/45106/45116 ISL5314 (Harris),
AD7008/9832/9850/9851 (Analog) Q2240I (Qualcom)
rauscharme OpAmp fuer Audio (Linepegel): TL071 (TI, nicht TL072/074), NE5532/5534
(Philips), MC33078 (Mot), LM833/837 (NS), OPA134/604 (TI) OP176/275 (Analog)
billiger Rail-To-Rail OpAmp: LMV324/824 LMC6482/6484 (NS), AD82x (Analog), TS912-924 (ST),
TLV272/2372 (TI)
LMC662 geht in latchup bei Vin > V+ - 1V
Niedrigstspannungs-1V-OpAmps: LM10 (NS), MC33501/502/503, NCS2001 (OnSemi), MAX4289 (Maxim,
langsam)
präzise hochohmige OpAmps: OP07A/LT1014A (TI), LTC1150/2050 (Linear), AD707/8571 (Analog)
extrem rauscharme OpAmps für niederohmige Quelle (Audio-MC-Phonovorstufe, dyn. Mikro):
LT1028/1115 (Linear), AD797 (Analog)
chopperstabilisierte OpAmps: LTC1049/1050/1052/1150
open collector OpAmp: TAA761/861, TAE/TAF1453/2453/4453,
TAA752/765/765/2761/4761/2765/4761/4765A,
B761D/B765D/B861D/B865D/B2761D/B2765D/B4761D/B4765D
beyond the Rail OpAmp: LT1490 (Linear)
OpAmp für hohe kapazitive Last: LM6161/6261/6361/6362/6364/6365 (NS),
AD817/826/827/847/848/849 (Analog)
http://www.analog.com/library/analogDialogue/archives/31-2/appleng.html
Normale OpAmps steuern höhere Spannungen: http://www.national.com/ AN271, AN272
Leistungs-OpAmp schneller als L272 mit weniger Offset: L2722/2724 (ST), TCA0372 (OnSemi)
(nicht für Audio geeignet, da wie LM324/358 ruhestromlos)
verbesserter LM386 1W/8 Ohm Audioamp für 5V ohne Ausgangselko: LM4861/4871/488x (NS)
Kopfhöhrerverstärker (32 Ohm, 0.15W): MC34119 (OnSemi), NJM2113 (NJR), TDA7050/7052
(Philips) TS922 (ST)
KFZ-Audioleistungsverstärker: TDA7375 (4*4W/2*22W), TDA7560 (4*30W) TDA8563 (2*40W an 2
Ohm)
Heim-Audioleistungsverstärker: TDA7294 (ST), auch als Piezotreiber gut, TDA7293
parallelschaltbar, LM3886 (NS)
OpAmp für Ausgang Funktionsgenerator: LT1206 (Linear)
Elektrometer: AD549L AD515, OPA111 OPA128, LMC6041 (2fA typ 4pA max), AppNotes: AN242 LB37
AN241 (NS), AB075 (BurrBrown)
Instrumentenverstärker: AD620/621/624/625/626 (Analog), INAxxx (TI), LT1167/1168 (Linear)
Platin-Temperaturmesswiderstandsverstärker, Pt100, Pt1000, RTD: ADT70 (Analog)
Thermoelementmessverstärker: MAX6675 (Maxim), LT1025 (Linear)
Dehnungsmessstreifenverstärker und -Wandler: MAX1400-1403 (Maxim)
Mikrofonverstärker mit Kompressor: SSM2165 (Analog)
VCAs: 2181 (That), AD600/602/604 SSM2010/2013/2014/2018/2020/2022/2118/2120/2122/2164
(Analog), BA7655 (Rohm), M5244 (Mitsubishi), CLC5523 (NS), SL550 (Plessey),
VCA2612/2613/2614/610 (TI)
OTAs: BA6110 (Rohm), CA3060/3080/3280 (Intersil), LH0045 LM3080, LM13600/13700 (NS) =
NE5517 (Philips) = NJM13700 (New Japan Radio), OPA2662/660 (TI), LT1228 (Linear)
Transimpedanzverstärker: OPA665 (TI) AD9617//9618 (Analog) SA5211/5212/5214/5217/5225
(Philips) TZA3023/3033/3034/3043/3044 (TI) (Sander Electronic)
Multiplizierer: XR2208 (Exar), ICL8013 (Intersil), RC4200 (Fairchild), AD532/633 (Analog)
MPY100/634 (TI)
logAmps: BB4127/LOG100/102 (TI), AD8304 (Analog) [teilweise stückweise lineare
Interpolation]
TrueRMS Konverter: AD536/636/736/737 (Analog), LTC1966, LT1088 (Linear)
Hall-Strommesser: ACS750 (Allegromicro), Sanken CS-Series bis 5A
Hallsensoren: KSY10/13/14 (Infineon), A1321+A3141-44 (Allegromicro) , THS125 (Toshiba),
HG106 (Asahi-Kasei), GH700 (F.W. Bell), Micronas, Melexis
LiIon Protection in SOT23-6: NCP800, R5421, T63H0002A, AAT8633, MC33349
Akkulader-ICs: ADP3811, BQ2000/2002/2004, CH127/128, MC33092,
MAX1640/1641/1647/712/713/846, ICS1700/1702/1722, AIC1781-1783, LM3647, LT1512/1571,
LTC1759, TEA1102/1103/1104
Nullspannungsdetektor: TDE2907, 8T363
Fensterkomparator: MC34161 (Motorola), TCA965 (Infineon, veraltet)
TRIAC-SteuerIC: alt: TDA1023/24, U217B, U106, U208 neuer: U2008/2010 (Temic, Atmel), TCA785
NE555=SE555=LM555 (4.5-16V, 500kHz) in CMOS: ICM7555 (2-18V, 1MHz Intersil), TLC551 (1-16V,
2MHz, TI), TLC555 (2-15V, 2.1MHz, TI), TS555 (3-16V, 2.7MHz, ST), LMC555 (1.5-12V, 3MHz,
NS), ZSCT1555 (0.9-6V, 330kHz, Zetex), IR2151 (Gegentakt MOSFET Treiber Ausgang)
Langzeittimer: U6046/6047/6049, ICL8250, XR2240
Lautsprecherschutzschaltung: http://www.datadart.com/al/toshiba/Ta7317p.pdf
F->V Konverter/Tachometer-ICs/Frequenz-Spannungswandler: LM2907/2917 (NS), ADVFC32 AD636
(Analog), TC9400 (Tel)
IR(De)Coder (RECS/RC5): SAA3004/3006/3007/3009/3010/3027/3049 SAB3210/3209 (Infineon),
HT11/12 (Holtek), MC14497/145026/27/28 (OnSemi) uPD6121/uPD6122 (NEC) 21/2222+2225
(princeton.com.tw)
IR-Coder (PPM): PTPT2221/2222 (Princeton), uPD6120/21 (NEC) oder LC7461M/62M (Sanyo),
UM3750/3758 (UMC)
Infrarotdemodulationsempfaenger: SFH505A SFH5110 TFMS5300/5360 (Infineon),
TSOP17xx/18xx/48xx (Vishay), IS1U60 IS1460 (Sharp) PIC26043SM
IrDA: IRM3001, TFDS3000/4000/4500/6500, TOIM3000/3232
AM Radio ICs: TCA440, TDA1056, A244
FM Radio ICs: TEA5767HL
DCF Funkuhr: UE6005, T4227 (Atmel) U4223/4224 (alt)
StereoCD D/A: LC7881 7.10, PCM56 (TI)
StereoDecoder: MC1310
diffuse LEDs: TLVR/TLVG/TLVY4200, Superflux
Uhren-ICs: alt: MM5314/5316/50250 (NS), U125, neuer: LM8560 (Sanyo)=TMS3450 (TI),
HT1340/1391 (Holtek)
RTC-ICs: M41T00 (ST,0.8uA), PCF8563/8573/8583 PCA8565 (10-200uA, Alarm) PCF8593 (wenig
Strom, Alarm, Philips), DS1307 (Dallas)
http://service.semic.sanyo.co.jp/semi/dis_pdf_e/LM8560.pdf
Fernsteuerservo: alt: SN28654, ZN409, NE544, neuer: NJR2611, M51660
Funkfernsteuerungsencodersender: LM1871
Märklin Modellbahn: MC145026, MC145027 (Motorola)
RS485: SN75176BP SN75LBC176 (TI), LTC485 (Linear), MAX487 MAX489E MAX490E (Maxim) IL485
(Isolationskoppler, NVE)
RS422: µA9638
4-20mA: XTR110 (TI), AD420 (Analog), AM422 http://www.analogmicro.de/
HPIB, GPIB, IEEE488: alt: TMS9914A, SN75160 (Daten), SN75161 (Steuersignale) (TI)
USB: CY7C6300x (Cypress), PDIUSB11/12 (Philips), FT8U232/245 (FTDI), PIC16C765 (Microchip),
TUSB3210 (TI), EZ-USB AN2131 (Cypress)
RGB->Composite PAL-Encoder: MC1377 (schlecht, Trafo, OnSemi), TDA8501+TDA4568 (Philips)
Videodigitalisierer/Framegrabber: SAA7111/7113 (Philips)
RDS Decoder: TDA7330, SAA6588
schnelle SRAMs: ISSI, Cypress, Alliance Semiconductor
I2C-Repeater: PCA9515 (Philips), IL712 (Isolationskoppler, NVE)
Quadraturdecoder: LS7166, LS7266 (LSI Logic), HCTL2022/2032 (HP), DDM01 (amira.de)
Analogschalter: CD4016 (alt), CD4066 (15V), LC4966 (37V), DG2xx, DG4xx, Audio: SSM2402/04
(Analog) TDA1028 (ST), NJM2750 (JRC)
Kreuzschienenverteiler: AD75019 (Analog) MT8808, MT8816 (Zarlink) TEA6420
3-Klang Gong: alt: SAB0600, neuer: SAE800
OnScreenDisplays: PCA8516, SAA5242, STV5730A
Sensor-Dimmer: alt: S566/576 SLB0586/0587 (Siemens), auch schon alt: HT7700C/7703/7704
(Holtek), neu: LS7231-33/7314-15/7237/7339-40/7535/7538-39/7631-32 (LSI CSI)
Bargraphanzeige: U237/247/257, LB1403-1426, dabei 1412 5.50 (Peak,12, Sanyo), LB1494,
LM3914-16/LM4700 (10) MM5451 (35, NS), U1096 (30), A277 UAA170 UAA180 (12), KAA2281 (2*5)
KAA2283 (10), TC826 (40 LCD Microchip), LC7556 (2*12 Peak VFD Sanyo) TL476/487/489/490/491
(alt), D620 (TFK, 10)
Audio Spektrum-Analyzer-Display: BA3826/30/33-35 (Rohm)
7band +-12db uC Graphic Equalizer: LM835 (NS), LC7522, LC7523, 5-Band: TDA7317 (ST)
BA3812/22-24 (Rohm)
MOSFET-Treiber: MMH0026=DS0026=MC34151/34152 (OnSemi, schwingt leicht), UCC37325,
TPS2811/12/13 (TI, ähnlich 0026 mit Spannungsregler), ICL7667 (Intersil), LTC1693 (Linear),
HIP4080-82A (Harris, nicht die nicht-A-Typen, siehe TB321, aber lese AN9404, on/off time
einstellbar), IXDD430 (30A, Ixys)
MOSFET-Treiber mit Ladungspumpe für NMOSFET an positiver Rail: L6384-6 (ST),
LTC1154/1155/1158 (Linear, gute dead time, teuer), IR2110 (IRF, dead-time sehr kurz), TC426
(Toshiba), MAX621/4426 (Maxim)
Vollbrücken: BA6208/6209/6218/6219/6229/6283/6285-6288/6417/6418/6920 (Rohm), TLE420x,
TLE6209R (Infineon), TCA3727/4727 (Philips)
DTMF: Empfänger: MT8800, Sender: MT8880 (Mitel)
Signalspannungsbegrenzung: TL7726 (TI), Quickswitch (IDT), GTL2002 (Philips), FXLP34
NC7WZ07 (Fairchild)
High-Side Driver: ULN2076
Audioleistungstransistoren: 2SA1494+2SC3858 (für 150Wrms an 4R), 2SA1295+2SC3264,
2SC2921+2SA1215, 2SC2922+2SA1216 (70mOhm Ringemitter) 2SC4386+2SA1671 2SC4388+2SA1673
(Sanken) 2SB1163/2SD1718=2SA1302/2SC3281=2SB1317/2SD1975 (Toshiba/Panasonic) MJL21193/4/5/6
(OnSemi), BD245+246 BD249+250 (jeder)
Audio-MOSFETs: 2SK133-135+175-176+1056-1058+2220-2221/2SJ48-50+55-56+160-162+351-352
(Hitachi lateral) ECF/ECX10P16+20+ECF/ECX10N16+20 (Exicon lateral), BUZ901+906 (Philips)
Audio-Treibertransistoren: BC550/560, NE856/85633 (eigentlich HF, aber voll spezifiziert)
2SK389 (JFET, 0.5dB)
matched Pairs: MAT02 (0.05mV), MAT01/LM194 (or 0.1mV), LM394BH SSM2210/20 (0.2mV), MAT03,
MAT04 (Linear) HFA3134/35 CA3083 (Intersil) (Achtung: Unterschiedliche Qualität bei 3083, NS
soll schlecht sein)
Doppeltransistoren: BC846/847BS
lowCEsat bipolar NPN Kleinleistung: 2SC2878 (42mV, hohe UBEreverse) ZTX1047 und andere von
Zetex, PBSS4120T und andere BISS von Philips
high beta Transistor: BCX70/71 (hFE>380 2mA) 2SC3112A (hFE 600-1800 2mA) 2SC3112B (hFE
1200-3600 2mA, Toshiba)
kleiner LogicLevel NMOSFET: BSS295, BSP297, 2N7002
LogicLevel PMOSFET: IRF7416 (SO8), IRLML5203 (SOT23), BSS84
MOSFET mit >20V Ugs: FQPF12P10, STH8NA60FI 2SK2251-01 (Fuji) IRFPC50A
20V/2.5A/0.1Ohm LogicLevel NMOSFETs in SOT23: Si2302DS (Vishay/Philips)
depletion NMOSFET: BSS139/169, BSP149 (Infineon), DN2470-DN3545 (Supertex bis 700V 500mA
6Ohm)
MOSFET, 0.9V Uth bei 3V durchschaltet: IRF7401 (NMOS) / IRF7404 (PMOS) (IRF) TN0200T
(NMOSFET), TP0101T (PMOSFET) (Vishay/Philips)
schnelle kleine MOSFETs ohne Diode auf einem Chip: SD5000-Serie
JFET mit neidrigem RDSon: J105
Hochspannungs-IGBTs: QIS4506001 (4.5kV/60A), IXEL40N400 (4kV/40A)
NPN bipolare Hochspannungstransistoren: FGL60N170 (Fairchild 1700V), BUH2M20AP (ST 2000V),
ABB, www.eupec.com (4500V) 2SC4686 (1200V/50mA Toshiba)
PNP bipolare Hochspannungstransistoren: ZTX560 (500V Zetex) 2N5852 (500V) 2SA1807 (600V)
2SA1862 (400V)
Tunneldioden:
http://store.americanmicrosemiconductor.com/diodes-tunnel-diodes-general-purpose.html
AM Kapazitätsdioden: BB212 (Philips), KV1235, KV1560NT (Toko, compotex.de)
*-----
F.3. Schaltungsvorschläge
Von: MaWin 17.7.2000
Zunächst mal finden sich gute Schaltungsvorschläge zu letztlich allen denkbaren
Themen in den Application Notes der Chip und Sensor Hersteller. Man muss nur
lange die geeignetste suchen, denn es gibt so viele. Die technischen Daten dieser
Schaltungsvorschläge werdet ihr nur bei perfektem Aufbau erreichen, denn da
waren natürlich Profis am Werk. Es hilft, wenn bei der AppNote ein
Platinenlayout dabei ist, wie viele von http://www.st.com/ und
http://www.maxim-ic.com/. Natürlich favorisieren die Chiphersteller wo möglich
ihre eigenen Bauteile. Oft kann man die Schaltungen genau so gut (und manchmal
besser :-) mit Bauteilen anderer Hersteller aufbauen. Allgemeines erst mal
hier:
http://www.analog.com/ SiteMap Application Notes
http://www.cypress.com/
http://fairchildsemi.com/apnotes/
http://www.irf.com/technical-info/
http://eportal.apexmicrotech.com/mainsite/support/pages/app_notes.asp
(Grundlagenorientierter)
http://www.linear.com/ezone/indexes.html (5 "Linear Technology Magazine Circuit
Collections")
http://www.maxim-ic.com/Design_Apps/StartPage.htm
http://www.microchip.com/ (insbesondere die 'Reference Designs' sind interessant)
http://www.powerint.com/ (insbesondere deren Engineering Prototype Reports)
http://www.national.com/apnotes/
http://www.semiconductors.com/
http://www.onsemi.com/ 8MB "Power Factor Correction Handbook" HBD853/D
http://www.semiconductors.philips.com/products/all_appnotes/
http://www.rohde-schwarz.com/www/dev_center.nsf/frameset?OpenAgent&website=com&navig=/www/de
v_center.nsf/html/nav,10,11&content=/www/appnotes_files/appnote_frameset (RF)
http://www.semiconductors.philips.com/markets/mms/products/discretes/documentation/rf_manual
/
http://eu.st.com/
http://www.ti.com/sc/docs/apps/index.htm
http://www.zilog.com/products/appnotes.asp
Wer bloss Schaltungsideen sucht, sollte mal hier reinschauen:
http://www.ednmag.com/ (EDN online)
http://www.web-ee.com/ (Paul Stenning Electronic-Projects Online)
http://sound.westhost.com/ (Audio)
http://www.circellar.com/ (Steve Ciarcia's Circuit Cellar)
http://www.tinaja.com/ (Don Lancasters Hardware Hacker hackar?.pdf)
http://www.tubecad.com/ (Für Röhren)
Die als PDF downloadbaren Anleitungen für Conrad-Bausätze enthalten die
vollständigen Schaltpläne und Platinenlayouts. Man muss sich also die
Bausätze nicht kaufen, wenn man die Platine sowieso selber machen will.
Bei http://www.elv.de/ kosten Anleitungen meist Geld (Ausnahmen als PDF gibt
es, vor allem indirekt bei Conrad). Das ist aber immer noch billiger, als
regelmässig die Zeitschrift zu kaufen bis mal was brauchbares dabei ist,
und die Platinen und Spezialteile kann man so gleich mitbestellen.
Leider kostet bei ELV der Katalog Geld (scheinbar bei Onlinebestellung
nicht), und die Zeitschriften sind nur ein verkapptes Katalogupdate.
Dann gibt es zu vielen kommerziellen Geräten die Schaltpläne. Wenn man will,
kann man die also nachbauen, soweit keine Spezialteile verbaut wurden.
Findet man im Internet nach Eingabe der Modellbezeichnung in eine
Suchmaschine keinen Schaltplan und schickt einem der Hersteller auf Nachfrage
keinen Schaltplan kostenlos zu, so kann man versuchen, Kopieen davon für
teures Geld zu kaufen:
http://www.pdf-manuals.com/ (Tektronix US$2)
http://bama.edebris.com/manuals/
http://www.schaltungsdienst.de/ = http://www.elv.de/ (aber andere Preise)
http://www.schaltplan-dienst.de/
http://www.agtannenbaum.com/
http://www.doknet.nl/
http://www.manualmerchant.com/
http://www.manualsplus.com/
http://www.testequipmentcanada.com/
http://www.oldradios.de/
Bei kommerziellen Geräten zählt jeder Cent, insbesondere bei Consumerware
die millionenmal hergestellt wird. Deswegen meiden Hersteller teure Chips
selbst wenn sie besser sind oder Schaltungen mit viel weniger Bauteilen
erlauben. Daher die unglaublich vielen Schaltungen mit LM324 und
Einzeltransistoren. Für den Hobbyelektroniker spielt der Preisunterschied
keine so grosse Rolle, er kann und sollte die besseren Chips verwenden.
Zur Auswahl steht alles, was der Elektronikversender im Katalog hat. Die
hochpräzisen Chips von Analog, Linear, Burr-Brown sind dann wieder so
teuer, das der Hobbyist, der die technischen Daten dieser Chips mangels
physikalischer Grundlagenkenntnisse eh nicht ausreizen kann, von selbst
Abstand nimmt, und diese Chips besser den Profis überlässt.
Schaltpläne von Hobbyelektronikern sind zahllos im WWW vertreten.
Diese sollten sich mit geschickt gewählten Suchbegriffen festnageln
lassen. Einen umfassenden Einstieg gibt http://www.epanorama.net/ .
Allerdings funktionieren nicht alle Schaltungen, die man im Web so
findet, und die meisten schreiben voneinander ab oder vergessen beim
Abschreiben von AppNotes die Hälfte. Daher verweisen bei ePanorama
leider die meisten Links auf Schrott.
http://www.epanorama.net/ (DIE Elektronik Linksammlung)
http://www.hut.fi/Misc/Electronics/ (Tomi Engdahl's Electronic Page)
http://www.ee.washington.edu/eeca/ (altes Circuit Archive)
http://www.discovercircuits.com/ (7000 Hobbyistenschaltplaene)
http://www.armory.com/~rstevew/ (Richard Steven Walz's Webpage)
http://sterr.narod.ru/ (der sammelt alles)
http://www.wcug.wwu.edu/~jamie/schems.html (Music Electronics uArchive)
http://www.commlinx.com.au/schematics.htm
http://www.b-kainka.de/ http://www.elexs.de/index.htm
http://www.intio.or.jp/jf10zl (Funk)
http://www.user.fh-stralsund.de/~emasch (Elektro)
*-----
F.4. Löten
Von: MaWin 17.7.2000
Das Löten von normalen Platinen und Schaltlitzen ist mit einem normalen
Lötkolben kein Problem, wenn die Metallflächen OXIDFREI und sauber sind
und man dem Lötkolben passend Zeit zum Aufheizen gibt. Das im Lötzinn
enthaltene Flussmittel sorgt für eine gute Lötstelle. Aber oxidierte Oberflächen
verhindern gute Lötstellen. Die Industrie verwendet i.A. keine Bauteile mehr,
die länger als 1 Jahr ausserhalb einer Stickstoffatmosphäre gelagert wurden.
Ein temperaturgeregelter Lötkolben ist im industriellen Einsatz sein Geld
wert, als Hobbyist kann man abwarten, bis der Lötkolben die passende
Temperatur hat bzw. ihn ausstöpseln oder in den feuchten Schwamm
drücken, wenn er zu heiss wird, oder einen normalen Dimmer vorschalten,
dann kann man den wenigstens einstellen.
Im Moment ist der Ersa Multi-Pro 25W Lötkolben für 25 EUR besonders
interessant, weil es für ihn kostengünstige MicroWave SMD-Lötspitzen
SolderWell gibt.
Die berühmten Weller Magnastat sind technisch überholt (zu klobig, teure
Lötspitzen), für das ganze Sortiment gibt es aber offenbar jahrzehntelang
Ersatzteile bis zur kleinsten Schraube.
http://www.hinkel-elektronik.de/pdf_node/134.pdf
Wer NiCd-Akkus ohne Lötfahnen direkt am Boden (laut den Datenblättern der
Hersteller ist das nicht erlaubt) oder ähnlich massive Dinge löten will,
braucht einen richtig dicken Lötkolben und geeignetes Lötzinn.
150 Watt und eine kurze dicke Lötspitze, dann lassen sich Akkus auch in
wenigen Sekunden löten, ohne das der Akku selbst heiss wird. Alu (Bleche,
keine Kühlkörper) oder Stahl (Akkus und Glühlampensockel) lassen sich mit
Multicore Alu-Sol Lot und einem heissem Lötkolben gut löten. Wer es mit
einem 25W Lötkolben und rumbraten probiert, beschädigt den Akku. Bitte
Dauerlötspitzen (Ersadur etc.) nicht verbiegen oder gar dran rumfeilen und
kein PVC damit anschmurgeln, die Beschädigungen der Beschichtung führen
sofort zum Weggammeln der Lötspitze.
Wer vor seinem ersten Bausatz mal das Löten üben will: Es gibt die
klassischen Lehrstücke: 10 10cm lange Stücke Schaltdraht abisolieren, im 5 x
5 Gittermuster aufeinanderlegen und zusammenlöten. Dasselbe nochmal mit alten
oxidierten Drähten :-) Und man sollte auch mal zur Übung BEWUSST so lange auf
einer alten Platine rumbraten, bis die Leiterbahnen abgehen, damit man lernt,
wie lange das dauert.
Bei Lochrasterplatinen ohne Kupfer steckt man die Bauteile durch, biegt die
Anschlussdrähte so, das die zu verbindenden Anschlüsse verschiedener
Bauteile zusammenkommen, und lötet die zusammen. Es gibt ein Problem,
sobald sich Leitungen kreuzen, also sind die Platinen nur für allereinfachste
Anwendungen. Ausserdem halten die Bauelemente nicht besonders, weil sie
ja letztlich nicht festgelötet sondern nur angebunden sind. Sie eignen sich
aber als Träger für die Fädeltechnik (Anschlüsse mit Kupferlackdraht verbinden)
besser als Platinen mit Lötaugen, weil man die
s notfalls auch wieder
auslöten kann.
Bei Streifenrasterplatinen ordnet man die Bauteile so an, das die zu
verbindenden Anschlüsse jeweils nebeneinander (in Richtung der
Kupferstreifen) liegen. Dabei sind mehrere Gruppen pro Kupfersteifen
möglich, man muss nur den Kupferstreifen (an einer dazwischenliegenden
Stelle) durchtrennen. Dann lötet man die Bauteile ein. Wegen den nur in einer
Richtung verlaufenden Kupferstreifen benötigt man oft Brücken oder Drähte,
mit denen man quer zum Kupferstreifen verlaufende Verbindungen herstellt.
Die brauchen viel Platz, daher sind diese Platinen nur für einfache
Schaltungen geeignet. Für 230V~ gibt es Platinen mit 5mm Rasterabstand.
Bei Lochrasterplatinen mit Lötaugen lötet man erst ganz normal die Bauteile
ein und schneidet die Drähte ab, und setzt dann mit nicht zu heissem
Lötkolben auf jedes Lötpad auf dem Weg der zukünftigen Leiterbahn einen
Hügel aus viel Lötzinn und 'schleppt' ihn zum vorherigen Pad. Dann lässt
man ihn erkalten, bevor man den nächten Pad angeht. So bekommt man
schnell ansehnliche Lochrasterplatinen. Das Umbiegen der Anschlussdrähte
der Bauteile sollte man vermeiden, da damit späteres Auslöten erschwert
wird. Extra Kupferdraht ist unnötig. Das dicke Lötzinn ist leitfähig genug.
Und dann gibt es noch die Lochrasterplatinen, die mit Kupferstreifen die
Verbindungen der Experimentierbretter (5 quer, 2 längs) nachahmen. Da lötet
man de Bauteile und Drähte so drauf, wie man sie im Experimentierbrett
stecken hatte :-) als wilder Verhau.
http://www.elexs.de/loet1.htm
http://www.epemag.wimborne.co.uk/solderpix.htm
http://www.ee.upenn.edu/rca/funstuff/soldering/soldering.html
http://wwwbode.cs.tum.edu/~acher/bga/index.html
http://www.seattlerobotics.org/encoder/200006/oven_art.htm
Bei SMD ICs wird die Verarbeitung kritisch. Verwende viel Flussmittel (aus
einem Flussmittelstift oder Kolophonium in Spiritus, kein Lötfett), die Platine
sollte beim Löten nass sein, dann lassen sich ICs mit einer Lötspitze mit
Hohlkehle (z.B. Micro Wave für 15 EUR von Ersa) einlöten. Im Prinzip hängt
dabei ein Löttropfen an der Lötspitze, mit dem man über die IC-Pins rollt.
Platine mit Beinchenreihe 60 Grad senkrecht stellen, Lötkolbenspitze mit
Lötzinntropfen ca. 45 Grad von oben auf die oberen Beinchen halten, nach
unten rollen. Platine um 90 Grad drehen und die anderen Beinchenreihen
verarzten. Die Schwerkaft hilft dabei.
Das extra Flussmittel verhindert, das das Lötzinn zwischen den Pins hängen
bleibt. Passiert das doch, probiert man es nochmal mit mehr Flussmittel,
sonst muss man es mit Entlötlitze und Flussmittel wieder entfernen. Bei
1.27mm Pinabstand geht das, aber bei 0.5mm kaum noch.
Man kann auch zuerst die Pads durch drüberrollen mit einer Lötzinnkugel
dick verzinnen, dann das Bauteil plazieren und an 2 Ecken je einen Pin
anlöten, alles mit Flussmittel einstreichen und per Heissluft löten. Dabei
den IC, nicht die einzelnen Pins herunterdrücken.
http://www.geocities.com/hennichodernich/cypress.jpg (auf Lochraster gefädelter TQPF)
SMD Lötpaste braucht man nicht, da einem sowieso die Möglichkeit fehlt, diese
in exakter Menge aufzubringen. Wenn man bei http://www.pcb-pool.de/ für
100 EUR eine Schablone fertigen lässt, oder in eine 0.15mm Overheadprojektorfolie
per CNC die Löcher bohrt, kann man mit einem Rakel (Fenstergummi) Lötpaste
aufbringen und in einem handelsüblichen Mini-Grill Reflow-Löten:
http://www.stencilsunlimited.com/
Eine rollverzinnte Leiterplatte ist hilfreich, aber mit dem Lötkolben Zinn
aufbringen oder Glanzzinn bei 35-40 GradC (normalerweise 5g Zinn-II-Chlorid oder
-Sulfat und 50g Thioharnstoff THS in schwefelsaurer Lösung (50g Batteriesäure)
in 1l Wasser, Seno macht aber was anderes, Sn-II-Cl in NaOH geht ab 60GradC
auch) bringt meist mehr Ärger als Nutzen. Auf jeden Fall Glanzzinn sofort mit
heissem Wasser gründlich abwaschen und mit einem festen Tuch blank polieren.
Halbindustriell kann man im Tauchbad löten. Eine flache Schale aus Alu oder
Eisen auf einer Herdplatte oder ähnlichen Heizquelle, gefüllt mit Lötzinn dessen
Oxidschicht vor dem Löten per Rakel zur Seite geschoben wird, in die man die
mit Schaumfluxer / Flussmittel besprühten lötstopplack-beschichteten Platinen
waagerecht mit einem Halter (aus Alu) ein paar Sekunden eintaucht, und alle
Lötstellen sind auf ein Mal verlötet. Ein Eigenbau ist nicht schlechter als teure
kommerzielle Lösungen, das professionellste ist dabei das 220-250 GradC
Thermostat.
Dann hat man auch eine Maschine, die Bauelemente aus einem Gurt im gewünschten
Raster biegt und die Drähte passend abschneidet. Seitenschneider ade.
Wer einen SMD-IC einlöten muss, kann das Angebot von CHIP KING bei eBay
("OUTSOURCING-INDUSTRIE-AUFTRAG-FERTIGUNGSDIENSTLEISTER !
1. KLASSE SMD - HANDLÖTEN unterm MIKROSKOP!" Anbietername cofel) Ernst nehmen,
und sich für 1 EUR den Chip auf eine Platine pappen lassen.
*-----
F.4.1. Entlöten
Die Entlötfederpumpen sind eine Qual (muss möglichst schwer sein und so
dicht, das der Kolben bei zugehaltener Spitze mehr als 10 Sekunden braucht
um zurückzulaufen), und einen Entlötkolben mit Vakuumpumpe wird man
nicht haben. 2-beinige Bauteile gehen raus, in dem man erst die eine Lötstelle
heiss macht und den Draht rauszieht, dann die andere. Bei 3-beinigen muss
man ihn reihum in Schritten rauskanten. Bei DIL-ICs auf einseitigen
Leiterplatten entfernt man zunächst mit Entlötlitze das alte Zinn (es gibt
schlecht funktionierende Entlötlitze: mit extra Flussmittel tränken), wackelt
dann mit der Pinzette an jedem Beinchen, um es vom Rand zu lösen, und zieht
den IC dann raus. Wenn bei durchkontaktierten Leiterplatten die Löcher gross
genug sind, kann man eine Spritzennadel über den Pin durch das Loch in das
heisse Zinn stecken und die Pins damit einzeln blosslegen. Bei
durchkontaktierten Leiterplatten mit zu kleinen Löchern siehe SMD Vielbeiner.
Von Ersa & Weller gibt es für bestimmte Lötkolben Lötspitzen, mit denen sich
alle 16 oder 28 Pins eine DIL-ICs gleichzeitig erhitzen lassen. Die sind aber
umständlich, weil man den Lötkolben senkrecht in einen Schraubstock
spannen muss, die Lötspitze aufheizen lassen muss, und dann die IC-Beinchen
der Platine in die Rillen der Lötspitze halten muss. Da feilt man sich doch
lieber aus Alu einen Block mit Rillen passend zum jeweils auszulötenden IC,
den man mit einer Gasflamme oder elektrisch erhitzt. Sooo high-tech ist Löten
ja nun auch nicht, als das es bei den Preisen nicht auch ein Provisorium täte,
vor Allem wenn man es nur seltenst braucht.
http://www.epemag.wimborne.co.uk/desolderpix.htm
Bei SMD mit 2 Anschlüssen nimmt man am besten 2 Lötkolben als Pinzette
(Achtung: Das Bauteil schnell wieder abschütteln, es ist dann weg), sind die
Spitzen breit genug reicht das auch für Grössere. Bei Vielbeinigen fangen die
Probleme an: Entlöten geht leicht, wenn man ENTWEDER das Bauteil ODER
die Platine retten will. Platine retten: Pins mit Minitrennscheibe am Bauteil
absägen und mit Lötkolben Platine saubermachen. Bauteil retten: Platine von
unten mit Heissluft (oder auf Ceran Herdplatte) heiss machen, Bauteile mit
Pinzette abheben. Schwierig wird es, wenn man beides bewahren will :-) Ein
Verbiegen der Pins verhindert ein späteres Einlöten, die Pins brechen beim
Zurückbiegen meist ab. Jeder hat da so seine eigene Methode, abhängig vom
Werkzeug, das zur Verfügung steht. Letztlich gibt es Entlötspitzen für alles
ausser BGAs, und natürlich hat es einen Grund, das die Industrie bei SMD
meist komplette Platinen tauscht.
BGA Sockel: http://www.ironwoodelectronics.com/ (vorher hinsetzen)
*-----
F.4.2. Crimpen
Quetschverbindungen sind elektrisch gesehen besser als Löten, weil der
Kontakt direkt, ohne Lötzinn dazwischen erfolgt. Aber die Quetschverbindung
muss *gasdicht* sein. Die 'isolierten Kabelschuhe' für's Auto mit Blechzange
für 2.50 EUR im Baumarkt sind das nicht und daher der programmierte
Wackelkontakt. Aber die klassischen 'unisolierten Kabelschuhe' von AMP,
Pfostenstecker, BNC oder Telefon- und Netzwerkstecker funktionieren
hervorragend, *wenn* man die passende Crimpzange verwendet. Leider
werden diese Zangen unverschämt teuer verkauft. Eine komplette Zange mit
Griff und Einsatz für 'unisolierte Kabelschuhe' gibt es unter EWZ230C für
20,67 EUR bei http://www.elpro.org/, einen Einsatz für BNC unter 262162 für
9.95 EUR bei http://www.westfalia.de/ und http://www.reichelt.de/ hat für
29.95 EUR die Zange für PSK-Kontakte. Für Flachbandkabelpfostenstecker
u.ä. tut es ein Schraubstock, Aderendhülsen werden beim Festschrauben eh
gequetscht. Bleibt RJ11 Telefon und RJ45 Netzwerkkabel, für die es billige
Plastikzangen gibt.
Die Unterschiede zwischen 50 Ohm und 75 Ohm BNC-Steckern sind kleiner als
gedacht: http://www.amphenolrf.com/products/bnc.asp
Wenn kommerzielle Crimpzangen exorbitant teuer sein sollten, ebenso wenn
sie für die industrielle Fertigung zu unbequem sind, besteht natürlich immer
die Möglichkeit, einen Einsatz für eine der normalen Crimpzangen oder einen
Automaten oder Schraubstock selber anzufertigen. Es gibt nicht umsonst
den Beruf des Werkzeugmachers, was zeigt, das man Werkzeuge auch selber
machen kann und nicht zu Wucherpreisen kaufen muss.
*-----
F.4.3. Steckerbelegungen
http://www.elv-downloads.de/downloads/journal/steckverbinder-1003.pdf
http://www.pitts-electronics-home.de/electron/steckver.htm
http://www.hardwarebook.org/
*-----
F.5. Software zur Erstellung von Schaltplänen und Layoutvorlagen
Von: MaWin 17.7.2000
Schaltzeichen
http://www.pitts-electronics-home.de/electron/schztbl.htm
Es gibt ausreichend viel Software gratis, wenn auch die Einschränkungen der
Demoversionen oft weh tun (das sollen sie ja, sie sollen zum Kauf animieren,
aber wenn schon die limitierte Demo unzumutbar oft abstürzt, wie bei Protel
98, Target 2001 oder Eagle 4.0 ist das natürlich nicht besonders werbewirksam).
Aber es ist nicht notwendig, sich ein billiges und übersimples Programm wie
Sprint Layout von http://www.abacom-online.de/ zu kaufen. Dennoch wirst du
bei JEDEM Layoutprogramm feststellen, das schon für die erste Schaltung ein
Bauteil in der Library fehlt. Man malt es sich halt selber. Ebenso normal ist
die 'gewöhnungsbedürftige' Bedienung. Für Eagle findet man weitere
Bibliotheken bei http://www.cadsoft.de/, und wer Eagle unter Windows NT
verwenden will sollte im Control Panel unter Options des User interface Always
vector font einschalten
http://www.terrypin.dial.pipex.com/ECADList.html
http://www.cadsoft.de/ (Eagle Light - 80x100mm max)
news:news.cadsoft.de/eagle.support.ger
http://www.matwei.de/ (Eagle->POVray ULP)
http://www.ibfriedrich.com/ (Target 3001 Demo - 100 Pins, Zeitlimit.)
http://www.kov.com/ http://www.autotraxeda.com/ (NT 3.5, 2000, XP erforderlich, free copy)
http://groups.yahoo.com/group/autotrax/
http://www.pulsonix.com/
http://www.protel.com/ (30 Tage trial, unlimited old Easytrax DOS version)
http://www.bartels.de/ (BAE Linux Demo)
http://www.bercher-und-partner.de/ (CADdy)
http://www.geda.seul.org/ (Schaltplan Linux)
http://www.lis.inpg.fr/realise_au_lis/kicad/ (Mac)
ftp://iut-tice.ujf-grenoble.fr/cao/kicad/ (Windows)
http://www.freepcb.com/
http://www.klkl.de/PCBWarrior/index.html (Mac)
http://www.vutrax.co.uk/ http://www.protonique.com/vutrax/ (demo 256 pin limit)
http://www.redac.co.uk/ CadStar
http://www.orcad.com/
http://www.pcb123.com/ (free)
http://www.microcode.com/ CircuitMaker 2000 (limited demo)
http://www.acceltech.com/ P-Cad 2004 (free trial)
http://www.merco.nl/ PCB Elegance (limited demo)
http://www.holophase.com/ CirCad (limited demo)
http://www.douglas.com/ Layout (free version)
http://www.mccad.com/ (limited demo)
http://www.dde-eda.com/ (limited demo)
http://www.pads.com/ http://www.mentor.com/products/pcb/pads/ Mentor PADS PowerPCB
http://www.waldherr.com/ (limited demo)
http://www.niche.co.uk/ PCB Designer
http://www.winqcad.com/ (limited demo)
http://www.tsien.info/ BoardMaker3
http://pcb.sourceforge.net/ (open source)
http://www.advancedmsinc.com/ Circuit Creator
http://www.capilano.com/
http://www.swcp.com/~jchavez/osmond.html Osmond PCB
http://www.baas.nl/ LAY01
http://b.urbani.free.fr/ TCL
http://www.csieda.com/
http://www.islandlogix.com/ VisualEDA
http://www.ultiboard.com/ (limited demo)
http://www.numberone.com/ EasyPCB
http://www.seetrax.co.uk/ Ranger (limited demo)
http://www.labcenter.co.uk/ Proteus PCB Design (limited demo)
http://www.cad-design.com/ RF
http://www.abacom-online.de/ (Sprint Layout)
http://www.cadint.com/ (30 Tage trial mit limitierten Bibliotheken)
http://www.lis.inpg.fr/realise_au_lis/kicad/ (GLP open source)
http://www.umstec.com/MerliPCB2.html (kostenloses CorelDraw add-on)
http://www.freepcb.com/ (open source)
http://tinycad.sourceforge.net/ (open source Schaltplaneditor)
http://www.diptrace.com/
Wer glaubt, das er zum Verteilen von Bauelementen auf einer Lochrasterplatine
ein Computerprogramm wie http://www.geocities.com/stripboarddesigner oder
LochMaster von http://www.abacom-online.de/ benötigt, sollte sich ein anderes
Hobby suchen. Der einzige Grund, warum man sich mit einem umständlichen
CAD-Programm statt einer schnellen Handskizze beschäftigt, besteht in der
Erzeugung eines sauber gezeichneten Leiterbahnbildes. Eben genau dieses ist bei
Lochrasterplatinen / Streifenplatinen schon fertig.
Von: Oliver Bartels 25.8.2001
> Aber wenn der Hobbymensch mit 100 * 160mm Eurokarte auskommt,
> darf ich daran erinnern, dass wir gerade auf vielfache Nachfrage seitens
> dieses Forums eine unter 100 Euro Version des BAE eingeführt haben,
> und kostenlosen Schaltplaneditor gibt's auch: http://www.bartels.de/
Was? BAE für 100 EUR ???! Na das ist ja interessant...
Ich habe vor etlichen Jahren (fünf vielleicht) mit BAE gearbeitet - 3.2 war
damals glaube ich angesagt. War insgesamt ein sehr schönes System, stabil,
guter Autorouter - aber die Bedienung... Bezeichnend war damals, daß das
Handbuch für die User-Language doppelt so dick war wie das BAE-Handbuch.
Und einfach zu bedienen wars nicht - durch die extreme Flexibilität hatte man
ja auch die Möglichkeit, beliebig viel falsch zu machen. Wettgemacht hat das
Ganze aber der sagenhaft gute Telefonsupport - typischwerweise telefonierte
man mit jemandem, schilderte ein Problem (..."ich glaube, sowas habe ich
schonmal irgendwann programmiert - mal suchen") - und am Nachmittag war die
Lösung als user-language-code da. Wirklich klasse. Wenn ich daran denke, wie
grauenhaft schlecht der Support von Viewlogic war (und was ich von Mentor
kenne, ist auch nicht besser). Aber wehe, man hatte den BAE mal ein paar
Monate nicht mehr benutzt - dann war man schon wieder draußen.
Ich erinnere mich noch, wie die erste Windows-Version rauskam: Was für eine
Enttäuschung: Nix mit File->new, sondern einfach die alte BAE-Menüstruktur
in Windows gepackt, die natürlich überhaupt nicht dazu gepaßt hat. Damals
war BAE wirklich gut, wenn man ständig damit gearbeitet hat, extrem mächtig
und sehr flexibel. Aber definitiv nichts für Gelegenheitsbenutzer.
Ich frage mich, wie sich das geändert hat - von irgendwem (Vertrieb ?) habe
ich gehört, daß das vor allem am Chef läge, dem saubere Programm- und
Datenstrukturen und leistungsfähige Autorouter-Algorithmen wichtig wären,
aber Benutzerfreundlichkeit...
Überhaupt habe ich mich schon immer gefragt, wie Ihr eigentlich Geld
verdienen könnt. Ich lese regelmäßig alle möglichen Elektronikzeitschriften,
aber ich habe noch keine einzige Werbung für BAE gesehen ! Sicher, der
Router ist auch in anderen Systemen drin, aber wenn man Werbung von anderen
Programmen sah, war das meistens auch irgendwas shape-based oder so (und das
ist BAE definitiv nicht). Das kann ja fast nur durch Mund-zu-Mund-Propaganda
funktionieren!
Aber wenn BAE in der Bedienerführung und Dokumentation nicht massiv besser
geworden ist, wird ein Hobby-User seine liebe Not mit dem Programm haben,
könnte ich mir vorstellen ! Andererseits, wenn jemand sich wirklich
interessiert und sich einarbeitet, bekommt er für 100 EUR viel fürs Geld !
*-----
F.5.1. Schaltungssimulation
> Welche Schaltungssimulationsprogramme kann man empfehlen ?
Spice ist DER Standard zur Simulation elektronischer Schaltungen. Die aktuelle
Version 3f5 gibt es im Quellcode gratis, verbesserte Versionen wie PSpice
(kann Analog und Digital, also mixed-mode) kosten Geld. Aber es gibt
Stolperfallen, nicht bloss das man in jeder Schaltung ein GROUND vergisst:
sci.electronics.cad "Spice 3F5 and transistor bug on Linux" von Charles
Williams news:C.D.H.Williams-2103021613440001@cw-mac.ex.ac.uk
OK, ich hab' den Übeltäter: statt '.END' muss es '.end' heissen! Hätte ich die
Beispiele vorher gesehen wäre das wohl nicht passiert. Bemerkenswert: Thomas'
SPICE3f5 frißt die Großschreibung, meins nicht (ich hatte Doku von 2G6 und
PSPICE in der alles großgeschrieben war).
.model LED D (Is=2.27n Rs=0.25 N=6.79 Cjo=42p)
http://www.linear.com/company/software.jsp (LTSpice, SwitcherCAD III)
http://groups.yahoo.com/group/LTspice
http://www.gnu.org/software/gnucap/
http://www.ibiblio.org/pub/Linux/apps/circuits/spice3f5sfix.tar.gz
http://www.geda.seul.org/tools/ngspice/index.html
http://sourceforge.net/project/showfiles.php?group_id=38962
http://www.pspice.com/ http://www.orcadpcb.com/ http://www.orcad.com/
http://www.aboutspice.com/
http://fides.fe.uni-lj.si/spice/
http://bwrc.eecs.berkeley.edu/Classes/IcBook/SPICE/ (the original site, eher lachhaft)
http://newton.ex.ac.uk/teaching/CDHW/Electronics2/userguide
http://www.tu-harburg.de/et1/emv/et1kb/download.html
http://www.anasoft.co.uk/
http://www.macinit.com/ (Spice Frontend fuer Macintosh)
http://www.kemet.com/ (Kemet Spice Simulation Software Modeling the frequency behavior of
aluminum, ceramic, and tantalum, surface mount capacitors manufactured by KEMET Electronics)
http://www.labcenter.co.uk/ (Proteus)
http://www.intusoft.com/demos.htm (ICAP)
http://www.digital-simulator.de/
http://www.altera.com/products/software/products/quartus2web/sof-quarwebmain.html
und Tina6, CircuitMaker2000, SuperSpice, VisualSpice, MicroCap7, MultiSim, SpiceA/D,
SpiceCreator, AimSpice, Edison, Simetrix, Aplac, Target3001 ...
*-----
F.5.2. Taschenrechner
Obwohl OffTopic, kommt oft die Frage: Soll ich einen Taschenrechner von
Hewlett Packard mit UPN (umgekehrte polnische Notation, also 3 Enter 4 +
statt 3 + 4 = ) Eingabe nehmen oder einen 'normalen' von Texas
Instruments (http://www.ticalc.org/) oder einem der anderen Hersteller ?
Diese Frage hat der Markt entschieden. HP stellt keine Taschenrechner
mehr her. Die ACO Division ist nach 10 Jahren Untätigkeit pleite:
http://www.hpcalc.org/goodbyeaco.php
Und nicht mal eine Pleite währt ewig: http://www.calcsandmore.com/
Der HP28 hat ein zugeschweisstes Gehäuse (Plastikzapfen unter der
Alufront) das man zu Reparaturzwecken kaum zerstörungsfrei aufbekommt.
*-----
F.5.3. VCC & Co.
> Was bedeuten die Bezeichnungen VCC, VDD, ...
VC = ist bekanntermassen die Spannung am Collektor eines bipolaren Transistors
VBE = Spannung zwischen Basis und Emitter bei Bipolartransistoren
VCE = Spannung zwischen Collektor und Emitter bei Bipolartransistoren
VCEsat = Spannung zwischen C und E im Sättigungszustand des Transistors
VCC = Pluralbildung: Spannung an den Collektoren, bei bipolaren ICs positive
Versorgungsspannung
VE = Spannung am Emitter
VEE = Spannung an den Emittern, negative Versorgungsspannung z.B. bei ECL ICs.
VB = Spannung an der Basis
VBB = NICHT Spannung an zusammengeschalteten Basisanschlüssen, siehe unten
VD = Spannung am Drain eines MOSFETs
VDS = Spannung zwischen Drain und Source bei MOSFETs
VGS = Spannung zwischen Gate und Source bei MOSFETs
VDD = positive Versorgungsspannung von MOS Schaltkreisen
die Stelle an der viele Drains der NMOSFETs hängen
VS = Spannung am Source
VSS = negative Versorgungsspannung von MOS Schaltkreisen, oft identisch mit GND
VG = Spannung am Gate
VBB = Verbindung der Bulks (Wannen) der MOSFETs, meist -5V
VPP = Spannungsdifferenz zwischen positiver und negativer Spitzenspannung (Peak to Peak),
aber auch Programmierspannung bei (E)EPROMs
VTT = Verbindung der Abschlusswiderstände (Terminatoren)
VREF = Referenzspannung
VBAT = Batteriespannung
VIN = Eingangsspannung
VOUT = Ausgangsspannung (oft verbunden mit VIN :-)
und hundert weitere, denkt euch selber einen aus :-)
Das Problem bei der Sache: Das sind bloss NAMEN. Ob man VCC und VDD
miteinander verbinden darf, hängt von der Schaltung ab. Und ebenso, ob man
VCC des einen und VCC eines anderen Chips miteinander verbinden soll.
Insofern ist Platinenlayoutsoftware, die gleichnamige Power-Anschlüsse
automatisch miteinander verbindet, obwohl auf den ersten Blick bequem,
eigentlich Unfug. Und sogar unbrauchbar, wenn sie das erzwingt.
http://www-s.ti.com/sc/psheets/szza036b/szza036b.pdf
*-----
F.6. Herstellung von Leiterplatten
Von: MaWin 17.7.2000
Als Bastler, der i.A. eine Schaltung nur ein Mal aufbaut, stellt sich zuerst
die Frage, ob überhaupt eine geätzte Leiterplatte benötigt wird. Gerade
Anfänger investieren oft besonders viel Mühe in eine möglichst perfekte
Platine, bevor sie ihre Schaltung überhaupt das erste Mal ausprobiert
haben. Später siegt oft der Pragmatismus und die Lochrasterplatine.
Zum Ausprobieren einer Schaltung mit bedrahteten Bauelementen eignen sich
Experimentiersteckbretter (Labor-Steckboards, Experimentierboard, Breadboard,
Protoboard, von http://www.conelek.de/, http://www.pollin.de/ und
http://www.elv.de/ , z.B. 68-172-58). Solange man keine zu dicken Drähte
einsteckt halten sie sehr lange, ansonsten neigen sie zu Kontaktproblemen.
Bei Kontaktproblemen kann man aus einem kleinen Experimentierboard die
Metallkontaktstreifen herausnehmen und die defekten im grossen Board damit
ersetzen.
Kleine Schaltungen lassen sich fliegend verdrahten, auf ein Brett mit
blanken Reisszwecken als Lötstützpunkte als Brettschaltung montieren,
oder auf einer Lochrasterplatine aufbauen.
http://www.geocities.com/mwinterhoff/lochrast.htm
Oder man verwendet eine kupferbeschichtete Leiterplatte als Massefläche,
lötet dann alle mit Masse zu verbindenden Bauteileanschlüsse darauf fest,
biegt die anderen hoch und bringt die restlichen Bauteile fliegend
dazwischen an (Dead Bug Methode). Das eignet sich gut für Schaltungen die
im Steckbrett nicht besonders gut funktionieren, wie Schaltregler oder Hf.
Siehe http://www.analog.com/ suche Power_sect8.pdf (PROTOTYPING TECHNIQUES)
Wenn man allerdings eine Schaltung dauerhaft aufbauen will, übersehen die
meisten Bastler die Notwendigkeit eines soliden mechanischen Aufbaus. Bei
Netzspannung führenden Teilen ist ein perfekter Aufbau Pflicht ! So ein
Gerät muss auch nach mehrmaligem Runterfallen noch elektrisch sicher sein !
Wenn man also eine geätzte Leiterplatte benötigt, stellt sich die Frage,
ob nicht eine Einseitige reicht, wie sie die Industrie aus Kostengründen
in praktisch allen Consumer-Geräten (Fernseher etc.) verwendet, auch in
Mischbestückung bedrahtet (oben) und SMD (Unterseite), oder ob es eine
Doppelseitige sein muss. Multilayer kann man sowieso nur (200 EUR teuer)
herstellen lassen (http://www.pcb-pool.com/). Für SMD auf Lochraster gibt
es 'Mini-Mount' Adapterplatinen (siehe auch bei http://www.elv.de), man
kann solche Adapter aber auch bei PCB-Pool oder so herstellen lassen, das
ist oft billiger.
Es lohnt sich auf jeden Fall, so lange am Layout herumzuzeichnen und
Drahtbrücken zu setzen, bis eine einseitige Platine möglich wird, denn das
sogenannte Durchkontaktieren ist für Bastler nervend. Da lohnt sich jede Zeit,
die man vorher in ein gutes Layout investiert. Ein Autorouter wird kein gutes
Layout erzeugen, kann einem als restartbarer Router aber helfen.
Wenn man recht viele Leiterbahnen auf der Unterseite unterbringen kann und nur
noch ganz wenige auf der Oberseite hat, die allerdings kreuz und quer verlaufen
und daher für Brücken ungeeignet sind, kann man auch Fädeln, d.h eine
einseitige Platine herstellen und die restlichen Verbindungen mit Kupferlack-,
Wire-Wrap- oder 'Patch'-Draht herstellen. Der Vero-Fädelstift 532620 ist bei
Conrad allerdings inzwischen verboten teuer, als Draht tut es jeder lötbare
0.2mm Kupferlackdraht. Das komplette Fädeln einer komplexen Platine ist auch
möglich, man kann damit sogar Boards realisieren die mehreren Lagen Multilayer
entsprechen, aber es ist SEHR fehleranfällig, ebenso wie Wire-Wrap, das zu dem
recht teure Gerätschaften (Farnell, Seltronics) erfordert. Elektrisch sind beide
Methoden aber einwandfrei, solange es nicht um wirklich hohe Ströme oder
Spannungen geht. Und man kann immer versuchen, die Stromversorgung und weitere
einfache Verbindungen auf eine einseitige Platine zu ätzen und nur die
verbleibenden Verbindungen fädeln.
Ist das Layout einfach genug und erlaubt breite Leiterbahnen und grosse
Abstände, kann man es mit einem Edding 2104 / 400 / 3000 direkt auf die
blankgescheuerte oder mit Metallputzmittel (Sidolin) oder Salzsäure (auf
Lappen, Nase zuhalten, Lappen danach wegschmeissen, Platine wässern)
geputze Kupferseite einer bereits gebohrten Hartpapierplatine malen, die
Platine in einen Beutel mit Eisen-III-chlorid-Lösung stecken (nach Anleitung
auf der Packung ansetzen bei 40-70 Grad, üblich sind 800g der gelben Brocken
aus Eisen-III-chlorid-Hexahydrat mit einem Anteil von 56% Eisen-III-Chlorid
in 1 Liter Wasser, was eine 25%ige noch nicht so stark schäumende Lösung
ergibt, höhere Konzentration sind für Schaumätzanlagen sinnvoll) und hat
nach einigen Minuten Schwenken seine fertige Platine.
Einseitige Layouts mit nicht zu dünnen Leiterbahnen und ausreichenden
Abständen (alles >1mm, also nicht durch IC-Pins) kann man mit Laserdrucker
oder Kopierer auch auf dünnem Zeitschriftenpapier (der Spiegel) drucken
und mit einem Bügeleisen oder besser einer Heisspresse (T-Shirt Aufdrucke)
oder einem Laminator auf eine blankgescheuerte oder mit Sidolin
Metallputzmittel oder Salzsäure geputzte Platine übertragen (Die teure
Spezialfolie TEC200 hat sich nicht bewährt). Das Papier löst sich in Wasser
auf, der Toner bleibt als Schutzlack. Misslungene Platinen kann man mit
Aceton wieder reinigen.
http://myweb.cableone.net/wheedal/pcb.htm
Muss man den fotografischen Weg gehen, benötigt man zuerst eine Vorlage.
Jahrzehntelang war es industriell üblich, mit Abrubbelsymbolen und
Kreppbändern, meist im Massstab 1:2, auf Folie ein Layout zu zeichnen, die
Erklärung spar ich mir hier aber.
Man nimmt besser ein Layoutprogramm, einen Laser oder Tintenstrahldrucker
und geeignete Folien. Schwer zu empfehlen ist für Laserdrucker die Zweckform
Avery Folie #3491 "Laser-Folien für die Druckformerstellung" (100 Blatt im
Bürobedarf, für 30 EUR bei SMA 08024 641343). Schwarz ist da im Auflicht
sattschwarz, in Durchsicht dunkelgrau, ergibt also genau dieselbe Deckung wie
auf Papier. Nur der Träger ist halt transparent. Niemand käme nun auf die Idee,
beim Belichten noch ein unbedrucktes weisses Blatt dazwischenzulegen. Das
wäre dann identisch mit dem Druck der Vorlage auf Papier statt Folie. Für
Tintendrucker nimmt man die vom Druckerhersteller empfohlenen InkJet-Folien,
eventuell 2 mal bedrucken (Achtung: Für Epson gibt es Folien mit
'Abstandshaltern', die sind unbrauchbar), oder Zweckform Avery #2502/#2503
z.B. von Reichelt. Gute Vorlagen kann man per Photoplot auch bei einer
örtlichen Druckerei erstellen lassen (DIN A4 ca. 10 EUR)
http://so-pbdl.de/leiterplattenfilme.htm, die sind dann wirklich lichtdicht
und erlauben einen grösseren Belichtungsspielraum als die halbtransparenten
selbstgedruckten. Etwas schwärzer wird's mit Tonerverdichter
http://www.huber-troisdorf.com/sites/produkte/repro/09.html
Wenn man auf oberflächenglattes Transparentpapier oder Kopiererpapier druckt,
sollte man nur Sorten ohne optischen Aufheller verwenden, da sonst das mühsam
erzeugte UV-Licht sinnlos verpufft. Wegen dem hohen Reflexionsgrad bei diesen
Materialien hat man sowieso schon merklich erhöhte Belichtungszeiten (ca. x 4),
insbesondere wenn man keinen Belichtungskasten verwendet (im Kasten würde
reflektiertes Licht wieder zurückreflektiert werden, bis es durch die Vorlage
hindurchkommt, wenn man nur eine Glühlampe über die Vorlage hängt kommt
reflektiertes Licht ja nicht wieder). Klare OHP-Folien führen meist zu
Haarrissen. Das Aufeinanderlegen von 2 Folien geht nur für anspruchslose
Layouts. Da die obere Folie ja nicht mit der bedruckten Seite direkt auf der
Platine liegt, kann sie nur unscharf die Fehler der Unteren verdecken. Bedenkt,
das die meisten Leute nur von EINEM Detail ihres Erfolges reden, z.B. "hey, bei
mir geht Papier sehr gut in 1 Minute" und dabei den Rest vergessen "aber ich
habe eine professionelle Siebdruckbelichtungsanlage". Fragen wie 'wie lange
belichtet ihr' sind daher sinnlos. Es müsste die ganze Apparatur beschrieben
werden, damit man mit der Antwort was anfangen kann, und keine 2 Leute haben
wohl alles (Aufbau, Platinenmaterial, Konzentration, Lampenalter, Temperatur)
identisch vor sich. Die Belichtungsreihe ist die EINZIGE Methode, die richtige
Belichtungszeit zu ermitteln. Und wenn dann beim nächsten Mal der Entwickler
nicht 25 GradC sondern nur noch 20 GradC hat, muss man sich nicht wundern,
wenn kein ordentliches Ergebnis bei rauskommt.
Man braucht: Eine Platine, die man in zig 2 x 2 cm kleine Stücke schneidet,
eine Belichtungsvorlage und eine Eieruhr. Man schreibt auf die Rückseite des
1. Stücks eine 1, legt sie exakt 1 Minute im Belichter auf die Vorlage, legt
sie dann exakt 1 Minute in den korrekt konzentrierten Entwickler (mit
Badbewegung bzw. Pinsel), und wirft sie dann in das Ätzbad. Die Platine 2 kommt
2 Minuten ins UV-Licht, dann 1 Minute in den Entwickler, dann ins Ätzbad.
Platine 3 4 Minuten, Platine 4 satte 8 Minuten, Platine 5 16 Minuten belichten,
Platine 6 32 Minuten, aber alle nur 1 Minute in den Entwickler. Je nach dem,
welche Platine am besten geworden ist, probiert man noch einen Mittelwert (3
Minuten oder je nach dem). Da man jedesmal auf die gleiche Art entwickelt hat,
hat man nur einen freien Parameter (Belichtungszeit). Hätte man versucht, beim
Entwicklen das Optimum herauszuholen, wäre die Probiererei ein Fass ohne
Boden. Beim beschriebenen Verfahren muss man nur nach der besten Platine im
Ätzbad suchen und kann sich später sogar den Ätztest zur Ermittlung der
richtigen Entwicklungszeit sparen.
Man sollte als Platinenmaterial auf jeden Fall hellbraunes Hartpapier (FR1,
FR2, http://www.db-electronic.com/tips/02_basismaterialtypen.html) nehmen,
(dunkelbraunes hat oft schlechte Qualität), denn das kann man mit normalen
HSS-Bohrern und Säge bearbeiten. Epoxy (FR4) wird in der Industrie nur
verwendet, wenn chemisch durchkontaktiert werden muss, und das kann man als
Hobbyist sowieso nicht (Anlage bei http://www.proma-technologie.com/
750 EUR). Man braucht es höchstens wegen der Festigkeit (Einsteckkarten).
Dafür muss man Epoxy mit Hartmetallbohrern (Stück 2.42 EUR bei
http://www.elpro.org/), in einer spielfreien Bohrmaschine mit Bohrständer (z.B.
Proxxon Micromot40/E in MBS140, vergesst hier den fetten Bosch Bohrhammer
im Wolfcraft Billigbohrständer) bohren, und kann sie nur mit Trennscheibe,
Hartmetallsäge oder Schlagschere trennen. Die Glasfasern ruinieren normales
Werkzeug sofort.
Wenn man keine fertig beschichtete Ware kaufen will, sollte man es erst gar
nicht mit Photopositivlack probieren, sondern blaue Photonegativ-Rollenware
laminieren mit einem üblichen Bürolaminator wie PLG-5210, GBC1200, SSI10PAK,
mit beheizten Rollen durch den die 1.5mm Platinen durchpassen.
Die nicht-glänzende Schutzfolie auf der Innenseite (dorthin, wo sich die Folie
zusammenrollt) abziehen (mit Tesa an der Ecke anheben). Bei Bungard kosten 25m
43 EUR, a.seck@t-online.de bietet DIN A4. 15 Sekunden belichten, mit
Natriumcarbonat entwicklen.
Hat man sein Layout erstellt und eine Vorlage gemacht, muss sie mit einer
UV-Lampe auf die fotobeschichtete Platine kopiert werden. Ein paar 8-15 Watt
Schwarzlicht-, Bräunungs- oder vor allem die BL350 Insektenkiller-
Leuchtstoffröhren sind geeignet, wenn man sie in einem Kasten mit dünner
Glasscheibe reinbaut (leerer Flachbettscanner :-) und an Drossel und Starter
für 8W Leuchtstofflampen oder der Elektronik aus zerbrochener
Energiesparlampe passender Wattzahl betreibt
8W Stabform Ø16mm: 150mA 56V Länge 294mm
7W Doppelrohr Ø13mm: 175mA 47V Länge 112mm
oder an
+-4u7/250V-150R/1W-+
-+-220nF/X2--+-------|>|--------+--|>|--+
| +-(-------|>|--------+ |
0.1uF/X2 | | 5*1N4007 8W
| | +-------|<|------+ |
-+---------+---------|<|------+--22R/2W-+
+-4u7/250V-150R/1W-+
Abstand der Röhren untereinander doppelt so gross wie von der Glasscheibe.
Dämpft die Glasscheibe zu viel UV ? Ausprobieren: UV-Lampe auf weisses
Papier oder T-Shirt mit optischem Aufheller strahlen lassen, verschiedene
Glasscheiben dazwischen, man sieht, welche stark und welche wenig dämpft.
http://www.speedy-bl.com/UV.htm
http://www.thelastinstance.de/elek/project01.phtml
http://www.elektor.de/Default.aspx?tabid=27&year=2006&month=5&art=5550751&PN=On
Ein Gesichtsbräuner mit 4 UV-Röhren für 10 EUR vom Flohmarkt oder 30 EUR
neu ist eine gute Wahl. Nitraphot/Vitalux (brennt schnell durch) und
Quartzbrenner (hartes UV Licht, augenschädigend) sollte man meiden, eine
1000W Fotoleuchte (ohne UV-Stop !) oder ein 500W Halogenstrahler aus dem
Baumarkt (UV-stoppende Glasscheibe rausnehmen !) aus 30-40cm Entfernung
geht notfalls besser, dauert aber länger (bis zu 30 Minuten). Die Sonne
scheint in Deutschland bekanntlich kaum und vor allem nicht zuverlässig,
und normale Glühlampen gehen nicht.
Schutzfolie von der Platine abziehen, die Vorlage (bedruckte Seite zur Platine)
auf die Platine, eine dünne Glasscheibe drauf (Am besten wäre Quartzglas, das
ist viel UV-durchlässiger als Fensterglas. Unbrauchbar sind teure Bilderrahmen
deren Glas einen UV-Stop hat), und belichten. Die einzige Methode, um die
richtige Belichtungszeit zu bestimmen, ist die oben angeführte Belichtungsreihe.
Man KANN hier keine Angaben machen da jedes Platinenmaterial, jede Lampe,
jede Folie, jede Glasscheibe anders sind. Aber so 1 Minute (Quartzhochdruck)
bis 10 Minuten (UV Leuchtstoffröhren) sollte es dauern, bei Halogenlampen
bis 30 Minuten.
Ein doppelseitiges Belichtungsgerät für doppelseitige Platinen erspart Zeit und
Ärger mit verrutschten Vorlagen. Ansonsten fertigt man durch Aufkleben von 2
Platinenresten auf den beiden Folien eine Tasche, in die die zu belichtende
Platine eingeschoben wird und belichtet zwei mal. Die Platine an 2 vorher
gebohrten kleinen Löchern und passenden Marken auf der Vorlage auszurichten,
ist im Halbdunkel beim Belichten nervig.
Die belichtete Platine kommt in den Entwickler (7g Natriumhydroxid in 1 Liter
Wasser, bei Bungard-Platinen 20g NaOH/Liter, oder nach dem Aufdruck auf der
Packung, die Lösung bitte jeden Tag neu ansetzen, sie hält sich nicht sondern
verwandelt sich mit dem Kohlendioxyd aus der Luft in Natriumhydrogencarbonat.
NaOH freier Entwickler ist nicht besser, auch er macht entgegen der Werbung
Probleme bei falscher Zeit oder Konzentration, er verätzt nur die Augen nicht
so. Bad bewegen (oder mit einem weichen Pinsel über die Platinenoberfläche
streichen) bis die belichteten Stellen komplett frei sind. Wer zuvor eine
Belichtungsreihe gemacht hat, entwickelt wieder genau so lange und kennt das
Ergebnis.
Wer keine Belichtungsreihe gemacht hat (ist selber schuld) MUSS einen Ätztest
machen. (Platine kurz in Ätzlösung, wenn nach 30 Sekunden unabgedeckte Stellen
nicht rötlich werden (kristallines Kupfer) abwaschen und zurück in den
Entwickler). Denn: Selbst wenn es so aussieht, als ob der Fotolack ab ist, man
sieht es nicht. Es ist je nach Photoschicht verschieden, aber meist bildet sich
beim Entwickeln violette Farbe und man kann violette Leiterbahnen erkennen.
Aber fertig ist die Platine erst, wenn die auch verschwinden und die Platine
'ganz leer' erscheint. Man sieht Leiterbahnen dann nur nach dem Herausnehmen
im Auflicht leicht hellgelb schimmern. Dauerte das Entwickeln länger als 2
Minuten, sollte man das nächste Mal länger belichten.
Alle Bedingungen (Platinenmaterial, Lampe, Abstand, Belichtungszeit,
Glasplatte, Folie, Entwicklerkonzentration) MÜSSEN exakt gleich bleiben. Wer
also jedesmal die Anlage neu nach Gutdünken aufbaut und den Entwickler mit dem
Löffel abschätzt, muss sich über dauernde Probleme nicht wundern. Bekommt man
anderes Platinenmaterial, muss man die Belichtungsreihe neu durchziehen.
Insofern kann sich der Kauf von 'definiertem' Platinenmaterial (Bungard) lohnen.
Nach Angaben von Kontakt Chemie halten Photolacke je nach Temperatur maximal
2 Jahre. Optimale Ergebnisse gibt es innerhalb der ersten 3 Monate, danach
steigt die benötigte Belichtungsdauer.
Stimmte die Belichtung und die Entwicklung, sollte dem Ätzen nichts mehr im
Wege stehen. Eisen-III-chlorid (500g/l, unkritisch, man verbraucht ca. 40g pro
Europakartenseite) eignet sich gut als Ätzmittel in einer Fotoschale auf einer
Warmhalteplatte bei 40-70 Grad (unkritisch) oder das Einmachglas (wenig
Ätzmittel, zuschrauben, schütteln), und wird benötigt für Schaumätzanlagen
(http://www.conrad.de/ 530018 nur einseitig Euro). Wegen Schaumbildung ist es
aber nicht so gut für Blubberätzmaschinen geeignet. Natriumpersulfat (270g/l
dest Wasser, kritisch) bei 40-50 Grad Ätztemperatur (kritisch) ist dafür die
richtige Wahl, aber nicht besonders für die Fotoschale (zu wenig Bewegung).
Blubberätzmaschine mit 150W Heizstab kostet 75 EUR bei
http://www.saemann-aetztechnik.de/aetzanlagen/index.html, 120 EUR bei
http://www.reichelt.de/, 200 EUR bei http://www.conrad.de/ und
http://www.proma-technologie.com/ Gummis lösen sich aber auf wenn das Ding
monatelang mit Ätzmittel rumsteht),
http://www.thelastinstance.de/elek/project06.phtml
Salzsäure/Wasserstoffperoxid (770ml Wasser, 220ml HCl 35%ig dazutun, 30ml H2O2
30%ig dazutun, sehr kritisch, etwas verbrauchtes Ätzmittel als 'Katalysator'
dazutun sonst startet der Ätzvorgang nur aus Zufall, hat man bis dahin mehr
H2O2 hinzugetan hauts einem das Zeug um die Ohren) eignet sich am Besten für
eine Sprühätzanlage (Industrie). Da die Mischung korrosive Gase erzeugt und von
alleine zerfällt, daher jedes Mal neu angesetzt werden muss, wobei das H2O2
auch pur nicht lange lagerfähig ist, ist sie für Hobbyisten nicht zu empfehlen.
Sie kann explodieren und hat so schon Leiterplattenfabriken das Dach vom Haus
gesprengt. Der Hauptgrund, warum die das einsetzen, liegt in der verhältnismässig
einfachen Kupferrückgewinnung, die sich als Hobbyist eh nicht lohnt. Verbrauch
etwa 80ml pro Eurokarte.
Schon mit Eisen-III-chlorid kommt man auf Ätzzeiten von unter 2 Minuten,
wenn man den Prozess beherrscht und ausreichend schüttelt. Beherrscht man
ihn nicht, macht aber das Umsteigen auf kritischere Lösungen keinen Sinn.
Verbrauchte Ätzlösung nicht ins Klo kippen (das legt eine feine Spur bis ins
Klärwerk, in dem jemand sauer wird, weil ihm die Bakterien verrecken), sondern
gratis beim Schadstoffmobil abgeben. Die Lösungen sind verbraucht, wenn das
Ätzen deutlich länger dauert, aber Ammoniumpersulfat zerfällt auch von alleine
(Umkristallisation, daher APS nicht kaufen). Eisen-III-chlorid kann man durch
Zugabe von Salzsäure (35% techn.) eine Zeit lang auf demselben pH-Wert halten
wobei sich ein Teil des Schlamms wieder löst.
http://www.elv-downloads.de/downloads/platinenfolien/LEITERPLATTEN.PDF
Von: Uwe Bredemeier und Michael Linnemann 1999
> "Laser-Folien für die Druckformerstellung", Zweckform No. 3491. Gibts
> im hiesigen Büro-Fachhandel, ohne extra Bestellung oder so. Der
> 100er-Pack kostete meiner Erinnerung nach so um die 35 EUR, und
> funktioniert einwandfrei.
Ist das beste (und einzig taugliche) was mir bislang untergekommen ist. Ausser
Satzbelichter oder Fotoplot natürlich. Bis zur Entdeckung dieser Folie habe
ich die Layouts für Prototypen/Bastelprojekte geplottet. Allerdings ist auch
das ein heikles Thema an dem ich lange herumgefeilt habe.
Ich habe über die Jahre immer mal verschiedene Folien mit Laser und
Tintenstrahldrucker getestet, war immer enttäuschend. Bei klarer (Overhead-)
Folie im Laser scheinen Lichtbrechungen in der Folie das Problem zu sein,
beim Tintendrucker eine Neigung zur Tropfenbildung. Besagte Folie, mattiertes
Polyester, wird mit dem Laser schon mit Standardeinstellung vollständig
undurchlässig. (Laserjet 4). Ein Test mit dem Tintenstrahler (Deskjet 850C)
brachte ebenfalls ein erfreuliches Ergebnis. (Die Folie ist nicht für
Tintendrucker geeignet, bei denen die Tinte nicht trocknet, sondern auf
salzhaltigem Papier gerinnt, wie bei Epson).
Scannen und Drucken von Vorlagen aus Zeitungen ist problemlos möglich.
Für die Belichtung ist die mattierte Folie kein Problem. Etwas länger halt. Das
"spiegelverkehrt" gedruckt werden sollte ist doch wohl selbstverständlich?
Von: Oliver Betz 2000
Platinenbohrer: Hartmetall-Speerspitzbohrfräser (Bürklin 4.10 EUR) sind viel
robuster als Wendelbohrer und auch freihändig (ohne Bohrständer) verwendbar.
Sie machen aber auch unsaubrere Löcher. Eine Alternative könnten auch die
HSS Platinenbohrer von www.RS-Components.de sein (suche nach "HSS Platine")
mit einem Schaftdurchmesser von 2.4mm, sind aber mit 10,32 EUR sauteuer.
Frage:
Welche Schritte sind zur Produktion einer Leiterplatte notwendig ?
Antwort:
1) Kläre, was die Schaltung tun soll
2) Zeichne einen Schaltplan der das erfüllt
3) Klären die mechanischen Fragen
4) Wähle die Bauteilgehäuse aus
5) Kaufe ein Leiterplattenlayoutprogramm wenn du sie selber layouten willst
6) Beginne mit der Plazierung der Bauteile
7) Stelle fest, das sie nicht passen, und gehe zurück zu Schritt 3
8) Stelle Plazierung fertig
9) Beginne mit der Leiterbahnverlegung
10) Stelle fest, das die Leiterbahnen nicht passen, und gehe zurück zu Schritt 3
11) Stelle Leiterbahnverlegung fertig
11) Prüfe das vorgeschlagene Layout
12) Verwerfe größere Bereiche und gehe zurück zu Schritt 8
13) Überpüfe die verbesserte Version
14) Überprüfe sie nochmal
15) Erstelle die Gerber-Datei und Bohrdaten
16) Prüfe Gerber-Datei und Bohrdaten
17) Schreibe eine README.TXT
18) Archiviere Gerber-Daten, Bohrdaten und die README.TXT Datei in ein ZIP
19) Hole Angebote von Leiterplattenherstellern ein
20) Wähle einen Anbieter aus und sende ihm die Dateien
21) Erhalte einen Anruf vom Leiterplattenhersteller in dem er dich auf einen Fehler
hinweist
22) Gehe zurück zu Schritt 11 und vergössere den Restring um Durchkontaktierungen
23) Die Leiterplatte trifft ein
24) Besorge die notwendigen Bauteile
25) Stelle fest, das du den MOSFET im DPAK-Gehäuse nicht bekommst und gehe zurück zu
Schritt 4
26) Bestücke die Leiterplatte
27) Lege die Versorgungsspannung an
28) Wisch dir die verbrannten Bauteile aus dem Gesicht
29) Ersetze die verbrannten Bauteile
30) Lege die Versorgungsspannung diesmal richtig gepolt an
31) Beginne mit der Fehlersuche
32) Stelle fest, das es nicht nur Bauteilwerte sind, die den Fehler hervorrufen
33) Gehe zurück zu Schritt 1
34) Erstelle eine Bauteilliste für den Einkauf
35) Setze dich gegenüber dem Einkauf durch, der die Kosten drücken will
36) Produziere die ersten Musterplatinen
37) Korrigiere die Bauteilliste und die mechanische Zeichnung
38) Beginne mit dem Test der Musterplatinen
39) Baue die Preproduktionsplatinen
40) Mache einen Großserientest
41) Stelle fest, daß das Marketing die Spezifikation geändert hat
42) Gehe zurück zu Schritt 1
aus: http://www.fpga-faq.org/FAQ_Pages/0043_Steps_to_make_a_Printed_Circuit_Board.htm
Information zum Ätzen:
http://www.erikbuchmann.de/ (Ätzen und Belichten)
http://www.engr.unl.edu/ee/eeshop/proto.html
Gehäuseabmessungen:
http://www.onsemi.com/pub/Collateral/CASERM-D.PDF
http://www.semiconductors.philips.com/packages/
Anbieter Platinenherstellung:
Einseitige kann man günstig bei den semiprofessionellen Anbietern bei eBay machen
lassen. Für doppelseitig durchkontaktierte Leiterplatten sind die Profis zuständig.
Zoll wird bei der Einfuhr erst ab 22 EUR (Sendungen mit geringen Wert) oder ab 50
EUR (Muster und Warenprobe) fällig.
http://www.zoll.de/faq/index.html#Wertgrenzen
http://www.pcb-pool.com/ (10x10cm ds dk 30.63+Porto=37.03 EUR, mit Lötstop+Druck 88.03)
http://www.mvpcb.de/ (10x10cm ds dk mit Lötstop 33+MWSt+Porto=44.64 EUR)
http://www.olimex.com/ http://run.to/pcb (Eurokarte ds dk Lötstop+Druck $33+$6+Zoll+MWSt)
http://www.fischer-leiterplatten.de/ (Eurokarte ds dk Lötstop+Druck 39+MWSt+Porto)
http://www.bilex-lp.com/ (10x10cm ds dk 9.36+Porto+Zoll+MWSt, mit Lötstop+Druck 15.80)
http://www.multipcb.de/ (10x10cm ds dk Lötstop+Druck 39+MWst+Porto=54.44 EUR)
http://www.pcbexpress.com/
http://www.q-print.de/ (Eurokarte 53 EUR)
http://www.q-pcb.de/ (Preise Netto ohne Versandkosten)
http://www.nbprint.de/ (2 grössere Karten 85 EUR, einseitige, ungebohrte billiger)
http://www.microcirtec.de/
http://www.mainprint.de/ (2 grössere Karten 150 EUR)
http://www.conrad.de/ (einseitige)
http://www.hofmannlp.de/
http://www.gerland.de/
http://www.steimer.de/
http://www.enzmann.de/
http://www.wuerth-elektronik.de/index.html
http://www.leiterplatten.de/
http://www.pcbonline.org/news/ezprototyping.php
http://www.epsicom.com/ (auch vorgefertige Bausatzplatinen im Angebot)
http://www.flatfield.nl/ (Vermittler Korea)
http://www.fels.at/
http://www.piu-printex.at/
http://www.db-electronic.com/
http://www.piu-printex.at/
http://www.conti-leiterplatten.de/
http://www.micron-gmbh.de/ http://wunder-gmbh.de/
http://www.ibr-ringler.de/
http://www.ggp-peters.de/
http://www.olt-gmbh.de/
http://www.lpe.hu/nemet.html
http://www.greule.de/
http://www.andus.de/
http://www.ek-leiterplatten.de/ (Korea)
http://www.ksg.de/
http://www.lso.de/ (Isolationsgefräst)
http://www.dk-elektronik.com/haka.htm
http://www.hegergmbh.com/
http://www.alphaelectronic.de/
http://www.eurocircuits.com/
http://www.ilfa.de/
http://www.richter-elektronik.de/
http://www.gsel.com/
http://www.mikes-elektronikseite.de/ (privat)
http://www.4pcb.com/
http://www.asiapcb.com/manu.htm
http://so-pbdl.de/leiterplattenfilme.htm (Leiterplattenfilmbelichtung)
news:alt.electronics.manufacture.circuitboard
bellmann@xs4all.nl (einseitige)
Thale Elektronik, thale@t-online.de, 05901 4204
Locktiten Corp. Rudy C. J. Wu P.O. Box 87-085 Taipeh Fax 00886227646552
> Wie schliesse ich 2 Leuchtstoffröhren an 230V~ an ?
Elektronik aus zerbrochenen Energiesparlampen passender Leistung.
Starter für Tandemschaltung: Osram ST151 + ST172, Sylvania FS-22,
Philips S2, SiS2 und S2-E. Normale Starter sind nicht geeignet. Ebenso
kann man als Drossel für 2 x 18W in Tandemschaltung nicht eine für
36W nehmen, sondern muss eine nehmen die bei der geringeren
Restspannung denselben Strom wie bei einer einzelnen 18W Lampe
fliessen lässt.
Billige 'elektronische' Starter enthalten neben einer Diode ein Relais
um den Heizstromkreis nach 2 Sekunden zu unterbrechen. Um in 0.2 Sekunden
eine Leuchtstoffröhre mit konventionellem Vorschaltgerät zu zünden,
lassen elektronische Schnellstarter beim Starten per Diode nur eine
Halbwelle durch, so das die Drossel in Sättigung geht, um einen höheren
Heizstrom erzielen zu können. Aber heute nimmt man besser gleich ein
elektronisches Vorschaltgerät, die sparen mehr Strom als sie kosten:
http://www.evgshop.de/
> Wie lange hält eine Leuchtstofflampe
Von: Rolf Bombach
Die norm-Einschaltdauer, auf welche sich die angegebenen Lebensdauern
beziehen, ist 3 Stunden. Bei nur 10 Minuten Einschaltdauer reduziert
sich die Lebensdauer auf 20%. Bei non-stop-Brennenlassen erhöht sich
reichlich spekulativ die Lebensdauer auf das vier- bis fünffache.
Ist aber Extrapolation, da kaum jemand Kurven publiziert, die über
24h resp. 150% hinausgehen.
> Muss man Leuchtstoffröhren unbedingt heizen ?
Practic 2/89: "Ewige Leuchtstoffröhren - Betrieb ohne Drossel und Starter"
Practic 4/89: "'Ewig' sind nur 30 % - Vor- und Nachteile des Kaltstarts von
Leuchtstoffröhren"
> Wie schliesse ich eine 8W Leuchtstofflampe an 12V an ?
Osram Accutronic AT7/9/12L 30x40x80mm sind offenbar besser als
KFZ-Bastelleuchten oder http://www.conrad.de/ 192422 weil die
Röhre damit heller ist (effektiver) und schonender betrieben wird
und die Elektronik offenbar haltbarer ist.
Elektronische Vorschaltgeräte:
http://www.st.com/ AN993 (EVG mit PFC und Platine)
http://www.onsemi.com/ AN1601, AN1546, AN1543, AN1576
Normale Kabel (Y) sind nur bis zu 70GradC einsetzbar, bis 120GradC gehen
7Y Kabel.
*-----
F.6.1. Durchkontaktieren
Wer eine doppelseitige Platine herstellt, muss nach dem Bohren
durchkontaktieren. Dafür gibt es mehrere Möglichkeiten, alle sehr
arbeitsaufwändig:
- bei VIAs Draht durchstecken und oben und unten anlöten.
- bei zugänglichen bedrahteten Bauteilen ebenfalls oben und unten anlöten,
das geht auch bei den sogenannten 'Präzisions-IC-Fassungen', wenn man
von der Seite mit dem Lötkolben rankommt.
- bei sonstigen Bauteilen zuerst dünne Litze aus 230V~ Kabeln durchstecken
und oben auf wegführender Leiterbahn anlöten, dann erst Bauteil einstecken
und unten verlöten.
- kurze Aderendhülsen oder Hohlnieten (http://www.reichelt.de/) durchstecken,
oder verpressen lassen (http://www.gsel.de/): Man muss diese oben anlöten,
sonst gibt es in kürzester Zeit einen Wackelkontakt, ohne das einem das Loch
zuläuft, also Einsteckwerkzeug (Zahnstocher :-) während des Lötens drin
lassen. Auch Verpressen (Bungard) hilft dagegen nicht. Scheissarbeit. Die
Nieten dürfen auf keinen Fall korrodiert sein, müssen also entweder neu oder
vergoldet sein.
- Bauteilpin mit Lötpaste einstreichen und in genau passendes Loch stecken.
Die Paste schiebt sich oben zusammen und schmilzt beim Einlöten des Bauteils,
auf dem man ein bischen länger rumbraten muss als sonst. Dosierung der
Menge muss man üben. Platine hinterher waschen.
Oder eben echtes chemisches Durchkontaktieren oder gleich herstellen lassen
(siehe oben). Eine doppelseitige Eurokarte ist mit 50 EUR zwar teuer, aber
bei hunderten von Durchkontaktierungen wird man das Geld gerne ausgeben.
http://www.myhome.ch/mzingg/pcbstuff/tps/
"Handbuch der Leiterplattentechnologie 1+2+3", Eugen G. Leuze, 3874800059
Wie machen es die Leiterplattenfabriken ? Es wird unterschieden nach
den Innenlagen einer Multilayerplatine, die belichtet und geätzt werden wie
beschrieben, und den Aussenlagen, die erst bearbeitet werden, wenn alle
Lagen der Platine verklebt sind. Es werden dann die Löcher gebohrt, und
danach das Epoxy ein wenig weggeätzt (z.B. mit heisser Kaliumpermanganat
Lösung oder Plasmaätzen) damit das Kupfer der Innenlagen nicht mit Epoxy
verschmiert ist, sondern sogar etwas hervor steht. Dann wird die Platine
chemisch in einer Kollodiallösung (oft EDTA oder formalinhaltig) mit feinen
Kupfer oder Palladiumpartikeln beschichtet oder mechanisch mit Graphit
bestaubt, danach wird dünn stromlos Kupfer darauf abgeschieden, dann
noch dicker galvanisch (mit 1A/dm^2) verkupfert. Dann kommt die
Photoschicht darauf, wird belichtet und entfernt von den Stellen, wo später
Leiterbahnen sind. Danach kommt galvanisch eine ätzfeste Schicht (Gold,
Silber, Nickel, Blei-Zinn oder Glanzzinn) auf die freien Kupferflächen und
in die Löcher, der Photolack kommt runter und es wird das ungeschütze
Kupfer weggeätzt. So bleibt das Kupfer in den Löchern. Wenn man
Leiterplatten länger lagert, sollte man lieber chemisch Gold als chemisch
Zinn verwenden. Also verdammt viel Aufwand, dafür sind 50 EUR für eine
einzelne Eurokarte fast geschenkt, und der Preis fällt rapide mit der
Stückzahl.
Platinenstecker oder so sollte man vergolden. Alle Kontakte werden durch
eine Leiterbahn verbunden, die ausserhalb der Platine verläuft und nachher
abgesägt wird. Dann zuerst reinigen (Sidolin Metallputzmittel), - an die
Leiterbahn, dann mit einem Vileda-Tuch auf Edelstahlelektrode an + eines
Netzteils. Vernickeln auf 4-6um bei 4.5V/300mA (531057 von
http://www.conrad.de/), dann erst 1.5um vergolden bei 3V/300mA (530522
von http://www.conrad.de/) denn direkt Gold auf Kupfer verträgt sich nicht.
*-----
F.6.2. Silberleitlack
Von: (Name ist dem Autor bekannt)
> Taugt der Leitsilberlack von Conrad was ?
Ich hatte früher mal Gelegenheit, mit Silberleitlack professioneller Qualität
zu arbeiten und war dann Jahre später von der "Conrad-Silbersuppe" L100
schwer enttäuscht.
Mein Eindruck ist der, dass hier jemand professionellen Leitlack mit der
zehnfachen Menge Verdünnung gestreckt hat. Für sinnvolle Anwendungen ist der
Conrad-Leitlack IMHO unbrauchbar. Er läßt sich nicht vernünftig auftragen
und ist für die gelieferte Winzmenge total überteuert.
P.S.: Es scheint inzwischen andere Ware zu sein, zumindest sieht die Flasche
anders aus. Dafür sehen die von Reichelt und Pollin so aus, wie die alte von
Conrad :-(
*-----
F.6.3. Lötstoplack
> Warum sind die meisten Platinen eigentlich so grün, aber im Laden bekomme
> ich nur milchig-weisses Epoxy Basismaterial ?
Weil praktisch alle industriellen Platinen mit Lötstopplack überzogen sind, und
der ist meist grün (oder selten rot). Epoxy als Basismaterial ist fast immer
milchig weiss und nur ganz selten mal blau. Beim Lötstopplack sind nur die
Lötpads nicht abgedeckt.
Lötstopplack soll verhindern, das im Durchlauflötbad der industriellen Fertigung
die ganzen Leiterbahnen voller Lötzinn sind (kostet Geld) und Lötzinn zwischen
Leiterbahnen hängen bleibt (Kurzschluss). Als Bastler, der per Hand lötet,
braucht man das nicht. Eine Platine ohne Lötstopplack ist also ein Zeichen von
Qualität aus einer Manufaktur.
Wer nicht so gut löten kann und einen Schutz haben will, ätzt im Dunklen und
belichtet nochmal mit einer Maske, die die Lötpads nicht abdeckt, und entwickelt
noch mal.
Bei http://www.octamex.de/ , Bungard und http://www.walterlemmen.de/
gibt es UV lichtempfindliche Lötstopplackfolie (grün) als Trockenresist zum
Laminieren, die recht einfach zu verarbeiten ist.
> Und wie bekomme ich Lötstopplack auf meine Platinen ?
Von: Falko Jahn
Für alle die es interessiert, habe es endlich geschafft, Lötstoplack auf
meine Platinen zu bringen!
Viele werden jetzt sagen, man sollte das lieber machen lassen, womit
sie wohl auch recht haben, aber für diejenigen die für wenig Geld
eine professionelle Platine haben wollen und genug Zeit haben, meine
bisherigen Erfahrungen.
Von http://www.peters.de/ gibt es ELPEMER fotostrukturierbaren
Lötstopplack. Dort bekommt man auch kostenlose Muster. Es ist ein 2
Komponenten Lack.
Also Lack 4:1 mischen und auf die Platine bringen. Ich habe das im
Siebdruckverfahren gemacht (mit einen zusammengebastelten Holz Rahmen,
werd mir aber demnächst was "richtiges" kaufen, habe auch von der
Airbrush Methode gehört, hab ich aber nicht getestet). Dann im Backofen
vorgetrocknet, das ist recht kritisch, wenn zu lange vorgetrocknet wird,
läßt sich der Lack nicht mehr entwickeln.
Bei mir waren es ca. 30min bei 75°C mit Umluft, hab die Tür leicht
aufstehen lassen, damit die Lösungsmittel entweichen können. Dann
abkühlen lassen und belichten. Die Zeit muss man ausprobieren (bei mir
waren es bei durchsichtiger Folie und 4 Röhren a 25W ca, 20cm Abstand
- 3 min). Dann Entwickeln mit 1% Natriumcarbonat Lösung.
Natriumcarbonat gibt es in der Apotheke - 1kg ca. 8 EUR - dauert ca.
1-2 min Endhärtung bei 150°C im Backofen ca. 1h. Fertig !!!
Das sind meine ersten Erfahrungen. Es gibt bei Peters auch
fotostrukturierbaren Bestückungsdrucklack. Einfach hobbymässig kann
man aber auch den Bestückungsdruck auf hochkalandriertes Papier
(glaenzend und dünn wie die Seiten aus der Zeitschrift 'Spiegel')
oder Tonertransferfolie drucken und auf die Platine überbügeln.
http://www.mikrocontroller.net/forum/read-6-358227.html
*-----
F.6.4. Layout
http://www.alternatezone.com/electronics/pcbdesign.htm
http://www.ipc.org/ “Generic Standard on Printed Board Design” IPC-2221IPC-D-275 standard
(MilStd 275)
http://www.calyptech.com/pdf/Sig_integ.pdf "Signal Integrity Considerations for High Speed
Digital Hardware Design"
http://retrotechnology.net/herbs_stuff/sysdes.pdf "System Design Considerations When Using
Cypress CMOS Circuits"
http://www.andus.de/Leiterplatten/Tabellen/Spannungsfestigkeit.htm
http://www.andus.de/Leiterplatten/Tabellen/leiterplattenmaterial.htm
http://www.ce-mag.com/ce-mag.com/archive/01/03/ProductSafety.html
Bevor man seine Schaltung aufbaut, muss man entscheiden, welche Bauteile
man in bedrahteter Form (thru hole) und welche man als SMD Bauelemente nimmt.
Das hängt etwas von der erwarteten Stückzahl ab.
Bedrahtete Bauelemente werden bei Handbestückung bevorzugt. Das geht schnell,
eine Bestückerin schafft mehr als 5000 Bauteile pro Tag. Die Drähte werden
meist auf einen Rutsch vor dem Löten gekürzt, manchmal von der
Drahtbiegemaschine vor dem Bestücken, und normalerweise nicht einzeln per
Frontalschneider.
Es stellt sich auch die Frage, wie gelötet wird. Per Hand, per Lötbad oder
per Durchlauf-Wellenlötanlage. Einerseits hängt das davon ab, was da ist,
andererseits kann man 10 Platinen problemlos per Hand löten, 100 Platinen
per Lötbad, und bei 1000 wird man sicher eine Durchlauf-Wellenlötanlage
verwenden wollen.
SMD kann gut ein Automat bestücken, der klatscht die Bauteile schneller
auf die Platine als man gucken kann, insbesondere wenn Bauteile nur wenig
verschiedene Werte haben und alle in derselben Orientierung plaziert wurden.
Leider muss dem Automat vorher gesagt werden, wo hin das Bauteil kommt,
also sind die Rüstkosten so hoch, das es sich bei weniger als 1000 Platinen
kaum lohnt. Einzelne SMD Bauteile kann man per Hand bestücken (lassen), aber
schon bei wenigen Bauteilen verwendet man besser eine Schablone (Stencil)
zum Auftragen der Lötpaste.
http://www.elk-tronic.de/Services/Kleinserie/Kleinserie.htm
SMD lötet man gerne mit Heissdampf, weniger gerne per Infrarotstrahlung
und nur bei unkritischen Teilen durch Eintauchen in flüssiges Lötzinn in
einer Lötanlage.
Wenn man bedrahtete Bauteile und SMD mischt, muss man zwischen
verschiedenen Kombinationen wählen:
Einseitige Platine. SMD muss auf die Unterseite und im Lötbad verlötet
werden, also sollten nur wärmeunempfindliche SMD Bauteile (Widerstände
und Keramikkondensatoren, notfalls kleine Transistoren und ICs) verwendet
werden, und sie müssen aufgeklebt werden.
Doppelseitige Platine: Empfindlichere SMD Bauteile können oben bestückt
werden und per Reflow verlötet werden, die Unterseite steht wie bei der
einseitigen Platine zur Verfügung.
Wenige bedrahtete Bauteile: Man kann beidseitig empfindliche SMD Bauteile
bestücken und Reflow verlöten, weil die bedrahteten Bauteile per Hand
nachträglich eingelötet werden können, wenn es eine überschaubare Anzahl
von Platinen ist.
Siehe http://www.analog.com/ FF_Sect10.pdf (GROUNDING IN MIXED SIGNAL SYSTEMS)
Beachte die Regel für getrennten Analog und Digital Ground, und lege Analog
und Digital in räumlich getrennte Bereiche (Analog links, Digital rechts :-) aber
verbinde danach alles mit einer grossen Ground Plane, das verbessert EMV und
schadet nicht, weil der Strom immer die kürzeste Verbindung nimmt, also dennoch
da lang fliesst, wo er nicht die anderen stört..
Für OpAmps siehe Kapitel 17 aus http://www-s.ti.com/sc/psheets/slod006b/slod006b.pdf
http://eportal.apexmicrotech.com/mainsite/support/pages/app_notes.asp AN28
Siehe auch Layouttipps im Kapitel F.24. Schaltregler
Die Induktivität einer Leiterschleife hängt von der umschlossenen Fläche ab.
Wenn ein (Rechteck-)Signal zu klingeln anfängt
+---------------+
| |
X Z
| |
+------Y--------+
kann eine andere Leitungsführung mit viel weniger umschlossener Fläche viel
bewirken. Die geringere Induktivität verringert auch die Störausstrahlung und
Störempfindlichkeit (EMV).
+-+ +-+
X | | Z
| +-----------+ |
+------Y--------+
Masseflächen sind gut, aber unter grossen Bauelementen (Spulen) vergrössern
sie die Streukapazität.
http://www.channel-e.de/fileadmin/Bilder/designcorner/ti_zimnik/Zimnik-_Flesch_Top_oder_Flop
.pdf
Leitfähigkeit von
Silber 0,016 Ohm mm^2/m
Kupfer 0,0179
Lötzinn Sn60Pb38Cu2 0,086
Lötzinn Sn60Pb40 0,2
> aus welchene Gründen, kann man eigentlich bei verschiedenen Geräten
> den Schutzleiteranschluss mit dem GND (0V) des entsprechenden Gerätes
> direkt (z.B. über Jumper) verbinden?
> Welchen Abstand sollten Leiterbahnen voneinander haben ?
Nun, das hängt von vielen Faktoren ab, der Spannung, der Verschmutzung,
der Isolationsklasse, dem Land, der Höhe über NN des Einsatzortes, daher
gibt es keine einfache Antwort. Für 230V~ in Verschmutzungklasse 2 bei
doppelter Isolation sind 4.8mm erforderlich.
http://www.ce-mag.com/ce-mag.com/archive/01/03/ProductSafety.html
Normalerweise ist bei einer Audioanlage der Verstärker geerdet und alle
anderen Geräte nicht. Das ist sinnvoll, weil es in einer Anlage einen
gemeinsamen Erdungspunkt geben sollte (erstens leitet das Einstrahlungen
ab, zum anderen fliegt dann die Sicherung wenn zufälligerweise irgendwo
ein Isolationsproblem auftritt), und der Verstärker zentral ist.
Es ist auch kosteneffektiv, weil der Trafo des Verstärkers dann nicht
Schutzklasse 2 sondern nur Schutzklasse 1 erfüllen muss, und daher keine
2 getrennten Wickelkammern braucht, sondern primär und sekundär einfach
übereinander gewickelt werden darf, was wegen der besseren Kopplung einen
bei gleicher Leistung etwas kleineren und billigeren Trafo erlaubt, und
der Trafo des Verstärkers ist der grösste und damit teuerste der ganzen
Anlage.
Dummerweise gibt es bei grösseren Anlagen noch weitere Verbindungen zur
Erde, nämlich über Antennenkabel und Telefonleitung, und es entstechen
Brummschleifen (eine leitende Verbindung über Schutzleiter und
Abschirmungen hinweg die eine grossen Kreis bilden und daher wie eine
Trafowicklung wirken in der der durch 50Hz induzierte Strom fliesst und
je nach Leitungswiderstand einen Spannungsabfall verursacht, der dann als
Signal mitverstärkt wird), wenn sie nicht per Mantelstromfilter oder
Audiotrennübertrager getrennt wird.
Bei besseren Verstärkern kann man die Verbindung zwischen Masse und
Schutzleiter trennen, da ist auch ein besserer Trafo drin.
Von: Emil Obermayr
Jede Signalmasse soll auf Erdungspotential liegen, muß also wenigstens an einem
Punkt mit dieser zusammengeschaltet sein. Nur derjenige der den Schaltplan der
kompletten Anlage kennt weiß, welcher Punkt der Erdung dafür sinnvoll ist.
Deswegen kann man bei manchen Geräten "aussuchen" ob man die Masse 'hier' erden
möchte. Im folgenden die Ansatzpunkte, nach denen man eine Erdung planen und
die Erde/Masse-Verbindungspunkte auswählen kann:
Häufig sind Erdungsleitungen nicht sehr niedrohmig ausgeführt. Das fängt bei
Leitungen mit zu niedrigem Querschnitt an und wird durch schlechte Verbindungen
in/an den Geräten noch schlimmer. Dann sind die Erdungspotentiale von
zusammengeschalteten Geräten nicht auf gleichem Niveau. Wenn man nun Masse und
Erde zusammenschaltet, fliessen Ausgleichsströme über die Masseleitungen der
Signalleitungen. Das kann sich negativ auf die Signalqualität auswirken und
Regelkreise beeinträchtingen.
In stark elektromagnetisch "verseuchten" Bereichen sammeln Ring-förmig
zusammengeschaltete Leitungen induktiv Brummspannungen ein (meist deutlich
schwächer tut das jede 'gerade' Leitung auch kapazitiv). Wenn man das auf
Signalmasse legt, hat man dieses Brummen auch auf den Signalleitungen. Das
umgeht man, indem man die Erdung Stern-förmig plant. Leider geht das nicht
immer. Verstärkt wird dieser Effekt durch nicht hinreichend niederohmige
Leitungen (s.o.), denn erst durch den Leitungswiderstand wird aus dem
Induktionsstrom eine Brumm_Spannung_. Nebenbemerkung: Deswegen sind
Stromschleifen auch immer so angelegt, daß sie keine elektromagnetische
Strahlung aufnehmen, üblicherweise durch verdrillen der Signalleitungen.
Und dann kommt es vor, daß Geräte die Erdung durch Störspannung direkt
verseuchen. Z.B. Motoren oder Relais, deren Entstörung unzureichend oder
defekt ist. Das fängt man sich dann ein, wenn man Masse und Erde verbindet.
Auch dieser Effekt wird schlimmer mit zu hohen Leitungs-Widerständen.
*-----
F.6.5. Folienleiter
Tausende Folienleiter findet man in der Aswo Euras Ersatzteildatenbank
(zugänglich z.B. über http://www.elv.de/shopping/ersatzteile/ und
http://www.ersatzteile-online.biz/ unter STECKER/KABEL/ADAPTER
AUDIO/VIDEO-VERBINDUNGEN FOLIENLEITERBAHN) aber es gibt natürlich viel mehr.
Wer genug Geld hat, kann sich die selber ätzen:
http://de.farnell.com/jsp/endecaSearch/partDetail.jsp?SKU=4147996&N=401
*-----
F.7. Microcontroller
Die Newsgroup zum Thema ist news:comp.arch.embedded
Ein deutschsprachiges Forum http://www.mikrocontroller.net/
Von: MaWin 17.7.2000
Die meisten elektronischen Schaltungen sind Steuerungen oder Regelungen und
lassen sich mit Microcontrollern heute einfacher realisieren, als das noch
vor ein paar Jahren der Fall war. Viele Spezialchips vergangener Zeiten
lassen sich heute durch billigere Microcontroller ersetzen, wenn auch in
anderer Beschaltung. Man sollte sich also gerade bei alten Bauvorschlägen
fragen, ob dieses heute mit einem uC nicht einfacher geht. Man muss eben
neben der Schaltung auch das passende Programm für den Controller erstellen.
Aber für Analog- oder Hochfrequenztechnik sind sie kaum zu gebrauchen.
Welcher Chip wird in der Industrie bevorzugt eingesetzt ? Der billigste, der
die Aufgabe erfüllen kann. Punkt. Wobei 'der billigste' alle Nebenkosten mit
einschliesst, und das kann für geringe Schulungskosten bedeuten, einfach den
uC zu nehmen, den man schon kennt, oder den, bei dem der Hersteller passende
Problemlösungen als application notes anbietet.
Nicht jeder Chip ist leicht beschaffbar und ohne Aufwand zu programmieren.
Daher haben sich unter Hobbybastlern gewisse Chips verbreitet, die sich
einfach verwenden lassen: AT90Sxxxx ATtiny/ATmega (AVR) und AT89Sxxxx (8051
kompatibel) von http://www.atmel.com/, PIC16F8xx von http://www.microchip.com/,
Flash-EEPROMs statt EPROMs, GALs statt PALs, schon alleine weil ICs im Gehäuse
mit Quartzfenster zum Löschen durch UV-Licht teuer sind. Alle genannten Chips
lassen sich mit kostenlos im Netz verfügbarer Software programmieren, so das
man die angebotenen Starterkits nicht benötigt, die aber ängstlichen Personen
eine gewisse Funktionssicherheit geben können.
Eine schöne Anfänger-Einführung "Understanding Small Microcontrollers"
http://www.freescale.com/files/microcontrollers/doc/ref_manual/M68HC05TB.pdf
auf Basis des HC05 kommt von Motorola/Freescale.
Das Problem lautet: Welche Programmiersprache: BASIC, C oder Assembler ?
In BASIC programmierbare Microcontroller sind durch die Bank schlecht,
wenig leistungsfähig, teuer, eben wie C-Control (es gibt da noch die
Basic-Briefmarke, Basic-Matchbox, 8052AH Basic). Es gibt dafür eigentlich
gar keinen technischen Grund, denn für so eine simple Programmiersprache
wie BASIC liesse sich ein hervorragend optimierender CrossCompiler erstellen,
aber Dummköpfe werden halt abgezockt.
Wenn man bereit ist, uC in ihrer Assemblersprache zu programmieren, tut sich
ein riesiges Angebot an billigen guten Chips auf. Für manche gibt es auch
kostenlose C-Compiler (oder Interpreter :-), aber das lohnt sich erst bei
Programmspeicher über 1k (manche sagen 8k).
Von: Erik Hermann
Es sei denn Du bist so blöd wie wir und kaufst den (IAR) Compiler beim
Prozessorhersteller (NEC) statt bei IAR direkt. Wir hatten nämlich ein
Problem das am Compiler hing und bekamen von IAR die lapidare Auskunft das der
Compiler ein OEM Produkt ohne direkten Support sei. Der Prozessorhersteller
konnte den Fehler zwar nachvollziehen, aber leider nichts dran ändern,
zumindest nicht in endlicher Zeit. Leider verloren. Support gibt's bei IAR eh
nicht, siehe d.s.e Message-ID 3DA0175D.28E0C75D@uc-elektronik.de
> Ich benötige für den Modellbau einen Microprozessor.
> Es sollen ca. 4 analoge und 3 digitale Sensoren, mit wenigen externen
> Bauelementen angeschlossen werden.
> Es müssen mindestens 4 analoge Ausgänge vorhanden sein.
> Ich habe mir das 'C-Control' von CONRAD (Seite 76) angeschaut
> Kennt jemand ein vergleichbares Gerät ?
> PS. Sollte nicht grösser als eine Zigarettenschachtel sein . . . .
Von: MaWin 1999
Analogausgänge gibt es (fast) nicht, es werden fast immer schnell ein- und
ausgeschaltete Digitalausgänge verwendet (PWM), auch beim C-Control, um
IM MITTEL eine Analogspannung zu erzeugen, die man dann noch mit einem
Tiefpass filtern muss, wenn das angeschlossene Gerät (Glühbirne, Motor) nicht
sowieso zu träge ist. Braucht man echte Analogausgänge, muss man externe
D/A-Wandler-ICs verwenden, weil D/A-Wandler eine ganze andere
Chiptechnologie verwenden (lasergetrimmte Dünnschichtwiderstände) als
Microcontroller (klassische CMOS Technologie). ANALOGEINGÄNGE werden
immer häufiger. Hier nur die reprogrammierbaren:
- AT90S8535 von http://www.atmel.com/ 8k Programm, 512 Byte RAM, 512 Byte
EEPROM, 8 A/D 10bit, 10 EUR bei http://www.reichelt.de/ oder ATMega163
- PIC16F877 von http://www.microchip.com/ 8k Programm, 368 Byte RAM, 256
Byte EEPROM, 8 A/D 10bit, 10 EUR bei http://www.reichelt.de/
- MB90F497 von http://www.fujitsu.com/ 64kB Programm, 2kB RAM, 2 UART
(auch SPI), 8 A/D 10 bit, CAN, PWM, 6 EUR bei http://www.glyn.de/
oder MB90F549 mit 256kB Flash und 6kB RAM für 11 EUR.
Alles was du brauchst (Datenblatt, Assembler, Applikationen, Debugger) gibt
es kostenlos zum Download bei den Herstellern, die Programmierschaltungen
sind einfach (ISP-Programmierung über Parallelport) und Programmiersoftware
gibt es reichlich im WWW.
Ponyprog http://www.lancos.com/prog.html hat Probleme mit modernen
GHz-Pentiums und behandelt 0 als gesetzt bei Fuse-Bits von manchen
AVRs (ATmega8, ATmega128L), läßt sich aber seit ich-weiß-nicht-wann von
der Kommandozeile aus steuern, wenn auch nicht über Parameter, sondern über
script files. Ponyprog damit in automatisierte Compilerläufe einzubauen, ist
wirklich einfach http://www.lancos.com/e2p/ponyprog2000.html#s4
Und wenn du fragst, wieviel Programmspeicher man braucht:
http://www.picoweb.net/ zeigt einen kompletten Web-Server in 7k
Programmspeicher. Man kann, wenn man nicht so doof ist wie Microsoft, auch
in 8k eine Menge machen. In 512 Byte passt z.B. eine (Funk-)Uhr mit Datum &
Wecker wenn man ein paar Programmierkniffe kennt.
Von: Andi Gysi
Ich weiss, der C-Control schien mir zuerst auch verlockend, jetzt liegen zwei
davon hier rum und ich weiss nicht, was ich damit anfangen soll...
> Mitsubishi M16C / Renesas R8C
Billige Prozessoren mit grossem Flash-EEPROM stellt Mitsubishi/Renesas her.
Das Starterkit mit dem M30624FGAFP gibt's für 50 EUR bei http://www.glyn.de/,
programmiert wird der uC in circuit über die serielle Schnittstelle.
Seit dem Artikel in der Elektor Nov. 2005 hat der kleine Bruder des M16C, der
R8C, weitere Verbreitung unter Hobbybastelern gefunden, gab es doch den
Controller mit C-Compiler umsonst. Nur die Programmierschaltung musste man
selber bauen. Der R8 ist AUCH ein 16 bit Prozessor, aber mit 8 bit Datenbus,
also so was wie der 8088 im Vergleich zum 8086. Daher ist er bequem in C zu
programmieren, vergleichbar mit dem MSP430. Leider gibt es noch nicht viele
Applikationsbeispiele für den Chip und noch nicht so viele Foren und
Benutzergemeinschaften, so das das Zusammensammeln von Vorgefertigtem nicht
so leicht ist wie bei AVR.
Von: Volker Stegmann
Wenn du einen C-Compiler für den M16C brauchst, laß die Finger von dem IAR
Compiler, solange du in der Lage bist, Makefiles zu schreiben, oder eine IDE
hast, die das auch für dich macht.
Ich hab bezüglich Compilerfehlern schlimme Erfahrungen damit gemacht. Nimm
besser den NC30 von Mitsubishi. Der ist meiner Meinung nach ausgezeichnet.
Carlos Duerschmidt sagt dazu:
Mit dem Prozessor kämpfe ich auch gerade. Im Moment sieht es noch so aus, als
ob der Prozessor gewinnt.
Von: Alexander Weiss 20.11.2000
> MSP430
Der MSP430 ist ein baulich kleiner und billiger 16bit uC mit geringem
Strombedarf von http://www.ti.com/ , der seit seiner Erwähnung in der c't bei
Bastlern mehr Verbreitung findet. Seine Struktur ist ähnlich der PDP-11. Er
lässt sich anständig in C programmieren, allerdings sind die
Entwicklungsumgebungen noch recht teuer und der Chip ist schwer einzulöten.
Seine I/O-Pins sind nicht 5V tolerant, was die Verwendung von
Periperiebausteinen einschränkt.
http://www.mikrocontroller.net/msp430.htm
http://users.easystreet.com/jkirwan/new/msp430.html
Wenn man jedoch batteriebetriebene winzige Schaltungen aufbauen will, ist der
uC trotz überdimensionierter 16 bit Wortbreite derzeit eine gute Wahl, läuft
er doch an einem 32kHz Uhrenquartz mit nur 1.5uA und nur bei Bedarf mit einem
internen Frequenzmultiplier. Dazu passt dann ein MAX1724 Spannungsregler,
klein und extrem stromsparend.
> Siemens/Infineon C167 Verfügbarkeit
Die "normalen" C167 gibts noch ganz gut (3 Monate Lieferzeit sind üblich),
die Katastrophe geht bei den Flash-Typen los. Nachdem Infineon den
Flash-Prozess nicht auf die Reihe bekommen hat, haben sie sich mit ST
zusammengetan, von denen gibt es die ST10-Serie, die mit den C167
kompatibel ist.
Nachdem wir aufgrund der schlechten Verfügbarkeit der C167 ziemlichen
Ärger hatten, sind wir auf die Fujitsu 16LX-Serie umgestiegen (MB90F543
etc.), die sind von der Leistung vergleichbar, haben 5V-Flash on chip,
einen kostenlosen C-Compiler und kosten die Hälfte der C167er.
> Wo bekommt man den Fujitsu MB90Fxxx und was für Werkzeuge gibt es?
Von: Erik Hermann
Beliebige Stückzahlen (auch Einzelstücke) bekommt der Geschäftskunde bei
http://www.glyn.de/. Workbench mit C-Compiler, Assembler und Debugger
bekommt man kostenlos auf CD oder im Internet
Programmiert werden die Dinger über RS232, d.h. ohne zusätzliche Hardware
(ausser einem MAX232 o.ä. auf dem Controllerboard).
MB90F497 64kB Flash, 2kB RAM, 2 UART (auch SPI), 10Bit 8Kanal
ADC, CAN, PWM, etc., ca. 6 EUR
MB90F549 256kB Flash, 6kB RAM, 2 UART, 2SPI, ADC, CAN,
PWM, etc. ca. 11 EUR
> 68HC08
Von: Rafael Deliano
Heutzutage sind 68HC908QY4 viel schöner. Der ist DIL16 mit 14 verwertbaren
Pins weil RC-Takt und Resetgenerator auf dem Chip ist. Das macht sich auch
bezüglich EMV gut. Dadurch dass die I/O ziemlich einheitlich ist, kann man
man als Emulation einen 68HC908GP32 in DIL40 nehmen. Die "überzähligen"
Pins von dem sind zum Softwaretest sehr erfreulich weil man dann Testpins
hat um mit Oszilloskop zu sehen was die Applikation in Echtzeit so tut.
> Hat jemand. Erfahrung mit FFMC16 Controllern?
Die CPU ist im Vergleich zu C167 oder M16C langsamer (Akkumulatormaschine) -
Weiterhin ist ein bischen lästig, dass man die Priorität von
Software-Interrupts nicht vorher einstellen kann. Ein Software-Interrupt
wird immer mit höchster Priorität aufgerufen und man muss dann in der ISR
den Level einstellen. Damit wird evtl. ein hochpriorer Interrupt
unterbrochen, der Software-Interrupt gestartet, der dann seine Priorität
selbst zurücksetzt - das kostet ziemlich Rechenzeit.
Ein weiterer Nachteil: In der Toolchain von Fujitsu fehlt ein Monitor-Debugger
(es gibt nur einen Simulator), den Debugger gibts aber von uns zu kaufen.
www.accemic.com.
Die gute Verfügbarkeit war für uns der Grund, von den ST10-Flash-Typen auf
16LX umzusteigen.
Sehr günstig im Vergleich zu vergleichbaren 16-Bittern mit CAN und Flash.
Eva-Boards gibts von Glyn für 49 Euro.
Ein Bonbon noch: Von http://www.segger.com/ gibts ein Echtzeitbetriebssystem
(in der Trial-Version auf 2 Tasks beschränkt), mit dem man aber sehr gut die
Arbeitsweise eines RTOS studieren kann. Für Diplomarbeiten lohnt es sich zu
fragen, um eine kostenlose Voll-Lizenz zu bekommen ;-)
> Videosignalerzeugung PAL / TFT LCD mit Microcontrollern:
Hitachis H8S (ähnlich 68000) hat Zähler und DMA drin, mit denen die Erzeugung
der Signale möglich ist, aber mit 24k RAM nicht genug internes RAM für ein
Graphikbild.
> Hat jemand über den Motorola 68HC332 positive oder negative Erfahrungen
> mitzuteilen?
Von: Hartmut Schaefer
+ angenehm in Assembler zu programmieren
+ akzeptable Rechenleistung
+ ich liebe das BDM Interface, jeder Controller sollte eins haben...
+ In der Regel lieferbar
+ TPU, falls man sie braucht
+ grosse Auswahl an Entwicklungssystemen, Assemblern, Compilern, Debuggern etc..
+ Universelles Businterface mit CS-Generatoren
+ gibt es inzwischen mit 25 MHz
- so'n altes Ding könnte schon billiger sein...
- die serielle Schnittstelle ist a) eine zu wenig und hat b) keinen FIFO
- wäre schön, wenn's mal eine TPU gäbe, die mit vollem Prozessortakt läuft
- braucht externen Speicher, wenn man nicht die Flash-Version nimmt, aber der Speicher
reicht sowieso nicht.
- SCI und Systemtakt koennen nicht getrennt werden. Schlimmer noch beim 68376: SCI-,
Sytemtakt und CAN-Takt koennen nicht getrennt werden.
- Systemtakt nur max. 25 MHz :-). Hallo Motorola: Warum gibt es noch keinen Coldfire mit
TPU ?
> Welchen Wert sollen die Kondensatoren beim Schwingquartz bekommen ?
> Dazu steht irgendwie nichts im Datenblatt des Microcontrollers...
Kein Wunder, die hängen mehr vom Quartz und Leiterplattenlayout ab, als vom
Oszillator des uC, und wer hat schon die Datenblätter der Quartze...
Aber glücklicherweise sind die meistens ähnlich. Nimm 22pF. Erklärung:
http://www.qsl.net/dk1ag/buch.html (das grosse Quartzkochbuch)
32kHz Uhrenquartze haben eine kleinere Leistung als die normalerweise
verwendeten Quartze, die in Resonanz einen Widerstand von 50 Ohm haben und
ca. 1mW Leistung verbraten. Schalte einen Widerstand von 100k bis 470k in
Serie davor (also zwischen XOUT und dem Kondensator am Eingang des Quartzes)
und einen 1-10MOhm Widerstand parallel zum Quartz, bis die Kurvenform der
grösstmögliche saubere Sinus ist (Achtung: Kapazität des Oszilloskoptastkopfes
kann stören). Alle normalen Quartze arbeiten in Serienresonanz. Der Colpitts
Oszillator ist am einfachsten und betriebssichersten.
> Ich habe 2 Controller an einem Quartz angeschlossen, d.h. XOUT von
> Controller 1 an XIN von Controller 2, aber es schwingt nicht.
> Gibt es eine zuverlässige Lösung ?
Ja. Verbinde XOUT und XIN des zweiten Controllers über 1MOhm, und XOUT des
ersten Controllers über 100pF mit XIN des zweiten Controllers. Und schliesse
den Quartz wie gehabt an den ersten Controller an. Die Ursache und Begründung
für diese kapazitive Kopplung liegt im eventuell unterschiedlichen
Gleichspannungspegel der Oszillatoren.
> Wie lange dauert es bis der Quartzoszillator eines uC sauber läuft ?
Von: Oliver Bartels, Oliver Betz, Uwe Hercksen, Rafael Deliano
Typischerweise kommt so ein uC Quarzoszillator bei z.B. 8 MHz in <1ms hoch,
die Amplitude ist dann aber noch nicht völlig stabil.
Berechenbar ungefähr über die Güte Q der Gesamtschaltung als gespiegelte
Exponentialfunktion:
A(t) = A0 (1- exp(- (omega t) / (2 Q) ) )
Das Omega ist wie gehabt 2 pi f_res, die Güte von einem Wald- und Wiesen-Quarz
alleine liegt ca. bei 40000 bis 50000, das Loaded Q (Quarz mit Schaltung als
Last) eher <10000 je nach Chip und Schaltung.
Keramikschwinger schwingen offensichtlich deutlich schneller an als ein Quarz.
Anderer Aspekt beim Einschalten des Gateoszillator ist die RC-Zeitkonstante
(R parallel zum Quartz, C nach Masse) die erstmal auf VCC/2 hochgelaufen sein
muß damit überhaupt was schwingt. Kleiner Kerko und 1 MOhm statt 10 MOhm
ist schneller.
Der Colpitts-Oszillator eines 68HC912D60A ist so schlapp, daß er mehrere
Millisekunden braucht. Aber der uC rennt schon bei kleinsten Amplituden los
und stürzt dann gerne mal ab, wenn das Rauschen schneller war als der maximal
mögliche Bustakt.
> Wo gibt's den C-Compiler für Hitachis SH uC ?
set CYGREL=2.96-sh4-001122
set CYGROOT=C:\Cygnus\sh4-001122
set GCC_EXEC_PREFIX=%CYGROOT%\H-i686-cygwin32\lib\gcc-lib\
set GDBTK_LIBRARY=%CYGROOT%\share\gdbtcl
set PATH=%PATH%;%CYGROOT%\H-i686-cygwin32\sh-elf\bin
set PATH=%PATH%;%CYGROOT%\H-i686-cygwin32\bin
> Gibt es auch schlechte Microcontrollerfamilien ?
Zumindest Motorola's 6803, dem ST62 von ST und Infineon's C166 sagt man das nach.
> Warum gibt es eigentlich keine Mikrocontroller mit ebenso hohen Taktfrequenzen
> wie richtige Prozessoren (Pentium & Co.) ?
Weil die Entwickler von solchem Kleinkram wie Mikrocontrollern alles Deppen
sind, noch heute auf dem Stand (von Intel & Co.) von 1985. Sicher wäre ein
schnellerer uC teurer, aber sicher nicht so teuer wie ein Pentium. Eigentlich
bietet sich ein uC geradezu an, um mit hoher Taktfrequenz zu arbeiten,
schliesslich bleiben alle hochfrequenten Leitungen auf dem Chip und müssen
nicht herausgeführt werden. Intel baut auch kleine Gigahertz-uC um ihre
Fertigungstechnik zu testen, verkauft sie aber nie. Die leistungsfähigsten sind
die DSPs: Analog Blackfin (600MHz), TI C55X (500MHz), Intel XScale/ARM
(400MHz), Toshiba TMPR495x (400MHz) aber es gibt nichts schnelles kleines.
Ebenso gibt es praktisch keine uC mit ausreichend RAM, weil die Hersteller es
schon seit zig Jahren nicht in den Griff bekommen, dynamisches RAM und
Flash-EEPROM auf denselben Chip zu packen, und zu geizig sind ausreichend
viele statische RAM Zellen dazuzulayouten. Der Philips LPC2106 hat zum 60MHz
ARM7 wenigstens 128kFlash und 64kRAM und 32 I/O-Pins, leider hat sich Philips
bei seiner XA-Architektur als nicht besonders zuverlässig herausgestellt.
Klassisch sind Marketing-Aussagen wie solche von Siemens (heute Infineon):
Keiner brauche angeblich uC mit Flash, sagten die, es wäre total unsinnig und
daher würde Sienens auch keine herstellen. Bis zu dem Tage, als auch Siemens
Flash produzieren konnte (weil die Technologie teuer von ST eingekauft wurde,
die Fertigung dort hin ausgelagert wurde). Seit dem ist Flash plötzlich die
beste Erfindung seit dem Rad.
> Was ist ein DSP ?
Ein Digitaler Signal Prozessor, das ist ein Microprozessor der möglichst
schnell gewisse mathematische Operationen (vor allem Fouriertransformationen)
ausführen kann. Früher gab es einzelne Prozessoren, heute eher 'Controller'
bei denen Peripherie mit integriert ist, die in bestimmten Anwendungen, wie
Handys, benötigt wird. Billige Evaluationboards bei http://www.ti.com/, nette
Prozessoren bei http://www.mot.com/ (siehe auch F.30.1. Audioeffektgeräte).
http://www.dspguide.com/
Eventuell hat jemand hierfür eine Anwendung (Boards mit bis 54MHz per FPGA
realisiertem uC mit fast 1MB Flash/RAM, viel Peripherie und C-Compiler):
http://www.rabbitsemiconductor.com/
*-----
F.7.1. Atmel AVR Controller
Die AVRs von http://www.atmel.com/ gehören derzeit wohl zu den
interessantesten Microcontrollern für Hobbyanwendungen. Atmel bietet eine
sehr umfangreiche Serie von Winzigchips (ATTiny) mit A/D-Wandler bis hin
zum 128kByte fassenden ATMega103. Allerdings sind die älteren AVR's
(AT90) sehr EMV empfindlich (der Chip selbst fängt sich die Störungen ein,
also hilft auch bestes Leiterplattenlayout nicht), bei den neueren (ATTiny,
ATMega) hat Atmel nachgebessert. Hier hast du ein bischen was zum AVR:
http://www.atmel.com/ AVR Studio enthält Assembler, Simulator und
Programmierkabelansteuerung
http://winavr.sourceforge.net/ GCC fuer AVR wird vom AVR-Studio eingebunden
http://www.rowalt.de/mc/avr/progd.htm (Twinavr Programmiersoftware, erst 0.9.9.2 kennt
Atmega8515)
http://www.lancos.com/prog.html (PonyProg RES-D7 MOSI-D5 SCK-D4 MISO-ACK, Probleme bei
GHz-Pentiums, config fuses 0 ist gesetzt)
http://elm-chan.org/works/avrx/report_e.html
http://www.geocities.com/CapeCanaveral/6368/avr.html
http://www.lancos.com/e2p/avrisp-stk200.gif
http://www.fortunecity.com/meltingpot/alberni/1159/id49.htm (STK200 isp Kabel)
http://www.elektronik-kompendium.de/public/arnerossius/schalt/mikro/attiny11.htm (ATTiny11
Programmer)
http://www.iready.org/projects/uinternet/ispdongle.pdf
http://home.sch.bme.hu/~cell/atmel/AVR_JTAG/avr_jtag.zip
http://www.helmix.at/hapsim/index.htm
http://www.avr-asm-tutorial.net/
http://www.mikrocontroller.net/
http://www.avrsprint.com/SprintBasic1.asp (Basic)
http://www.spettel.de/ralf/projekte/fbprg/index.shtml
http://www.mcselec.com/ (Basic 2k freeware, $49)
http://www.geocities.com/CapeCanaveral/Launchpad/3632/designs.htm (direkte
Videosignalerzeugung)
http://www.hpinfotech.ro/ (CodeVision C-Comp)
http://www.ckuehnel.ch/
http://www.e-lab.de/ (Pascal, 4k gratis, 8k 25 EUR)
http://www.omegav.ntnu.no/avr/resources.php3
und richtig, du kannst sie alle mit einem selbstgebastelten Kabel (5 Leitungen)
vom Parallelport des PC aus programmieren. Software brauchst du nicht selber zu
schreiben, PonyProg, AVR.EXE und andere gibt's gratis.
Wenn du mit einem STK200 Kabel den ATmega mit Atmel's Software programmieren
willst, und eine Meldung bekommst, das du das 'Value added pack dongle'
brauchst, löte einen Draht von Pin 2 zu Pin 12 des Druckerports, damit die
Software dein Kabel als STK200+ Kabel akzeptiert. Achtung: Bei einigen ATmega
sind die Pins MISO, MOSI für die ISP-Programmierung nicht identisch mit der
Pinbelegung am Anfang des Datenblattes ! Auf jeden Fall unter Serial
Downloading im Datenblatt nachsehen welche Pins für die ISP-Programmierung
verwendet werden. Unter Linux tut's uisp am AN910-Programmer.
> ich habe die AVR´s bisher immer in Assembler programmiert, möchte jetzt
> aber lieber in C weitermachen. Dazu habe ich mich schon im Netz umgeschaut,
> aber eigentlich hat mir nur das Programm von Imagecraft richtig gut gefallen,
> naja bis auf den Preis halt :) Gibt es denn keine vergleichbare Software
> die (kostenlos)/preiswerter ist ?
Von: Andreas Schwarz 22.3.2001
Der meiner Meinung nach beste freie C-Compiler für die AVRs ist AVR-GCC.
Er kann von der Leistungsfähigkeit her mit anderen Compilern locker mithalten,
sogar C++-Programme sind möglich, was man bei anderen Herstellern erst ab
ein paar Tausend EUR bekommt (wobei man den Sinn von C++ auf 8 bit-uC
allerdings in Frage stellen kann...). Hier ein paar Links zu AVR-GCC:
http://www.mikrocontroller.net/ (Installationsanleitung)
http://www.avrfreaks.net/ (Forum, Beispielprogramme)
Andere kostenlose Compiler:
http://www3.igalaxy.net/~jackt/ (Basic, Freeware)
http://www.mcselec.com/bascom-avr.htm (Basic, Demo mit 2kB-Beschränkung)
http://www.jennaron.com.au/smallc/smallc.html (C, Freeware)
http://www.mikrocontroller.net/articles/AVR-GCC-Tutorial
http://ccrma.stanford.edu/courses/250a/docs/avrlib/main.html (C library inkl LCD, GPS, MMS,
Network)
http://www.e-lab.de/ (Pascal-Compiler, Demo mit 4kB-Beschränkung)
http://users.iafrica.com/r/ra/rainier/ (Pascal, Shareware)
> Was ist der Unterschied zwischen dem AT90S1200 und dem AT90S1200A ?
Beim A-Typ ist der RC-Oszillator statt dem Quartzoszillator voreingestellt.
Das ist nützlich, wenn man den Atmel seriell programmiert, da man dabei nicht
die Oszillatorart verstellen kann. Allerdings sollte man anstelle des AT90S1200
sowieso lieber den AT90S2313 kaufen, da ist mehr drin zu fast demselben Preis.
Dann hat man das Oszillator-Umschaltungsproblem nämlich nicht.
Der AT90S1200 hat auch noch einen anderen unangenehmen Effekt: Er lässt sich
nur beim Einschalten durch RESET auf low in den Programmiermodus schalten,
ein erneutes Einschalten des Programmiermodus ist ohne Abklemmen der
Versorgungsspannung nicht möglich. Da der Programmieralgorithmus auch noch
unterschiedlich zu den anderen AVRs ist, kann man anhand der ID auch nicht
herausfinden, um welchen uC es geht. Aber avrdude beherrscht den 1200er.
> Das Problem ist, dass uisp den Prozessor mal erkennt (eher selten) und mal
> nicht.
Von: Gnoomy
Hat sich gerade erledigt, ich hab mal so probeweise einen 100nF Kondensator
zwischen VCC und GND gehängt und jetzt tuts.
> woran könnte es liegen, das der interne RC-Oszillator vom AT90S2343
> nach dem Anlegen der Betriebsspannung nicht anschwingt ?
Von: Christoph Brudy
Ich hab' hier ein Errata Sheet zum AT90S2343, dort steht ungefähr folgendes:
"Wenn VCC beim Einschalten kurzzeitig negativ wird, kann es sein, dass das
RCEN-Bit irrtümlich als nicht gesetzt angesehen wird". Ansonsten scheint der
AT90S2343 auch gegen zu langsames Ansteigen der Betriebsspannung allergisch
zu sein. So wie bei den ATmega161 errata: "At certain frequencies and
voltages ... may fail." Auf deutsch: "Wir haben keine Ahnung, was wir da
verramscht haben, aber manchmal geht es halt doch" ;-(
> AVR ALE tot ?
Von: Jesper Hansen
Die Latch-Pulse auf ALE sind SEHR kurz, ca. 30ns bei 8MHz. Zugriffe auf
internes SRAM erzeugen ebenfalls 1-20ns kurze Pulse auf ALE (siehe Seite
53 "Interface to External SRAM" und die Abbildungen 43 und 44 im
AT90S8515 Datenblatt). Der 74HC573 und ähnliche Latches sind kritisch,
manche funktionieren und andere nicht. Ein 100pF Kondensator zwischen
Enable und GND kann helfen.
Von: Jan-Hinnerk Reichert
Das externe RAM-Interface des AT90S8515 hat einige Merkwürdigkeiten.
Zunächst ist die RD-Pulsweite sehr viel kleiner als die WR-Pulsweite. Hier
kann das Einschalten von Waitstates Abhilfe schaffen.
Das weitaus größere Problem ist aber, daß es beim Schreibzugriff keine
garantierte Dataholdtime gibt, d.h. der Datenbus wird gleichzeitig mit /WR
zurückgesetzt. Viele Peripherie-Chips brauchen aber die Daten noch einige
ns. Oft bewegt sich das ganze im Grenzbereich, so daß das Schreiben
manchmal oder fast immer funktioniert. Auch unscheinbare Änderungen in der
Schaltung können so plötzlich zu Fehlern führen (geringfügige Verzögerung
von Signalen durch parazitäre C).
Waitstates können hier *keine* Abhilfe schaffen!
Ich habe in einem Fall durch Längswiderstände (150 Ohm) auf dem Datenbus,
eine ausreichende Verzögerung erreichen können. Möchte das aber nicht
unbedingt weiterempfehlen, da sich die Verzögerung eines RC-Glieds mit
unbestimmtem C schlecht ausrechnen läßt ;-)
IMHO sollte man für Projekte mit externem RAM, den ATmega161 (bzw. den
Nachfolger ATmega162). Der mega161 hat ein deutlich überarbeitetes
SRAM-Interface und auch sonst ein paar nette Features mehr (BOR und
Bootloader sollen fehlerhaft sein)
> Gibt es AVRs für niedrige Betriebsspannung so wie die PIC16Lxxx ?
ATtiny12V, ATtiny28V: ab 1,8V, die L-Typen laufen ab 2.7V.
> Passende RESET-Controller ?
MC34064-5 (4.6V), TL7757 (4.55V), MC34164-xx (4.3V,2.7V), TS831-5 (4.33V),
MC33464-xxATZ (0.9V, 2.0V, 2.7V, 3.0V, 4.5V). ICL7665(A/B), MN138x1 (2-4.9V),
MAX809/917/918/637x/6806, TL7702/7705
> Wie ändere ich mehrere Port-Pin-Zustände ?
Von: http://www.mikrocontroller.net/articles/AVR_PIC_51-Vergleich
Das ist besonders bei AVRs (außer den Typen seit 2004: ATtiny2313 usw.) ein
Problem. Architekturbedingt ist nur ein Teil der Ports bitweise schaltbar,
kein Port kann mehrere Bits gleichzeitig interrupt-fest schalten. Daher ist
es eigentlich oft (dann wenn die betreffenden Register in Interrupt-Routinen
und im Hauptprogramm verändert werden) nötig, um Port-I/O herum Port-ändernde
Interrupts abzuschalten, was aber kaum jemand macht, zu dem es keine
unterschiedlich priorisierten Interrupts gibt. Folge: ab und zu
"seltsames Verhalten", nicht reproduzierbar. Besonders gefährlich bei
Software-Baukasten-Prinzip, wenn da manche Selbstverständlichkeiten eines
Moduls plötzlich nicht mehr so selbstverständlich sind.
*-----
F.7.2. Microchip PIC
Von: MaWin 17.7.2000
Die PICs von http://www.microchip.com/ sind vor den Atmels erschienen und
werden daher oft genannt. Allerdings sind nur die F Modelle (PICxxFxxx)
elektrisch reprogrammierbar und damit basteltauglich. Die C Modelle (PICxxCxxx)
sind im Plastikgehäuse nur ein mal programmierbar (OTP) und nur im teuren JW
Gehäuse mit Quartzfenster mit UV-Licht löschbar (siehe F.7.5.) zum erneuten
programmieren. Microchip hat sehr gute Application Notes, auch für Atmel
Benutzer lesenswert, und die A/D-Wandler sind schneller. Dafür ist die
Architektur (W-Register und die Aufteilung des RAMs in mehrere 'banks')
grausam. Sie wurde 1975 von General Instruments als 'Peripherial Input
Controller' entworfen, ist also sogar älter als der 8051, und man merkt das.
http://www.brouhaha.com/~eric/pic/faq.txt
http://www.rhoent.com/pic16xx.pdf
Diese Links führen dich erstmal weiter, allerdings machen viele der primitiven
Programmierschaltungen Probleme, weil sie nicht auf deinem Rechner laufen,
nicht deinen PIC programmieren, irgendwelche Bits falsch setzen, gar die erste
Stelle des EEPROM zerstören, Fehlermeldungen liefern obwohl keine Fehler
aufgetreten sind, etc. pp. Leider habe ich keinen Link auf einen frei
erhältlichen Programmer, der auch unter Windows NT, auch auf 2GHz-Prozessoren,
auch mit dem PIC16F84A, etc. zuverlässig läuft.
Microchips eigener Programmer PICStart+ bis Version -R4 muss zum Brennen
neuerer PICs geupdatet werden, wozu man erst einen teuren PIC17C44JW-25
kaufen muss und zwingend MPLAB IDE V5.7.x statt V6 benötigt. Ganz neue
PICs sind damit dennoch nicht programmierbar. Bei Version -R5 bis -R19
braucht man einen PIC18F6720, den man aber noch nirgends bekommt, und
benötigt MPLAB IDE ab v6.40 . Erst ab Version -R20 ist der updatefähige
PIC18F6720 schon drin.
http://www.microchip.com/ (Datenblaetter, Assembler MPLAB, vor allem die 'Reference
Designs')
http://forum.microchip.com/
http://www.rowalt.de/mc/ (POC)
http://home3.inet.tele.dk/frda/picasm/prog.html (Linux)
http://www.sprut.de/electronic/pic/index.htm
http://www.kingdon5.freeserve.co.uk/jpp877/jpp877.html
http://www.sprut.de/electronic/pic/fallen/fallen.html
http://www.harald-sattler.de/html/body_icd_nachbau.htm
http://stolz.de.be/ (ICD2-Kabel nur aus Widerständen)
http://people.freenet.de/dl4yhf/winpicpr.html
http://www.jdm.homepage.dk/newpic.htm (viele einfachste PIC16F84 programmer)
http://www.jdm.homepage.dk/newpic3.htm (nur 16F84 und 24Cxx)
http://www.jdm.homepage.dk/picsoft.htm (PIP02)
http://www.rotgradpsi.de/mc (16F87x)
http://www.dontronics.com/rfarmer.html (16F87x downloader)
http://www.PROuC.de/ (PIC16F84 programmer)
http://www.mikroelektronika.co.yu/english/product/books/PICbook/picbook.htm (Komplettes
Buch PIC16C84 mit MPLab)
http://www.voti.nl/wisp/
http://www.dattalo.com/ (gpsim)
http://www.piclist.com/freeicd (und die piclist an sich)
http://www.geocities.com/SiliconValley/Cable/7772/ (PIC16F84 Basic)
http://www.picant.com/c2c/c.html
http://www.bknd.com/ (CC5X, 1k free demo)
http://www.htsoft.com/ (Free C for 16x84, 2MB download)
Das Problem der 13V in-circuit-Programmierspannung bei den 16F84 ist mit der
16F87x-Reihe beseitigt, die von der Austattung her den 17ern ähnlich sind.
Von http://www.scenix.com/ http://www.ubicom.com/ gibt es
PIC16C5x-Nachbauten mit bis zu 75MHz.
> Kann man den in alten Bauanleitungen angegebenen PIC16C84 durch den
> PIC16F84 ersetzen ?
Im Prinzip ja. Der 16F84 hat doppelt so viel RAM (daher geht's umgekehrt nicht
immer) und man muss das ConfigBit PWRTE invertiert programmieren (das kann
man aber an Programmiersoftware, die nur den 16C84 kennt, meist einstellen).
Im Datenblatt zum PIC16F84A 35007a.pdf gibt es ein ganzes Kapitel mit den
Unterschieden der Prozessoren.
> Lässt sich ein PIC16F84A mit Programmern für den PIC16F84 brennen ?
Im Prinzip ja. Allerdings will der A-Typ recht genau 13V an MCLR als
Schaltspannung sehen, viele Primitivprogrammierschaltungen verwenden dort
nur 9V. Also mal nachmessen. Siehe auch DS30189D.PDF von Microchip.
> Warum läuft mein PIC16C711 nicht mit dem Quartz, der am PIC16C71 geht ?
Es scheint Typen zu geben, deren Vorwärtsleitwert < 100uS statt 450uS ist.
> Warum funktioniert PortA von meinem PIC16F628 nicht wie vorgesehen ?
Es scheint Probleme mit diesem Chip und TRISA zu geben, das sich von selbst
verstellt, siehe d.s.e Message-ID 3F17CA22.8060202@alpha.pl
> Warum funktioniert mein PIC16F648A beim EEPROM-Programmieren nicht ?
Siehe Errata 80151e.pdf "Unexpected program execution may occur during
data EEPROM write cycles" in PIC16F648A Silicon revision A1.
> Warum kann ich aus meinem PIC16C5..JW auch nach dem Löschen nur
> Nullen auskesen ?
Alle CP0 und CP1 protection bits auf 1 gesetzt ?
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F.7.3. Intel 8051 kompatible
Von unglaublich vielen Herstellern
http://www.computer-solutions.co.uk/info/micro-search/8051/bymanuf.asp
werden uC hergestellt, deren Kern (und damit Assemblersprache) kompatibel
zum alten 8051er von http://www.intel.com/ ist, so dass sich viele Leute
schon mit der Architektur auskennen und viele Beispiele existieren.
Schon http://www.atmel.com/ hat eine ganze Palette vom kleinen AT89C2051
über AT89C51/53, der auch mit externem Speicher erweitert werden kann,
und den T89C51CC01 von Atmel/Temic mit 32k Flash, 2k EEPROM, 8*10bit 4,
CAN Bus (der T89C51RD2 vergisst jedoch ohne Reset-Controller manchmal den
Inhalt des Programmspeichers) bis 66 MHz.
http://www.cygnal.com/ bietet 16*12bit A/D+2*12bit D/A, 64 I/O und 64k
Flash+4k RAM, http://www.analog.com/ hat den ADUC824/834 mit 24bit A/D,
3 x 16 bit A/D, 12 bit D/A, PWM und 62k Flash, 4k EEPROM, 2k RAM und
http://www.infineon.de/ (Siemens) hat den (veralteten) 80C537 und neue C5xx,
und http://www.dalsemi.com/ (Maxim) den 33MHz schnellen DS87C550, Silicon
Labs den C8051F4 mit 100MHz, Tezzaron den TSCR8051L bis 200MHz, und
http://www.ti.com/ den TUSB3210 mit USB Interface (miese Doku, kein
Herstellersupport) Cypress EZ-USB (bessere Doku) oder den MSC1210 mit
32k Flash (partitionierbar für Daten und Programm), 1k RAM, 24 Bit ADC mit
PGA und 2 UARTs. Der Philips P89LPC932 hat wohl noch reihenweise
Maskenfehler.
Zum simplen Programmieren von AT89C2051/4051 gibt es BlowIt und Prog2051.
Die grösseren AT89C sind nur parallel so wie Intel's 8751 zu programmieren.
Die AT89S hingegen (bis auf 8253) lassen sich besonders einfach mit AVR ISP
V2.65 über 5 Leitungen vom Parallelport eines PC programmieren.
Man braucht einen anderen Adapter, um mit der Atmel "ISP89 Software"
zu programmieren. Damit kann man dann den AT89S8253, sowie
auch die neuen kleinen MCs AT89S4051 und AT89S2051 und weitere
Typen der 89S / 89LS / 89LP -Serie programmieren.
http://www.atmel.com/dyn/resources/prod_documents/isp_C_v5.PDF
Dabei handelt es sich um einen JTAG-Adapter. Man braucht nur die Signale
neu zuzuordnen. TCK=SCK TDO=MISO TMS=RST TDI=MOSI
(An manchen LPT-Ports könnte es mit den 100R-Serien-Widerständen
Probleme geben, dann ggf. auf 47R verringern.)
Hier ein Bsp. für vereinfachten Adapter und Anschaltung
http://www.fi.uba.ar/materias/6609/docs/NotasISP.pdf
Der Adapter lässt sich noch stark abrüsten, entspricht im
wesentlichen dem gängigen AVR ISP-Adapter, nur mit anderer
Belegung der Steckverbinder.
Bei den T89C von Atmel erfolgt die Programmierung über die serielle
Schnittstelle, ebenso wie bei vielen von Philips. http://www.cygnal.com/
verkauft $99 billige Development Toolkits. Die anderen genannten Chips
erfordern meist eine aufwändigere Programmierschaltung. GnuC gibt es
leider nicht, aber Keil und SDCC.
http://developer.intel.com/design/mcs51/docs_mcs51.htm
http://www.cygnal.com/
http://plit.de/asem-51/ (ASEM51)
ftp://ftp.uni-stuttgart.de/pub/systems/msdos/programming/as (Alfred Arnold AS)
http://www.atmel.com/dyn/resources/prod_documents/isp_C_v5.PDF
http://www.computer-solutions.co.uk/info/micro-search/index.htm (Vergleichsliste)
ftp://rtfm.mit.edu/pub/usenet/comp.answers/microcontroller-faq/8051 (FAQ)
http://www.lancos.com/ (PonyProg: RES-D7 MOSI-D5 SCK-D4 MISO-ACK, Probleme bei
GHz-Pentiums)
http://www.geocities.com/dinceraydin/8051/ (Silicon Studio AT89C2051/4051 BlowIt WinNT)
http://www.pjrc.com/tech/8051/contrib/prog2051.zip (Paul Hoepping's Prog2051)
http://www.aec-electronics.co.nz/software.htm (AT89S51, AT89S52, AT89S53 and AT89S8252)
http://www.8052.com/
http://www.atmel.com/atmel/acrobat/doc1486.pdf (89S ISP errata)
http://www.vaultbbs.com/pinnacle/ (IDE)
http://www.geocities.com/microcontrollers/ (Programmer, Robots)
http://www.fsinc.com/devtools/default.htm (IDE Demo 4k free)
http://mazsola.iit.uni-miskolc.hu/~drdani/embedded/s51/ (Simulator)
http://sdcc.sourceforge.net/ (C-Compiler)
http://www.semiconductors.philips.com/acrobat/applicationnotes/AN457.pdf (ext RAM)
http://www.8051.co.kr/html/development/pdf/cpu_application_note/Philips/AN417.PDF (dyn RAM)
http://www.b-kainka.de/basic.htm (BASIC für 51, 535, 537, auch Compiler)
http://www.mikrocontroller-projekte.de/RC-Elektronik/Fahrtregler/
http://www.PROuC.de/ (89S8252 programmer)
> Mein AT89S8252 lässt sich seriell (z.B. mit PonyProg) nicht programmieren.
> Er reagiert gar nicht und liefert immer 0xFF. Andere AT89S8252 gehen.
> Nein, mein Rechner ist nicht zu schnell für PonyProg.
Siehe http://www.atmel.com/atmel/acrobat/doc1486.pdf (89S ISP errata)
> Mein AT89S8252 liefert beim Programmieren immer 0x00, 0x01, 0x02, .. 0xFF, 0x00, 0x01, ...
> d.h. nur eine solche 'Programmdatei' lässt sich ohne Fehlermeldung brennen.
Dann sind die Lock-Bits (durch einen Programmierversuch mit fehlerhaftem Timing ?
Durch Spannungsversorgungsprobleme ?) gesetzt. Lösche den ganzen Chip.
> Gibt's einen billigen einfachen Reset-Controller für den active high Reset der
> 8051er, damit das interne EEPROM nicht versehentlich überschrieben wird ?
DS1833 (TO92), LM810/MAX810 (SOT23), TS836, ICL7665, TL7705 (DIL8)
Atmel hat dazu auch eine Application Note: "External Brown-out
Protection for C51 Microcontrollers with Active High Reset Input"
Von: Dieter Petz
Der Keil C51 Compiler in der Version 4.01 ist bestens bekannt mit Falschmeldungen´
jeder Art. Danach die Fehler zu suchen ist meist Zeitverschwendung,
Syntaxfehler werden meist nicht erkannt und die 'lustigsten' Fehlermeldungen
produziert.
Verschiedene C-Compiler verlangen nach unterschiedlicher Syntax, z.B. bei der
Definiton von Interruot-Routinen:
sdcc: void service_routine(void) interrupt 0 { }
Keil: void interrupt 0 service_runtime(void) { }
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F.7.4. EPROMs / GALs programmieren
Von: MaWin 17.7.2000
Die Bauvorschläge sind meist nur für wenige Typen geeignet, und halten sich
nicht 100% an die Herstellervorschriften. Wer sich was fertiges leisten will,
der ist mit dem GALEP gut bedient (beherrscht erst ab Version 4 auch 3.3V
Chips) aber der ist nicht von den Chipherstellern zertifiziert. Wenn man sich
bei denen wegen nicht-programmierbarer Bausteine beschweren will (und bei hohen
Stückzahlen will man das), kommt also nur ein noch teureres Gerät in Frage,
z.B. von DataIO.
Kommerzielle Universalprogrammiergeräte enthalten meist hunderte von
Transistoren um die Universal Pin Driver zu realisieren oder Spezial-ICs
die Edge (http://www.semtech.com/) für Fertigungstestanlagen herstellt.
Viel zu teuer oder aufwändig zum Selbstbau. Da man als Hobbyist aber
sowieso nur wenige Chiptypen verwenden wird, und diese in grösserem
zeitlichen Abstand, kann man es sich einfach machen, wenn man GND, VCC
und VPP umsteckt. Alle (40) Pins kommen über ein Kabeljumperpatchfeld oder
ein dickes vorverdrahtetes 84 pin Steckermodul an normale I/O eines
Microcontrollers, der TTL kompatibel ist und zumindest bis 6.5V VCC toleriert,
wie AT89S8252 und AT90S8515 und es werden nur die obigen Anschlüsse
direkt mit per D/A-Wandler (TLC7528) einstellbaren Spannungsquellen
verbunden. Macht 5 Chips (2*AT90S8515, TLC7528, MAX232, TLC272)
tutto completti.
Programmieralgorithmen in den Datenblättern und hier:
http://www.ti.com/sc/docs/products/military/prog_log/progspec.htm (PAL)
http://www.geocities.com/ResearchTriangle/Forum/8070/algo.htm (GAL)
http://www.ictpld.com/programverify/ (PEEL)
Bauvorschläge:
http://s-huehn.de/elektronik/ (2716-27C8001)
http://www.willem.org/ (WILLEPRO 27/28/29C64-040,24/25C02-65,PIC16C84,12C508)
http://home.t-online.de/home/holger.klabunde/homepage.htm (halbkommerziell)
http://www.zws.com/products/index.html (halbkommerziell)
http://www.devrs.com/e/
http://www.progshop.com/ (halbkommerziell)
http://www.telemaster.ru/cnclab/bidi.htm (russisch)
http://www.lecad.uni-lj.si/~leon/electronics/eprom-programmer/index.html
c't 1/90 2/90 4/90 8/90 3/92 4/94 EPROP + GAL Extender
GAL Programmiergeräte zum Selbstbau findet man unter
http://www.geocities.com/ResearchTriangle/Forum/8070/galblast.htm
http://www.embeddedtronics.com/public/Electronics/minidaq/userport/UserPort.zip (XP Port
access driver)
http://www.epsicom.com/kit1.php (Platine)
http://www.student.dtu.dk/~s991363/avr/avrdude/winxp1.reg (kein Plug&Play an WindowsXP)
http://www.hw.cz/Teorie-a-praxe/Konstrukce/ART644-GALblast---Programator-GALu.html
(billigere Replika einer alten GALBlast Version)
http://www.geocities.com/mpu51/gal/gal.html http://se-ed.net/mpu51/gal/gal.html (basiert
auch auf GALBlast)
http://www.asamnet.de/~hilgarte/galhome.php
http://www.wrsonline.de/gabi.html (Atari)
http://members.surfeu.de/matthias.prinke/electronics/galprog.pdf
http://elm-chan.org/reports/pgal/report_e.html
GALs brauchen auf Grund ihrer internen Struktur (Analogtechnik) unglaublich
viel Strom und reagieren sehr empfindlich auf Latch-Up, also wenn die Spannung
an einem Eingang mal höher ist als die Versorgungsspannung ist (das passiert
z.B. wenn man im Betrieb mal einen entladenen 100nF Kondensator über die
Versorgungsspannungsanschlüsse klemmt oder aus Versehen die Versorgungsspannung
kurzschliesst und Kondensatoren an irgendwelchen Eingängen hängen) und zu viel
Strom von den Eingängen über die Eingangsschutzdioden zum
Versorgungsspannungsanschluss fliesst. Dann zündet intern ein Thyristor,
schliesst VCC und GND kurz und das GAL stirbt an zu hoher
Kurzschlussstromaufnahme. Wenn man Glück hat, ist es nachher 'nur' gelöscht
(inklusive der PES). Viele GAL Anwender schwören auf eine externe zusätzliche
Diode vom EDIT-Eingang (Pin 2, Anode) nach VCC um versehentliches Umschalten
in den Programmiermodus zu verhindern.
Kommerziell:
http://www.conitec.net/ (GALEP)
http://www.xeltek.com/
http://www.taskit.de/ (c't EPROP+)
http://www.er-tronik.de/shopdh/catalog/product_info.php?products_id=3346 (RR-Prommer)
http://www.elv.de/ (UP2000)
http://www.needhams.com/
http://www.aec.com.tw/ (Advantech Labtool, Adaptersockel beschrieben)
http://www.hed.de/ (HED Chip)
http://www.sg.com.tw/
http://www.stag.co.uk/
http://www.dataio.com/
Atmels FPSLIC (also AVR und FPGA in einem Gehäuse, leider externes EEPROM
notwendig weil kein Flash drin ist) sind trotz 'Evaluation Kit' für Bastler
ungeeignet, da die donglegeschützte IAR Software >500 Euro pro Jahr kostet.
Grössere Stückzahlen bekommen eh nur gute Atmel-Kunden, also sind sie auch
für Firmen uninteressant. ST fängt auch gerade an, einen uC mit (schlappen)
16 Makrozellen zu erweitern.
Wer nicht unbedingt 5V-Teile braucht, sondern mit 3.3V oder 2.5V auskommt,
findet bei Lattice kostengünstige ispMACH M4A CPLDs, erhältlich bei Reichelt
und Kessler.
APEX20K FPGAs erfordern (entgegen ihrem Datenblatt), das VINT erst mit oder
nach VIO angelegt wird (also Schaltregler für VINT an VIO hängen), sonst
gehen sie in Latch Up.
Analoge FPAAs konnten sich bisher nicht durchsetzen.
http://www.zetex.com/3.0/appnotes/trac/tan09.pdf
Von: jetmarc
Ich finde, das wichtigste beim VHDL lernen ist, nicht die ganze Sprache
zu lernen. Es gibt so viele Konstrukte die sich hinterher gar nicht
synthetisieren lassen. Ich nenne das "akademisches VHDL". Die Fachbücher
sind voll davon, und man kann daraus niemals funktionierende Chips machen.
Stattdessen sollte man sich auf einen einfachen Grundnenner beschränken.
Den findet man am besten in den Help-Dateien des Synthesizers, und im
Usenet (comp.lang.vhdl). Man braucht die Grundstruktur eines Registers,
eines Latch, synchroner Reset, asynchroner Reset, kombinatorische Logik,
Multiplexer, Tristate. Dazu noch elementare Dinge wie if/case und die
Zusammenführung mehrerer Blöcke durch port/map.
Das ist einfacher zu lernen als C, und funktioniert auch in der Praxis !
> und wenn es statt VHDL echte Chips sein sollen...
http://www.arraydesign.com/ (Analogarrays, hergestellt von http://www.zetex.com/,
vertrieben z.B. von http://www.altec-ag.ch/, die nennen auch Preise)
http://www.austriamicrosystems.com/ (eigene FAB)
http://www.prema.com/ (bipolar analog)
http://www.elmos.com/ (digital)
http://www.gemac-chemnitz.de/ (Chemnitz)
http://www.ic-haus.com/ (auch Opto)
http://www.xfab.com/ (Erfurt, mixed signal Waferproduktion, Umsatz < 100Mio/Jahr)
http://www.ihp-microelectronics.com/ (Frankfurt/Oder)
http://www.creativechips.com/ (Bingen)
http://www.trias-mikro.de/ (Krefeld)
http://www.mixed-mode.de/ (München)
http://www.systemonic.com/ (Philips)
http://www.tlsi.com/products/customAsics.shtml (Telefonics)
http://www.sci-worx.com/ (Sican, Hannover, Braunschweig)
http://www.mazet.de/
http://www.prodesigncad.de/ (Erfurt) http://www.isytec.com/ (Erfurt)
http://www.micro-hybrid.de/ (Hybrid, Thermopile, Beschleunigungssensoren)
http://www.minitron.com/deutsch/UltEqu.pdf (Werkzeuge dazu)
Um das Epoxy bestehender Chips aufzulösen tut es Dimethylsulfoxid oder ganz
langsam in verschlossener Dose Tangit Anlöser = Tetrahydrofuran (wird weich)
oder kochende konzentrierte (wasserfreie) Schwefel- oder Salpetersäure.
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F.7.5. EPROMs löschen
Von: MaWin 17.7.2000
EPROMs werden durch ein paar Minuten Bestrahlung mit UV-Licht der Wellenlänge
254nm gelöscht. Dazu tut's keine Schwarzlicht-, Bräunungs- oder
Insektenkillerlampe oder UV-LED, sondern nur eine G4T5 oder TUV4, als
Ersatzlampe für EPROM-Löscher von http://www.conrad.de/ 982270,
http://www.reichelt.de/ und anderen für ca. 15 EUR zu haben (oder die
ozonerzeugenden 185nm Lampen, aber die wird man auch kaufen müssen, und Ozon
ist schädlich, das wäre dann also eher ein Fehlkauf):
Man muss diese Lampe in einen lichtdichten Kasten einbauen, da das Licht die
Netzhaut schädigt (http://www.misty.com/~don/uvbulb.html). Man betreibt die
Lampe in einer Fassung mit Drossel und Starter für 4 Watt Leuchtstoffröhren,
oder an der Elektronik einer zerbrochenen 5 Watt Energiesparlampe. Lege die
Chips in Leitschaumstoff ca. 1 cm bis 3 cm an die Lampe ran.
http://www.geocities.com/dsaproject/electronics/eprom/eprom_eraser.html
http://www.mikeg2.freeserve.co.uk/eprom/eraser.html
National Semiconductors schreibt: "The recommended integrated dose is
6Wsec/cm2 at a wavelength of 254nm." Und an anderer Stelle: "If the device
appears erased after 8 minutes, continue exposure for a total of 24 minutes."
Das gilt für uralte ebenso wie für aktuelle Chips.
http://www.rottmerhusen.com/etronisch/eraseprom/eraseprom.html (Verlauf)
Bevor ihr einen eigenen Zeitgeber baut: Schaut doch mal, ob ihr den nicht aus
einer alten Mikrowelle/Grill ausschlachten könnt. Auch Treppenlichtautomaten
gehen. Ansonsten gibt es fertige digitale Steckerschaltuhren mit Count-Down
Timer für keine 10 EUR, meist aber nur im Minutentakt. Musst halt mal im
Baumarkt suchen... Zum Selbstbau von Langzeittimern mit Zeiteinstellung per
Poti ohne Displayanzeige eignet sich der CD4541.
http://www.hobby-elec.org/e_counter.htm (ohne uC)
http://www.hobby-elec.org/e_pic6_3.htm (mit uC)
http://www.microchip.com/ AppNote AN615 "Clock Design using Low Power/Cost Techniques"
beschreibt PIC16C54 Uhr mit 99 Minuten Count-Down Timer leider nur Alarm ohne Schaltausgang
http://www.hut.fi/~jalapaav/Electronics/Exptimer/ (leider nur C-Programm ohne I2C
initialize/sendbit Funktionen, TRIAC ohne Snubber und Sicherung dargestellt, Versorgung aus
Steckernetzteil)
> Kann man EPROMs mit Röntgenstrahlen löschen ?
Von: W.Riedel 9.5.2001
Habe ich doch: 1980er mit OTP-2708 in Kunststoffgehäuse.
Quelle war ein Röntgenfluoreszenzspektrometer. Anodenspannung 40 kV.
Strahlungsintensität unbekannt, aber ausreichend, um in einer roten
PVC-Halterung nach einigen Versuchen eine gelbliche Verfärbung zu
erzeugen. Mehrere kurze Löschzyklen mit anschliessendem Auslesen,
sollten ausreichende Löschdauer bestimmen. Hat geklappt, lohnt sich
aber nicht. Eines ist jedoch sicher: Einige Gepäckdurchleuchtungen
können keine EPROMs löschen. (Wurde manchmal vermutet).
Es sieht so aus, als ob die meisten Chips mit Dosen zwischen 10kR und 100kR
gelöscht werden, das dabei aber der Chip selbst so beschädigt wird, das z.B.
die Stromaufnahme DRASTISCH ansteigt und der Datenerhalt nach
Neuprogrammierung nicht mehr gewährleistet werden kann.
*-----
F.7.6. Massenspeicher an Mikrocontrollern
> Wie schliesse ich eine Festplatte / CD-ROM / DVD-ROM / CompactFlash
> an meinen Microcontroller an ?
Im Prinzip: Direkt. Vorausgesetzt es sind genügend PortPins frei. Ein 16 bit
uC macht die Arbeit einfacher. Unter den unendlich vielen MP3-Projekten
wird auch eines mit deinem Controller sein. Schwieriger ist es, ein Projekt
zu finden, was Daten auch schreiben kann (eh nur auf Festplatte/Flash),
weil man dafür fast das ganze DOS nachbilden muss. Das passt kaum in 8k
Programmspeicher :-(
http://www.sandisk.com/tech/oem_design/cf/Cf_ide.pdf
http://www.pcguide.com/ref/hdd/if/ide/std.htm
http://margo.student.utwente.nl/el/pc/hd-info/ide-tech.htm
http://www.blkbox.com/~jdbaker/SmallSys/8bitIDE.html
http://home.freeuk.net/c.ward/6502/ (IDE an 6502, keine Software ?)
http://members.tripod.com/piters/atari/astide.htm (IDE an Atari)
http://www.kreapc.de/ (IDE an PC)
http://www.ata-atapi.com/
http://www.nomad.ee/micros/8052bas.html
http://www.myplace.nu/mp3 (yampp, IDE an AVR)
http://www.mp3projects.com/
http://www.yampp.com/
http://www.8052.com/
http://hmpeg.virtualave.net/ (HMPeg, IDE an AVR, nicht funktionssicher)
http://marcus.overhagen.de/mp3player/ (IDE an AVR)
> Wie schliesse ich ein Floppylaufwerk an einen Mikrocontroller an ?
Nicht direkt :-( Die Floppy liefert Takt und Daten auf einer Leitung und es
muss ein Datenseparator her. Dafür sind Mikrocontroller i.A. zu langsam,
man braucht mindestens 16Msps Abtastrate. Aber es gibt kleine feine
Single Chip Floppycontroller, gerade auf uralten PC Multifunktionskarten,
wie Goldstar GM82C765, HMC HM83740, Winbond W82765,
die auf der einen Seite einen 8 bit Bus haben und auf der anderen direkt
den Anschluss eines Floppylaufwerks erlauben. Und da man bei einem
Mikrocontroller eh Treiber bräuchte, um die Floppylaufwerkanschlüsse
mit ausreichend viel Strom bedienen zu können, sind es auf diese
intelligente Art sogar weniger Bauteile.
Wie man den Controller bedient, steht im BIOS deines Rechners :-) Das
komplizierte kommt erst noch: Man muss das DOS nachbasteln. Daher ein
Tip, wenn man nur Daten schreiben will (z.B. 32k): Einfach mal eine Floppy
auf dem PC so formatieren und beschreiben, dann (mit DEBUG)
nachschauen was draufsteht, und vom uC nach dem Neuformatieren alle
Sektoren, ausser den eigentlichen Datensektoren, ohne Verständnis des
Inhalts schreiben lassen, wie sie auf der Beispiel-Floppy waren. Die Datei
hat dann zwar immer dasselbe Datum (der uC weiss vermutlich eh nicht wie
spät es ist), und Bad Sectors kann man nicht ausmappen (sondern muss
eine solche Floppy mit Verifyfehler abweisen), aber was soll's...
Auf Grund der Unzuverlässigkeit von Floppys, die auf einem anderen
Laufwerk beschrieben werden als sie formatiert wurden, sollte man die
Floppy auch stets formatieren.
> Und wie schliesse ich einen USB-Memory-Stick, eine SD/MMC Karte an ?
Das sind serielle Protokolle, bei denen man über die notwendige
Hardwareunterstützung am uC verfügen sollte (USB, SPI) damit
die Datenübertragung ausreichend schnell geht. Man findet
Quellcode bei den passenden uC ebenfalls im MP3-Player Umfeld.
Gute Erklärungen vieler Interfaces und Beschaffungsquellen für Stecker
http://www.interfacebus.com/
*-----
F.7.7. Flash-EEPROMs
> Ich suche ein möglichst grosses seriell ansprechbares Flash-EEPROM
AT45Dxxx von http://www.atmel.com/, Geht bei 1 MBit los. gibt's bei
http://www.ineltek.de/ (11,80 EUR P&V) und http://www.segor.de/ zu
kaufen, und http://www.ssti.com/ bei http://www.endrich.com/ zu bekommen,
und 512kBit gibt es bei http://www.st.com/ mit I2C
Und wenn das Flash nicht will: Für scharfe Flanken auf den Timing-kritischen
Leitungen sorgen, und einen dicken Bypass-Kondensator (4u7 Ta) an VCC.
> Warum funktioniert mein serielles 93C46 EEPROM nicht ?
Manche 93C46 haben einen Write-Protect-Pin, manche nicht.
93C46 gibt es mit 8-bit- sowie mit 16-bit-Organisation, manche
Typen sind über einen Pin (ORG) auf 8- oder 16-bit konfigurierbar.
93C46 gibt es mit verschiedenen Versorgungsspannungs-Spezifikationen,
nicht jeder läuft z.B. mit 3.3V, die meisten jedoch mit 5V.
Die genau zu den Chips passenden Datenblätter wären da sicher hilfreich.
Oder die Serie einfach meiden.
> serielles RAM:
Sharp 52CV1000SF85LL 128kx8 SRAM im Gameboy
http://www.edgar-conzen.de/deutsch.html EC128K8IIC 128kx8 SRAM Platine mit I2C
Xicor XC25401 256k NOVRAM
Ramtron FM2516 16k FRAM
OKI MSM63V89C (1Mb), MSM6684 (4Mb), MSM6685 (8Mb) SRAM
> Was ist der Unterschied zwischen Flash und einem EEPROM ?
Beides sind EEPROMs, also elektrisch überschreibbare Festwertspeicher. Beim
teureren EEPROM kann man einzelne Bytes ändern, bei den Flash-EEPROMs kann
man nur ganze Seiten (eventuell den ganzen Chip) löschen, dafür sind sie pro
Bit billiger und mit grösserer Kapazität erhältlich. Im Allgemeinen sind die
nicht-Flash EEPROMs auch öfter überschreibbar, aber schau in's Datenblatt.
Bei beiden gibt es Varianten, die eine extra Programmierspannung von meist 12V
benötigen, und solche, die sich aus der 5V Betriebsspannung selber eine machen.
> Was ist der Unterschied zwischen NOR und NAND/AND Flash ?
Der interne Aufbau. Der führt allerdings dazu, das bei NAND/AND-Flash nicht
garantiert werden kann, das alle Bits richtig programmiert werden. Obwohl viele
NAND/AND-Chips EEC (Error Correction) enthalten, verwendet man also besser
NOR-Flash für Programmspeicher, und NAND eher für Audio oder solche Daten.
Beim NOR-Flash hängen alle Speicherzellen nebeneinander an der Wortleitung
(wired OR), beim NAND Flash ist jeweils nur ein Bit mit der Wortleitung
verbunden, die anderen Bits dahinter, deswegen braucht NAND weniger
Verdrahtungsfläche und bietet doppelt so viel Kapazität pro Fläche. NOR lässt
sich schnell direkt adressiert auslesen (random access), bei NAND ist hingegen
der sequentielle Zugriff schneller. Inzwischen speichert man 2 und sogar 4 bit
in einer Flash-Speicherzelle.
*-----
F.7.8. A/D - D/A Wandler
> analog? digital?
Von: Joachim Wehlack, 3.9.05
Ein Signal ist digital, wenn eine abzählbare Menge von Signalzuständen
definiert ist und analog, wenn die Menge von Signalzuständen nicht per
Definition eingeschränkt ist.
Wenn z.B. *alle* Werte zwischen 4 mA und 20 mA als gültig definiert sind, dann
ist die Menge gültiger Werte unendlich groß. Es ist dann ein Analogsignal.
> Welche Analog->Digital und Digital->Analog Wandler sind denn für
> einfache Anwendungen zu empfehlen ?
(und vor allem billig...) Einfache softwarebasierte A/D-Wandlung ?
http://www.national.com/ AN-952 "Low Cost A/D Conversion Using COP800"
http://www.microchip.com/ AN513 "Analog to Digital Conversion Using a PIC16C54"
http://www.atmel.com/ AN524 "Analog-to-Digital Conversion Utilizing the AT89CX051
Microcontrollers"
http://www.zilog.com/ AN04001 "Analog-to-Digital Conversion Techniques Using ZiLOG Z8 MCUs"
Bis 6 bit gehen selbstgebaute R-2R-Ketten aus 1% Metallfilmwiderständen an
einem ordentlichen HC-MOS-Ausgang (nur der liefert 'fast' 0V und 'fast' 5V,
vorausgesetzt man betrachtet die +5V als Referenz oder gewinnt sie aus einer
Referenzspannungsquelle (LM336-5.0, bei LS-TTL sind die Spannungen zu
ungenau), aber für mehr als 6 bit braucht man 0.1% Widerstände und die sind
teurer als fertige Chips.
--+ hier 0-5V, mit 5k Belastungswiderstand an Masse kommen 0-2.5V,
Q0|--10k--+-----|+\ oder TLC271 oder so an 12V oder mehr ergibt
| 5k | >-+-- 0-10V Ausgang
Q1|--10k--+ +-|-/ |
| 5k +--10k-+
Q2|--10k--+ |
| 5k 10k
Q3|--10k--+ |
| 5k Masse
Q4|--10k--+
| 5k (bitte exakt 5k, nicht 4k7, lieber 2*10k parallel)
Q5|--10k--+--10k-- Masse
--+
Analogausgänge gibt es bei uC fast nicht, weil die einen abweichenden
Herstellungsprozess mit lasergetrimmten Dünnschichtwiderständen auf
dem Chip benötigen würden. Man verwendet statt dessen schnell mit
variablem prozentualen Tastverhältnis zwischen HI und LO wechselnde
Digitalausgänge, sogenanntes PWM (pulse width modulation), für die
die meisten uC Hardwarezähler besitzen, und bildet mit einem Filter den
Mittelwert der Ausgangsspannung.
Möchte man 8 bit auflösen, darf sich die Spannung an C pro Impuls nur
um 20mV ändern. Sie wird sich aber auch nur in so winzigen Schritten an
die Sollspannung annähern. Besteht der Impuls aus 256 Zeiteinheiten a 1 us,
also 256us, und der C aus 1uF, darf R minimal 33kOhm betragen. Dadurch braucht
der Ausgang 0.2 Sekunden, bis er sich auf 1/256tel (20mV) an die Sollspannung
angenähert hat. Man versucht also eine hohe Frequenz, möglichst unterstützt
durch PWM Hardware im uC, zu benutzen. Wird man zu schnell, verschlechtert
die endliche Flankensteilheit des PWM-Ausgangs wieder das Ergebnis.
Es kann sich auch lohnen, statt dem simplen RC-Filter einen mehrstufigen aktiven
Filter mit besserer Sprungantwort zu verwenden, z.B. einen 4 poligen Bessel.
Damit die Ausgangsspannung halbwegs genau wird, sollte der PWM-Ausgang
symmetrisch sein. Ausgänge eines uC der 8051 Familie sind nicht so gut, weil sie
nicht auf gleiche Art nach Masse und +5V verbinden. Es kann sich lohnen, einen
74HCxx als Puffer zu verwenden den man mit einer genauen Referenzspannung
versorgt, z.B. aus einem LM336-5, damit die Analogspannung ähnlich genau
werden kann.
http://www.microchip.com/ AN538 "Using PWM to Generate Analog Output"
uC --R--+-- Analog (gering belastbar) --|+\ besser
| | >-+- belastbar
C +-|-/ |
| +------+
Masse
Echte D/A - A/D-Wandler
4*6 bit D/A: MC144111 (SPI, obsolet)
6*6 bit D/A: MC144110 (SPI, obsolet)
8 bit D/A 3*8bit A/D: PCF8591
8 bit A/D: ADC0804
8 bit D/A: DAC0808, TLC/MX/AD7524
2*8 bit D/A: TLC/MX/AD7528, MAX522, MAX549A
4*8 bit D/A: TLC5620, MAX520, MAX534
8*8 bit D/A: TLC5628, MAX521, MAX528, MB88347
8*8 bit A/D: ADC0838, AD7829
11*8 bit A/D: TLC2543
12*8 bit D/A: M62366 M62352A M62392 M62398 MB88346B
2*10 bit D/A: LTC1661
3*10 bit D/A: M62362
8*10 bit A/D: AD7812, MAX192, LTC1090
12 bit A/D: LTC1298 (supply ratiometric), LTC1286
12 bit D/A: MAX538, LTC1451. LTC1257
8*12 bit A/D: MAX186, LTC1290
2*12 bit D/A: MAX532, LTC1454, TLV5618
16 bit D/A Audio: TDA1543, TDA1541, TDA1311, LC7881
besseres Audio: AK5394a (Asahi Kasei)
http://www.asahi-kasei.co.jp/akm/en/product/ak5394a/ek5394a.pdf
Audio D/A I2S: UDA1338H (Philips)
ADAV802 (analog, S/P DIF)
CS5520 CS4398 24 bit Audio 120dB Dynamik -107dB THD+N
24 bit A/D: LTC2400/2402 (Linear), AD771x/773x (Analog), ADS1242/1243 (TI)
8 bit Lautstärkeregler: CS3310 (Cirrus/Crystal) PGA2310 (TI) BH3532 (Rohm)
Mischer: SSM2163 (Analog)
elektronische Potis für mehr als 5V: AD7376, X9312
bei mehrkanaligen bis 10bit A/D sind die in uC eingebauten meist billiger,
manchmal braucht man aber einen teureren Besseren, schliesslich stört
der uC spätestens das 9te Bit seines eigenen Wanders selbst.
Grundlagen zum Einsatz von D/A-Wandlern als Potiersatz siehe AN-19.PDF
von http://www.analog.com/.
> Datenerfassung am PC
Das Gameport dient bereits als A/D-Wandler, allerdings für einen regelbaren
Widerstand von 0 bis 100k Ohm. Durch den wird, intern über weitere 2k2 in
Reihe, ein 10nF Kondensator im PC geladen bis er 3.3V erreicht hat und vom
BIOS die dazu benötigte Zeit mit einem Zahlenbereich von 0 bis 255 gestoppt.
Schon der Anschluss von anderen Potis (Kreuzknüppel Funkfernsteuerung,
regeln meist nur von 2k bis 3k) bereitet Schwierigkeiten. Wenn man jedoch
überlegt, das durch den Joystick ein mittlerer Ladestrom zwischen 33uA und
1.5mA fliesst, erkennt man, das extern eine (steuerbare) Stromquelle reicht.
Der Strom durch das 2-3k Poti führt zu einem Spannungsabfall von 0.68-0.955V
am 510R. Der Stromspiegel überträgt diesen Spannungsabfall auf den 180R,
wo entsprechend weniger Strom durch den Transistor in das Gameport
fliesst. Und damit bei der 3k Poti Einstellung nur sehr wenig Strom fliesst,
wird der 180R mit dem 330R/47R Spannungsteiler auf eine 0.62V unter 5V
vorgespannte Spannung gelegt. Der 47R macht also Nullpunktanpassung,
der 180R bestimmt die 'Verstärkung' zur Anpassung an eigene Potis.
+------+----:------- +5V
| 47R :
510R +-+-+ :
| 330R 180R:
E| | |E : PC Gameport
>|-+-(--|< :
+--+ | | :
Poti |2* +--:-2k2-+- NE555
| |BC557 : 10nF
+----+------:-----+- GND
Wer eine Spannung messen will, baut stattdessen eine spannungsgesteuerte
Stromquelle vor das Gameport (klassische Howland-Variante reicht, genauer ist
das Gameport eh nicht), mit einem OpAmp der am Ausgang bis mindestens 3.5V
geht inklusive dem Spannungsabfall am Messwiderstand bei Maximalstrom.
Es tut auch eine mit hoher Frequenz mit 0-100% PWM gepulste 5V Spannungsquelle
+-100k-- +5V
0-100% PWM --|>|-+------- Gameport
http://www.franksteinberg.de/
http://www.quasarelectronics.com/3118.htm (freie Software für praktisch direkt
angeschlossene Chips)
Den MAX186 (8 Kanäle mit 12 bit) oder MAX192 (8 Kanäle mit 10 bit) kann man auf
Grund des niedrigen Stromverbrauchs direkt an den seriellen Port des PC
anschliessen und mit einem ganz einfachen Programm 8 Spannungswerte in
Millivoltschritten von 0V bis 4,095V oder -2,048V..2,047V auslesen
MAX186/MAX192 +-100u--+
0-4V +--------+ +5V +-ZD5V1-+
In1 --|1 VDD|------+-|<|-+ |
In2 --|2 SCLK|-47k--------+-(-- DTR
In3 --|3 CS|------+-------+-- GND
In4 --|4 DIN|-47k--(-----+-(-- RTS
In5 --|5 STRB|- ( | |
In6 --|6 DOUT|------(-----(-(-- CTS
In7 --|7 DGND|------+ | |
In8 --|8 AGND|------+ | |
+--|VSS ADJ|-100n-+ | |
| -|SHDN REF|--10u-+ | |
| +--------+ | |
+------------------+-|>|-+ |
-5V +-ZD5V1-+
+-100u--+
http://www.franksteinberg.de/SOURCE/MAX192.BAS
Ähnliches geht mit LTC1290 (8 Kanäle mit 12 bit) und LTC1090 (8 Kanäle mit 10 bit)
siehe DN35.PDF von http://www.linear.com/ und http://www.conrad.de/ 190226 und
967653 und auch http://www.franksteinberg.de/SOURCE/LTC1290.TXT
bzw. dem Evaluation-Kit des 68HC11A1 (Bauplan in pcbug11.pdf) im Special Bootstrap
Modus, also MODA und MODB an GND. Es besteht lediglich aus dem 68HC11A1, einem
MAX232, einem MC34064-5, 8MHz Quartz und den üblichen Kondensatoren und Pull-Ups
(und einen 7805 Regler) und ist somit für weniger als 10 EUR auf Lochraster
aufbaubar bzw. fertig erhältlich bei http://www.elektronikladen.de/ .
http://www.circuitcellar.com/library/designforum/features/KL-9503012/index.asp
Der 68HC11 stellt 8 analoge Eingänge mit 8 bit Auflösung und mehrere
digitale Ein- und Ausgänge zur Verfügung. Davon können einige Dank
hardwareunterstützer PWM zur Ausgabe einer gemittelten (durch RC oder
aktive Filter wie Bessel geglätteten) Analogspannung verwendet werden.
Der 68HC11 wird über den MAX232 mit der seriellen Schnittstelle des PC
verbunden. Man schreibt ein winziges Programm, das in den 512 Byte des
internen EEPROM des uC Platz findet, das die Werte der A/D-Eingänge
seriell an den PC sendet und vom PC die Anweisungen erhält, welche
Ausgänge einzuschalten sind. Nachher wird man PD0(RxD) mit PD1(TxD)
verbinden. Das Programm läuft dann selbsttätig aus dem EEPROM ab 0xB600
los. Diese Schaltung ist billig, einfach, passt an jeden PC, ist wegen der
seriellen Schnittstelle leicht zu Programmieren, und der uC kann kleine
Tätigkeiten direkt ausführen, z.B. Umrechnungen oder eben die
PWM-Signale erzeugen. Als Protokoll zur Kommunikation mit dem PC kann
man einfaches ASCII verwenden, mit CRLF als Datensatztrenner und zur
Synchronisation. Leider habe ich kein fertiges Programm. Vielleicht schickt
mir jemand eines, das ausreichend universell ist.
Aber der 68HC24 Porterweiterungschip wird nur noch von http://www.tekmos.com/
hergestellt (http://www.elektronikladen.de/ verkauft ihn), ebenso wie der
X68C75 nicht mehr von http://www.xicor.com/ hergestellt wird, insofern ist
der 68HC11 nicht mehr so interessant wie früher.
Verbessern kann man das über eine genauere analoge Referenzspannung
per LM336-5.0 und Eingangsverstärker wie z.B. LMC6484 mit Trimmpotis für
Verstärkung und Nullpunkt, sowie Ausgangsverstärker wie ULN2803 oder
Schrittmotortreiber wie L297+L298. Dadurch wird ein richtig universelles
Teil daraus, je nach Anwendungsgebiet (Messtechnik, Roboter). Hier zur
ratiometrischen Temperaturmessung mit Platinwiderstandssensoren:
+-----+---+------- Vref+
R1 R2 | Beispielwerte (hängen ja vom gewünschten Temperaturbereich ab)
+-----)---)-R3-+ R1 = 3k9
+-----)--|+\ | R2 = 39k
| | | >--+-- A/D R3 = 107k
| +--|-/ | R4 = 1k
Pt1000 +---)-R5-+ R5 = 27k
| R4 |
+-----+---+------- Vref-
Im Prinzip kann man das auch mit anderen Microcontrollern aufbauen, wie
dem AT90S8535 (10 bit A/D), oder uC von Cygnal (12 bit A/D, echtes D/A)
oder Temic (10 bit A/D), aber die haben für diese Anwendung eigentlich zu
viel Programmspeicher und sind daher unnötig teuer.
Verwendet man zur Temperaturmessung den LM75 (3.3V oder 5V) oder LM76,
so sollte man einen Entkoppelkondensator (z.B. die üblichen 100nF) über die
Versorgungsspannungsanschlüsse löten und einen 1k Widerstand in Reihe vor
den SCL Eingang löten, sonst zeigt das Teil eventuell falsche Temperaturen an
(ggf. 120GradC statt 40GradC weil Strom über die Eingangsschutzdiode fliesst).
*-----
F.7.9. serielle Schnittstelle RS232
Auf der seriellen Schnittstelle werden digitale Signale mit (für Digitaltechnik)
hoher Spannung (LO = 3..15V, HI = -3..-15V) aber kurzschlusssicher mit
Strombegrenzung (10-20mA, so als ob ein 330 Ohm Widerstand in Reihe liegt)
übertragen, so das sich die Schnittstelle eignet, um daraus Kleingeräte
(Computermaus) zu versorgen. Der Norm-Eingangswiderstand liegt bei
3 bis 7kOhm, ein RS232 Ausgang sollte auf 20mA und 30V/us Slew-Rate
begrenzt sein.
Auf Senderseite liegen die notwendigen Versorgungsspannungen (10..15,
-10..-15V) bei einfachen Geräten, die meist nur mit 5V versorgt werden, leider
nicht vor.
Es gibt deshalb den Klassiker MAX232 (auch ICL232, AD232, HIN232, ST232,
LT1x81...), der aus 5V per Kondensatorwandler selbst +10V und -10V macht.
Nimm Alu-Elkos, keine Tantalkondensatoren, der teurere MAX232CPE kommt
sogar mit noch kleineren Keramik-Kondensatoren aus.
Der LT1x81 ist wohl weniger ESD empfindlich, der HIN232 kritischer in
der Anwendung: Bei ihm darf beim Einschalten keine Last an V- hängen.
Siehe d.s.e Message-ID 3CC041A6.AECF9D43@ibl-automation.de
Damit spart man sich den Aufwand, den man mit einem SN75185=GD75232, den
MC1488=SN75188/MC1489=SN75189 oder MAX202/AD202 hätte. Schliesst man auf
Empfängerseite einen (ausreichend schnellen !) Optokoppler mit Schutzdiode
(1N4148) an
+---+
Signal ----1k--+--|A C|--+--470R-- +5V
+-|>|-+ | B| +-------- Signal
Masse --+--------|K E|----------- GND
1N4148 +---+ 6N136
spart man sich die teure galvanische Trennung auf Senderseite (MAX250 mit
Trafo und Optokopplern), ausserdem ist das kompatibel mit einer 20mA
Stromschleife (HCPL4100/4200).
Da eine serielle Schnittstelle mehrere (Steuer-)leitungen hat, kann man,
wenn man softwareseitig dafür sorgt, das mindestens 2 Steuerleitungen
unterschiedlichen Pegel haben, auch die Spannungsversorgung vom
Muttergerät nehmen und einen RS232-kompatiblen Ausgang daraus ableiten.
Den Kurzschlussschutz liefert das Muttergerät.
+-|>|----+--+--+-- +10V --+----+
| +-|>|-+ | |+ | |
| | +-|>|-+ Elko | +---+ 1/4 LC4966
Steuer --+ | | | +--|A | oder OpAmp
Signal --)--+--)-- Masse -----|S X|-- Ausgang
Steuer --)--)--+ |+ +--|B |
| | +-|<|-+ Elko | +---+
| +-|<|-+ | | | |
+-|<|----+--+--+-- -10V --+----+
Ein anderer interessanter Weg findet sich hier http://www.oliverbetz.de/icl.htm
und hier http://www.web-ee.com/Schematics/5V_RS232/5V_RS232.htm
Den MAX232 kann man auch verwenden, wenn man in einer Digitalschaltung mal
eben wenige mA aus +10V/-10V zur Versorgung von Operationsverstärkern braucht.
Braucht man die serielle Schnittstelle nicht, oder hat man Angst das bei
Belastung der seriellen Schnittstelle die +10V/-10V zusammenbrechen, macht das
der LT1026 oder MAX680/681.
Aber besonders sauber ist die auf diese Art erzeugte Versorgungsspannung nicht.
Nun, eine per StepUp Schaltregler erzeugte Spannung wäre es ebenfalls nicht.
Also gut filtern.
*-----
F.8. LEDs
Von: MaWin 30.4.2001
Das 'kalte', farbenreine Licht der Leuchtdioden fasziniert viele Leute. Als
einfache Kontrollanzeigen oder Hintergrundbeleuchtungen sind LEDs inzwischen
jedem bekannt. Aber ebenso ranken sich auch heute noch Mythen um die Dinger.
Die Helligkeit von LEDs reicht von unter 1 Millicandela bis über 1 Candela, die
hellsten LEDs entsprechen also tausenden von Billig-LEDs aus dem
'Sortimentsbeutel' (sprich Ausschuss), obwohl der Strombedarf (20mA) derselbe
ist. Der Wirkungsgrad der hellsten LEDs (mit Ausnahme selektierter nagelneuer
3 Watt Luxeon Star LXHL-LW3C) liegt in demselben Bereich, wie der
Wirkungsgrad von Halogenlampen, nämlich noch unter 10%. Damit produziert
eine blaue oder weisse LED aus 3.6V@20mA=72mW nur 6mW optische Leistung
(http://www.nichia.co.jp/). LEDs sind also nur deswegen kalt, weil so wenig
elektrische Leistung hineingeht. Dadurch kann eine LED nicht spürbar warm
werden. Will man dieselbe Lichtmenge wie bei einer Halogenlampe erzeugen,
muss man viele LEDs verwenden, und dieses LED-Array wird dann ebenso viel
(Ab-)Wärme erzeugen, wie die Halogenlampe und ebenso heiss (wer ein Mal
vor einer LED-Videowand gestanden hat, weiss wie heiss LEDs strahlen können).
Dummerweise vertragen LEDs nicht so viel Wärme...
Also vergesst besser LEDs als Zimmerbeleuchtung, Halogen ist billiger und
einfacher zu verwenden. Für wenig Licht (Taschenlampe, Fahrradlicht), tun
es 1 Watt oder 3 Watt LEDs von http://www.luxeon.com/ http://www.cree.com/
http://www.nichia.com/ (NCCW002E) oder http://www.osram-os.com/ (LA W57B,
LY W57B) Die Linienlampen von http://www.advancedillumination.com/ sind leider
sauteuer.
Lediglich wenn man farbenreines Licht haben will, das man aus einer weissen
Lichtquelle erst mühsam per Farbfilter erzeugen müsste, steht eine LED besser
da als eine Halogenlampe mit Farbfilter, das macht sie z.B. bei einer
Dunkelkammerleuchte effektiv (allerdings fällt mir nicht ein wozu man gerade
in dem Fall auf teure Art Strom sparen sollte).
Beim http://www.mood-light.com/ strahlen je 7 superhelle rote/grüne/blaue 5mm
LEDs seitlich in ein Kachelviertel, macht 5 Watt LED-Input, Rest versackt in
der uC-gesteuerten PWM-Elektronik. Die LEDs kosten bei Reichelt 184 EUR.
Es bringt auch nichts, eine LED zur angeblichen Helligkeitssteigerung mit
Impulsen höheren Stroms zu betreiben, z.B. statt 20mA nur 10% der Zeit 200mA
zu verwenden. Die LED wird NICHT heller, weil der mittlere Strom und damit
die mittlere Helligkeit gleich ist, stattdessen sind die Verluste minimal
höher. Probierts einfach selber aus bzw. lest mal ein LED-Datenblatt.
Bei extremer Abkühlung steigt bei gleichem Strom die Flussspannung der LEDs
stark an, die Farbe wird bläulicher, die Helligkeit bleibt jedoch vergleichbar.
http://www.misty.com/people/don/led.html
http://www.ledmuseum.org/
http://www.roithner-laser.com/ (LEDs in allen Wellenlängen)
http://www.toolshop.de/ (Taschenlampen)
http://mypage.bluewin.ch/bombach/ledtau.pdf Zeitkonstanten
> Wie rechnet man Candela in Lux um ?
Von: Rof Bombach
1 cd entspricht bei grün (555nm) ca. 1.46 mW/sr, bei anderen Farben mehr,
1 mW/sr entspricht bei grün (555nm) ca. 684 mcd, bei anderen Farben weniger,
siehe Augenempfindlichkeitskurve, DIN-mässig festgelegt ohne Rücksicht auf
dein individuelles Empfinden, die bei rot und blau nur die Hälfte hat.
1 cd in 1 m Entfernung macht 1 lux, also lumen pro Quadratmeter.
Die Beleuchtungsstärke nimmt mit der Entfernung quadratisch ab. Ein LEDs
von 1,7cd hat 2,5mW/sr und produziert in 5 Meter Entfernung
1.7cd / (5m)^2 = 0.07 lux, und 10 davon 0.7 lux. 1 Lux = 0.5mW/cm2.
Wenn die Lampe gleichmässig rundrum strahlt, und in jeder Richtung eine
Helligkeit von 1 candela hat, liefert sie 4 * pi, also ca. 12.5 lumen.
Candela sagt also nur, wie hell du die LED empfindest und sagt nichts
über den abgegebenen Lichtstrom (Lumen) ab. Die Helligkeit in Candela
wird natürlich umso grösser, je besser man das abgestrahlte Licht bündelt.
Allerdings nur, wenn man genau geradeaus vor der LED steht....
Mit einer Lupe betrachtet ist die LED dann noch heller, da sie die Lupengrösse
nicht ausfüllt. (Dein Bildschirm mit einer Lupe betrachtet wird *nicht*
heller). Mit einer Optik kannst du die Candelas nochmals massiv erhöhen,
ohne das ein einziges Photon mehr rauskommt. Zu Lasten des Abstrahlwinkels
natürlich. Kurzum, Candela-Angaben sind Angabe :-))
Zum Vergleich ein paar Glühbirnen (http://www.dev-pein.de/DOWNLOAD/Halogen.pdf):
Normal 2.5V/0.30A: 6 Lumen 8 lm/W
Krypton 2.4V/0.50A: 10 Lumen 8.3 lm/W
Halogen 2.8V/0.85A: 35 Lumen 14.7 lm/W
Halogen 12V/20W/1.67A: 350 Lumen 17.5 lm/W
Halogen 12V/50W/4.17A: 1200 Lumen 24 lm/W (4000h Lebensdauer)
Halogen 24V/250W/10.42A: 8000 Lumen 32 lm/W (50h Lebensdauer)
WeisslichtLED Osram LW 541C-BW: 3.6V/0.02A: 1.7 Lumen 22 lm/W
WeisslichtLED Osram LW 541C-DW: 3.6V/0.02A: 2.8 Lumen 33 lm/W
LuxeonStar weiss LXHL-MW1C: 3.4V/0.35A typ 45 Lumen 37 lm/W
Osram OStar LE W E3B: 21V/0.35A typ 280 Lumen 38 lm/W
Da üblicherweise 500 Lux (=500 Lumen/m2) als Beleuchtungsstärke am Arbeitsplatz
angenommen werden, und diese mindestens 50 cm drumrum eingehalten werden muss,
ist eine Lampe mit 2000 Lumen zur (direkten, indirekt geht ja noch mehr verloren,
ein Alublechreflektor wirft etwa 70% zurück) Beleuchtung von 4m2 erforderlich,
oder 120 LuxeonStar-LEDs oder 8000 5mm LEDs oder 1500-4500 Watt LED Licht. LEDs
sind also völlig ungeeignet.
Da der LED Betriebsspannungsbedarf mit der Temperatur schwankt, darf man
eine LED nicht direkt (also ohne weitere Bauteile) an eine Spannungsquelle
anschliessen. Die Helligkeit einer LED hängt vom durch sie hindurch fliessenden
STROM ab, sie benötigt also eine STROMquelle (meist von 20mA für volle
Helligkeit), die Spannung an der LED stellt sich dann schon passend ein.
Wenn man nur eine Gleichspannungsquelle hat, muss diese eine Spannung
liefern, die grösser ist, als die Spannung, die die LED unter ungünstigsten
Umständen benötigt. Für eine blaue LED (benötigt bis 4V) wäre also eine 5V
Spannungsquelle ausreichend, für eine hellrote LED (2.1V) reichen schon 2
Alkali-Mangan-Batteriezellen aus. Zwischen LED und Spannungsquelle
kommt dann ein Widerstand, der den Strom auf die benötigten 20mA begrenzt.
Vorwiderstand = (Versorgungsspannung - LEDBetriebsspannung ) / 0.02
z.B. blaue LED mit 3.6V an 5V Quelle: (5-3.6)/0.02 = 70 Ohm (also 68 Ohm)
Wenn nun der Spannungsbedarf der LED wegen Temperaturänderungen von
3.2V bis 4V schwankt, ändert sich der Strom von 26mA bis 15mA und damit die
Helligkeit nicht mal um 1:2, was meist akzeptabel ist. Wenn zusätzlich auch noch
die Spannungsquelle nachlässt (Batterie statt Spannungsregler) sieht es schon
schlechter aus, dann muss die Spannung der Spannungsquelle noch deutlich
höher über dem Spannungsbedarf der LED liegen.
Bei den superbilligen Taschenlampen und Schlüsselfindern wie 'Photonenpumpe'
ist die LED manchmal ohne Vorwiderstand direkt an ein paar (Alkali-Mangan oder
Lithium) Knopfzellen angeschlossen. Das widerspricht scheinbar der oben
gemachten Aussage, das man eine LED nicht direkt an eine Spannungsquelle
anschliessen darf. Es geht aber, weil die billigen Knopfzellen einen hohen
Innenwiderstand haben, der als Vorwiderstand wirkt. Gut ist die Konstruktion
dennoch nicht, weil die Helligkeitsänderung im Laufe der Batterielebensdauer zu
stark ist. Am Anfang (gut für den Anbieter beim Ausprobieren im Geschäft) wird
die LED massiv über ihren Grenzwerten betrieben, ist richtig hell, es fliesst zu viel
Strom. Die Batterie wird aber schnell leer, ihre Spannung fällt und reicht
eigentlich nicht mehr für die LED aus. Es kommt dann nur noch Schummerlicht raus,
bis man den Schrott endlich wegschmeisst, denn Batterietausch lohnt meist nicht.
Man darf bei den Lampen auch keine qualitativ höherwertigen Batterien mit
geringerem Innenwiderstand einsetzen, weil sonst die LED noch mehr leidet.
Eine blaue/weisse LED (Spannungsbedarf 3.6-4V) an einer (0.9V-1.5V) oder zwei
(1.8V-3V) Batteriezellen erfordert einen Step-Up Spannungswandler. Schwer beschaffbar
aber genial einfach ist der PR4401 von http://www.prema.com. Effektiv aber
ungeregelt ist der ZXSC300 von http://www.zetex.com/ . Geregelter Output kommt
aus Stromschaltreglern wie LT1073 oder LT1110 von http://www.linear.com/
(aber nicht die -5 oder -12 Varianten). Sie sind effektiv wegen einer
Feedback-Spannung von bloss 0.2V, leider sind sie teuer und liefern maximal
40mA (also maximal 4 LEDs in 2 Strängen a 2 LEDs), dafür ist aber noch ein
Batterie-Leer-Sensor drin.
+--+---+-L1-+-|>|-+---+ L1 = 120uH/>400mA/<0.5Ohm
| R1 |2 |3 |A | -|>|- = SB120 oder 1N5817, notfalls 1N4148
+| | +--------+8 LED |+ R1 = 130 Ohm
1.5V +-| LT1073 |---+ 47uF R2 = 10 Ohm (bei 20mA LED, 22 Ohm für 10mA LED)
| 1+--------+ R2 | LED = auch 2 LEDs in Reihe bei L1 = 68uH/>680mA/<0.25Ohm
| |4 |5 | |
+------+----+-----+---+
+---L1---+--+
+--+---+--+ +-|<|-+ |A | Dimensionierung siehe Datenblatt
| R1 2| 3| |5 | LED |
+| | +--------+8 | | |+
9V +-| LT1073 |---)--+ 47uF
| 1+--------+ | R2 |
| |4 | | |
+---------+-------+--+--+
Die TPS610xx-Serie von http://www.ti.com/ bietet 0.5V FeedBack Spannung und
wesentlich mehr Leistung, bei leider sehr geringer Spannungsfestigkeit. Beim
LT1932 wird der Strom indirekt eingestellt, praktisch zum Dimmen per Poti.
Allerdings ändern Weisslicht LEDs und gelbe LEDs bei geringerem Strom ihre
Farbe. Dimmen kann man effektiver per PWM (schnellem ein/aus Schalten).
Der LM2803 hat den dazu nötigen on/off-Eingang, aber leider 1.23V Feedback,
treibt aber 5 weisse LEDs aus 2 Batteriezellen, da könnte man auch den LT1303
nehmen.
http://www.zetex.com/appnotes/apps/an33.pdf (LED an 1 Zelle mit ZXSC100)
http://www.maxim-ic.com/appnotes.cfm/appnote_number/980
Für 1W Luxeon Stars wurde der ZXSC310/400 geschaffen, siehe Design Note DN61,
wenn man nicht einfach 4 NiCd-Zellen mit 3R9 Vorwiderstand nimmt. Der TPS61020
versorgt bei minimaler Bauteilanzahl eine 1W Star aus 1.8V bis 6.5V und
verbraucht nur 0.5V, er ist aber für Hobbyisten nicht lötbar. Der L6920 von
http://www.st.com/ reicht wohl nicht ganz. Bleibt nur der LT1305. Der TPS61030
schafft 5W Stars. Ebenso Linear's LT1618 mit bloss 50mV Feedback, zu dem
verhindert er gleichzeitig Überspannung. Der MAX1763 unterstützt an/aus Taster,
man muss bei ihm aber ebenso wie beim LM2623 die Feedback-Spannung anheben,
sonst hat man zu grosse Verluste. Die Schwankungen einer Diode in der Feedback
Leitung sind bei dieser Anwendung gerade noch tolerierbar.
-|>|-+-----+---+
| |A | R = 30 Ohm (20mA/LED) 1R8 (350mA/LED)
1k LED |
FB --+-|>|-+ 47uF
1N4148 R |
-----------+---+
Die Bauweise ist lustig http://www.emanator.demon.co.uk/bigclive/joule.htm
aber der Wirkungsgrad beschissen, ausserdem muss man an den Windungszahlen
des Trafos rumprobieren bis bei dieser Bastelei alles gut zusammenpasst.
Oft reicht eine simple (einstellbare) Konstantstromregelung, bei der man am
Strommesswiderstand aber möglichst weniger als 0.7V Spannung verlieren will:
--------+---+--+--|>|-+ Last, hier LED
R R R |
1N4148| +--(-----|I NMOSFET (bei weniger als 9V Betriebsspannung nimm LogicLevel)
+-|<|-+ | +--+ |S
| | >|-+-|< | 2 gleiche NPN (BC847BS, LM394N, CA3046)
| Poti--+ E +---+
| | Shunt (für Spannungsabfall von 0.7V bei maximaler Potieinstellung)
--+-----+-------------+
Der LM10 ermöglicht 0.2V und hat einen geringen Eigenverbrauch, ist aber eher
teuer. Das Poti (250 Ohm bis 2k5 Ohm) regelt die Helligkeit. R und C müssen
angepasst werden damit es nicht schwingt aber noch ausreichend schnell regelt.
+--------+-- +4.5-7V
LM10C | |A
+-----+ Luxeon Star
+--|1 7 | |
| | 6|-+--|I LogicLevel NMOSFET mit RDSon (bei UGS 3V) um 0.2 Ohm
+--|8 | C |
| | 2|-+-R-+
Poti-|3 4 | |
| +-----+ Shunt für 0.2V Spannungsabfall bei Nennstrom
| | |
+-----+--------+-- Masse
Will man immer volle Helligkeit, entfällt das Poti und 3 geht an 8. Verwendet
man einen NPN Bipolartransistor statt dem MOSFET kommt man ohne R und C aus.
Soll mehr als eine LED parallel angeschlossen werden, braucht man
Stromverteilungswiderstände, und einer davon bildet dann den Shunt.
Dann muss aber ein PMOSFET oder PNP Transistor verwendet werden.
Der soll Gesamtstrom und Verlustleistung aushalten bei möglichst hoher
Stromverstärkung da vom LM10 nicht mehr als 20mA kommen und dennoch
niedriger Sättigungsspannung (also kein Darlington, sonst müsste man
sich die Kosten des LM10 wegen der 0.2V niedrigem Referenzspannung
nicht aufhalsen sondern hätte LM358 + LM385 nehmen können).
Brauchen die LEDs mehr Spannung (5W Luxeon Star oder mehrere pro Strang
in Reihe) kann der LM10 bis 40V (statt 7V beim LM10C) vertragen.
Liegt die Betriebsspannung unter 9V braucht man einen seltenen
LogicLevel-Power-PMOSFET, liegt sie zwischen 10V und 20V reicht
ein normaler PMOSFET, über 20V muss man dessen Gate schützen.
+---------+-- +4.5-40V
LM10 | |E
+-----+ +--|< PNP oder PMOSFET
+--|1 7 | 470R |
| | 6|--+ +---+---+- ...
+--|8 | LED LED LED
| | 3|------+ | |K
+--|2 4 | | | |
+-----+ R R R (für 0.2V Spannungsabfall bei Nennstrom/LED)
| | | |
+---------+---+---+-- Masse
An 230V~ sind normale 20mA-LEDs nur mit Aufwand anzuschliessen. Daher nimm
eine 2mA low current LED an +/- eines Brückengleichrichters (<5V/<5mA so lange
die LED keinen Wackelkontakt hat, ein B250C800 ist echt überdimensioniert, vier
1N4148 tun's locker ) der über einen spannungsfesten (also 3 normale Widerstände
in Reihe) 120k/0.5W Vorwiderstand an 230V~ hängt.
+--|>|--+--|<|--+
| |A |
~ o--39k--39k--39k--+ LED +--o ~
| |K |
+--|<|--+--|>|--+ 4 x 1N4148
Eine 20mA LED würde einen 12k/5W Widerstand benötigen. In der simpleren
Schaltung (1N4148 antiparallel an LED statt Brückengleichrichter) gar 5k6/10W.
A K
~ o--5k6/10W--+--LED--+--o ~
| |
+--|<|--+ 1N4148
Und 10 Watt zu verheizen um eine Lichtleistung von weniger als 1 Milliwatt zu
produzieren ist ein wahrlich schlechter Wirkungsgrad, unendlich viel schlechter
als jede Glühlampe.
Also nutzt man besser den Blindwiderstand eines Kondensators an Wechselstrom
und nimmt einen 270nF X2 Kondensator (120nF für 10mA LED, 27nF für 2mA LED,
470nF wenn eine 20mA LED antiparallel mit einer einzelnen Diode anstelle des
Brückengleichrichters verwendet wird) parallel zu 1M5/0.25W und in Reihe mit
1k/0.6W Sicherungswiderstand an einen B250C800 Brückengleichrichter
an dem die 20mA LED hängt. Das ergibt geringere Verluste.
~ o--1k/0.6W--+------270nF/X2------+--|>|--+--|<|--+--o ~
| | |A |
| | LED |
| | |K |
+--470k--470k--470k--+--|<|--+--|>|--+ 4 x 1N4148
http://www.conrad.de/ 184870 184985, 725862, 725870, 725889
http://www.supertex.com/ (HV9904/HV9906)
Zudem fordert VDE eine zusätzliche Plastikabdeckung, da die LED keine
ausreichende Isolierwirkung hat. Nimm also gleich eine Glimmlampe :-)
die braucht nicht mal 1mA
> Wie schliesst man Optokoppler und Lichtschranken an ?
+---+
+5V ----------|A C|--+--2k2-- +5V
out --220Ohm--|K B| +------- in (oft auch 470R und 4k7, wird aber langsamer)
| E|---------- Masse
LED +---+ Phototransistor
Einen eventuell vorhandenen Basisanschluss lässt man offen. Legt man
ihn über einen Widerstand (1k-10k) an den Emitter wird der Phototransistor
unempfindlicher, geht aber schneller wieder aus.
Lichtschranken lassen sich durch Umgebungslicht stören, wenn
man das Licht nicht moduliert. Dafür eignet sich z.B. ein NE/LM567C
oder der neuere LMC567 (Bauteilewertanpassung nach Datenblatt)
als kombinierter Sender/Empfänger (aus Elektor 7/8 98), der
Empfänger reagiert dann nur auf Licht passender Frequenz:
+---+--+----------------+------+--+-- +5V
E| 4k7 | +----+---+ 1M 220R
>|--+--(--4k7---+--|5 4 1|--+ |
|BC307 | 10k |LM/NE567| | |A
| | +--|6 | | LED
100R 10kPoti-22n-(--|3 2 7 8|--(--+-- kann bis 100mA nach Masse schalten
A| C| | +--+--+--+ |
LED=PhotoTrans 22n 2u2 | 4u7
+------+--------+-----+--+-----+----- GND
Alternativ erzeugt man mit 2 Oszillatoren aus einem NE556 mit 50Hz
getastete 36kHz für die LED und nimmt als Empfänger einen der üblichen
IR Demodulations Empfänger für Fernbedienungen wie den TSOP1736, der
dann aber 50Hz am Ausgang produziert und sich von Fernbedienungen
stören lässt (ELV 60-163-77)
> LED als Lichtsensor
Wer wissen will, ob es überhaupt dunkel genug ist, um LEDs einschalten zu
müssen, kann die LED auch als Lichtsensor nutzen:
http://www.merl.com/reports/docs/TR2003-35.pdf
> Wie funktionieren eigentlich Glimmlampen ?
Die klassischen meist orange leuchtenden Glimmlampen kommen auf Grund
ihrer recht hohen Betriebsspannung von ca. 70V leider aus der Mode, dabei
sind es interessante Bauteile. Für den Betrieb reicht eine Spannungsquelle
ab 120V und ein Vorwiderstand von ca. 47k (bei 120V) bis 270k (an 230V~)
normaler Leistung (0.25W), weil eine Glimmlampe nur 0.5 bis 2.5mA benötigt.
Da eine Glimmlampe eine höhere Zündspannung (beispielsweise 100V) als
Brennspannung (z.B. 70V) besitzt, hat sie einen Betriebsbereich mit negativer
Widerstandskennlinie und kann deshalb als Oszillator (F.31.) und Speicher
(siehe F.28.) verwendet werden. Als Dauerbetriebsleuchten (Lichtschalter)
halten sie leider nur ein paar Jahre, als Betriebsanzeige (Waschmaschine)
aber i.A. das ganze Geräteleben lang.
230V~ L ---270k---(||)-- N
Ebenso funktionieren Nixie-Röhren. Jede Ziffer ist eine dort Glimmlampe. Die
Betriebsspannung muss über der Zündspannung (ca. 100V) liegen, also so bei
120 bis 160V. Vor jede Stelle muss ein Vorwiderstand, der den Strom auf den
Nennwert von meist so 2mA begrenzt, wenn man von der Betriebsspannung die
Brennspannung (meist so 70V) abzieht, also 33k bei 130V. Die Ansteuerung
erfolgt mit 7441 (70V) und 74141 (60V), jeweils die Brennspannung der Nixie
(ca. 70V) hinzuzählen für maximale Betriebsspannung, ergibt dann so 130V.
Bei Plasmaanzeigen ist jedes Segment eine Glimmlampe. Leuchtstoffröhren
(erzeugen mit Quecksilber UV Licht das der Leuchtstoff ins sichtbares
transformiert) und CCFL (Leuchtstofflampe ohne Heizwendeln) bis hin zum
Fernseherplasmaflachbildschirm (jeder Bildpunkt ist eine CCFL
Leuchtstofflampe) sind auch Glimmlampen.
http://www.electricstuff.co.uk/ (Nixie Uhren)
http://www.babcockinc.com/babcock/documents/doc_2662.html
*-----
F.8.1. Multiplexanzeigen
Wenn man mehrere Stellen von 7-Segment LED Anzeigen haben will, oder gar
alphanumerische 16-Segment Anzeigen ansteuern muss, bietet sich ebenso
wie bei Laufschriften das Multiplexverfahren an. Manchmal wird es von
mehrstelligen Modulen gar erzwungen, weil die Anschlüsse schon so
verschaltet sind:
(Multiplexbetrieb von LCDs im Abschnitt F.11. LCD Flüssigkristallanzeigen)
Im Multiplexbetrieb ist zu einer Zeit nur eine Stelle (Digit) an, also leuchten
nur dort die gewünschten Segmente. Da das bei einer N-stelligen Anzeige aber
auch nur 1/N-tel der Zeit sein kann, muss es derweil N mal heller sein, also der
N-fache Strom fliessen (der bei normalen 7-Segment-Anzeigen 10mA/Segment
beträgt, also N*10mA). Bei den Digitleitungen, über die bei 7-Segment Anzeigen
ja der gesamte Strom von den 7 Segmenten und dem Dezimalpunkt fliessen
muss, ist der Strom noch höher, nämlich 8*N*10mA. Mehr als 10 Stellen sollte
man nicht zusammen multiplexen, denn mehr als 100mA schadet langsam den
Anzeigen.
http://engineering.dartmouth.edu/~engs031/hansen/demos/Agilent-LEDmatrices.pdf
Das steuernde IC (meist ein Microcontroller) muss also ausreichend Strom
liefern können. Teste mal (mit einem 1k Poti), bei welchem Strom (bei Display
mit gemeinsamer Anode von +5V in einen auf LO geschalteten Ausgang und
bei Displays mit gemeinsamer Kathode von einem HI Ausgang nach GND)
der Ausgang auf 1V von seiner Versorgungsspannung weggezogen wird.
Bei M Segmenten und N Digits entsteht dabei schon alleine für die Segmente
eine Verlustleistung von M*N*10 [mW], also bei einer 4-stelligen 7-Segment
Anzeige mit Dezimalpunkten 0.32W. Mehr Strom sollte man also nicht
entnehmen, die IC-Hersteller werden gar nur den Maximalstrom für 0.8V
angeben.
Multiplex: MC14489, MC14499, MAX7221, ICM7218A, TB62709 (4 digits 40mA) TB62713 (4*5*7
50mA), TLC5920 (4*16*8 30mA)
Konstantstrom: A6275=TB62705 (8*90mA), A6276=TB62706=HM6276 (16*90mA), TB62717 (24*90mA)
TB62715 (16*150mA) TB62708 (16*90mA) TB62710 (8*90mA), TLC5921 (16*80mA), MM5486 (33*15mA)
High-Side: TD62708 (1.8A) TD62783, TD62785 (0.5A), UCN5891 UDN2981 UDN2540 UDN2987
LowSide: UDN2597 ULN2064 ULN2803
Graustufen: TB62718 TLC5904 TLC5905 TLC5910 TLC5911
Bei den Digitleitungen werden daher i.A. externe Verstärker benötigt. Displays
mit gemeinsamer Kathode schaltet man nach Masse mit NPN Einzeltransistoren
wie BC368/BC338 oder NMOSFETs wie IRF7401. Darlingtons wie BC517 und Darlington
Treiber-ICs wie ULN2003 haben einen zu hohen Spannungsverlust von bis zu 1.6V.
Man nimmt besser saturated driver wie TPIC2701 (TI) und TD62381/2 (Toshiba).
Displays mit gemeinsamer Anode brauchen eine Verbindung nach Plus entweder
mit PNP Einzeltransistoren wie BC369/BC328 oder PMOSFETs wie BS250.
Source Treiber wie der UDN2981 oder TD62783/4/6 sind nicht so der Hit weil
deren Darlington NPN Emitterfolger zu 2V Spannungsverlust führt. Sie sind
eher vorgesehen, wenn man das Display sowieso mit höherer Spannung betreiben
muss z.B. wegen mehreren LEDs in Reihe.
Segmentwiderstand:
(Ausgangsspannung - Spannungsabfall an der LED - Spannungsabfall am Transi) /
(Nennstrom der LED * Stellenanzahl)
Basisvorwiderstand:
(Betriebsspannung - 1V Basisspannung) / ( Segmentstrom / 10 )
Bei einer 4-stelligen 7-Segment Anzeige mit 10mA/Segment für Normalhelligkeit
fliessen also 40mA pro Segment, und 320mA pro Digit (wenn alle Segmente der
Stelle AN sind). Bei 120 Ohm Basisvorwiderstand fliessen 32mA Basisstrom.
Also noch mal zur Erinnerung: Bei untenstehender Schaltung werden ca. 40mA
an den Anschlüssen benötigt. Das ist mehr als die Datenblattangabe der
meisten uC erlaubt.
+---------------+
--56R--|a |
--56R--|b |
--56R--|c 4-stellige |
--56R--|d 7-Segment |
--56R--|e Anzeige |
--56R--|f mit 10mA |
--56R--|g |
--56R--|d.p. |
+---------------+
| | | |
--120R--|< | | |
|E | | |
--120R---(--|< | | PNPs bei Display mit gemeinsamer Anode,
| |E | |
--120R---(---(--|< | NPNs bei Display mit gemeinsamer Kathode.
| | |E |
--120R---(---(---(--|<
| | | |E Plus bei Display mit gemeinsamer Anode,
+---+---+---+-- Masse bei Display mit gemeinsamer Kathode.
Das bei vielen AppNotes z.B. AN529 "Multiplexing LED Drive and 4x4 Keypad
Sampling" von http://www.microchip.com/ oder AppNote AVR242 "Multiplexing
LED Drive & a 4x4 Keypad" von http://www.atmel.com/ die Anzeigen mit
weniger Strom versorgt werden, heisst nicht, das das oben Stehende falsch ist,
sondern das die AppNote, weil die Microcontroller sonst überlastet würden,
Schummerlicht in Kauf nimmt oder teurere 2mA low current 7-Segmentanzeigen
voraussetzt.
Und hey: Wenn einem das Display bei Normalstrom zu hell erscheint: Man muss
ja die Stellen nicht jeweils 1/N-tel der Zeit anlassen :-)
Es wird eine Menge darüber erzählt, das schnell 'gepulstes' Licht (kein
Blinklicht) vom Auge besser wahrgenommen wird, aber das ist Unsinn. Kann
jeder selbst ganz leicht mit einer LED ausprobieren, bevor aus Halbwissen
wieder endlose Threads in d.s.e rumtheoretisieren.
http://members.misty.com/don/ledp.html . Standard-LEDs sind bei Nennstrom am
effektivsten, low current LEDs und high efficiency rote LEDs sind jedoch bei
höherem Strom, wie er sich z.B. bei Multiplexansteuerung ergibt, effektiver
als bei Nennstrom, siehe Datenblatt. Braucht man keine Multiplexansteuerung
könnten solche LEDs mit gepulstem Strom etwas effizienter betrieben werden,
aber die Effekte sind so klein, das sich keine zusätzlichen Strom verbrauchende
Pulsschaltung lohnt. Schon gar nicht darf man von einer LED auf andere Typen
verallgemeinern.
Wenn das Gerät mit Netzspannung betrieben wird, kann man auf besonders
einfache Art ein Display im Duplex-Multiplexbetrieb betreiben, um die Hälfte
der IC-Anschlüsse einzusparen und braucht dennoch keine leistungsstarken
Zeilentreiber: Es ergibt halt flimmrige 50Hz. Ein Trafo mit 2 Wicklungen in
Delon Schaltung erlaubt:
+--|>|-- Zeile1 -----------------|>|--R--+
+---R--------- Multiplexsignal LED |
o--+ +--+--|>|--+--+-- Betriebsspannung |
S|S | C Segmentausgang --+
S|+----------)--+-- Masse (20mA bei 10mA LED) |
S|S | |
o--+ +--+--|>|--+ |
|4*1N4148 LED |
+--|>|-- Zeile2 -----------------|>|--R--+
Bei Digitaluhren werden viele Displays verwendet:
http://www.pitts-electronics-home.de/electron/schpluhr.htm
*-----
F.8.2. Laufschriften
Matrixanzeigen bei denen hunderte von LEDs, eventuell mehrfarbig, ein Bild
oder Laufschrift erzeugen können, sind einfach aufzubauen, solange man sich
über EMI-Störstrahlung keine Gedanken machen muss. Unterschätzt aber den
Verdrahtungsaufwand und Stromverbrauch nicht und nehmt nicht die billigsten
LEDs, sondern nach Helligkeit selektierte, oder noch besser fertige 7x5 oder 8x8
Anzeigeblöcke. Die sind zwar teuer, aber nicht bloss gleichmässig hell sondern
sogar von schräg betrachtet gleichmässig hell. Da die grossen Hersteller von
Laufschriften irren Mengenrabatt bekommen und selber selektieren, gibt es
billige Laufschriften mit geringwertigen LEDs für weniger Geld, als die LEDs
alleine kosten (und die von denen aussortierten LEDs landen dann im 1000er
Pack).
Man kann die LEDs jeweils per Vorwiderstand an eine Kette von zig 74HC595
anschliessen, das erlaubt volle 20mA pro LED:
http://www.jalcds.de/blinkenleds/hardware.php
oder NLSF595 (74HC595 mit SPI von OnSemi) oder HEF4894 oder UCN6277
oder UAA2022 (obsolet, 16, SPI) oder PCA9532D (16*25mA dimmbar I2C,
Philips bei Sander-Electronic), TD6276 (Toshiba), HM6276 (Hopefind)
oder MBI5016 (Macroblock, 16*bis 90mA) TB62706 (Toshiba, 16*bis 90mA).
Oder M5450/5451 (ST, Micrel) / MM5450/5451 (NS) nehmen, an den 34/35
15mA LEDs ohne Vorwiderstand passen (bei Farnell um 6 EUR). Rohm hat
BD7851FP, BU2092/F/FV, BU2098/F/FV, BU2099/F/FV, BD7871FP mit bis zu
50mA Konstantstromtreibern, erhältlich bei http://www.weisbauer.de/ .
Im Multiplexbetrieb spart man Anschlüsse, aber der Strom summiert sich (siehe
Abschnitt F.8.1. Multiplexanzeigen) so das man entweder starke Treiber oder
effektive 2mA LEDs verwenden muss oder Schummerlicht in Kauf nimmt.
Der MC14489 schafft 25 Einzel LEDs mit 7mA. Oder, wenn 5mA pro LED
ausreichen, je 64 Stück an einen MAX7221 oder 128 an einen
MAX6954/55/60-63. Oder den billigeren und leichter beschaffbaren
ICM7218A, der bringt aber nur 3.8mA/LED und ist nicht wirklich seriell
anschliessbar.SAA1064 geht notfalls auch. Wie man 64 LEDs an 9 Leitungen
hängt oder 56 an 8 zeigt
http://www.maxim-ic.com/appnotes.cfm/appnote_number/1880
http://www.microchip.com/ TB029 "Complementary LED Drive"
Billiger ist es, sich die Multiplexelektronik selber zu bauen: Bei 128 LEDs in
8x16 Matrix und 20mA/LED sind das 2.56A aus 5V für den Spaltentreiber, der an
einem Decoder mit open collector Ausgängen wie 74141 hängt, und 160mA für jeden
Zeilentreiber, dafür gehen zwei TPIC6B595 sehr gut (http://www.ti.com/, 1.33
EUR bei http://www.elpro.org/).
+8V (je nach LED-Farbe) LED-Kathoden
|E |
Spalte --100R-|< BDX34C R für Spaltenanzahl*LED_Strom
| |
LED-Anoden Zeile aus TPIC6B595
http://www.woe.onlinehome.de/
http://www.elektor.de/ 2/2000 mit programmierten uC COP8782 für 19,- EUR
http://www.zilog.com/docs/z8/appnotes/an0078.pdf (210 LEDs)
http://www.zilog.com/docs/z8/appnotes/an_msgdisp.pdf (420 LEDs)
http://www.lecad.uni-lj.si/~leon/electronics/panel/index.html
http://www.funkamateur.de/ 3/2000 Matrixanzeige mit Leuchtdioden
Wer einfach nur ein simples Lauflicht haben will, ohne dafür gleich einen
Microcontroller zu programmieren, muss wohl mindestens 2 ICs verwenden.
Entweder einen Oszillator (74HC14, TC4S584, NE555 oder ganz besonders
schlau eine Blink-LED am PullUp als Oszillator) und einen Zähler mit
Decoder (CD4017, erlaubt auch weniger als 10 LEDs durch Rückführung eines
Ausgangs an RST, CD4022) oder ein Oszillator mit Zähler (CD4060) und
Decoder (CD4028). An Q9 auch eine LED, Q1+Q8 parallel an eine LED,
ebenso Q7+Q2, Q6+Q3, Q5+Q4 für Knight Rider K.I.T.T. Lauflicht.
Geht der 270R Widerstand der LED nicht an GND sondern an den Ausgang des
NE555, blitzen die LEDs, vor allem wenn R1 gross im Vergleich zu R2 ist.
+5V -+---+ +------------270R-+
| | | | +-------+ A K |
R1 +-------+ | | Q0|--LED--+
+-|DIS | | | Q1|--LED--+
R2 | | | | Q2|--LED--+
+-|TRG OUT|-+-|CLK Q3|--LED--+
+-|THR | | Q4|--LED--+
C +-------+ | Q5|--LED--+
| | | Q6|--LED--+
+-----+-------|/EN Q7|--LED--+
| | Q8|----+
GND +--|RST Q9|-- |
| +-------+ |
+---------------+
Und diese Variante macht aus Leuchtpunkten eine Balkenanzeige, wenn man
einen ausreichend spannungsfesten Treiber und eine Konstantstromquelle
hat, und nicht 45 Dioden spendieren will.
+------+ 7441 K A
-|A Q0|-----------------------------------------------------+-LED-+-62R-LM317-- +30V
-|B Q1|-----------------------------------------------+-LED-+ | out| in
-|C Q2|-----------------------------------------+-LED-+ +-------+
-|D Q3|-----------------------------------+-LED-+ adj
| Q4|-----------------------------+-LED-+
| Q5|-----------------------+-LED-+
| Q6|------------------+LED-+
| Q7|------------+-LED-+
| Q8|------+-LED-+
| Q9|--LED-+
+------+
Weitere in
http://ourworld.compuserve.com/homepages/Bill_Bowden/page5.htm
Es geht auch ganz analog mit einem Sinus- oder Dreieckoszillator (XR2206,
ICL/XR8038) und einer Leuchtpunktanzeige wie LM3914 (http://www.national.com/ ),
aber obwohl der LM3914 mit 3V auskommt, brauchen die XR mindestens 10V.
Und wer einfach nur einen Zähler mit Grossanzeige will (oft gefragt) kann
aus mehreren LEDs in Reihe die Segmente bilden und einen mit bis zu 15V
versorgten up/down-Zähler CD40110 nehmen (http://www.elpro.org/).
+++++++---+++++++--GND
||||||| |||||||K
DDDDDDD DDDDDDD <- 1 - 6 LEDs in Reihe
||||||| |||||||A
RRRRRRR RRRRRRR <- passender Vorwiderstand
||||||| |||||||
+-------+ +-------+ 40106
| 40110 |-| 40110 |-o<|--+--47k--+--10k-- VCC
+-------+ +-------+ 47n Taster +1
| | | | GND GND
| | | +--o<|-- ... Taster setzen 1
| +----)-------o<|-- ... Taster setzen 10
+---------+-------o<|-- ... Reset
oder den 4 stelligen ICM7217 oder 4-1/2 stellig ICM7224, ICM7225 oder 5-stellige
HEF4534B, MC14534, oder 8 stelligen ICM7226 in passender Variante (A/B/C/D),
beschaltet nach Datenblatt von http://www.intersil.com/ . Oder soll es gar eine
ganze Uhr sein ? Die findet sich auf http://www.microchip.com/ in AN590 "A
Clock Design Using the PIC16C54 for LED Displays and Switch Inputs" und
zig weiteren AppNotes von Microchip.
Und elektronische Würfel:
http://www.pitts-electronics-home.de/electron/spielereien.htm
http://elektronik.kai-uwe-schmidt.de/index.php?page=digital_wuerfel
*-----
F.8.3. Infrarot Fernbedienungen
gehen manchmal kaputt und müssen ersetzt werden, oder man möchte eigene Geräte
bauen, und praktischerweise fertige Fernbedienungssender verwenden. Um die Codes
herauszufinden, klemmt man ein Oszilloskop an die Sende-LED einer vorhandenen
Fernbedienung und protokolliert die Impulse und deren Trägerfrequenz (oft 30-40
kHz, bei RC-5 (Philips) immer 36kHz, aber es gibt auch Verfahren ohne Träger).
Wenn man den üblich sparsambilligen HiFi-Geräten einige Tasten von der
Fernbedienung auf die Frontplatte bauen will, nimmt man eine zweite
Fernbedienung (oder zumindest deren Chip oder man programmiert einen uC denselben
Job zu tun), baut deren Tasten in die Frontplatte, entfernt die Sende-LED und
schliesst deren Zuleitung an den Ausgang des IR Empfängers des Geräts per wired-or
an (dabei muss man die Potentiale beachten, aber ihr erkennt sicher das Prinzip).
Möchte man ein nicht-fernbedienbares Gerät fernsteuern, nimmt man eine bestehende
Fernbedienung und den dazu passenden Empfängerchip (oder programmiert einen uC
dasselbe zu tun), lässt von jedem dekodierten Ausgang einen CD4066 Analogschalter
schalten, der den jeweils gewünschten Taster im Gerät überbrückt. VDD/VEE des
CD4066 kommt an die höchste/niedrigste Betriebsspannung des steuernden Geräteteils.
So muss man sich keine Gedanken machen um eine eventuelle Multiplexabfrage der
Tasten des Geräts. Potis muss man natürlich durch Motorpotis und entsprechende
Ansteuerung ersetzen.
Sender:
http://www.zilog.com/docs/ir/irrefdesign.pdf
Empfänger:
http://www.atmel.com/ AVR410 "RC5 IR Remote Control Receiver"
http://www.microchip.com/ AN657 "Decoding an Infrared Remote Using a PIC16C5X"
http://www.web-ee.com/Schematics/Universal%20Remote/upr.htm (lernfähig)
http://home1.stofanet.dk/hvaba/fprc5rx/
*-----
F.9. Netzteile
Von: MaWin 17.7.2000
Klassischerweise gehört zum ersten selbstgebauten Gerät ein einfaches
Netzteil mit integriertem Spannungsregler. Üblicherweise wird dieses erst mal
mit falscher Bauteiledimensionierung aufgebaut und hält dann keine Dauerlast
aus oder liefert keine saubere Ausgangsspannung bei Netzstörungen. Auch
Bauvorschläge aus Zeitschriften oder gekaufte Bausätze sind manchmal falsch
ausgelegt.
Siehe Application Note 1707.pdf "Power Supply Design Basics" von
http://www.st.com/ und "Linear & Switching Voltage Regulator Handbook"
HB206/D von http://www.onsemi.com/ mit sehr detaillierter und begründeter
Siebkondensatorauswahl, Kühlkörperberechnung, Leiterplattenlayouttipps,
Transistorparallelschaltung, Schaltnetzteilauswahlkriterien, und allein 20
Seiten Erklärung wie man einen Transistor auf einen Kühlkörper schraubt.
Ebenso AN1040/D (z.B. in DL111-D enthalten) von Motorola mit seitenlangen
Montageanweisungen und Wärmewiderstandsberechnungen auch für exotische
Transistorgehäuse mit vielen Messwerten und Zahlenangaben zu Isolatoren.
http://www.aavidthermalloy.com/technical/papers/pdfs/select.pdf
Alles was mit dem Stromnetz verbunden wird muss besonders sorgfältig
aufgebaut werden, damit auch beim mehrmaligen Runterfallen keine Gefahr
besteht. Bei Schutzklasse I ist ein Metallgehäuse mit dem Schutzleiter
verbunden. Geht innendrin ein Kabel ab, gibt es einen Kurzschluss und die
Sicherung fliegt raus, aber für den Menschen bestand keine Gefahr.
Schutzklasse II hat einen 2-poligen Eurostecker und Plastikgehäuse und
alles ist doppelt gesichert: Selbst wenn ein Draht abgeht oder eine Isolation
durchschmurgelt, darf damit keine Netzspannung an berührbare Kontakte
kommen. Alles was galvanisch getrennt ist und maximal 25V~ oder 60V=
bringt, darf nach Schutzklasse III berührbar sein.
Merkwürdigerweise gibt es, seit dem sich Firmen mit CE Bapperl selbst die
Zulässigkeit ihrer Geräte zusprechen, Metallgehäuse ohne Schutzerde in
denen 230V an der Platine liegt, so das schon eine abgefallene Schraube
an der falschen Stelle eingeklemmt zu einen 'heissen' Gehäuse führt. Solchen
Pfusch sollten Hobbybastler lieber lassen. Consumerschrott ist leider nicht
immer ein Vorbild für preiswerten, einfachen Aufbau (aber oftmals doch).
Für bestimmte Ausgangsspannungen tun es Festspannungsregler-ICs sehr gut.
MC78LCxx für 80mA, 78Lxx für 0.1A, MC78FCxx für 120mA, TA78DLxx für 0.25A
low drop, AN78Nxx für 0.3A, 78Mxx für 0.5A, 78xx für 1A, 78Sxx für 2A, 78Txx
für 3A, 78Hxx für 5A, CS5207 für 7A, CS5208 für 8A, 78Pxx für 10A an einem
Graetz-Brückengleichrichter.
Trafo Gleichr. +-----+
o--+ +---+-|>|-+---+----+--|78?xx|--+-- OUT
S:S +-(-|>|-+ | | +-----+ |
S:S | | Elko 100nF | 100nF
S:S | +-|<|-+ | | | |
o--+ +-+---|<|-+---+----+-----+-----+-- GND
(Trafo, Gleichr. und Elko = Steckernetzteil)
Amerikaner verwenden oft anders gewickelte Trafos in Delon-Schaltung und
kommen mit 2 Dioden aus. Wenn man dafür einen in Europa gefertigten Trafo
mit 2 Wicklungen verwendet, bei dem beide Wicklungen für Dauerstrom und
nicht nur für 50%ige Nutzung ausgelegt sind wodurch sich ein anderes
Masseverhältnis von Eisenkern zu Wicklungskupfer ergibt, kostet das nur
unnötiges Geld für den dickeren Trafo. Als Hobbyist egal, bei kommerzieller
Pfennigfuchserei aber wichtig. Im Umkehrschluss heisst das, das bei
amerikanischen Trafos nicht beide Wicklungen gleichzeitig voll belastet
werden dürfen, aber da der Trafo eh für 127V~ und 60Hz ausgelegt ist,
erübrigt sich dessen Verwendung meistens sowieso. Bei professioneller
Auslegung wird der Trafoinnenwiderstand zwischen Leerlaufspannung
und Gleichrichterspitzenstrom eingepasst (Section 8 in HB206 von OnSemi),
als Bastler muss man nehmen was angeboten wird.
Trafo Gleichrichter +-----+
o--+ +-|>|-+------+----+--|78?xx|--+-- OUT
S:S | | | +-----+ |
S +-----(--+ Elko 100nF | 100nF
S:S | | | | | |
o--+ +-|>|-+ +---+----+-----+-----+-- GND
Wenn man nur knapp mehr Eingangsspannung hat, als die Ausgangsspannung
betragen soll benötigt man einen teuren 'low drop' Regler. Z.B. für geregelte
5V aus einer 9V Blockbatterie die zum Ende hin ja nur noch 6V abgibt, oder
wie ein 2*6V Trafo, dessen 6*1.414=8.5V durch Delon Gleichrichter (-1V) und
Siebelko (-10%) bei 10% Netzunterspannung gerade mal diese 6V abliefert.
Schau bei http://www.st.com/ nach erschwinglichen Varianten wie L4940 und
LD1117, oder bei http://www.nsc.com/ nach LM1084/85/86-3.3/5 bevor du bei
http://www.linear.com/ Luxus einkaufst, und achte auf die Anschlussbelegung,
die sich meist von den 78xx-Typen unterscheidet, ebenso wie sich der negative
Regler 79xx vom 78xx unterscheidet. LowDrop/79xx haben auch andere
Spezifikationen. Manche brauchen eine Mindestlast, manche widerstehen nur
geringeren Eingangsspannungen als entsprechende 78xxer und manche brauchen
einen grösseren Kondensator am Ausgang um ihre Schwingneigung zu
unterdrücken. 3V Regler sind auch selten: HT7130 (Holtek, TO92).
Wenn man genauere (LP2954, LP2986, LT1086) oder rauscharme (LP2985/3985,
MAX8877/8878, TPS79301) Spannungsregler haben will, oder welche mit geringem
Eigenverbrauch (XC6206 (Torex), TPS79730 (TI), LM2936, LP2950)
kann man auch nach Alternativen anstelle der 78xx sehen, denn damit ein
Regler was regeln kann, muss ja erst eine Abweichung vom Sollwert vorliegen,
und bei universellen Bauteilen wie den 78xx darf die Verstärkung nicht zu hoch
sein, da sie sonst zu leicht ins Schwingen kommen. Bei Spannungsreglern sind
einige Dutzend Millivolt Regelabweichung also normal. Aber selbst die 78xx
unterscheiden sich bei verschiedenen Herstellern und werden mit den
Herstellungsjahren immer besser.
Wenn man eine positive und eine negative Versorgungsspannung braucht, reicht
ein Trafo. Wenn er 2 Wicklungen oder eine Wicklung mit Mittenanzapfung hat,
geht
+--+---|>|-+-+- + (7805)
| | | |
S | +-|>|-+ C1 (C1, C2: 4700uF ergibt 2V Ripple = 'Kondensatorverlust' bei 1A Belastung)
| | | |
+--)-)-------+- M
| | | |
S +-)-|<|-+ C2
| | | |
+----+-|<|-+-+- - (7905)
wenn er nur eine Wicklung hat (aber genug VA), geht
+--+-|>|-+- + (7805)
| | |
S | C1 (C1, C2: 10000uF ergibt 2V Ripple = 'Kondensatorverlust' bei 1A Belastung)
| | |
+--)-----+- M
| |
| C2
| |
+-|<|-+- - (7905)
aber C1 und C2 müssen dann doppelt so gross sein wie oben. Wenn aber
die negative Spannung nur mit wenigen mA belastet ist, geht es mit einer
zusätzlichen Villard-Schaltung
+--+-------|>|-+-+- + (7805)
| | | |
| | +-|>|-+ C1
| | | |
S +-----)-|<|---+
| | | |
+--(-----+-|<|---+- M
| | |
| C2 C3
| | |
+-|<|-+-|<|---+- - (79L05)
besser (C1 normal gross, C2 und C3 sind eh für wenig Strom). Ähnlich kann
man sich eine gering belastbare höhere Spannung basteln, siehe:
http://www.elektronik-kompendium.de/public/schaerer/labnt1.htm
48V Phantomspeisung aus 2 * 18V Trafo
+-|>|-+--|>|--------+-- + (LM317 für 48V, 20mA)
| | |
| C4 C3
| | |
+--+--(--|>|--+--+--)-- + (7815)
| | | | | |
S | +--|>|--+ C1 |
| | | | |
+--)--)----------+--+-- Masse
| | | |
S +--)--|<|--+ C2
| | | |
+-----+--|<|--+--+----- - (7915)
48V Phantomspeisung aus 2 * 24V Trafo
+-|>|-+--|>|--------+-- + (LM317 für 48V, 20mA)
| | |
| C4 C3
| | |
+--(--+--(--|>|--+--+--)-- + (7815)
| | | | | | |
S | | +--|>|--+ C1 |
| | | | | |
+--+--)--)----------+--+-- Masse
| | | |
S +--)--|<|--+ C2
| | | |
+--------+--|<|--+--+----- - (7915)
Wenn die Eingangsspannung immer mehr als 4.5V über der gewünschten
Ausgangsspannung liegt, kann man einen Standardfestspannungsregler wie
78xx mit einem externen PNP Transistor passender Leistungsfähigkeit
verstärken, ohne den Kurzschlussschutz zu verlieren. Man verliert jedoch die
Übertemperatursicherung und den SOA-Schutz. R1= 1/(Ioutmax-1) bei
entsprechender Wattzahl. Der 1R muss 2 Watt aushalten. Leider führen diese
zumindest 4.5V Spannungsverlust gerade bei hohem Ausgangsstrom zu
immensen Verlusten im externen Transistor, so das ein Schaltregler (F.24.)
dann die bessere Wahl ist.
in --+---R1---+------+
| | |
| 10R |
| | |E
1R +-----|< PNP-Leistungstransistor (kein Darlington)
| 1N5401 | |
+---|>|--+-78xx-+-- out
| | |
330n | 100n
| | |
GND ----------+--+---+-- GND
Für krumme Ausgangsspannungen empfiehlt sich der LM317L bis 0.1A, LM317 bis 1A,
LM350 bis 3A, LM338 bis 5A (alle http://www.national.com/ ), CS5207-1 bis 7A,
CS5208-1 bis 8A (http://www.onsemi.com/ ) und LT1038 bis 10A
(http://www.linear.com/ ).
Schaltpläne findest du jeweils in den Datenblättern bei den Herstellern.
AH-28 von http://www.micrel.com/ zeigt, wie man 4-beinige Spannungsregler
ab 0V verwendet. Aber achte auf den eingebauten SOA (save operating area)
Schutz dieser Chips. Ein LM317 wird z.B. keine 1.5V mit 1.5A liefern, wenn er
mit 30V versorgt wird, und 10A kommen aus dem LT1038 nur bei knappster
Eingangsspannung. Daher sind diese Chips für Labornetzteile (z.B. 1.2 bis
24V regelbar) nicht so geeignet, man nimmt dazu lieber diskret aufgebaute
Transistorschaltungen oder macht die Trafospannung umschaltbar. Da der
LM317 auch nicht direkt als Stromquelle gebaut wurde, muss man sich nicht
wundern, wenn er in dieser Verwendung nicht bei jeder Last stabil bleibt.
Trafo 4*1N4001 +-----+
o--+ +---+-|>|-+----+--|LM317|--+---+-- OUT
| | | | | +--+--+ | |
S:S +-(-|>|-+ + | | 240R |
S:S | | Elko 100nF +-----+ 4u7
S:S | +-|<|-+ | Poti5k |
| | | | | | |
o--+ +-+---|<|-+----+-----+---------+-- GND
> Dimensionierungshinweise:
Der Trafo muss auch bei 10% Netzunterspannung (0.9) nach Gleichrichtung (1.414)
eine Spannung liefern, die die gewünschte maximale Ausgangsspannung um die
Verluste des Spannungsreglers (2.5V drop out), der Gleichrichterdioden (2*1V)
und dem Elko (0.8 = 80% gehalten = 20% Ripple) übersteigt.
Trafospannung=(((Ausgangsspannung+2.5V)/0.8)+2V)/(1.414*0.9),
also für ein 5V/1A Netzteil mit 7805 als Regler: 9V Trafo.
Der Elko soll bei Maximalstrom die Spannung nach dem Gleichrichter auf < 20%
glätten, bei 9V Trafospannung und 1 Ampere Maximallast also 4700uF. Für 10%
Ripple wären schon satte 10000uF notwendig (<10% Ripple ist eher unüblich,
der kleinere Stromflusswinkel führt dann zu verstärkten Verlusten im Trafo, für
die er nicht berechnet ist). Bei 50Hz nach Vollwellengleichrichtung, also 100Hz
Ripple, ist die Formel ganz einfach:
Volllaststrom
----------------------------------------- [in Farad]
(Trafospannung * 1.4 - 2) * (Ripple in %)
Wenn das Netzteil sich nicht durch den Ausfall von ein paar Halbwellen des
230V~ Netzes stören lassen soll, wie es beim Anlaufen von schweren Maschinen
der Fall sein kann, muss der Elko grösser gewählt werden. Bei 1 Halbwelle
also doppelt so gross, bei 3 Halbwellen 4 mal so gross. Zu Hause testet man
das, in dem der Staubsauger in derselben Steckdose eingeschaltet wird, und
ein RESET-Controller den Spannungsregler-Ausgang unter Volllast prüft.
Der Elko muss dabei die gleichgerichtete (+41% = *1.414) Leerlaufspannung
(ca. +15% = *1.15) des Netztrafos bei 10% Überspannung (*1.1) im Netz aushalten,
also in unserem Fall:
1.414*1.15*1.1*Trafospannung = 1.78*Trafospannung = 16V
Kleine Trafos produzieren oft hohe Leerlaufspannungen, also im Notfall messen:
Trafo+Gleichrichter+spannungsfesten Elko fast beliebiger Kapazität dran, keine
Last und dann messen und zur Sicherheit *1.1 (=10% Netzüberspannung) nehmen.
Aber bereits eine geringe Last (LED als Kontrollleuchte) bringt die Spannung
meist in akzeptable Regionen, weil sich ganz schnell der Diodenspannungsabfall
einstellt. Und Trafos mit grossem Leerlaufspannung/Nennspannung Quotienten
haben einen hohen Innenwiderstand und belasten somit die Gleichrichterdioden
viel weniger, weil der Stromflusswinkel viel grösser ist,.als Trafos mit niedrigem
Innenwiderstand.
Der Chip des Spannungsreglers darf bei der anfallenden Verlustleistung von
Maximalstrom*(1.57*Trafospannung-2-minimaleAusgangsspannung) Watt (hier
7.13 Watt) nicht über 150 Grad heiss werden (Tj im Datenblatt), also braucht er
einen Kühlkörper dessen Wärmewiderstand bei 40 Grad Umgebungstemperatur
zusammen mit dem Wärmewiderstand des Gehäuses (TO220: 5 K/W) nicht über
(150-40) / 7.13 - 5 liegt, also hier 10 Kelvin/Watt. Da Kühlkörper selten so
optimal eingebaut sind, das ihre Werbe-Datenblattwerte erreicht werden, nimm
ruhig einen dickeren Kühlkörper von 5 K/W. Immerhin enthalten die 78xx eine
Übertemperaturschutzschaltung. Fehlt diese, muss man mal einen Dauerlauftest
unter den ungünstigsten Bedingungen machen und bei Überhitzungsgefahr
eine Temperatursicherung dranschrauben.
Der Trafo muss die LEISTUNG liefern können, den die Schaltung maximal
benötigt, hier 5 Watt Ausgangsleistung + 7.13 Watt für den Regler + 1.4 Watt
für den Gleichrichter ergeben ~14 Watt. Also 14VA, das sind bei 9V ca. 1.6A.
Diesen meist so 1.4 bis 1.8 mal höheren Strom am Trafo vergessen die meisten.
Da der Strom im Trafo in Pulsen fliesst (90% der Zeit gar nicht, 10% der Zeit
läd der 10fache Nominalstrom den Elko auf) und die Verlustleistung durch den
Widerstand des Kupferdrahtes quadratisch vom Strom abhängt, also (10% von
10*10) = 10 mal höher ist als bei Gleichstrom (den's beim Trafo nicht gibt,
aber RMS), ist der benötigte Trafo sogar noch grösser.
Folgende Korrekturfaktoren nennen Trafohersteller, um vom Strom, den man dem
Ladeelko entnehmen will, auf den Strom zu kommen, den der Trafo nach Aufdruck
(also als RMS-Wert) liefern können muss:
1 Wicklung 1 Diode Halbwellengleichrichter: Trafo Strom = 2.3 * Last Strom
1 Wicklung mit Mittenanzapfung 2 Dioden Delon-Schaltung: Faktor 1.2
1 Wicklung 4 Dioden Graetz Brückengleichrichter: Faktor 1.8
1 Wicklung 2 Dioden Villard Spannungsverdoppler: Faktor 4
Wie gross muss so ein Trafo sein ? Bei normalen Verhältnissen bzw. unbekannten
Trafos reicht eine Tabelle, in Katalogen wird manchmal nach oben geschummelt:
M55/20: 11VA
EI84/28: 50VA
UI70/20: 70VA
UI75/25: 100VA
Unser 9V Trafo muss also 1.8A aufgedruckt haben, also 16.2VA liefern können,
um nach Regelung 5V/1A zu liefern.
http://www.atc-frost.com/products/design/va.htm
Trafos gibt es mit maximaler Innentemperatur von 130, 155 oder 180 GradC, die
halten bei der Temperatur dann im Mittel 10 Jahre. 10 GradC weniger verdoppelt
die Lebensdauer, es lohnt sich also, sie nicht voll auszulasten. Grössere Trafos
übertragen bei 50Hz so 70W/kg, kleinere deutlich weniger
Die primäre Sicherung probiert man am besten aus: Netzteil anschliessen, voll
belasten und Primärstrom messen. Eine träge Sicherung mit 1.25 bis 2 fachem
Strom nehmen. Sie darf beim Einschalten des voll belasteten Netzteils noch nicht
durchbrennen. Wenn man aber den Elko auf Sekundärseite kurzschliesst, und dann
das Gerät einschaltet, sollte sofort die Sicherung durchbrennen. Hat der Trafo
mehrere Sekundärwicklungen, muss die primäre Sicherung ja bei Kurzschluss jeder
einzelnen durchbrennen. Tut sie dies nicht, sind Sicherungen sekundär angezeigt.
Wenn man die Bauteile (Trafo, Kühlkörper) unterdimensioniert, sollte man
Temperatursicherungen (meist 105 Grad) einbauen. Ein Netzteil ist
unterdimensioniert, wenn es keinen Dauerkurzschluss aushält, also zählt
nicht der Nennausgangsstrom (hier 1A), sondern die Strombegrenzung des
Spannungsreglers (hier 1.5A). Man kann auch einen PTC (z.B. Polyfuse)
verwenden, um eine unkaputtbare Strombegrenzung zu erreichen.
*-----
F.9.1. Labornetzteile
Ein Labornetzteil sollte als Spannungsquelle und als Stromquelle einsetzbar
sein und demnach neben der Spannungseinstellung eine regelbare Strombegrenzung
haben, die die Spannung nicht weiter erhöht, wenn schon bei niedrigerer
Spannung so viel Strom fliesst wie eingestellt. In Einzelfällen kann an Stelle
der Strombegrenzung auch eine abschaltende Sicherung zum Schutz des
angeschlossenen Geräts sinnvoll sein, die sollte aber eine umschaltbare
Trägheit haben.
Ansonsten wird jeder seine eigenen Anforderungen an so ein Netzteil haben.
Spannungsbereich (der eine will 0-30V, der andere 10-300V), Strom (je mehr je
besser aber auch teuer), Genauigkeit (normalerweise nicht besonders hoch, aber
es gibt Ausnahmen), Ausregelgeschwindigkeit (es gibt furchtbar langsame
Netzteile), beständig gegen induktive (Überspannung durch Zündfunke beim
Abschalten einer Spule, abgefangen durch rückwärtsleitende Diode über dem
Regeltransistor) und hochfrequente (Drossel am Ausgang soll verhindern
das Hf hoher Leistung ins Gerät zurückfliesst) Lasten, digital einstellbar per
RS232/IEEE488, eventuell mit Zurückübermittlung der aktuellen Messwerte.
Auch interessant ist der Fall, in dem an den Ausgang eines auf 30V und 100mA
eingestellten Labornetzteils eine 2.4V/100mA Glühlampe angeschlossen wird.
Wenn dabei das Netzteil am Ausgang einen dicken Elko hat, der eine zu langsame
Regelschaltung kaschieren soll, brennt die Glühlampe trotz der eingestellten
Strombegrenzung durch, weil sich erst mal der Elko mit weit mehr als den
eingestellten 100mA entlädt. Also auf einen möglichst kleinen Elko direkt am
Ausgang des Netzgeräts achten.
Beim Preisvergleich (boh sind fertige Labornetzteile teuer, ähm die Bauteile
alleine kosten auch so viel, es sei denn man schlachtet einen dicken
HiFi-Verstärker, von dem meist Gehäuse, Trafo, Gleichrichter, Elkos,
Leistungstransistoren, Potis, Knöpfe, Kühlkörper und OpAmps zu verwenden
sind, insbesondere für ein Netzteil mit positivem und negativem Ausgang,
aber Achtung: Aus einen 4*120-Watt Verstaerker wird kein 2*30V/8A Netzteil,
Verstärker-Angaben sind durch RMS-Angaben nach oben geschönt, nachrechnen)
sollte man die verbilligenden Tricks der Hersteller kennen: Ich habe hier
z.B. die Wuchtbrumme PS2403D von Conrad. Aus der Referenz LM336 regelt
Strom und Spannung ein RC1458 über LEDs verodert per TIP31C einen 2N3773
auf SK02/100mm Kühlkörper. Das geht nur, weil der 2*160VA Trafo per Relais
in 3 Stufen umgeschaltet wird, ansonsten könnte weder der Kühlkörper noch
der Transistor die Leistung aushalten. Dafür merkt man schon beim Drehen am
Spannungsknopf, wie das Gerät beim Umschalten aus der Regelung fällt. Und
wenn ein 12V Akku dranhängt leuchtet eine LED auch wenn der Netzstecker
draussen ist. Schliesst man eine Dauerlast bei ungünstiger Spannung an, so
das am 2N3773 eine hohe Verlustleistung abfällt, reicht trotz
Trafoumschaltung der Kühlkörper nicht und es nützt nichts das auf ihm ein
Thermoschalter als Übertemperaturschutz geschraubt ist: Der Transistor
legiert wegen Überhitzung zuerst durch, und nimmt den OpAmp gleich mit,
wenn man dann den Spannungsreglerknopf auf 0V stellt. So was kann man
natürlich billiger bauen, als ein Gerät, das bei geringer Ausgangsspannung
die volle Trafospannung am Ladeelko hält, um in Mikrosekunden nach
Belastungsende auf volle Ausgangsspannung kommen zu können (was man aber
auch nur selten braucht).
http://www.national.com/ LB28 (0-25V/0-10A) nennt Beachtenswertes bei Labornetzteilen
http://mitglied.lycos.de/hobbyelec/spannung-messen/NT40315.GIF (0-40V/0-15A ein Klassiker
bis 5A)
http://www.produktinfo.conrad.com/datenblaetter/500000-524999/511412-sp-01-en-ps-302_a.pdf
(0-30V/2A)
http://home.planet.nl/~heuve345/electronics/course/html/ch10.html (0-30V/0-2A)
http://www.produktinfo.conrad.com/datenblaetter/175000-199999/192520-as-01-de-labor-netzgera
et_0-30v_3a.pdf (so viel kann ein MJ3001 :-)
http://www.conrad.de/ 190180-as-01-de-Hochleistungsnetzplatine_Bausatz.pdf
http://www.elv.de/service/manuals/Netzplatine/37838-Netzteilplatine.pdf (0-30V/0-10A,
instabil bei anderem Aufbau, siehe die vielen xxx pF-Kondensatoren)
http://www.gb97816.homepage.t-online.de/ (Projekt Stromquelle 0-30V/0-60A/900W)
http://www.elv.de/service/manuals/SPS9001/21509-SPS9001.pdf (0-30V/0-20A, keine
Wickelangaben für Trafos)
http://www.a-and-t-labs.com/K2_Lab_Power_Supply/ (0-50V/0-5A, aufgebohrter LM317HV)
http://www.energie.ch/at/trafo/dimensionierung.htm
Bei regelbaren Labornetzteilen kann man die Spannung am Elko vorregeln.
Allerdings verringert sich die Nachregelgeschwindigkeit dadurch drastisch.
Siehe AN32 von http://www.linear.com/ . Der MOSFET in folgender Schaltung von
Winfield Hill aus s.e.d. arbeitet als Schalter der nur am Anfang jeder
Halbwelle den Ladekondensator C2 niederohmig an den Trafo koppelt.
rectified
ac in p-channel
Q1 FET +38V
--|>|---+----+-------+---+-- s d ----+----+---o 4A
| | | \_|_ g | |
--|>|---+ | R2 /_\ | IRF9Z | | C2
| | | | D2 | 34N | ===
C1 | | +---+-----' | |
=== R1 | ,--------+ gnd
| | | | |
| | Q2 | Q3 | R5 R1 12k
gnd | 5V c c | R2 12k
+---- b b ------+ R3 4.7k
\_|_ e --+-- e | R4 2.49k
D1 /_\ | R4 R5 16.2k
| LM336- R3 | C1 100uF
| 5.0 | gnd C2 10,000uF
gnd gnd
> Wie schliesse ich digitale Einbauinstrumente (wie das DVM210 126594
> von www.conrad.de, aber auch alle anderen mit ICL7xx6 aufgebauten)
> an mein Netzgerät an ?
Die Panelmeter benötigen, ausser den teuren DPM951/952/961/962 197564 von
http://www.conrad.de/ (die durch den verwendeten MAX138 letztlich nichts
anderes enthalten als das unten mit ICL7660 zusammengebaute), eine
potenzialgetrennte Versorgungsspannung von 9-12V, die man im Netzteil
normalerweise nicht hat, es sei denn man klaut aus einer alten
Ethernetkarte den 5V->9V Wandler oder baut die Schaltung aus dem Februar
1997 Magazin ltm9702.pdf von http://www.linear.com/ nach oder portiert die
Messspannung mit einem LTC1043. Es funktioniert NICHT, aus dem Ladeelko mit
einem 78L09 eine Betriebsspannung herzustellen, und dann eine Spannung ab 0V
oder gar darunter zu messen. Es ergeben sich zwar Messwerte, aber die stimmen
überhaupt nicht und schwanken stark mit der Versorgungsspannnung.
Man kann einen extra 6.3V-Trafo per Einweggleichrichtung ungeregelt, oder
einen 12V/0.33VA Trafo mit Brückengleichrichter, Elko und 78L09
Spannungsregler spendieren. Wenn man die in den meisten Modulen intern
verbundenen Anschlüsse COM und INLO (Pin 30 und 32 des ICL7106) trennen kann
(das geht beim DVM210 von Conrad NICHT) oder mit dem ICL7106 ein Messgerät
selbst gebaut hat, geht es, mit einem 78L05 erst 5V herzustellen, und dann
aus den 5V mit einem ICL7660 -5V zu erzeugen und dann das Messgerät zwischen
5V und -5V anzuschliessen. Dann kann es Spannungen um 0V messen, also mit
Spannungsteiler R1/R2 oder Stromshunt R auf Masse bezogene 200mV.
+Ub --+---------Hauptregler-------+------ out
| | R1
78L05-+---+------)---------+ +---+
| | | | | R2 |
GND --+---)---)--+-R-+---------)--+---)-- GND
| | | | | | | |
ICL7660--)--)---)--+------)--)---)--+
| | | | | | | |
+-------------+ +-------------+
|+B -In +In -B| |+B -In +In -B|
|Ampereanzeige| | Voltanzeige |
+-------------+ +-------------+
INLO und COMMON getrennt !
http://www.lascarelectronics.com/data/pdf/V%201.pdf
Elektor Juni 2005 zeigt auch eine Lösung, Spannungen um den Nullpunkt messen
zu können ohne eine galvanisch getrennte Versorgungsspannung zu benötigen:
+5V
|
GND --|+\
| >---+
+-|-/ | B+
| | +-----+
+--(--|InLo | Panel
In ----(--|InHi | Meter
| +-----+
| | B-
-5V ---+-----+
Bei Schaltungen für tragbare Messgeräte sollte man die Batterieanschlüsse
als +Ub und -Ub eventuell benötigter OpAmps hernehmen und COM liefert dann
problemlos die virtuelle Masse ca. 2.8V unter +Ub. Bei Widerstandsmessung,
einfachen NTC Sensoren oder Brücken (KMZ10 Magnetfeldsensor) kann man
beim ICL7xx6 sogar ratiometrisch ohne irgendwelche Verstärker und
Referenzspannungsquellen messen. Ein passender AC/DC-Wandler zur
Wechselspannungsmessung ist in Datenblatt des ICL7611 beschrieben.
*-----
F.9.2. Symmetrische Versorgungsspannung für OpAmps
Wer einen Wechselspannungs-Netztrafo hat, kann immer irgendwie zur normalen
positiven Versorgungsspannung noch eine negative Versorgungsspannung
hinzuzaubern (siehe F.9. Netzteile), aber ungewöhnlich oft wird danach
gefragt, wie man aus einer 'einfachen' Gleichspannungsquelle (sei es eine 9V
Batterie oder ein 12V= Steckernetzteil) eine symmetrische Spannungsversorgung
macht, wie sie von OpAmp Schaltungen benötigt wird (obwohl man dann eigentlich
zwei 9V Batterien oder ein Wechselstromnetzteil nehmen sollte). Aber es gibt
dennoch Möglichkeiten:
Wenn die Spannung doppelt so hoch ist wie benötigt und 'halbiert' werden kann,
nimm einen Spannungsteiler und schalte einen OpAmp als Puffer (Spannungsfolger,
Buffer) dahinter (siehe TLE2425 von Infineon, Datenblatt des LM675 von
http://www.national.com/ ). Der OpAmp muss i.A. nur wenig Strom liefern können,
weil meist sowieso nur ein paar Widerstände an der virtuellen Masse hängen (in
Gedanken einfach alle Ausgänge voll auf + und Strom berechnen), und selbst wenn
ein anderer OpAmp vollen Strom nach Masse ableitet, hat er meist eine
Strombegrenzung von 20mA. In ungewöhnlich kritischen Fällen schalte über einen
Vorwiderstand noch 2 Elkos zur Entkopplung dahinter:
+ --+------+-----------------+-- +/2
| +---)---------+ 47uF
10k +--|-\ | |
| | >--10R--+--10R--+-- GND
+-----|+/ |
10k | L272 47uF
- --+------+-----------------+-- -/2
Wenn zur positiven Spannung eine gleich grosse negative Spannung hinzukommen
soll, die nur wenig belastet wird, nimm einen der üblichen Ladungspumpen
Spannungsverdoppler ICL7660/LTC1044/MAX1044 (5V/10mA), LT1026/MAX680,
LTC1044A (12V/10mA) ICL7662 (15V/10mA), MAX619/LTC1046 (5V/50mA) LTC1144
(15V/50mA) LTC/MAX660 (5V/100mA) MAX665 (8V/100mA) MAX889 (5V/200mA)
(Intersil/Linear/Maxim). Schaltplan jeweils im Datenblatt.
Reicht der Strom nicht aus, bleibt nur ein Schaltregler wie MC34063. Siehe AN-1118
von http://www.national.com/ wie ein LM2595 5V zu +/-12V macht, oder nimm gleich
den MAX743.
Aber Vorsicht: Die höherfrequenten Störungen auf der Versorgungsspannung, die
Ladungspumpen oder Schaltregler liefern, werden von OpAmps VIEL schlechter
unterdrückt, als 50Hz oder 100Hz Störungen, für die der PSRR Wert angegeben
wird. Also immer gut filtern, das geht bei höherer Frequenz ja auch leichter
(also bleibt der Bauteileplatzbedarf etwa gleich gross).
*-----
F.9.3. Kleinnetzteil ohne Trafo
> Wie kann ich ohne Trafo aus 230V~ z.B. 24V mit ein paar mA erzeugen ?
Wenn man ohne Potenzialtrennung auskommt, gibt es mehrere Möglichkeiten:
Mit Kondensatoren in Form eines kapazitiven Netzteils wie in TB008/AN954 von
http://www.microchip.com/ gezeigt oder mit ICs http://www.intersil.com/
(HIP5600), http://www.st.com/ (VB408 für 5V)
http://www.elektronik-kompendium.de/public/schaerer/cpowsup.htm
http://www.supertex.com/pdf/datasheets/SR03.pdf
http://www.powerint.com/PDFFiles/di11.pdf
http://www.insight-ap.com.cn/power_integrations/app/pdf/di1.pdf
ABER: Die notwendigen X2 Kondensatoren sind teuer und gross, die ICs
noch teurer und nicht ausreichend robust gegen die Widrigkeiten eines realen
Stromnetzes und alle Varianten reagieren sauer auf hochfrequente Signale im
Netz (Rundsteuersignale, Powerlinemodems) und sollten daher eigentlich eine
Drossel vorgeschaltet bekommen, die ab 60Hz zu dämpfen anfängt und leider
ebenso gross wie ein Trafo wäre. Nimm also doch besser einen kleinen Trafo,
der ist nicht nur wesentlich billiger, sondern auch sicherer und unterdrückt
noch kostenlos Netzstörungen.
In http://www.microchip.com/ DD1002 findet man noch eine lustige Variante mit
LEDs + Photozellen.
> grössere Leistungen ?
http://www.linear.com/ AN32 "High Efficiency Linear Regulators"
> Und die Gegenrichtung ?
http://www.atmel.com/ AppNote AVR182 "Zero Cross Detector"
http://www.microchip.com/ AN521 "Interfacing to AC Power Lines"
*-----
F.9.4. Einschaltstrombegrenzung
Von: MaWin 29.8.2001, Ralf Kusmierz 22.9.2004
Grosse Trafos (so ab 500 VA) brauchen eine Begrenzung des Stromes beim
Einschalten, sonst leidet der Netzschalter und es donnert ggf. die
Haushaltssicherung raus.
Zum Einen braucht das Gerät im Einschaltmoment mehr Strom, weil erst
die Siebelkos im Netzteil aufgeladen werden müssen. Zum Anderen fliesst
im Trafo durch dessen parasitäre Induktivität um 90 Grad der Spannung
nacheilender Wechselstrom. Dieser Strom wäre, wenn der Trafo nicht im
Spannungsmaximum eingeschaltet wurde, im Einschaltmoment nicht 0 gewesen.
Er muss jedoch beim Einschalten bei 0 beginnen. Der Wechselstrom ist dann
mit einer abklingenden Gleichstromkomponente überlagert. Das erste
Strommaximum kann durchaus beim Doppelten des üblichen Werts liegen. Es
dauert nun etwas, bis die Gleichstromkomponente verschwindet.
Zeitkonstante L/R, mit L von mehreren Henry bei grossen Trafos und R
Wicklungsdrahtwiderstand und Impedanz des Stromnetzes, also einige Ohm.
Eine Möglichkeit zur Reduzierung des Einschaltstromes ist ein Vorwiderstand,
der von einem (230V) Wechselstromrelais überbrückt wird, das einfach parallel
zur Primärwicklung angeschlossen wird. Etwas unzuverlässiger ist ein
Gleichstromrelais am Siebelko, geht aber auch. Allerdings wird man den
Widerstand von der Wattzahl und Grösse her so auslegen müssen, das er nicht
länger als eine Sekunde den Strom durchhält, und bekommt daher ein Problem,
wenn das Relais mal ausfällt. Ein Widerstand mit Rücklötauslöser (ein am
Widerstand festgelöteter federnder Draht, der abgeht, wenn der Widerstand
so heiss wird, das das Lötzinn schmilzt, weil er nicht schnell genug vom
Relais überbrückt wird) oder ähnlicher Überlastungssicherungseinrichtung ist
erforderlich.
Statt dem Widerstand kann man einen NTC ('Anlaufheissleiter', current inrush
limiter, http://www.thinking.com.tw/, http://www.epcos.com/) nehmen. Den legt
man auf den maximalen Dauerstrom des Gerätes aus. Da spart man sich das
Relais, allerdings ist der NTC noch heiss, wenn man das Gerät nur kurz
ausschaltet. Vielleicht ist so lange aber auch der Elko noch voll, vor allem
wenn der Netzschalter kurz vorher auch sekundär den Verbraucher trennt.
Und dann kann man elektronisch verzögert den NTC überbrücken, sobald die
Ausgangsspannung stabil ist. Dann kühlt der NTC ab, während das Gerät an ist,
und man kann das Gerät auch mal kurz aus- und wieder einschalten. Für eine
Schaltung siehe
http://www.elektronik-kompendium.de/public/schaerer/onilim.htm
http://www.call-n-deal.de/uwe/elrad/sanft_geschaltet/
und ein weiterer Ansatz in http://www.fsm-elektronik.de/
Kühlschrankkompressoren haben dafür übrigens eine simple Kapsel drin, bei der
Klixon heizt der Vorwiderstand einen Bimetall. Nicht wirklich hi tech, braucht
aber auch einen Moment zum Abkühlen.
http://www.sensata.com/support/klixon-motor.htm
*-----
F.9.4.1. MOV Überspannungsschutz
Metalloxidvaristoren (MOVs) bieten Überspannungsschutz, in dem sie bei
Überschreiten einer bestimmten (aber nicht besonders genau festlegbaren)
Spannung zu leiten anfangen, ähnlich wie Z-Dioden aber bidirektional,
aber sie halten nicht ewig:
http://www.surgex.com/surgetypes.html
Of prime concern is the fact that MOVs have a lifetime "joule" rating. The
joule is an engineering term for energy (energy can be measured in joules).
The joule rating for an MOV means that when a particular MOV has received the
specified amount of energy, it no longer works! This could be the result of
one or two large surges or several small surges. Therefore, for MOVs to be
used reliably, a strict replacement schedule is necessary. It is like not
having a gas gauge in your car - you never know when you are going to run out
of gas so you have to keep putting more gas in your car! Lack of replacement
can have very serious results - MOVs have been known to cause fires.
*-----
F.9.5. Solarladeregler
>Wie funktioniert eigentlich ein Shunt-Solarladeregler?
Einfaches Ding:
http://www.stecasolar.de/bedienung/LUR_D.pdf
Das Solarmodul ist über eine Diode, welche u.A. verhindern soll, dass sich
Nachts die Batterie in das Modul entlädt, an den Akku angeschlossen. Über
dem Modul ist ein LeistungsMOSFET angeordnet, der bei Erreichen der
Ladeschlussspannung des Akkus das Modul kurzschliesst. Da bei
Spannung=0 der Strom fast egal ist, entsteht dadurch keine nennenswerte
Verlustleistung, weder im Solarmodul noch im MOSFET.
+--------+--|>|---+------+
| | +---+---+ |
Solarmodul MOSFET--|ICL7665| Akku
| | +---+---+ |
+--------+--------+------+
Angesteuert wird der MOSFET von einem Komparator, der die gemessene
Batteriespannung mit einer Referenz vergleicht, z.B. in Form des fertigen
Überspannungssensor ICL7665 eingestellt auf 13.8V. Der Komparator
schaltet bei einer höheren Spannung den MOSFET ein und erst bei einer
niedrigeren Spannung wieder aus (Hysterese), dadurch wird verhindert
das der MOSFET im Analogbetrieb 'halbdurchlässig' wird. Die dabei
entstehende Verlustleistung hält er nämlich nicht aus. Die Hysterese darf
durchaus klein sein (also z.B. 0.1V und nicht 1V), so das der MOSFET
auch bei vollem Akku immer wieder kurz eingeschaltet wird, das führt
zur Erhaltungsladung. That´s it. Wahlweise kann man den MOSFET mit
konstanter Frequenz ansteuern und bei Annäherung von 13.7V an 13.8V
die relative Einschaltdauer von 100% auf 0% zurücknehmen (PWM).
Weiteres unter F.21. Bleiakkus.
Bei einem (Wasser-/Wind-)Generator möchte man nicht kurzschliessen,
sondern die überschüssige Energie verheizen. Also schliesst du deinen
Heizwiderstand einfach in Reihe mit dem Kurzschliess-MOSFET.
Der ICL7665 enthält einen zweiten Komparator und kann damit gleichzeitig
einen Tiefentladeschutz für den Akku durch Lastabwurf mit einem NMOSFET
in der Masseleitung zum Verbraucher machen. Siehe Datenblatt.
Die besseren Solarladeregler verwenden einen Schaltregler und arbeiten im
maximum power point (MPP tracking, entnimmt also der Solarzelle so viel
Strom, das ihre Spannung nur so weit zusammenbricht, das die entnommene
Leistung gerade maximal ist) so lange der Akku noch nicht seine
Ladeschlusspannung erreicht hat, und wandelt die Spannung (meist per
StepUp) in die gerade aktuelle Akkuspannung um. Hat der Akku seine
Ladeschlusspannung erreicht, wird aus der Solarzelle dramatisch mehr
oder drastisch weniger Strom entnommen, so das sich ihr Arbeitspunkt so
verschiebt, das sie nur noch die benötigte Leistung liefert, bei
randvollem Akku bis hin zum Kurzschluss- (oder Leerlauf)betrieb in dem
die Solarzelle keine Leistung mehr liefert.
http://innovexpo.itee.uq.edu.au/2001/projects/s369584/thesis.pdf
*-----
F.9.6. Spannungsreferenzen
Um für irgendwas (Messschaltung, Netzteil) eine genaue Spannung zu bekommen,
gibt es reihenweise Chips. Ein paar ausgesuchte:
TL431: einstellbar, besser als jede Z-Diode, billig. Weniger Strom: TLV/MVV431.
LM385/LM336: 1.2/2.5/5V billig, aber besser als jeder Spannungsregler, 150ppm.
Nimmt man solange nichts besonderes nötig ist Immer wenn in einer Bauanleitung also
LM385/LM336 steht, könnt ihr jede Referenzspannungsquelle gleicher Voltzahl nehmen.
MC1403: 2.5V billig, 10ppm Nimmt man, wenn es ziemlich tempstabil sein soll. DIL8/SO8
MAX6325: 2.5V teuer, 0.5ppm. Nimmt man, es es aussergewöhnlich tempstabil sein soll.
LM4120 (1.8/2.0/2.5/5V, 50ppm, 0.2%) und LP3964EMP-ADJ: 2.0V, teuer, 20ppm, 0.1%,
nimmt man wenn man eine präzise Spannung ohne Abgleich braucht.
MAX6018/6029/6129 1.25..5V wenn man mit 5uA Versorgungsstrom auskommen muss.
LM399 (2ppm aber 6.95V) und AD588 (3ppm und 10V) sind teuer und heute out,
ebenso Z-Dioden, selbst so präzise wie die 1N829.
*-----
F.10. Schrittmotoren
Von: MaWin 17.7.2000
Ein Bauteil allgemeinen Interesses sind die Schrittmotoren aus alten Druckern
und Floppylaufwerken. Bei unipolaren Motoren (mit 4 oder 5 Spulen) wird zu
einer Zeit nur 1 Spule (Wave-Betrieb) oder 2 Spulen (Halbschritt- oder
Vollschrittbetrieb) von Strom durchflossen und damit der Motor nur zu 1/4tel
oder der Hälfte ausgenutzt. Bipolare Motoren haben 2 Spulen und sind dadurch
leistungsfähiger, benötigen aber 2 Vollbrücken zur Ansteuerung (oder 2
Halbbrücken und bipolare Versorgungsspannungen). Man kann einen
unipolaren Motor mit 6 Kabeln (2 Spulen mit Mittenanschluss) oder 8 Kabeln
(4 einzelne Spulen) auch als bipolaren mit doppelter Betriebsspannung
verwenden, hat er nur 5 Kabel und einen Mittenanschluss braucht man dazu
eine positive und eine negative Betriebsspannung in Höhe der
Motornennspannung und 4 Halbbrücken.
Motoren gibt es als Variable Reluctance (Weicheisenkern) oder Permanentmagnet
(meist im Blechfingerkäfig) oder Hybrid (beides zusammen). Hat der Motor 3
Spulen, ist es ein 'brushless DC' Drehstrommotor (z.B. von Nidec aus Festplatten)
den man mit Sinus ansteuern sollte: Z.B. A8925 oder A8984 (Allegromicro).
Regelmässig bauen Leute erst die Teile aus, und fragen dann, wie man sie
ansteuert. Leute, messt VOR dem Ausbauen, und nehmt die Ansteuerschaltung
gleich mit, die braucht ihr nämlich.
Schrittmotoren haben, vor allem bei simpler Ansteuerung (UCN5804, SAA1027)
einen schlechten Wirkungsgrad und kommen ohne Bremsresonatorplatte schnell
an ihre Eigenresonanzgrenze. Ein Floppymotor muss halt nur den Kopf verschieben
können. Wie viel sind die xx Nm (Newton-Meter) Drehmoment bzw. Haltemoment
des Motors eigentlich ? 1 N ist die Erdanziehung von 102 Gramm. Baut man an den
Motor eine Seilrolle von 1 Meter Radius, kann ein Motor mit 1 Nm also ein
Gewicht von 102 Gramm anheben, oder 10kg bei einer Rolle von 2cm Durchmesser.
Kein Wunder, das Floppyschrittmotoren bloss milliNewtonMeter (ab 0.001 Nm)
haben. Bei Nenndaten (z.B. 6V/1A pro Spule, also 12W) wird der Motor innendrin
ca. 65 GradC wärmer als die Umgebung, kühlt man ihn verträgt er mehr Leistung.
Will man einen Motor voll ausnutzen, benötigt man eine mehrfach überhöhte
Betriebsspannung und Ansteuerung per Stromchopper oder gleich Mikroschritt.
Also etwas Grundlagen zum Schrittmotor:
http://www.cs.uiowa.edu/~jones/step/
http://www.doc.ic.ac.uk/~ih/doc/stepper/
http://www.eio.com/stepindx.htm
http://www.pcgadgets.com/
Grundschaltung für unipolare Schrittmotoren ( _ aus, - an).
Phase 1 ----____----
Phase 2 ____----____
Phase 3 __----____--
Phase 4 --____----__
+----+
| |--Phase1--+
| | |
| ULN|--Phase2--+--+
|2003| |
|o.ä.|--Phase3--+--+-- +5V
| | |
| |--Phase4--+
+----+
Eine einfache Methode, um Motoren etwas leistungssteigernd zu betreiben,
ist eine niedrigere Spannung bei Stillstand, eine (für Dauerstillstand zu hohe,
wegen der Spuleninduktivität im Betrieb aber tolerable) Spannung beim Bewegen,
wie in folgender Schaltung für 6V Spulen, oft in Floppys eingesetzt:
+--R--+-- +12V
| |E
Stillst --R--+----|< PNP
+----+ |
| |--Phase1--+ |
| | | |
| ULN|--Phase2--+--+
|2003| |
|o.ä.|--Phase3--+--+--|<|-- +5V
| | |
| |--Phase4--+
+----+
Und wenn ihr einen Schrittmotor mit nur 4 Anschlüssen findet (bipolar), nehmt
gleich einen ordentlichen IC mit Takt- und Richtungssignal (A3977, MC3479,
SAA1042, L297 (Achtung: Geht gerne von Rückwirkungen des Motortreibers
in Latch-Up) +L298, L6506+L6501/2/3, L6208/6209, TA8435) oder 2 Vollbrücken
vom uC aus (L293, L298, L6201/2/3, LMD18200, LMD18245,
TLE4205/470x/4726/4727/5204/5205/6209) und steuert sie direkt, mit
Stromreglung (L297, L6506, TLE5250, TEA3718) oder im Mikroschritt (PBL3717,
A3955/57/72/73/77, L6258, PPMC103, M54640/670/679, MB86521, LB1847/11847,
NJM3772+NJU39610, TA8435 (Toshiba)=IMT901 (Nanotec, ebenso stammen
deren Schrittmotoren natürlich von einem anderem Herrsteller
http://www.teco.com.sg/2stepm.htm)) an.
Vollschritt
Phase 1 ++--
Phase 2 -++-
Halbschritt
Phase 1 +++o---o
Phase 2 -o+++o--
Mikroschritt
Phase 1 sinus
Phase 2 cosinus
http://www.trinamic.com/ baut ganze Servo-ICs (regelt Schrittmotor per Encoder
auf Sollposition, inklusive Mikroschritt, jedoch eher nicht geeignet wenn man
mit 2 Motoren Kreise fahren will), jedoch leider in bipolar statt DMOS.
Schrittmotoransteuerung
A2919S A3957S A3962S A3964S A3966S A3972SB A3955 Allegro Microsystems Inc
AN6664S AN6668NS AN8208S Matsushita, Panasonic
BA6343 BA6845FS BA6846FS BA6846FV Rohm Co Ltd
CS279 CS293DN16BW CS3710M15 CS3717 CS3770 CS4161 CS8441N8 CS8442N8 Cherry Semiconductor
Corp
HA13421A HA13475P Hitachi America
IP293 Semelab PLC
KA2820 KA3100D Fairchild Semiconductor Corp Samsung Electronics Inc
L293 L297 L6219 L6223 L6506 L9925 L9935 ST Microelectronics
LB11946, LB11945H, LB11847, LB1946, LB1945H, LB1945D, LB1847, LB1845,,LB1924, LB1923M,
LB1823, LB1823M, LB1838M Sanyo Semiconductor Corp
M54640P M54646AP M54670P M54671SP M54672SP M54676P M54677FP M54678FP Mitsubishi Electronics
America Inc
MC33192DW Motorola Semiconductor Products Inc
MC3479 ST Microelectronics Motorola Semiconductor Products Inc ON Semiconductor
MTD1110 MTD1120 MTD2001 MTD2003 MTD2005 MTD2007F MTD2009J Shindengen Electric Mfg
PBL3717A ST Microelectronics
SAA1027, SAA1042 Philips
SDK03M SI7230M SI7500A SLA7020M SLA7021M SLA7022MU SLA7024M SLA7026M SLA7027MU SLA7029M
SLA7042M SLA7044M SMA7022MU SMA7029M Allegro Microsystems Inc
http://www.allegromicro.com/ic/motor.asp
SN754410NE Texas Instruments Inc
STK6713 STK672 Sanyo Semiconductor Corp
TA7289 TA7774 TA8068L TA8415P TA8430AF TA8435H TA8529F TB62200 TB6504F
TB6512AF TB6528P Toshiba Electronic Components Inc
http://www.semicon.toshiba.co.jp/eng/solution/mtele/moter/steping.html
TCA3727 Infineon Technologies AG
TD6330BP Toshiba Electronic Components Inc
TEA3717DP TEF3718 ST Microelectronics
TLE4726G TLE4727 TLE4728G TLE4729G TLE5250 Infineon Technologies AG
UC1517 UC1717J UC3517 UC3717 UC3770 Unitrode Corp
UCN5804B UCN5804LB UDN2916 UDN2917EB UDQ2916 Allegro Microsystems Inc
UPD16803GS UPD16808GS UPD16813GS UPD16814GS UPD16818 UPD16833 UPD16835 NEC Electronics Inc
*-----
F.11. LCD Flüssigkristallanzeigen
Von: MaWin 17.7.2000
Eine weiteres Bauteil allgemeinen Interesses sind die LC-Displays. Dabei gilt
es 4 Varianten zu unterscheiden:
a) einfache Gläser aus Uhren und Taschenrechnern werden mit
Rechteckwechselspannung von ca. 5V angesteuert (die Mindestspannung
hängt vom verwendeten Flüssigkristall ab, aber 5V reicht eigentlich immer).
Das ist einfach bei direkt angesteuerten (siehe AN587 von
http://www.microchip.com/), geht noch bei 2-fach gemultiplexten
(http://www.zilog.com/docs/z8/appnotes/lcd_apnt.pdf und auch AN587)
und sollte bei mehrfach gemultiplexten mit speziellen LCD-Treiberchips
wie PCF211x/8566/8577 von http://www.semiconductors.philips.com/
oder LC7582/75821/75823/75850 von http://www.sanyo.co.jp/ erfolgen.
Sonst siehe AN786 von http://www.national.com/ mit variabler
Betriebsspannung zur Kontrastregelung, nicht jedermanns Sache.
http://www.tstonramp.com/~pddwebacc/lcd_ics.htm
b) Punktmatrixanzeigen aus FAX-Geräten und Kartenlesern sind fast alle gleich,
basierend auf Hitachi's HD44780 oder kompatiblen, aber fast alle Leute haben
Probleme damit, weil sie das Timing bei der Initialisierung nicht einhalten
oder keine negative Kontrastspannung bei Typen mit erweitertem
Temperaturbereich anlegen. Unterlängen bei 11-pixeligen Displays sieht man nur
nach function set Umschaltung und bei bestimmten (anderen) Zeichencodes.
Zum Umschalten in den 4-bit Modus verwendet man am besten 3 mal 0x30. Das
geht auch, wenn das Display schon im 4-bit Modus war. Dann kommt ein 0x01
(in 2 Nibbles).
Das Timing sollte nicht zu knapp sein, schliesslich fährt nicht jeder Hersteller
sein Display mit derselben Taktfrequenz wie Hitachi in seinem Datenblatt,
und das Originaldatenblatt hat man ja meist nicht.
http://www.apollodisplays.com/pdf/dmcman.pdf (Handbuch für alfanumerische)
http://www.sprut.de/electronic/lcd/
http://elm-chan.org/docs/lcd/lcd3v.html (welche laufen mit 3V ?)
Und wer nach seriell (I2C) ansteuerbaren LCD-Modulen fragt: PCF8574 (LCD
im 4 bit Modus) davorlöten statt teuer fertig kaufen ?
http://www.ezl.com/~rsch/projects.htm SPI2LCD
oder aus Nokia 3310 ausbauen. Der Controller
http://www.semiconductors.philips.com/acrobat/datasheets/pcd8544_1.pdf
ist per SPI ansteuerbar:
Pin Signal Erklärung
1 VDD Betriebsspannung (2,7…3,3 V)
2 SCK Serial Clock Input
3 SDIN Serial Data Input
4 D/C Data/Command
5 SCE Chip Enable
6 GND Masse (Ground)
7 VOUT Òutput voltage
8 RES External Reset Input
http://home.mn.rr.com/sarmitage/avr.html
http://sandiding.tripod.com/lcd.html
c) Bei Grafikdisplays aus Laptops ist jedes Display anders. Man kommt nicht
drumrum, das Datenblatt zu besorgen. Nur leider gibt es kaum Datenblätter.
Mit Glück findet man die Ansteuerung in der Beschreibung eines
LCD-Grafikcontrollers von Samsung, Oki, Epson (SED1335, S1D1370x) oder
Toshiba. Bei den meisten gibt es mehr oder weniger nur eine Taktleitung und
n Datenleitungen (Pixel). Zudem eine Leitung die das erste Pixel pro Zeile
markiert und eine die die erste Zeile des Bilds markiert. Die Alternating Line
bei DSTN-Displays muss bei jedem Bild den Zustand wechseln.
Die Signale müssen mit stabilem Timing generiert werden, bevor die LCD
Spannung aufgebaut wird, und beim Abschalten auch erhalten bleiben bis die LCD
Spannung wieder komplett weg ist. Also sollte man tunlichst die 'Grafikkarte'
aus dem Laptop mit ausbauen, denn an eine normale Grafikkarte für VGAs
passen die nicht. Brauchbarer sind da schon die Typen aus CamCordern
mit Videosignal Eingang.
Von: Andreas Schwarz 11.8.2000
d) Die meisten kleinen Grafik-LCDs (128x32) haben den HD61830 als Controller,
die grösseren (240x128) oft den T6963C, die ganz grossen (320x240) den
SED1330. Das dumme am SED1330 ist, dass er AFAIK keinen Zeichengenerator
eingebaut hat, ansonsten gibt's keine grossen Unterschiede, und an einen
uC-Bus hängen kannst du sie alle. Aber wenn man sich ein LCD in einer
bestimmten Grösse rausgesucht hat, hat man meistens keine Wahl mehr, welchen
Controller man bekommt.
http://www.eio.com/datashet.htm (viele Datenblaetter)
http://www.apollodisplays.com/pdf/dmcman.pdf (Handbuch für alfanumerische)
http://home.iae.nl/users/pouweha/lcd/lcd.shtml
Chips&Technologies AppNote zu 6555x Anschluesse Grafikdisplays vieler Hersteller
http://www.batron.de/
http://www.dbit.com/~lansie/CUJ/Hardware.htm (T6963)
http://www.nbb.cornell.edu/neurobio/land/STUDENTPROJ/1999to2000/gurnee/index.htm#lcddisp
http://home.nikocity.de/woe/lcd/pc2004.jpg
http://home.nikocity.de/woe/lcd/pg12864.pdf
http://www.actron.de/ (Daten CD)
http://www.produktinfo.conrad.de/datenblaetter/400000-499999/488232-da-01-en-LCD_Modul.pdf
http://www.genesis-microchip.com/ (Ansteuerung)
http://www.lcd-module.de/
http://www.rtdusa.com/appnote/108_lcd.htm
http://home.nikocity.de/woe/lcd/lm_dk55.gif
> Woher bekommt man eigentlich die für LCD Hintergrundbeleuchtung bei Laptops oder
> in Scannern verwendeten CCFL (Kaltkathodenfluoreszenz) Leuchtstoffröhern her ?
CCFL sind Leuchtstofflampen ohne Heizung, in denen wenige Milligramm Quecksilber
UV-Licht aussenden, das vom Leuchtstoff in sichtbares Licht konvertiert wird. Bei
40 GradC sind sie am hellsten, bei 0 GradC kommen nur noch 25% der Helligkeit
wie bei 25 GradC heraus, bei 1,5-fachem Spannungsbedarf. Erst nach 30 Sekunden
erreicht die Helligkeit ca. 90%, von 70% direkt nach dem Zünden.
http://www.backlight4you.com/
http://www.farnell.de/ (Kaltkathoden-Leuchtröhren)
http://www.backlight-systeme.de/download/PS_CCFL_Lamp.pdf (nur kundenspezifische)
passender IC: MB3776A
*-----
F.12. VFD Vakuumfluoreszenzanzeigen
Von: MaWin 15.5.2001
Das sind die meist blaugrün leuchtenden Anzeigen in HiFi-Geräten. Das sind
noch echte Röhren mit Heizung, Anode und Kathoden und einem Leuchtstoff
wie in der Fernseherbildröhre, sie sind aber Dank Niederspannung einfach
anzusteuern. Datenblätter sind oft nicht zu bekommen, da die Anzeigen meist
kundenspezifisch hergestellt werden, also sollte man vor dem Ausbauen mal
nachmessen.
Die Heizung benötigt Wechselspannung, aufdrehen bis die Heizdrähte bei meist
4V im Dunklen dunkelrot glühen, die Segmente eine positive Spannung gegenüber
der Heizung von ca. 26V (von 6V bis 40V aufdrehen) bei weniger als 1mA pro
Segment. Für Multiplexbetrieb liegt zwischen den Heizdrähten und den
Segmenten noch ein Gitter. Ist das Gitter mit der Heizung (oder ein bischen
negativer) verbunden, sind die dahinterliegenden Segmente aus, ist es mit
der Segmentspannung (oder ein bischen weniger) verbunden, sind sie an.
http://www.futaba.com/products/displays/app_notes/index.asp
http://www.itron-ise.co.jp/
http://www.noritake-elec.com/
http://www.allegromicro.com/ (MUX Treiber A581x/A681x)
http://www.maxim-ic.com/ (MUX Treiber MAX6920/21/22/31/32)
http://www.princeton.com.tw/ (MUX Treiber PT6311)
http://www.okisemi.com/ (Treiber-IC MSC1162/1163/7162)
http://www.seiko.com/ (Epson Treiber-IC SED2000/2020/2032/2040/2800)
http://www.onsemi.com/ (Treiber-IC CS1087/1088/1089, Mask ROM)
http://www.ti.com/ (Treiber-IC SN755721/755731)
http://www.sanyo.co.jp/ (Treiber-IC LB1240)
http://www.misubishichips.com/ (Treiber-IC M56692/56693/56694)
http://www.nec.co.cp/ (Treiber-IC uPD16305/16306/16326)
http://www.toshiba.co.jp/ (Treiber-IC TD62C949/950)
http://www.maxim-ic.com/ (Controller-IC MAX6850-6853)
http://www.national.com/ (LM9022 Rechteckwechselspannung für Heizdraht)
*-----
F.13. Bauteile prüfen
Von: MaWin 17.7.2000
Das häufigste Problem beim Reparieren von Geräten ist das Prüfen von
Bauteilen. Es geht um das Prüfen der Grundfunktion, dann aber auch um das
vollständige Prüfen. Je nach Schaltung kann es notwendig sein, das Bauteil
abzuklemmen, um es ausmessen zu können. Daher lohnt sich ein Verständnis der
Schaltung (oder gar ein Schaltplan, in dem meist auch Sollspannungsangaben
drin sind) beim Messen. Manchmal hat man Glück, und hat ein vergleichbares
heiles Bauteil da, das ersatzweise eingelötet wird (es kann aber die Schaltung
so weit kaputt sein, das dieses heile Bauteil beim Test zerstört wird, aber bei
Zeilentrafos ist dieses Vorgehen der einfachste Weg)
Für das Prüfen der Grundfunktion gibt es Messgeräte. Einen Ohmbereich,
Diodentest und Transistortest hat schon das 5 EUR Vielfachmessinstrument,
ein LRC-Meter (wie 122211 für 40 EUR von http://www.conrad.de/ oder selber
bauen siehe unter "Kapazitätsmessgerät / Induktivitätsmessgerät") ist nützlich
damit man auch Kondensatoren und Spulen bestimmen kann. Was dann meist
fehlt, sind Messgeräte für hochkapazitive Elkos und MOSFETs, IGBTs,
Thyristoren, TRIACs. Bei ICs hilft meist nur, sich das Verhalten des Chips in
der Schaltung anzusehen und mit den Datenblattangaben zu vergleichen, z.B.
die Stromaufnahme.
Dieser simple Durchgangstester aus einem OpAmp mit Offsetabgleich hat einen
besonderen Vorteil: Er wird so eingestellt, das er nur unter 0.1 Ohm anschlägt
und man kann dadurch tatsächlich durch Leitungen verbundene Stellen von
solchen unterscheiden, bei denen Bauteile dazwischenliegen. Die Messspannung
von 1 Millivolt reicht nämlich nicht aus, ausreichend Strom durch die Bauteile
fliessen zu lassen (bis auf den 0.01 Ohm Shunt, aber den wird man auch so finden).
+---+----------+----+
10k | Summer |
o--+--|+\------+ | |
10R | >-----)--+ Batterie
o--+--|-/-Poti-+ |
10k | | |
+---+----+----------+
Ein genial einfacher Transistortester findet sich unter
http://de.geocities.com/xantia99at/tr_pruef.pdf
Die Piezoscheibe findet sich in Piezosummern, die von diesem Prinzip Gebrauch
machen (das sind aber bei weitem nicht alle, manche Rauchmelder verwenden aber
so eine Piezoscheibe) Conrad.712918/712930/712943 hat nach Bild 7 im Katalog
auch einen dritten Anschluss, aber nicht nach Masszeichnung, also kann man
sich wohl nicht darauf verlassen, das Conrad was geeignetes liefert.
ABER: Selbst wenn ein Bauteil den Grundfunktionstest besteht, kann es dennoch
in der Schaltung der Grund des Ausfalls sein. Ein Bauteil kann z.B. erst bei
hoher Spannung oder Wärmebelastung sein Fehlverhalten zeigen, daher ist
Kältspray ein übliches Mittel in Werkstätten. Und die ganzen Daten eines
Bauteils (z.B. Güte von Spulen, ESR von Elkos) kann nur ein Komponententester
ermitteln.
Elkos sind bei älteren Geräten ein häufiger Ausfallgrund. Man könnte sie pro
forma gleich ersetzen. Aber Vorsicht: 105 Grad Typen sollte man nicht durch
85 Grad Typen ersetzen, sonst hat man das Problem in kurzer Zeit wieder, und
low-ESR Elkos nicht durch normale Elkos (und machmal nicht umgekehrt).
Und da man die spezielleren Elkos selten da hat, lässt man die alten besser
drin, solange sie noch gehen.
*-----
F.13.1. MOS-Transistoren
Von: MaWin 17.7.2000
ein o-+---+----------------+
+-o/o-o/ | 12V50mAGlühlampe |
| : o | +--D S G--180R--250R Poti
|+ : | | Taster | |
9V : +-)---+----+-----------+
|- : | |
| : o | NPN/NMOSFET/TRIAC+THYRISTOR
+-----o/ |
o-+ PNP/PMOSFET/TRIAC
Man nimmt eine 9V Batterie, hängt den N-Kanal MOSFET mit D über eine
Glühlampe 12V/50mA an + und S an - der Batterie, und das Gate über einen
180 Ohm Widerstand an ein 250 Ohm Poti, das mit + und - verbunden ist.
Ein Aufdrehen des Potis sollte den MOSFET zum Leiten bringen. Bei P-Kanal
MOSFET Batterie verpolen.
Bei einem NJFET verbindet man G und S mit - Batterie und schliesst D über ein
Milliamperemeter an + einer 9V Batterie an. Es soll ein Strom von 0.1-100mA,
meist 5-10mA, fliessen.
Ein Thyristor oder TRIAC hat einen Zündstrom und einen Haltestrom (meist
50mA). Man schliesst A (A2) über eine ca. 12V/50mA Glühlampe an + und K (A1)
an - einer 9V Batterie an. Die Lampe bleibt aus. Verbindet man G über 180
Ohm mit + der Batterie, geht die Lampe an und bleibt an, auch wenn man G
wieder abtrennt oder mit - verbindet. Sie geht erst aus, wenn die Lampe kurz
abgeklemmt wird oder (trickreicher) der TRIAC mit einem Taster (der eignet
sich dann auch zum Lampentest) überbrückt wird.
Beim TRIAC funktioniert das auch, wenn die Batterie verpolt wird, beim
Thyristor nicht.
> Wie schliesse ich einen TRIAC richtig an ?
A1 ist der Bezugspunkt, sozusagen der Emitter. Ein verkehrt eingebauter
TRIAC (A1 und A2 vertauscht) geht kaputt und nimmt die Schaltung mit.
Die meisten TRIACs zünden in allen 4 Quadranten, also sowohl wenn A2
in Bezug zu A1 positiv als auch negativ ist und sowohl wenn in G Strom
nach A1 hineinfliesst als auch aus G herausfliesst. Nur die moderneren
'snubberless' TRIACs zünden nicht in Quadrant IV. Da manchmal statt
dem Quadranten auch die Triggerart genannt wird, hier eine Tabelle:
Quadrant A2 Gate Triggerart
I positiv gegenüber A1 positiv gegenüber A1 I+
II positiv gegenüber A1 negativ gegenüber A1 I-
III negativ gegenüber A1 negativ gegenüber A1 III-
IV negativ gegenüber A1 positiv gegenüber A1 III+
> Warum sollte bei einem MOS Transistor ein Vorwiderstand vor das Gate ?
Weil die Zuleitung (Induktivität) und das Gate (Kapazität) einen Schwingkreis
bilden, und so eine Schwingneigung bei sehr hohen Frequenzen existiert, die
durch Verschlechterung der Güte des Schwingkreises durch den Widerstand
gemindert wird. Das könnte man auch mit einer Ferritperle beheben. Aber
zudem befindet sich zwischen Gate und Drain des MOSFET ein Kondensator,
und schnell ansteigende Impulse am Drain schlagen auf das Gate durch und
können den steuernden IC in den LatchUp treiben, wenn man den Strom nicht
per Widerstand begrenzt.
http://www.microsemi.com/ Datenblatt des SG1844 Figure 15
http://www.fairchildsemi.com/an/AB/AB-9.pdf
*-----
F.13.2. Farbcodes
http://en.wikibooks.org/wiki/Electronics/Component_Identification
http://www.ventronicsinc.com/images/smcolorchart.jpg
Der erste Ring ist oft breiter als die anderen, der letzte Ring ist oft abgesetzt von
den anderen. Jeder kennt sie, aber kennt ihr auch diese ?
Kohleschichtwiderstände
Die ersten beiden Farbringe sind die Ziffern, der dritte Farbring die Anzahl der Nullen,
der vierte die Toleranz und der fünfte die Betriebsspannung
Ring 1 2 3 4 5
schwarz 0 0 *1
braun 1 1 *10 100V
rot 2 2 *100 200V
orange 3 3 *1000 300V
gelb 4 4 *10000 5% 400V
grün 5 5 *100000 500V
blau 6 6 *1000000 600V
violett 7 7 *10000000 700V
grau 8 8 *100000000 800V
weiß 9 9
gold *0,1 5% 1000V
silber *0,01 10% 2000V
ohne 20% 500V
Metallschichtwiderstände
Die ersten drei Farbringe sind die Ziffern, der vierte Farbring die Anzahl der Nullen,
der fünfte die Toleranz und der sechte die Betriebsspannung
schwarz 0 0 0 *1
braun 1 1 1 *10 1% 100V
rot 2 2 2 *100 2% 200V
orange 3 3 3 *1000 300V
gelb 4 4 4 *10000 5% 400V
grün 5 5 5 *100000 0,5% 500V
blau 6 6 6 *1000000 600V
violett 7 7 7 *10000000 700V
grau 8 8 8 *100000000 800V
weiß 9 9 9 Sicherungswiderstand
gold *0,1 5% 1000V
silber *0,01 10% 2000V
ohne 500V
Sicherungswiderstände sind Metallschichtwiderstände, die bei Überlastung
definiert durchbrennen, und haben oft einen weissen 5ten Farbring (aber
nicht immer, Vishay NFR25 hat violett, andere sind normal beschriftet)
und ein Ausrufungszeichen auf der Platine
)
Meßwiderstände mit Angabe des Temperaturkoeffizienten (DIN 41429 / IEC 115-1-4.5)
schwarz 0 0 0 *1 250ppm
braun 1 1 1 *10 1% 100ppm
rot 2 2 2 *100 2% 50ppm
orange 3 3 3 *1000 15ppm
gelb 4 4 4 *10000 5% 25ppm
grün 5 5 5 *100000 0,5% 20ppm
blau 6 6 6 *1000000 0,25% 10ppm
violett 7 7 7 *10000000 0,1% 5ppm
grau 8 8 8 *100000000 0,05% 1ppm
weiß 9 9 9 Sicherungswiderstand
gold *0,1 5%
silber *0,01 10%
ohne 20%
NTC-Widerstände (Widerstandswert bei t=25°C)
schwarz 0 0 *1
braun 1 1 *10
rot 2 2 *100 2%
orange 3 3 *1000
gelb 4 4 *10000
grün 5 5 *100000
blau 6 6 *1000000
violett 7 7
grau 8 8
weiß 9 9
gold 5%
silber 10%
ohne 20%
Farbcodes von Kondensatoren (Toleranz absolut bei <10pF, relativ bei >=10pF)
schwarz 0 0 *1pF 20%
braun 1 1 *10pF 0,1pF/1% 100V
rot 2 2 *100pF 0,25pF/2% 200V
orange 3 3 *1nF 300V
gelb 4 4 *10nF 400V
grün 5 5 *100nF 0,5pF/5% 500V
blau 6 6 600V
violett 7 7 700V
grau 8 8 *0,01pF 800V
weiß 9 9 *0,1pF 1pF/10% 900V
gold 1000V
silber 2000V
ohne 20% 500V
EIA-96 - Widerstands-Wertkennzeichnung (meist auf SMD)
Diese Tabelle zeigt die ersten zwei Ziffern der drei-Zeichen-EIA96-Kodierung:
01=100 13=133 25=178 37=237 49=316 61=422 73 562 85 750
02=102 14=137 26=182 38=243 50=324 62=432 74 576 86 768
03=105 15=140 27=187 39=249 51=332 63=442 75 590 87 787
04=107 16=143 28=191 40=255 52=340 64=453 76 605 88 806
05=110 17=147 29=196 41=261 53=348 65=464 77 619 89 825
06=113 18=150 30=200 42=267 54=357 66=475 78 634 90 845
07=115 19=154 31=205 43=274 55=365 67=487 79 649 91 866
08=118 20=158 32=210 44=280 56=374 68=499 80 665 92 887
09=121 21=162 33=215 45=287 57=383 69=511 81 681 93 909
10=124 22=165 34=221 46=294 58=392 70=523 82 698 94 931
11=127 23=169 35=226 47=301 59=402 71=536 83 715 95 953
12=130 24=174 36=232 48=309 60=412 72=549 84 732 96 976
Der folgende Buchstabe ist ein Multiplikator:
Y (alt: S)=0.01 X (alt: R)=0.1 A=1 B=10 C=100 D=1000 E=10000 F=100000
Spulen
Wie Kohleschichtwiderstände in uH. Militärisch spezifizierte Spulen beginnen
mit einem dicken silbernen Ring, dann die 3 Widerstandsfarbringe, dann der
Toleranzringvon 1%, 2%, 3% bis 4% (braun, rot, orange, gelb) zusätzlich zu 5%,
10% und 20%. Oder Kapazität in uH mit goldenem Ring an Stelle des Kommas
z.B. rot gold violett braun 2.7uH 1%
z.B. silber(breit) blau grau braun orange 680uH 3% mil
bei DDR Polyesterkondensatoren zeigt ein Farbfleck an der Seite die
Spannungsfestigkeit blau 25V, gelb 63V, rot 160V, grün 250V, braun 400V,
schwarz 630V, orange 1000V.
Dioden
Farbringe als Ziffern von 1Nxxxx, beginnend beim dicken Ring, der die Kathode kennzeichnet
z.B. weiss braun gelb = 1N914, gelb braun gelb grau = 1N4148
oder, wenn sie mit rot oder seltener braun beginnt eventuell nach Pro Elektron
schwarz X 0 0
braun AA 1 1
rot BA 2 2
orange S 3 3
gelb T 4 4
grün V 5 5
blau W 6 6
violett 7 7
grau Y 8 8
weiß Z 9 9
z.B. rot blau violett grün = BAW75
> Ich habe hier einen Scheibenkondensator mit folgender Aufschrift: 241K
> Könnte mir jemand mal erklären, wie man diese Angaben entschlüsselt?
241 ist die Kapazität in pF, wobei die letzte Ziffer die Anzahl der Nullen
angibt, also 240pF. Also vergleichbar mit SMD-Widerstandsmarkierungen oder
den Widerstandsfarbringen. Da 240 entweder als 240pF oder 24pF verstanden
werden könnte, lässt man die 0 dann weg. Der Buchstabe ist die Toleranz:
A=Sondertoleranz, B=0,1pF, C=0,25pF, D=0,5pF/0.5%, F=1pF/1%, G=2pF/2%,
H=2,5%, J=5%, K=10%, M=20%, P=+100%/-0%, R=+30%/-20%, S=+50%/-20%,
Z=+80%/-20%, X = GMV (was auch immer GMV heisst).
Ein zweiter Buchstabe kann die Spannungsfestigkeit nach DIN41930 angeben:
a=50V, (Kapazitätswert unterstrichen)=63V, b=125V, c=160V, d=250V, e=350V,
(keine Angabe)=400V, f=500V, g=700V, h=1000V.
Heute relevanter: Z=30V, Y=63V, X=160V, V=400V, U=630V.
> Auf einem SMD-Keramikkondensator steht S4. Was bedeutet das ?
Der Buchstabe steht nach EIA für die Kapazität in pF
A=1.0, B=1.1, C=1.2, D=1.3, E=1.5, F=1.6, G=1.8, H=2.0, J=2.2, K=2.4, a=2.5
L=2.7, M=3.0, N=3.3, b=3.5, P=3.6, Q=3.9, d=4.0, R=4.3, S=4.7, f=5.0, T=5.1,
U=5.6, m=6.0, V=6.2, W=6.8, n=7.0, X=7.4, t=8.0, Y=8.2, y=9.0, Z=9.1
und die Ziffer gibt den Exponenten an. S4 ist also 47nF, eine 9 bezeichnet den
Exponenten -1 (also pF-Angabe mal 0.1). Ein vorangestellter weiterer Buchstabe
kennzeichnet den Hersteller.
http://www.marsport.demon.co.uk/smd/chipcap.htm
*-----
F.13.3. linear oder logarithmisch ?
Bei Potis verwenden manche einen angehängten Kennbuchstaben A oder B, wobei
nicht standardisiert ist, was A oder B bedeutet, also muss man nachmessen,
ob das Poti bei halber STellung halben Widerstandswert hat oder eben nicht.
Japanisch eher A log und B = lin, europäisch eher A = lin und B = log, in
älteren Produkten findet man auch gelegentlich A = lin taper, C = log. for
audio taper, F = antilog taper. Habe auch M- bzw. S-Type gefunden.
*-----
F.14. Kondensatoren
Von: Ing. Franz Glaser 1999
> Wie hart ist die Grenze der Spannungsfestigkeit von Becherelkos ?
> Ich habe unlängst eine Schaltung gesehen, in der ein
> 2x45V-Trafo-Netzteil mit zwei 63V-Elkos versehen war. Wenn man es
> genau nimmte wäre das eine Leerlaufspg. (beim Nennwert der Netzspg.)
> von (90*sqrt(2)-2)/2=62.6V an den Elkos und das würde ich hinsichtlich
> der Toleranz der Netzspannung als reichlich knapp dimensioniert
> bezeichnen.
Das ist einfach eine Frage der Lebensdauer der Elkos. Die Grenze ist ja nicht
eine harte Kante, sondern ab der Nennspannung gibt es zunehmend Durchschläge,
die allerdings selbstheilend sind.
Meine Erfahrung zeigt, dass das nicht so schlimm ist, wenn der Elko nicht auf
hoher Temperatur betrieben wird, z.B. mit hohem Ripplestrom. Und es kommt auch
auf das Fabrikat an. Ein guter Industrie-Elko verträgt viel mehr Spannung als
aufgestempelt ist unter normalen Umgebungsbedingungen. Das lässt sich ungefähr
mit dem Verhältnis Volumen (mechanisch) zu Coulomb ausdrücken.
Ich habe vor vielen Jahren einen Siemens Elko der professionellen Baureihe mit
einem halb so voluminösen einer anderen Firma in diesem Zusammenhang
verglichen. Der 40V-Elko von Siemens gab die ersten hörbaren Knacker bei über
80V von sich, der andere bei 46V. Beide waren 470uF / 40V.
An den Elkos erkennt man übrigens sehr schnell, wes Geistes Kind der
Hersteller / Entwickler ist!
Elkos lassen sich behutsam hochformieren. Das heisst, dass man sie zu etwas
höheren Spannungen hin "erziehen" kann, wenn man die Spannung eine Zeitlang
über einen Widerstand anlegt. Aber ich habe einfach vergessen, wie der
dimensioniert sein soll :-)) Sie verlieren dabei aber entsprechend an
Kapazität.
Von: MaWin 7.11.2000
http://www.cornell-dubilier.com/calculators.htm (Elkolebensdauerberechnung)
http://www.kemet.com/ (Kemet Spice Simulation Software Modeling the frequency behavior of
aluminum, ceramic, and tantalum, surface mount capacitors manufactured by KEMET Electronics)
Beim Einsatz von Elkos sollte man sich noch Gedanken machen, WELCHE Elkos
man verwendet. Siehe "power supply noise reduction and filtering" in
"mixed-signal and DSP design techniques" section 10 von
http://www.analog.com/ "Training and Events"
Es gibt
1. die Aluminiumfolienelkos
Haben hohe Toleranzen und trocknen mit der Zeit aus. Isolator ist Aluminumoxid
mit Dielektrizitätskonstante von ca. 7 und einer Durchschlagspannung von
800000V/mm. Die Kapazitäten werden mit Gleichspannung (G-Kapazität) oder 100Hz
Wechselspannung (W-Kapazität, ca. 1.1 bis 1.5 kleiner), gemessen. Elkos die
nur für Zeitgeber gedacht sind haben also die G-Kapazität aufgedruckt, andere
Elkos die W-Kapazität. Bei tiefen Temperaturen (z.B. -40 Grad) haben Elkos
insbesondere bei hoher Frequenz (z.B. 16kHz) eine wesentlich grössere Impedanz
(*100) als bei hohen Temperaturen, z.B. 85 Grad. Hochvolttypen, die lange
gelagert wurden, sollte man vor der ersten Verwendung vorsichtig formieren,
d.h. über einen Megaohmwiderstand an Nennspannung legen, bis sie sich
aufgeladen haben, und dann noch eine Zeit dranlassen. Vor dem Abklemmen
entladen ! Sonst gibt's einen gewischt. Es gibt verschiedene Typen:
1.1. die normalen 'Elko rauh'
Nimmt man, solange nichts besseres notwendig ist. Sind verhältnismässig
klein in der Bauform. 'Schaltfest' sind heute eigentlich alle, d.h. sie dürfen
durch einen Kurzschluss entladen werden ohne das sie dabei gleich sterben.
Aber dennoch sollte man z.B. für Blitzgeräte passende Elkos verwenden, auch
in dicken 50Hz Netzteilen lohnt sich ein 'besserer' Elko zur Siebung oder die
Parallelschaltung mehrerer Elkos. Denn wenn man den Wechselstrom durch
einen Elko mit dessen ESR-Widerstand betrachtet, so führt die entstehende
Verlustleistung von I*I*R zu einer Erwärmung des Elkos von innen, und so
was verkürzt die Lebensdauer ungemein.
1.2. glatte Elkos
Sind für ganz spezielle Anwendungsfälle im Audiobereich geeignet, da sich die
Kapazität mit steigender Frequenz nicht so ändert wie das bei den 'rauhen'
Elkos der Fall ist. Allerdings passt es bei vielen Audioanwendungen, wie bei
Koppelkondensatoren, eher, wenn die Kapazität mit steigender Frequenz sinkt.
Die 'Audio-Caps' z.B. von Elna sind nicht wirklich glatt, sondern nur nicht so
rauh. Ich habe hier noch einen alten Glattelko von 15000uF/16V in der Grösse
einer Bierdose.
1.3. low ESR Elkos
Haben einen geringen Innenwiderstand und möglichst geringe parasitäre
Induktivität. Gut zur Filterung von Schaltreglern geeignet. (Klassischerweise
gilt: Je mehr Volumen ein Elko bei ansonsten gleichen Daten hat, je geringer
ist sein ESR. Widersteht der Elko mehr Spannung als nötig, hat er auch mehr
Volumen. Die Parallelschaltung von 2 Elkos ist nur ganz wenig besser als
einer mit doppelter Kapazität, aber montagetechnisch oft günstig). LowESR
wird bei hohem Ripplestrom benötigt, damit dieser am Innenwiderstand
möglichst nicht zu mehr als 20 K Temperaturerhöhung im Inneren des Elkos
führt.
1.4. 105 GradC Elkos
Das sind die 'länger haltbaren' Elkos. Sie sind notwendig, wenn sich der Elko
durch hohe Rippleströme und deren ohmsche Verluste zwangsweise stärker
erwärmt, wie es in Schaltreglern der Fall ist. Die Gradangaben sind ziemlich
übertrieben, ein 85 GradC Elko hält nur 1000 bis 5000 Stunden bei dieser
Temperatur durch, ein 105 GradC Elko ebensowenig bei seiner Temperatur,
aber laut Arrhenius wird pro 10 K geringerer Temperatur die Lebensdauer
verdoppelt, also Elkos immer schön kühl halten und nicht direkt neben
Kühlkörpern plazieren.
1.5. bipolare Elkos
Bestehen aus 2 gegeneinander verpolten Elkos doppelter Kapazität in Reihe.
Oft in Tonfrequenzweichen verwendet, obwohl man die Dinger eigentlich meiden
sollte. Denn an der inneren Verbindung sollte sich ja /eigentlich/ eine
Spannung einstellen, die grösser (oder kleiner, je nach Polung) ist als die
Spannung an jedem einzelnen Anschluss, sonst wäre ja ein Elko verpolt.
Allerdings arbeitet der endliche Widerstand des Dielektrikums
(Spannungsteiler) dagegen an und es funktioniert nur, weil gelegentlich
einer der beiden durchschlägt. Hat man eine Spannung, die nie positiver
(oder nie negativer) ist, als beide Elkoanschlüsse (des benötigten bipolaren
Elkos), baut man lieber 2 normale Elkos in Reihe und legt die Verbindungsstelle
mit einem hochohmigen Widerstand an die Spannung.
1.6. Blitzelkos
Sind extra für die gelegentliche starke Entladung ausgelegt und sauklein.
Normale Elkos passen als Ersatz nicht rein, Blitzelkos gibt es aber kaum bei
den Versendern...
Nur mal die Preise die ehemals http://www.sander-electronic.de/ nahm:
SI33150035040 Blitzelko 330µ/500V, Snap In, RM10, 35x40 mm, vollisoliert 26,10 EUR
GSE10138525040 Blitzelko 100µ/385V, für gedruckte Schaltungen, 25x40 mm, 3 Pins,
vollisoliert 20,57 EUR
S47050025040 Blitzelko 47µ/500V, mit M18-Zentralgewinde, vollisoliert, 25x40mm 24,43 EUR
Da besorgt man sich doch lieber eine defekte Kamera von eBay zum ausschlachten.
2. Tantalelkos
Gesintertes Tantal mit trockenem Mangandioxid als Elektrolyt und
Tantalpentoxid mit Dielektrizitätskonstante 30 als Isolator. Wegen ihrem
geringem Reststrom gut für Langzeitgeber geeignet, haben aber hohe Toleranz.
Werden gerne bei SMD verarbeitet, als Entkoppelkondensatoren. Vertragen
aber keine hohen Ladeströme, z.B. das direkte Anlegen der Nennspannung über
einen Schalter. Daher nicht geeignet in Schaltreglern zur Siebung, dabei
explodieren sie gerne. Man sollte die Spannungsfestigkeit bei Tantal immer
deutlich (*2..*4) höher wählen, damit die Dinger ausreichend zuverlässig
werden. Tantalelkos trocken nicht aus, halten aber auch nicht ewig. Eine ganze
Platine voller 20 Jahre alten Tantalperlen ist mir beim ersten Anlegen der
Betriebsspannung einfach explodiert, also lösen die sich auch innerlich
irgendwie auf und halten nur 80 GradC aus.
http://www.epcos.de/inf/20/40/db/tec_03/01070134.pdf
3. Doppelschichtkondensatoren (Goldcaps, UltraCaps)
Bestehen nicht aus Gold, sondern haben ihre hohe Kapazität im Faradbreich
weil sich auf den beiden Kohlenstoffelektroden in schwefeliger Säure jeweils
eine superdünne Isolierschicht bildet, die leider nur 2.3V aushält (höhere
Spannung nur durch interne Reihenschaltung). Haben aber auch einen relativ
hohen Innenwiderstand. Sind als Ersatz für Akkus zur Pufferung von
CMOS-RAM zu verwenden, weil sie keine besondere Ladeschaltung benötigen.
Reparaturbetriebe berichten aber, das sie nicht zuverlässiger als Akkus sind.
Mehr Strom können die Ultracaps von http://www.maxwell.com/ultracapacitors/
und http://www.epcos.com/ mit 2700F/2.3V oder 470F/13.8V, erhältlich bei
http://www.rs-components.com/. Bei Panasonic SD zeigt die Spitze der Dreiecke
auf den Minuspol.
4. Folienkondensatoren
Für höhere Ansprüche an die Zuverlässigkeit, weil Ausfälle tödlich sein
könnten, gibt es Kondensatorklassen (EN60950):
Y1: Verwendung zwischen Phase und nicht geerdeten Geräteteilen (Kurzschluss wäre tödlich)
Y2: Zwischen Phase und Erde (Kurzschluss tödlich wenn Erdung defekt)
X1: Zwischen Phase und Null bis 4kV (Kurzschluss löst Sicherung aus)
X2: Verwendung zwischen Phase und Null bis 2.5kV (Kurzschluss löst Sicherung aus)
http://www.vishay.com/docs/26529/gentecin.pdf
Vergleichsliste Aluminium-Elektrolytkondensatoren, nur um mal zu zeigen wie
viele verschiedene es gibt, die alle gleich aussehen:
Hersteller Elna Illinois Mallory Marcon Nichicon Panasonic Richey Rubycon Sanyo Tecate TF
UCC
Chip Electrolytics WX CD50
General Purpose, Axial-Leaded TTA TC/TCG/ TVX SU MDI 701 SME-T, 53D
Low Leakage, Axial-Leaded TLS Z MDIL 714
Hi Temp/-40+105 C. TCX HFA 715E KME-T
Low ESR/-55+105 C. HF, HFS, NHE PZA
Non-Polar, Axial-Leaded SU-NP NA
Non-Polar SU-NP MDIN
NP Speaker Crossover Y MDIN(L)
NP Speaker Crossover Y NA(L) TN
General Purpose RE2 CKR SKR CESEM UVX SU LC TWSS, YK 711 SME-VB
Low Profile RC RSS UVS LP 730 SRG
Hi Temp/-40+105C RJ4 RMR TKR CEUSM UVZ NHE HFR SSP, YXA 725E CD26L KME-VB
Super Miniature RC2 PUM SSR CESSM USA, USL KA SM MS7 724S CD11CX SRAC
Hi Temp SM RC2S PGM CEASM RZ HSM MH7 724SE KMA
Low Leak RB(LL) RLR CE04W-MD KL Z LCL TWL 724E LLA
Three-leaded LC RP2 LCT
Low ESR/-55+105 C. RSE RZM VPR CESFM UPR HFQ PZ TRZ LXF
Low ESR/Hi Rip/Hi Frequency RSH RZS WGR UPL HF/HFU PZ(L)
Non-polar RBP2 BPS CEBPM UVP Bi-Polar SU NC NW RNB CD71 SME-BP
7mm Non-Polarized NS CD71C
NP Speaker Crossover UKZ NC(L) BIW
TV Deflection NC(TV) RNH CDSH KSA-BP
Standard LH2 LBA LPW CEAWF LQ TS TR USP LG SMH
Hi Temp/-40+105° C. LP3J LMU LP CEAUF GQ TRH MXR LGE CD294 KMH
Computer Grade CGS NR CT LSQ CD13N
Es lohnt also, sich auch mal Datenblätter von so profanem Zeugs wie Elkos
anzusehen, z.B. bei Panasonic oder Rubycon
http://www.rubycon.co.jp/de/notes/index.html
Beispiele zur Haltbarkeit von Aerovox:
Aerovox ALC1: 85GradC, 18,000h
Aerovox ALS3: 85GradC, 20,000h
Aerovox ALC4: 85GradC, 9,000h
Aerovox ALS4: 105GradC, 9,000h
Aerovox CGL: 85GradC, 5,000h
Aerovox CGS: 85GradC, 2,000h
Aerovox CGR: 105GradC, 2,000h
http://www.faradnet.com/deeley/book_toc.htm
http://www.arcotronics.com/ aec_gen_info.pdf (Elko Grundlagenerklärung)
> Ich suche engtolerierte und temperaturstabile Kondensatoren
C0G (temperaturstabile Keramik +/-30ppm), Glimmer (Mica): 0..+70 ppm,
Polycarbonat, Polystyrol (Styroflex): -50..-250 ppm, Polysulfon
http://info.tactnet.co.jp/cgi-bin/soshin/eprodetl.cgi?pf=0401&pm=0401&pn=UC55
HF-Kondensatoren geringer Toleranz und hoher Güte
Accu-P von Kyocera/AVX
Tantalperlen:
http://www.ph-cip.uni-koeln.de/~heeg/elektronik/tantal.html
gespeicherte Energie in Kondensatoren hängt quadratisch von der Spannung ab:
W [Joule] = 0.5 * C [Farad] * U [V] ^ 2
und führt zum Kondensatorproblem: http://www.hcrs.at/KOND.HTM
Von: Christian Almeder 1999
> Wie testet man, ob son Ding noch in Ordnung ist ? Mit ´nem Standard-
> Multimeter mit Kapazitätsmessung bis 20uF, das dann ca. 11uF anzeigt wohl
> eher nicht ;)
Oje, wenns 11uF angezeigt hat, geht er wahrscheinlich nicht mehr...
Trotzdem eine Methode:
Auf eine bekannte Spannung U aufladen (ein paar Volt reichen, aber
Nennspannung wäre gut zum Testen der Spannungsfestigkeit), einen Widerstand
R anschliessen und tau stoppen (die Zeit, bis nur noch 37% der Spannung
anliegen). tau ist die sog. Zeitkonstante: Mit u=U*e^(-t/tau) und tau=R*C
ist dann C=(-t/ln(u/U))/R=tau/R Ich würde ca. 10s messen wollen, 30uF also
mit R=tau/C=10s/30uF=ca. 330k Ohm
Kapazitätsmessgerät / Induktivitätsmessgerät:
http://www.engcyclopedia.de/lcmeter.html
http://ironbark.bendigo.latrobe.edu.au/~rice/lc/
http://nov55.com/cap/cap1.htm
http://www.klausrohwer.de/privat/hobbies/elektro/cmess/index.htm
http://www.spettel.de/ralf/projekte/lc-meter/
http://xavier.fenard.free.fr/LCMeter.htm
http://www.aade.com/lcm2binst/LC2Binst.htm
http://my.integritynet.com.au/purdic/lc-meter-project.htm http://www.aade.com/lcmeter.htm
http://www.web-ee.com/Schematics/Inductance%20Meter/Inductance%20Meter.htm
(Induktivitätsmessgerät)
http://www.circuitcellar.com/library/print/0605/Popov179/index.htm
http://www.hw.cz/constrc/lc_metr/lc_metr_2051.html
http://www.pic101.com/mcgahee/cmeter.zip
http://earthground.8m.com/indcap.htm
http://www.talkingelectronics.com/html/CapMeter.html
http://www.mario001.de/elektronik/schaltungen/esrmeter.html
http://www.peakelec.co.uk/ (Atlas LCR Passive Component Analyser)
*-----
F.14.1. Stützkondensatoren
Von: MaWin 1999
> Wo findet man ein paar Daumenregeln für sowas?
Bei TTL/LS/HC: 100nF Keramik Z5U, möglichst SMD
Bei S/F/AC: eher 10nF Keramik Z5U SMD
So ein Kondensator muss den Strom liefern können, den der Chip beim
Umschalten zieht, BEVOR (aufgrund ihrer Induktivität) die Zuleitung den
Strom nachliefern kann, ohne dass der zwischenzeitliche
Versorgungsspannungsabfall eine Fehlfunktion provoziert. Ein CMOS-IC ohne
Takt zieht fast keinen Strom, nur beim Schalten, was je nach Taktfrequenz
zigmillionenmal pro Sekunde passiert. Die grössten Umschaltimpulse gibt
es, wenn ein Ausgang mit kapazitiver Last umschaltet. 100nF ist
normalerweise viel grösser als alle kapazitiven Lasten zusammen (und das
sollte er auch um mehr als den Faktor 25 sein), aber dicke FPGAs brauchen
ganze Batterieen von Kondensatoren. Ist der Kondensator zu gross, kann er
nicht schnell genug reagieren (Streuinduktivität) und hilft nicht am
Impulsanfang. Braucht man grosse Kondensatoren (1uF Tantal oder so), muss
ein kleiner (27nF oder so) dazu, um erstmal am Anfang eines jeden Impulses
den Strom liefern zu können. Es spielt keine Rolle, wie oft der IC
schaltet (1 mal pro Sekunde oder 1 Mrd mal pro Sekunde), sondern wie
schnell er schaltet (langsames CD4xxx oder schnelle AHC)
Das Keramikmaterial Z5U ist superbillig und speziell dafür gemacht (vermeidet
Resonanz durch Kapazitätsänderung in Abhängigkeit von der Spannung, für
andere Anwendungen taugt es nicht), leider fallen sie öfters mal mit Kurzschluss
aus.
Sitzen auf einer Platine viele 100nF Abblockkondensatoren, sollten auch noch
einige normale 10uF Elkos dazu, die durch ihren Serienwiderstand die
Schwingneigung dämpfen, die sonst das Board irgendwo zwischen 5 und 20MHz hätte.
Von: Thomas Rehm 2.2002
Bei 1 GHz (nochmal angemerkt, das es hier um die Flankensteilheit und nicht
unbedingt die Impulswiederholrate geht) sind Kondensatoren größer 1nF schlicht
unwirksam.
Beispiel: 10nF-Kondensator in SMD-Technik, Bauform 0805, also
etwa 2mm lang. Als Faustformel sagt man haben 1cm Leitungslänge
etwa 10nH Induktivität. Der 10nF-Kondensator hat also etwa
2nH Induktivitätsbelag, dazu kommen noch Leiterbahnlängen.
Im bestmöglichsten Falle (2nH) wird der 10nF-Kondensator also
eine Serienresonanzfrequenz von 37 MHz(!) besitzen (Thomsonsche
Schwingungsformel). Oberhalb von 37 MHz wird der Kondensator
zu höheren Frequenzen hin mehr und mehr induktiv, also hochohmiger.
Du siehst also nun, warum du bei 1 GHz keine "Probleme" mit
Kondensatoren 20n..100n hast? ;-)
Für optimale, breitbandige Abblockung bis 1GHz müßte man eigentlich
eine Kondensatorbatterie zusammenschalten: 10pF, 100pF, 1nF, 10nF.
Bei zu groß gewähltem Abstand der Werte kann es jedoch zu
Parallel-Resonanzen kommen, wodurch es erst Recht Probleme gibt.
Wenn man also tatsächlich bis 1GHz abblocken muß, wird man nicht
drumherum kommen, Layout und Abblockmassnahmen sinnvoll zu kombinieren
(Ground und Power als eigene Planes z.B., und Leiterbahnen zuerst an
die Abblockmaßnahmen heranführen, nicht zunächst an die abzublockenden
Bauteile etc.).
Von: Robert Hoffmann
Die Dinger nennt man meist "Stützkondensatoren" bei Digitalschaltungen bzw.
"Bypass-Kondensatoren" bei Analogschaltungen. Sie sollen für die
hochfrequenten Anteile des Stroms, den der Baustein zieht, einen möglichst
niederohmigen und bei sehr schnellen Schaltungen auch einen möglichst
niederinduktiven (d.h. Ko sehr nahe ans IC) Pfad darstellen. Damit erreicht
man, dass Bezugspotenziale (insbesondere Masse) möglichst "rein" bleiben.
siehe: AN-202 von http://www.analog.com/
Z.B. benötigen CMOS-Bausteine statisch praktisch keinen Strom, während sie
im Umschaltvorgang Strom ziehen. Die entsprechende Energie kommt aus dem
Stützkondensator und kann insbesondere in den Schaltpausen von der externen
Versorgung relativ langsam "nachgefüllt" werden.
Prinzipiell hängt die Grösse des Kondensators davon ab, wie gross diese
Stromspitzen sind, wie oft sie auftreten und wie gut die externe Quelle den
Ko aufpäppeln kann. Bei den meisten Digitalschaltungen werden so typ. 47nF
bis 100nF KERKOS (am besten Vielschichtvarianten wenn nicht ohnehin SMD)
verwendet. Bei Bausteinen mit sehr grossem Stromverbrauch z.B. grosse FPGAs
kann man dann noch zusätzlich einen Tantal-Elko hinzufügen, dabei sollte der
Kerko aber näher beim IC sitzen, als der Ta-Elko.
Übrigens: wenn die Kondensatoren irgendwo anders sitzen, dann bilden sie mit
der Zuleitung zum Verbraucher einen Schwingkreis (1nH/mm als Faustregel pro
Hin- bzw. Rückleitung) und erzeugen dann ein sog. "Klingeln" auf der Leitung,
das man erstens auf andere Leitungen überkoppeln kann => Störung, bzw. die
Versorgung, die der IC an seinen Anschlüssen sieht wird verhunzt. Das kann
dann heissen, dass er Digitalpegel nicht mehr richtig erkennen kann. Ähnlich
dramatische Auswirkungen auf eine Analogschaltung kannst du dir ja dann
vorstellen.
*-----
F.15. VA = W?
Von: Ing. Franz Glaser 1999
In der Wirklichkeit ist es aber so, dass viele Laien und Halbfachleute
überhaupt nicht daran denken, dass die Watt-Angabe von elektrischen Geräten
was ganz Anderes besagt als die U*I - Formel vermuten liesse.
Ein typisches Beispiel ist ein Kühlschrankmotor. Ich nehme den hier deswegen,
weil er ein 230V - Verbraucher ist. Der hat zwar laut Typenschild eine
Nennleistung von z.B. 500W, aber das ist die Leistung an der Welle, nicht die
vom Netz aufgenommene ! Und die Angabe besagt auch überhaupt nicht, dass er
500W abgibt, sondern das ist nur eine Angabe, die sich auf seine BELASTBARKEIT
bezieht. So, dass er nicht durchbrennt. Ein Motor nimmt immer so viel Saft
aus dem Netz, wie er an der Welle gerade abgeben muss, im Gegensatz zu einem
Heizkörper.
So ein Motor hat einen Wirkungsgrad von angenommen 75% und einen cos_phi von
0,7 womit sich eine Scheinleistung von 952 VA ergibt. Die Stromstärke wäre
daher ca. 4,33A. Und das ist nur der Nennwert. Bei einem Kühlschrank wird der
nur beim Einschalten überschritten, und zwar um ein Vielfaches, weshalb
Gefriertruhen und Kühlschränke erfahrungsgemäss nicht an 10A - Sicherungen
hängen können. Andere Antriebe können repetitive Stossbelastungen erzeugen,
die weit höher sind als die Motor-Nennleistung. Da kann man sich zwar mit
trägen Sicherungen oder Schutzschaltern abhelfen, aber es ist in jedem Fall
zuerst die Sicherung zu dimensionieren und darauf aufbauend die Belastbarkeit
zu ermitteln.
Oder umgekehrt: Die Stromaufnahme der Verbraucher bestimmt, welche Sicherung
eingesetzt werden muss und daraus ergibt sich die nötige Draht-Dimensionierung.
Und deswegen habe ich mich dagegen gesträubt, mich auf die Watt einzulassen
und stattdessen die Ampere-Betrachtung eingeführt.
Hier steht mehr über das Thema Watt zu lesen:
http://www.geocities.com/SiliconValley/2926/txt/power-cons.html
*-----
F.16. Welche Sendefrequenzen für Bastler?
Von: Oliver Bartels 1999
> Frage: Darf ich in Deutschland überhaupt mit etwas selbstgebasteltem
> auf irgendeiner Frequenz senden? Gibt es vielleicht so etwas wie eine
> "Bastlerfrequenz"?
Es gibt die ISM Bänder (27MHz, 40MHz, 434MHz, 2,45GHz, 5,8GHz, 24GHz, also
für jeden etwas ...) sowie das SRD Band (868MHz mit sehr genauen
Nutzungsvorgaben), auf denen Geräte mit begrenzter Sendeleistung unter einer
allgemeinen Frequenzzuteilung (d.h. ohne "Anmeldung") arbeiten können.
Voraussetzung ist die Einhaltung der einschlägigen Normen (ETS 300 220, ETS
300 440, ETS 300 328 für erhöhte Leistung mit Frequency Hopping im 2,4GHz
Bereich), diese begrenzen im allgemeinen die Leistung auf 10mW (im GHz-
Bereich teilweise mehr).
Wenn ein Gerät zu mehr als nur Testzwecken genutzt und insbesondere in
Stückzahlen produziert werden soll, braucht es für die Nutzung dieser Bänder
eine EU Baumusterbescheinigung. Die gibt es entgegen landläufiger Meinung von
vielen Stellen, nur nicht von der Post (der Begriff "Postzulassung" ist daher
schlicht Quatsch), in Deutschland sind (m.W. nach) derzeit acht Testhäuser
als benannte Stelle beliehen, die so etwas ausstellen. Allerdings wird man die
EU Baumusterbescheinigung nur dann beauftragen, wenn die Entwicklung
abgeschlossen ist. Auf deren Basis schreibt dann der Hersteller selber die
Konformitätserklärung für das ce-Zeichen. (Der Test vorher ist nach dem EMVG
ausdrücklich zugelassen, sofern niemand gestört wird. Auf Messen dürfen mit
Hinweisschild auch Geräte noch ohne Zulassung gezeigt werden, auch solange
niemand gestört wird.)
Es gibt auch die Möglichkeit, einzeln höhere Leistungen und spezielle
Frequenzen zugestanden zu bekommen, im Extremfall für kurze Zeit sogar breite
Bänder (was meinst du wohl, wieviel von dem bei F1-Rennen genutzten Equipment,
das irgendwo herumfunkt, zertifiziert ist, das geht alles über spezielle
Zuteilungen ... Soviele Kanäle für On Board Kameras gibt es nornalerweise gar
nicht ;-)
Der Knackpunkt für den "Bastler" ist nur das Einhalten der Vorgaben z.B. nach
den ETS-Normen. Ohne Geräte wie Spektrumanalyser oder Messempfänger ist das
sehr schwierig, die Wahrscheinlichkeit, das irgendwelche Nebenwellen jemanden
stören, ist recht gross.
Im Grunde gilt das auch für viele Amateurfunker, nur nutzen die (wegduck ;-)
sowieso bloss wieder fertige Kisten, die dann auch wieder zertifiziert sind.
Daneben ist gerade bei Bastlern und hohen Frequenzen die Wahrscheinlichkeit
eh' recht gross, dass der Sender infolge Konstruktionsfehler gar nichts
sendet, bei 2,4GHz reichen da z.B. 5..10mm (!) Draht anstelle einer
impedanzrichtigen Leitung an manchen Stellen völlig aus. Ohne
Netzwerkanalysator (noch so eine Kiste, hat mit dem Spektrumanalysator wenig
gemein und dient zum Bestimmen der sogenannten s-Parameter, welche u.a. etwas
über die Anpassung aussagen) schaut man da recht alt aus. Die Störfestigkeit
ist daneben bei der ce auch ein Thema, hier sind u.a. Signalgeneratoren recht
nützlich ...
Ein Beispiel: 434MHz Modul mit PLL.
Problematik: Störstrahlung, Nebenwellen in ca. 13 MHz Abstand links und rechts
vom Träger.
Ursache: Einstreuung einer Teilerfrequenz der PLL, Mischung, festgestellt
mittels Spektrumanalyser und Probe.
Abhilfe: Layoutänderung und eine Massnahme im Signalpfad.
Folge: Neue Leiterkarte, neue Bestückung ...
Problematik: Grosssignalfestigkeit, SAW Filter notwendig,
Kunde baut ihn testweise ein, nach Einbau geht nichts mehr.
Ursache: Fehler in der 50 Ohm-Anpassung des Filters.
Messung mittels Netzwerkanalysator.
Nach Messung, Berechnung und Realisierung eines Anpassungs-
netzwerks geht es besser als vorher ;-)
So, und nun wünsche ich unserem Bastler mit dem 250 EUR
Conrad-Skop (wenn überhaupt) viel Glück, er wird es brauchen.
Um einen Preiseindruck zu geben:
- Messtechnik:
Spektrumanalyser brauchbar so ab 10000-15000 EUR
Networkanalyser dto., wobei gut da eher bei 30000-40000 EUR liegt
Signalgenerator ca. 5000-25000 EUR je nach Modulationsart.
Probe für HF so um die 2500 EUR
achja, es gibt auch DSOs, Programmer, Counter, Multimeter,
Netzteile usw.
- Entwicklung, Test:
Leiterkarten : etwa zwei bis vier Durchgänge (je einige Tausend EUR,
insbesondere bei anderem Basismaterial als FR4, oder wenn
man nicht auf den Pool warten will, Bestückung der bei hohen
Frequenzen nötigen SMDs nicht zu vergessen).
Testhauskosten : realistisch 5000-15000 EUR je nach Schwierigkeit.
... und nicht zu vergessen: einige Mannmonate Zeitaufwand für
die reine Entwicklung.
All das macht die Sache für ein Bastelprojekt nicht gerade einfach.
Darum war das klassische Bastelprojekt früher die 27MHz/40MHz
Fernsteuerung (LM1871) für Modelle aller Art, weil da die Anforderungen
an den Schaltungsaufbau eher gering sind. Bei 434MHz wird es schon
sehr schwierig (ich kenne einige Leute bei Fahrzeugherstellern,
denen bestimmte Zähne fehlen, weil sie sich diese daran ausgebissen
haben ;-), darüber hinaus sieht es ohne Messmittel eher nach
Glücksspiel aus ...
Das ist auch der Grund, warum Anfragen nach Schaltbildern hier
regelmässig Freude und Heiterkeit auslösen. Jeder, der sich auch nur
ein bisschen mit HF auskennt, weiss, das ein einfaches Verdrahten der
Bauteile nach Schaltplan ohne geeignete Leiterplattenkonstruktion und
ohne Auswahl der richtigen Bauteile (gilt selbst für simple Kondensatoren)
schlicht nicht funktioniert, von der Einhaltung der ETS-Normen einmal
ganz zu schweigen. Wer das weiss, fragt nicht nach Schaltbildern, wer
das konstruieren kann, macht sich auch das Schaltbild schnell selber.
Und wer's nicht lassen kann: Schaltungen und Platinenlayouts in den
Datenblättern und AppNotes von Atmel Chips T5754, U2741, U2745,
T5743, T5744, U3741, U3742, U3745, Mono-FM-UKW-Sender MAX2606,
und dazu zeigt AN192 von Philips ein UKW Radio mit TDA7000.
http://www.produktinfo.conrad.com/datenblaetter/125000-149999/130428-sp-01-en-Sender_Empfaen
ger_Modul_Set_433MHz.pdf
http://www.speedy-bl.com/empf.htm (Modellbau)
Von: MaWin am 20.8.02
Grenzwerte für Feldstärken im Bereich 10-400MHz:
Consumer-Elektronik: 3V/m
Industriegeräte (darunter Medizintechnik): 10V/m = D2-Handy in 1 Meter Entfernung
Mensch: 27.5V/m
Automobiltechnik: 30V/m, im Test bei 200-400V/m darf Komfortelektronik vorübergehend
gestört werden, Sicherheitselektronik nicht.
*-----
F.16.1. Schädlichkeit von elektrischen Feldern und elektromagnetischen Wellen
Von: MaWin 2002
Funk, also elektromagnetische Wellen, und elektrische Felder, sind ebenso
wie magnetische Felder seit Anbeginn der Welt um uns und um alle Tiere und
Pflanzen herum. Sie stammen aus dem Weltall, von Blitzen, und vom Magnetfeld
der Erde. Sie sind sogar recht stark im Vergleich mit den technisch erzeugten,
beispielsweise ist die Erde gegenüber den Wolken so stark negativ geladen,
das dein Kopf in einer Gegend ist, die ca. 200 Volt positiver ist, als deine
Füsse (dennoch passiert nichts, weil die Luft so ein schlechter Leiter ist,
so das der 'Kurzschluss' durch den menschlichen Körper sofort zu einer
Angleichung der Spannung führt, zum Zusammenbrechen des Feldes, aber das
nur als technische Erklärung am Rande). Bei DEUTLICH mehr als 100V/m,
je nach Luftfeuchte nämlich so ab 100000V/m, gibt es einen Blitz :-)
Auch Nordlichter sind letztlich 'offene' Neonröhren von immensem Ausmass
(über 100GW = 100000000000 Watt), und irgendwo ist zu jeder Zeit eins aktiv,
ebenso wie irgendwo auf der Erde zu jeder Zeit gerade ein Gewitter blitzt.
Und wir wissen alle, das viele technische Geräte durch Gewitterblitze und
Sonnenwindeffekte in ihrer normalen Funktion gestört oder zerstört werden,
was zeigt, wie stark die Naturgewalten hier sind.
Die Stromversorgung in Kanada brach 1989 in ganzen Bundesländern
zusammen, weil elektrisch geladene Teilchen von der Sonne an den Polen
bis zur Erdoberfläche durchdringen und in den Hochspannungsleitungen
so hohe Ströme induzieren, das im Stromnetz die Sicherungen rausflogen.
Selbst der menschliche Körper (Nerven, Gehirn, Muskeln) arbeitet elektrisch,
und die bewegten elektrischen Teilchen produzieren damit elektromagnetische
Wellen (wie auch der Laie am EEG und EKG erahnen kann). Merkwürdigerweise
gibt es Personen, die Magnetismus eine positive Wirkung zuschreiben und
Elektrizität eine negative Wirkung unterstellen, dabei tritt untrennbar immer
beides zusammen auf.
Niemand behauptet, das elektrische Felder und elektromagnetische Wellen
KEINEN Einfluss auf Menschen und die anderen biologischen Lebewesen haben.
Vielleicht gäbe es uns Menschen ohne sie nicht, ebenso wie es uns ohne
Radioaktivität wegen fehlender Mutation nie gegeben hätte. Möglicherweise
haben sie sogar schädliche Auswirkungen, eventuell würden wir ohne sie 200
Jahre alt oder wären doppelt so klug....
Es nützt also nichts, alle technischen Quellen von 'Elektrosmog' abzustellen,
denn es gibt viel zu viele natürliche Quellen die oftmals stärker sind, und
oft ausgeprägter sind (das impulsartige Spektrum von Blitzen überdeckt
fast alle technisch genutzen Frequenzbereiche, die 230V der Steckdose
entspechen gerade mal der Feldstärke von 2 Metern, etc.).
Wer den Test machen will, ob es ihm ohne elektrische Felder und ohne
elektromagnetische Wellen besser oder schlechter geht, der kann sein Leben
in einem faradyschen Käfig (einer Kiste aus Blech) verbringen, denn dort
dringen keine Funkwellen hinein und dort herrscht kein elektrisches Feld.
Als Mensch habe ich dazu keine Lust. Aber viele Tiere mussten schon ihr
ganzes Leben in Käfigen (aus Metall, und damit faradaysche) verbringen.
Das war sicher ein doofes Leben, aber biologisch verbessert (oder
geschadet) hat es ihnen millionenfach erkennbar nicht.
und Leute die nicht daran glauben:
http://www.buergerwelle.de/
http://www.beepworld3.de/members7/morpheus99/weltkontrolle.htm
http://www.bunkahle.com/Aktuelles/Astromedizin/HAARP_Tempelhof.html
http://www.livescience.com/technology/050202_light_show.html (das macht HAARP)
http://www.alaska-info.de/a-z/haarp/alaska_haarp1.html
http://www.tolzin.de/e-smog/
> Ist Gleichstrom oder Wechselstrom gefährlicher ?
Gesetzliche Grenzwerte für potentialfreie offen liegende elektrische Teile:
25V bei Wechselspannung und 60V bei Gleichspannung, es sind aber auch schon
Leute unter extrem ungünstigen Bedingungen an einer 9V Batterie gestorben.
http://www.darwinawards.com/darwin/darwin1999-50.html
Leider macht technisch Gleichstrom bei Schaltern schon ab 40V Probleme wegen
Funkenlöschen, was bei Wechselstrom kein Problem ist.
Von: Andreas Ferber
Der Unterschied liegt in der Physiologie der Muskelzellen begründet.
Eine Muskelzelle wird durch elektrischen Strom zur Kontraktion
angeregt. Dabei löst ein einzelner Impuls nur ein kurze Zuckung der
Muskelzelle aus, ebenso das Einschalten eines lang andauernder
konstanter Strom. Danach erschlafft die Zelle sofort wieder. Wenn
mehrere Impulse kurz aufeinander folgen, erschlafft die Faser nicht
vollständig bevor die nächste Kontraktion beginnt. Je dichter
aufeinanderfolgend die Impulse sind, desto stärker wird die
durchschnittliche Kontraktion der Muskelfaser, bis ab einer gewissen
Schwelle der sogenannte Tetanus eintritt (dann sind die Fasern
vollständig kontrahiert).
Der Punkt, an dem ein Loslassen eines umfassten elektrischen Leiters
nicht mehr möglich ist, nennt man die Loslassstromstärke. Bei der
50Hz-Wechselspannung unseres Stromnetzes liegt sie bei 10-20mA.
Trägt man die Loslassstromstärke gegenüber der Frequenz des Stroms
auf, so erhält man ungefähr den folgenden Verlauf:
I [mA] ^
|
55 | /
45 | /
35 | /
25 | /
15 | \___________________/
5 |
+-------------------------------->
10 100 1000 10000 f [Hz]
Bei Frequenzen oberhalb von ca. 7kHz kann man nicht mehr von einer
Loslassstromstärke sprechen, da hier die oben beschriebenen Effekte
i.d.R. nicht mehr auftreten, die Vorgänge in der Muskelzelle sind
einfach zu langsam.
Tödlich kann der Wechselstrom sein, weil die oben beschriebenen
Vorgänge natürlich genauso auch beim Herz zu finden sind, daher löst
der Strom u.U. einen Herzstillstand oder Kammerflimmern aus.
Bei reinem Gleichstrom sieht das ganze ein wenig anders aus. Wenn der
Gleichstrom eingeschaltet wird (ob gewollt oder nicht), verkrampfen
die stromdurchflossenen Muskeln einmal kurz und erschlaffen dann
wieder. Häufig führt dies bereits dazu, daß der Kontakt zu der
Spannungsquelle unterbrochen wird, da man durch die Muskelzuckungen
fortgeschleudert wird. Beim Ende des Stromflusses sind auch wieder
Bedingungen gegeben, die zu einer Muskelverkrampfung führen, daher
gibt es beim Abschalten auch noch einmal einen kurzen Krampf. Während
der Strom aber konstant fliesst, ist ein Loslassen unabhängig von der
Stromstärke immer möglich. Beim Gleichstrom hat man von daher nur
Messungen gemacht, ab welcher Stromstärke freiwillige Versuchspersonen
nicht mehr bereit sind, die Krämpfe beim Ein- und Ausschalten
hinzunehmen, und der Versuch daher beendet wurde. Diese Stromstärke
liegt bei ca. 75mA, also bereits deutlich höher als die Loslassstromstärke
beim Wechselstrom.
Reiner Gleichstrom ist aber im Gegensatz zu Wechselstrom i.d.R. nicht
in der Lage, ein Kammerflimmern oder gar einen Herzstillstand zu
verursachen (dies kann nur dann geschehen, wenn das Ein-/Abschalten
des Stroms genau in die sogenannte "vulnerable Phase" des Herzschlags
kurz vor Beginn der Diastole fällt, aber selbst dann ist es relativ
unwahrscheinlich), daher sind tödliche Unfälle mit reinem Gleichstrom
ziemlich unwahrscheinlich (selbst bei höheren Spannungen von mehreren
100V).
Anders sieht es mit technischem Gleichstrom aus, der noch eine gewisse
Welligkeit besitzt. Dieser setzt sich im Prinzip aus einem reinen
Gleichstrom und einem Wechselstrom zusammen, und diese beiden Ströme
kann man im Hinblick auf ihre physiologische Wirkung getrennt
betrachten. Ein aus Wechselspannung durch eine einfache Diode ohne
Glättung gewonnener pulsierender Gleichstrom ist sicherlich nicht
wesentlich weniger gefährlich als der Wechselstrom.
Eine andere Wirkung, die unabhängig von der Art des Stromes immer
auftritt, ist die thermische Wirkung des Stroms. Diese ist jedoch
relativ selten tödlich, nur bei Hochspannungsunfällen ist sie eine
häufige Todesart. Dabei ist zu beachten, daß damit nicht nur äussere
Verbrennungen gemeint sind. Ein Stromopfer kann äusserlich relativ
unverletzt sein, während das Körperinnere regelrecht verkocht ist.
Auch z.B. das bei Hochspannungsunfällen häufig auftretende
Nierenversagen hängt mit diesen Effekten zusammen. Äussere
Verbrennungen entstehen meistens durch Lichtbögen, die vor allem bei
Mittel- und Hochspannungsunfällen häufig entstehen.
*-----
F.17. Laserdioden
Zum Spielen eignen sich mit 1mW (CD-Player) bis 10mW (CD-Brenner) infrarot
strahlende (und damit nur sinnvoll mit einer Videokamera erkennbare)
Laserdioden oder mit 1mW (Laserpointer) bis 25mW (DVD-Brenner) sichtbar rot
strahlende Laserdioden (wobei solche mit 635nm 4 mal heller erscheinen als
solche mit 670nm gleicher Leistung). Aber behandelt die Dioden vorsichtig,
sie gehen durch elektrostatische Entladung in Nanosekunden kaputt (Vor dem
Ausbauen oberhalb der Platine einen blanken Draht ein paar mal um die 3 Pins
wickeln, erst nach dem Einbau wieder entfernen). Ab einem bestimmten Strom
beginnen die Dioden zu leuchten, ab einem höheren Strom zu lasern und bei
noch höherem Strom gehen sie schlagartig kaputt und werden zur teuren LED.
Leider weiss man nicht wie weit man den Strom aufdrehen darf weil die
Herstellungsschwankungen locker 1:5 betragen (schaut mal in so ein Datenblatt).
Wenn man die Diode nicht riskieren will, nimmt man eine Photodiode wie BPW33,
lässt einen Laser gleicher Wellenlänge bekannter Leistung komplett darauf
scheinen und vergleicht den Photostrom mit dem warmgelaufenen einzustellenden
Laser. Echte Laserpowermeter sind kalibriert und vermeiden zusätzlich Streulicht
und Spiegelung. Da kalte und alte Laserdioden in der Leistung nachlassen, haben
alle Laserdioden eine Photodiode eingebaut, mit der man den Strom so regeln
kann, das die Helligkeit gleich bleibt, was auch jeder CD-Player aber nicht
jeder Laserpointer tut. Leider ist auch der Photostrom kein absoluter Messwert,
sondern schwankt je nach Exemplar um 1:4 so das ein Einstellen per
(Selbstbau-)Laserpowermeter nicht zu vermeiden ist. Daher lohnt sich unbedingt
der Kauf von fertigen Lasermodulen mit bereits justierter Regelelektronik,
passender Laserdiode und ordentlich montierter und justierter Linse. Denn der
Laserstrahl ist ohne Optik absolut nicht gebündelt, sondern divergiert um 30
Grad in der horizontalen und 10 Grad in der vertikalen, ist also schlechter
gebündelt als eng abstrahlende LEDs.
Mit einer Linse (wie im CD-Player) kann man ihn fokussieren, will man einen auf
grosser Länge gleichdicken runden Strahl braucht man schon 2 justierbare Linsen,
und die Mechanik bekommt man kaum besser und billiger hin als in fertigen
Modulen. Wenn das aus irgendwelchen hoffentlich wirklich guten Gründen nicht
geht, gibt es die Regelschaltungen auch einzeln überall wo es Laserdioden gibt,
aber wenn man den Strahl schnell ein- und ausschalten (modulieren) will, z.B.
um Daten zu übertragen, braucht man spezielle (eben modulierbare) Lasermodule
bzw. Regelschaltungen. Einen Strahl hoher Qualität (konstante Wellenlänge,
kein Modensprung, hohe Kohärenzlänge, holographietauglich) bieten einige
Laserdioden wenn man die Chiptemperatur per Peltier konstant hält und den Strom
komplett rauschfrei (da ist eine Batterie besser als ein Spannungsregler) durch
die Diode schickt.
http://www.laserfaq.com/
http://www.repairfaq.org/sam/slfarchv
http://www.hut.fi/Misc/Electronics/circuits/laserlink.html
http://www.imagineeringezine.com/ttaoc/r-circuits.html
Laser(module) gibt es z.B. bei:
http://www.lasercomponents.com/
http://www.roithner-laser.com/
http://www.hb-laser.com/
http://www.laser2000.de/
http://www.lcd-module.de/
Und wer Musik in schlechter Qualität über Lichtleiter senden will nimmt
60-280-49 von http://www.elv.de/, für gute Qualität wandelt man A/D auf
Senderseite und D/A auf Empfängerseite mit klassischen DigitalAudiochips
(Cirrus Logic) und überträgt digital (z.B. im Standardformat S/P DIF).
Für das von BlueTooth verwendete CVSD (continuously variable slope
delta) Modulations-Verfahren gibt es haufenweise Chips (MC34115, CMX639,
HC55564), ansonsten geht ADPCM noch recht einfach. Zur Datenübertragung
gibt es viele Vorschläge
http://www.geocities.com/SiliconValley/Lakes/7156/laser.htm (serielle Übertragung)
http://www.alphalink.com.au/~derekw/upntcvr.htm (serielle Übertragung)
http://www.matwei.de/
http://strike.wu-wien.ac.at/~dusty/projekte/laserlink/index.shtml (seriell)
*-----
F.18. Wasserstandsmesser
Von: Hans-Joachim Koch
http://www.sonotec.de/
http://www.tecson.de/
http://www.nivus.de/
Von: Mario Ruetti 1999
(Zusammenfassung des Threads)
Von: Michael Linnemann 1999
Ein konkreter Vorschlag (den ich hier schon ein paar mal breitgetreten
habe...) ist eine kapazitive Sonde. Die besteht aus zwei i.A. zylindrischen
Elektroden (z.B. zwei Kupferrohre unterschiedlichen Durchmessers), von denen
die dünnere in der dickeren steckt, um einen Zylinderkondensator zu bilden.
Beide werden durch Abstandshalter voneinander getrennt und sind zusätzlich
durch Lack isoliert, um genau die evtl. vorhandene Leitfähigkeit des Wassers
etc. aus der Messung rauszuhalten.
Der Trick ist, dass das Wasser in den Zwischenraum zwischen den Elektroden
eindringt und die Kapazität der Anordnung ändert. Man erhält also eine
Parallelschaltung aus einem Zylinderkondensator der Länge l-h (mit l als
Gesamtlänge und h als Fullhöhe) und der Dielektrizitätszahl 1, und einem der
Länge h und der Dielektrizitätszahl 81 (die von Wasser). Und zur Auswertung
Mein Vorschlag wäre: Schau dir Applikationsbeispiele für den 555-Timer an, und
such dir eine Schaltung raus, die mit deinem Sensor (Selbstbau, Ehrensache)
Ausgangsfrequenzen im hörbaren Bereich verspricht. Häng einen Kopfhörer dran
und probier es aus! Ziel auf einen "mittleren" Frequenzbereich (1kHz), denn du
wirst das Ziel womöglich gehörig verfehlen, und dann willst du wissen wo du
gelandet bist. Wenn du so weit bist, dass eine brauchbare Frequenz rauskommt,
kannst du die direkt an deinen Mikrocontroller verfüttern, um die Frequenz zu
messen.
Von: MaWin 1999
Mach's doch so wie alle: Druck messen. Ein Schlauch (unten angeschlossen, nach
oben führend) voller Luft, oben ein fertiger Druckmesser dran. Wenn's billig
sein soll und Schaltstufen reichen, bau eine Druckdose aus einer Waschmaschine
aus.
Von: Oliver Betz 2000
Bei langfristiger Anwendung wird der Schlauch mit der Zeit voller Wasser sein,
denn "ganz dicht" ist schwierig. Deshalb mit einer kleinen (Membran-) Pumpe
wenig (!) Luft in den Schlauch pumpen, so daß unten Bläschen rausblubbern. Das
wird z.B. industriell im Ex-Bereich (Benzintank usw.) eingesetzt.
Von: Rafael Deliano 1999
Oder einfach die Schachtel mit dem Sensor auf Grund senken. Es gibt z.B. von
Siemens (für 75 EUR allerdings) hübsche Piezosensoren mit korrosionsfester
Metallmembran. Könnte man wohl mit einigen ICs als 4-20mA beschalten.
Temperaturempfindlichkeit des Sensors problematisch, wenn der Behälter flach
ist. Dann müsste man den Temperaturfühler auch noch beschalten. Druck ist
nicht so billig wie kapazitiv, macht aber weniger Überraschungen.
Ultraschall gäbs auch noch. Entweder von Grund zur Oberfläche (Flüssigkeit
ist für Ultraschall günstiger als Luft) oder durch Luft von oben zur
Oberfläche (Weniger Probleme mit Korrosion, Dichtigkeit). Man kann sich
jedoch ekelhafte Probleme durch Mehrfachechos von Seitenwänden holen. Zudem
nicht billig und schaltungstechnisch aufwendig. Je niedriger die Frequenz,
je weiter kommt man. Bei 40kHz nur 20m, bei 1kHz gar durch Staub hindurch.
Die Ultraschalllaufzeit ist temperaturabhängig, man muss also kompensieren.
http://www.vega.com/frame_d.htm
http://home.t-online.de/home/jens.dietrich/seite16.htm
Von: ? 1999
Rad auf Achse lagern und an dieser ein Drehpotentiometer oder einen digitalen
Drehgeber befestigen. über das Rad eine Schnur füren, an welcher ein Schwimmer
und ein Gegengewicht befestigt ist.
*-----
F.19. Wellenwiderstand eines Kabels
> Den Prof angesprochen, dass man sich da nichts vorstellen kann, antwortete der:
> "Ich auch nicht. Habe ich Ihnen gesagt, sie sollen sich darunter was vorstellen?"
> Deswegen hier meine Frage: Was kann man sich darunter vorstellen?
Von: Bernd Langmann
Wenn du an eine Leitung eine Spannung anlegst, welcher Strom fliesst dann im
ersten Moment ? Die Spannungsquelle kann ja wegen der endlichen
Ausbreitungsgeschwindgkeit des Lichts nicht wissen, was sich am hinteren
Ende der Leitung befindet. Der Strom wird also zunächst nur durch die
Parameter der Leitung (Induktivität, Kapazität) bestimmt, der
Proportionalitätsfaktor zwischen Spannung und Strom ist der Wellenwiderstand
oder die Impedanz des Kabels. Nun läuft eine Welle mit dem Spannungssprung
durch die Leitung, nicht ganz mit Lichtgeschwindigkeit, etwas langsamer
(Verkürzungsfaktor), bis zum Ende. Je nach Leitungsabschluss wird dann eine
positive oder negative Welle reflektiert (oder keine) und erst wenn das sich
ausgleicht, fliesst der Strom entsprechend "richtig".
Für Hochfrequenzanwendungen wird man versuchen, die rücklaufende Welle zu
vermeiden, indem man den Abschlusswiderstand gleich gross wie die
Leitungsimpedanz macht. Da man sich aber nicht sicher sein kann, das es
keine rücklaufende Welle gibt, muss man auch den Ausgangswiderstand der
Quelle an den Wellenwiderstand es Kabels anpassen, um wenigstens dort die
Reflektion zu unterdrücken.
____________________
Ausgang --50R---____________________---+-- Eingang
50R Leitung | |
| 50R
| |
GND GND
Früher gab es 60 Ohm Koaxialkabel und 240 Ohm Antennenleitungen, dann hat
man sich aus technischen Gründen im professionallen Bereich, vor allem bei
Sendern, für 50 Ohm entschieden (die Impedanz eines Lambda/4 Stabes mit 4
abwärtsgewandten Lambda/4 Radials als Hf-Ground), und beim Empfang 'zu
Hause' für 75 Ohm (die Impedanz einer Lambda/2 Dipol Antenne, leider mit
Balun von symmetrisch zu asymmetrisch zu transformieren). Die normalen
2-adrigen Leitungen (Telefon, Klingeldraht, Flachbandleitung) haben um 120
Ohm.
Auch eine Antenne ist nichts anderes als ein Impedanzwandler von den 50 Ohm
des Sendeantennenkabels auf die 377 Ohm des freien Raums. Ein gefalteter
Lambda/2 Dipol hat 300 Ohm und für Fernsehempfang geeignete grosse Bandbreite
und wird oft mit Yagi-Direktoren/Reflektoren versehen.
Von: Oliver Bartels 1999
1. Vor-/Rücklaufende Welle:
Strom kann in beide Richtungen fliessen, und kann auch an beiden Enden eines
Kabels eingespeist werden. Ganz einfaches Beispiel: Wenn ich einen kleinen
Akku an das eine Ende vom Kabel hänge, und eine Birne an das andere Ende,
wird Energie aus dem Akku in die Birne transferiert, sie leuchtet. Ersetze ich
nun die Birne durch ein Ladegerät, so wird der Akku geladen, es fliesst
Energie zurück vom Ladegerät in den Akku. Das ist eine Binsenweisheit, gilt
aber auch für Wechselspannungen und für Hochfrequenz. Die Energie kann in
beide Richtungen fliessen.
2. Wellenwiderstand:
Ein am einen Ende der Leitung angelegtes Signal ist nicht unendlich schnell
am anderen Ende, es braucht seine Zeit. Warum ? Was ist denn das
wesentliche an einem Leiter: Elektronen, die sich in gewissen Grenzen frei
bewegen können (sog. Leitungsband nahe am Valenzband). Nun "schubsen"
die Elektronen sich aber nicht gegenseitig, sondern stossen sich sogar ab,
weil allesamt negativ geladen. Ausserdem sind sie sehr langsam, wer es
nachrechnet, wird feststellen, dass die Dinger bei Gleichstrom sich im
Kupferkabel in der Geschwindigkeitsregion Meter/Minute (sic!) bewegen.
Was da schnell ist (das Einschalten der Lampe dauert keine Minute ...) sind
also nicht die Elektronen, sondern das Feld. Die Elektronen führen nur das
Feld am Leiter, die Energie selber steckt im Feld! Das Feld ist das gleiche
wie das für das Licht, nämlich das elektromagnetische, ergo breitet sich so
eine Welle maximal mit Lichtgeschwindigkeit aus.
Was passiert dabei: Die Ladungsverschiebung baut ein Magnetfeld auf
(das will die Physik so), das sich ändernde Magnetfeld baut wieder ein
elektrisches Feld auf, dass sich anfänglich dem ursprünglichen Feld
entgegenstemmt. Deshalb braucht es etwas länger, bis das Signal sich
ausbreitet. Abhängig vom Dielektrikum des Kabels kann es kürzer oder
länger dauern, bis sich das elektrische Feld aufgebaut hat, weil da u.U. im
Material zwischen den Leitern noch ein paar Elektronen oder gar Moleküle
mit Ihrer trägen Masse verschoben oder gedreht werden wollen (Polarisation).
Man kann diesen Vorgang nun durch ein Modell nachbilden, bei dem ein
Bauteil, dass gerne steigenden Strömen Spannungen entgegenstellt,
nämlich eine Induktivität, mit einem anderen Bauteil, das auch etwas Zeit
braucht, bis es geladen ist (d.h. in ihm sich das Feld aufgebaut hat), nämlich
einem Kondensator, verknüpft. Der Kondensator hängt dabei parallel zu den
Polen der Quelle, die Induktivität davor in Serie. Um das Modell nun genauer
zu machen, hängt man mehrere solcher Teil-Modelle hintereinander und
lässt am Ende deren Zahl gegen unendlich gehen. Dafür muss man
natürlich die Induktivitäts- und Kapazitätswerte durch die Anzahl der
Teilmodelle teilen, und wenn es um unendlich kleine Grössen geht, ist die
Infinitesimalrechnung das Mittel der Wahl.
Und die zeigt nun (hier ohne Nachweis, füllt mehrere Buchseiten), das eine
Quelle dann keine Induktivitäts- oder Kapazitäts- werte mehr sieht (also nur
noch einen realen Widerstand), wenn die Leitung mit einem realen
Widerstand Z abgeschlossen ist, der die Grösse (ohne reale
Widerstandbeläge) Z = sqrt (L'/C') hat. Optimal funktioniert die
Energieübertragung dann, wenn die Quelle den selben Innenwiderstand hat,
man kann aber auch mit Leitungen solche Innenwiderstände transformieren
(sic!).
http://home.sandiego.edu/~ekim/e194rfs01/jwmatcher/matcher2.html
3. Stehwellen:
(habt Ihr das alle vergessen ;-)
Wenn die Leitung nicht mit einem solchen realen Widerstand abgeschlossen ist,
bleibt irgendwo in der Leitung Energie im Feld stecken (quasi bezahlt und
nicht abgeholt ;-), und die führt zu einem rücklaufenden Strom (Woher weiss
der Strom, in welche Richtung er fliesst: Wie beim Akku, wenn z.B. bei
positiver Spannung Strom in den Pluspol reinfliesst, ist die Quelle keine
Quelle, sondern eine Senke ;-), da wir es aber hier mit Feldern zu tun haben,
gibt es eine rücklaufende Welle. Diese Reflexion findet im Modell an der
Stelle statt, an der sich die Diskontinuität befindet, also an der sich
entweder der Wellenwiderstand ändert (z.B. Stecker!) oder der
Abschlusswiderstand nicht gleich dem Wellenwiderstand ist. Auch dieses Signal
braucht wieder seine Zeit zurück bis zur Quelle.
Bei richtiger HF (also nicht zittrigem Gleichstrom ;-) hat aber in der Zeit,
in der der Strom einmal über das Kabel läuft, dieser schon einige Mal seine
Richtung geändert, d.h. die Wellenlänge ist kurz gegenüber der Kabellänge.
Jetzt wird klar, warum das Kabel in Teilstücken gerechnet werden muss: An
jeder Stelle ist eine andere Spannung vorhanden und eine andere Stromrichtung!
Das Modell erlaubt es nun, die vor- und rücklaufenden Wellen zu addieren (d.h.
Spannungen werden addiert, Ströme subtrahiert, laüft auf sogenannte
Bilineartransformationen hinaus), das Ergebnis ist eine Interferenz dieser
Wellen, die Stehwellen erzeugt. D.h. es gibt Stellen auf der Leitung, bei
denen in Summe keine Spannung zu sehen ist, und solche, bei denen die
doppelte Spannung zu sehen ist (Genauer muss man das eigentlich auch mit den
Strömen rechnen, deshalb nimmt man normierte Wellen, weil beides bei HF
so schlecht zu messen ist, das führt dann zu den s-Parametern und zu einem
sündteuren Messgerät namens Networkanalyser. Billiger gehts mit der SWR-
Messbrücke, die aber wieder nur die Hälfte anzeigt, die Phaseninfo fehlt ...).
Diese Stehwellen führen im günstigsten Fall zu merkwürdigen Effekten, im
ungünstigsten Fall können sich so hohe Spannungen aufbauen, dass sich die
Quelle auf französisch verabschiedet und den Reparaturetat belastet. Letzeres
passiert gerne bei leistungsstarken Sendern, wenn z.B. ein Windstoss die
Antenne "klaut" ...
4. Videosignal/75 Ohm Abschluss:
Wo diese Minima und Maxima liegen, ist frequenzabhängig. Und genau da liegt
das Problem für das Videosignal: Eine schlecht angepasste Leitung beeinflusst
das Videosignal in einer frequenzabhängigen Art und Weise, insbesondere bei
hohen Frequenzanteilen (karierte Kleidung, kleine Schrift usw.)
Bei kurzen Kabeldistanzen würde das noch nicht viel ausmachen, bei langen
Distanzen (3MHz entsprechen ca. 100m, 30MHz 10m Wellenlänge in Luft, aber
verkürzt, da Kabel langsamer, um gut einen Faktor zwei bis drei (ungefähr
sqrt(eps_r) für mu_r~=1), also bei einem Monitorkabel mit 100MHz nur noch z.B.
1m für eine komplette Welle mit beiden Polaritäten!). Man sieht, dass die
Problematik bei Fernseh-Video noch nicht so gross ist, hingegen bei
Computermonitoren je nach Zusammensetzung des Bildes bei schlechter Anpassung
die schönsten Muster entstehen können, je nach Bild und Länge des Kabels!
5. Audio:
Bei Audio bringt das nichts, weil die Wellenlänge im km-Bereich liegt und
zudem der reale Widerstand des Kabels im Modell signifikant wird
(Z=sqrt((R'+i omega L')/(G'+i omega C') mit realen Belägen, da omega klein,
wird R' signifikant, das mögen sich die HiFi-Kabel-Fritzen hinter die Ohren
schreiben).
6. Merkregel, Buchempfehlung:
a.) Der Leitungswellenwiderstand ist das Verhältnis einer einzigen, in positiver
Leitungsrichtung laufenden Spannungswelle zur damit verbundenen Stromwelle.
b.) Die Merkregel zu a.) stammt aus Hoffmann, Hochfrequenztechnik, Springer
Verlag (ISBN 3-540-61667-5, auch wenn die ISBN nicht streng wissenschaftlich
ist ;-)
7. Genauigkeit von Modellen:
Dieses Modell bedingt, dass die Leitung sich in etwa durch solche Teilstücke
simulieren lässt. Das ist nicht selbstverständlich, weil Spulen Magnetfelder
erzeugen, die auf andere Spulen wirken können und das auch tun (siehe Trafo),
gleiches gilt für das elektrische Feld von Kondensatoren. Solange wie das
modellierte Kabel halbwegs homogen ist, funktioniert das Modell aber ganz
gut.
Andernfalls wird es sehr kompliziert, man muss dann eine echte 3D
Feldberechnung anhand der (von Oliver Heaviside in die uns heute bekannte
Form überführten) Maxwellschen Gleichungen durchführen, das geht mit FEM,
FMM oder FDTD Simulatoren, die komplex zu bedienen und zumeist nicht
ganz billig sind. Die Maxwellschen Gleichungen sind nette partielle
Differentialgleichungen mit ersten Ableitungen von allen Feldkomponenten
jeweils nach allen Raumdimensionen und der Zeit, ineinandergeschachtelt gibt
das zweite Ableitungen und die MW-Gleichungen sind, ausser für einfache Fälle
(Transversalwellen, einfachste Antennen und Kabel etc.) analytisch nicht
lösbar. Selbst für eine schnöde Leiterbahn gibt es nur Schätzformeln, die
sich rein von ihrer Grösse und Komplexität "gewaschen" haben.
Die Simulation ist aber nötig, weil solche inhomogenen Kabel auch Filter aller
Art (eben Leitungsbauteile), aber auch Zirkulatoren oder Antennen sein können,
ganz lustig wird es, wenn dann auch noch dielektrische Materialien mit
seltsamen Eigenschaften dazukommen (geht hin bis zum magnetisch abstimmbaren
YIG-Oszillator).
*-----
F.20. Firma aufbauen
Von: Oliver Betz 2000
Die Newsgroup zum Thema: news:de.etc.beruf.selbstaendig
> Von der Idee zum Produkt
Ihr habt eine Schaltungsidee, und sogar schon einen Prototypen aufgebaut ?
Ihr glaubt, das sich das als Produkt verkaufen lässt ? Nur zu, aber es gibt eine
Menge Hürden, die für die etablierten Firmen alle kein Problem sind.
DARF das Produkt verkauft werden ? Verstösst es gegen keine Patente und hält
es die Vorschriften ein und ist es im Sinne der Produkthaftung unbedenklich ?
Das ist schon schwer zu prüfen, aber ein batteriebetriebenes Gadget ohne spitze
Kanten kann höchstens nicht-funktionieren. Nach IEC61508 und 61511 ist für
Geräte, die höchstens leichte Verletzung einer Person bzw. kleinere schädliche
Umwelteinflüsse verursachen können, keine SIL-klassifizierten Teile verwenden
werden. Bei netzbetriebenen Schaltungen sollte man die 230V~ im Steckernetzteil
lassen, so lange dieses möglich ist, das erspart eine Menge Probleme. Sobald
etwas funkt, an die Telefonleitung oder im Auto eingebaut wird, werden die
Vorschriften zur Wissenschaft.
KANN das Produkt sinnvoll hergestellt werden ? Manch einer hat eine Idee, die
sich dann aber als zu teuer in der Fertigung herausstellt. Massenproduktion
senkt die Herstellungskosten immens, aber die Investitionen sind auch nicht
ohne. Und die meisten wollen garantierte Abnahmemengen, bevor sie sich auf gute
Preise einlassen. Diese Garantie darf man natürlich nie geben. Ein kommerzielles
Produkt benötigt ein ordentliches Plastikgehäuse (Spritzgussform ohne Einleger
kostet so um 3000 EUR, mit 2 Einlegern, z.B. Messinggewindebuchsen schon
5000 EUR), eine bestückte gedruckte Leiterplatte, ein gedrucktes Manual und
einen ordentlichen Karton, ein CE-Bapperl und eine EAN-Nummer, und bei all
den Dingen muss man 1000, besser 5000 Stück auf ein Mal abnehmen, damit die
Preise interessant werden. Handarbeit ist bei geringen Stückzahlen gar nicht
mal so teuer, ihr glaubt nicht wie schnell man 100 Platinen bestückt, in ein
Gehäuse eingebaut, in einen Karton gesteckt, in Folie eingeschweisst und auf
eine Palette gestapelt hat, man braucht dazu mit Übung nur 1 Tag und ein
Tauchlötbad mit Drahtabschneider. Bei Handbestückung werden bei passender
Arbeitsumgebung bloss 3 Sekunden pro Bauteil angesetzt. Ihr könnt also selbst
ausrechnen, wie viel Gewinn bei 'nur 3,5 cent/Bauteil' dem Bestücker bleibt.
KENNST du die nötigen Leute ? Wer nicht schon Abnehmer und Lieferanten
kennt, bekommt schlechtere Konditionen oder gar keinen Fuss in die Tür. Nicht
umsonst lebt dieses Land von Beziehungen und Bestechungen. Und das ist
auch kein Wunder, denn wenn du dir selbst überlegst, mit wem du Geschäfte
machen möchtest, denkst du auch zunächst an Freunde und Bekannte, obwohl
du weisst, das die nicht unbedingt die Allerbilligsten oder Allerbesten sind,
aber man weiss bei ihnen wenigstens, was man hat, und hofft, nicht total
beschissen zu werden.
WIRD das Produkt den Kunden erreichen ? Herstellen alleine genügt nicht, das
Produkt muss auch an den Mann gebracht werden, und ihr ahnt nicht, wie
schwer es ist, einen Karton in die Regale grosser Handelsketten zu bekommen.
Ohne Bestechung (aka Regalfläche mieten) geht da eigentlich gar nichts.
Glücklicherweise ist der Vertrieb seit dem Online Shop im Internet wesentlich
einfacher geworden, aber manche Produkte müssen halt im Einzelhandel unter
die Leute gebracht werden. Und Werbung ist noch ein ganz anderes Kapitel.
Einfacher ist es, wenn man Zulieferer ist, und man den Abnehmer schon kennt,
dafür verdient man dabei auch weniger weil man vom Abnehmer abhängig ist.
HÄLT das Produkt, was es verspricht ? Ausfälle und Reklamationen sind teuer.
So lange sie nur am Gewinn zehren, geht das noch, aber es kann anfangen,
mehr Geld zu kosten, als die ganze Sache ursprünglich eingebracht hat.
Erst Recht, wenn Anwälte und Gerichte ins Spiel kommen. Warum stecken
in vielen kommerziellen Geräten mehr Bauteile, als in der Application Note
des Herstellers ? Warum werden bestimmte Bauteile verbaut, andere (bessere,
billigere) aber nicht ? Das hat meist etwas mit der Erfahrung der anderen
Anbieter zu tun. Sie ergänzen die Schaltung, damit sie zuverlässig funktioniert,
sie meiden Bauteile, die für Ausfälle oder Beschaffungsprobleme bekannt sind.
All das weisst du nicht. Insofern lohnt es sich immer, ein ähnlich geartetes
Gerät der Konkurrenz zu kaufen, und die darin verwendeten Bauteile und
Methoden zu übernehmen, solange nichts dagegen spricht.
Patente stören weniger als man denkt, denn die meisten Schaltungstricks
sind schon alt und die Patente lange lange ausgelaufen. Bekommt man Ärger,
lohnen sich eigene Patente, die man zum Tausch anbieten kann. Das ist
letztlich auch der einzige Anwendungszweck für ein eigenes Patent, denn
zum Schutz vor Konkurrenten sind die eigentlich untauglich: Die Anmeldung
ist ohne 5000 EUR Patentanwalt unmöglich, 18 Jahre kosten ebenso viel,
aber wenn man sich die Kosten der 3 Gerichtsverfahren zum Streitwert nicht
leisten kann, muss man das Patent erst gar nicht anmelden.
Sollte ein Unternehmensberater also lediglich auf die steuerlichen Aspekte
eingehen, schmeisst ihn gleich wieder raus.
Von: Rafael Deliano 1999
> Gefühl für Elektronik-Preise
Dass man sich alle Fakten nicht aus dem Finger saugen kann ist klar, aber auf
Gefühl sollte man sich nicht verlassen.
> Automobilbereich
Immer im Auge behalten, dass "einfache" Schaltungen, dort nicht mehr einfach
sind. Die Teile sollen erweiterten Temperaturbereich haben (nicht immer
billig, nicht immer handelsüblich), die Aufbauten sollen vibrationsfest,
korrosionsfest sein. Es gibt spezielle EMV-Anforderungen für Abstrahlung, seit
sie ABS, Funktelefone usw. haben. Das Bordnetz ist bekannt schmutzig, man
muss also auch störfest sein. Alles in der Entwicklungsphase raussuchen,
Liefersperre vom Kunden während der Fertigungsphase kann für kleine Firmen
der Ruin sein. Pfuschen ist für Grossfirmen eben leichter. Kunden habe ferner
scharfe Stichprobenprüfungspläne. Einige Nieten können zu Rücksendungen
ganzer Lieferungen führen (= Lieferausfall, teuer). D.h. kosteneffektive und
gute Testbarkeit berücksichtigen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass bei hohen
Stückzahlen Ausfälle durch Bauteilstreuung oder Lötfehler nicht mehr durch
Reparatur so nebenbei zu beheben sind, es sind dann einfach zu viele Boards
die man bearbeiten müsste. Niemand kann im Prüffeld eine chinesische Armee
aufbauen um solche Fehler zu suchen und wem nicht klar ist, warum man die
Baugruppen nicht wegwerfen kann, dem kann ich das gerne separat erläutern.
Also Optimierung von Schaltung und Layout dahingehend frühzeitig ernsthaft
betreiben.
> Stückzahlen 1...3 Mio/a.
Real oder Vertriebsprognose ? Meine Erfahrung: Inschinöre schätzen um Faktor
2, echte Vertriebsleute um Faktor 4 - 10 zu hoch, wenns um zu erwartende
Stückzahlen für ein Produkt geht, das die Firma bisher nicht produziert hat.
> Aber wie bekommt man die zu erwartenden Preise in den Griff?
- Im Rechner der Distributoren stehen bekanntlich Preise bis 100 St als
Listenpreise. Oberhalb 1k wirds recht schnell Verhandlungssache. Wobei der
Kunde die besten Karten hat, der über längere Jahre hohe Stückzahlen bei dem
Distributor gekauft hat. D.h. ein neues, unbekanntes Unternehmen kriegt hohe
Preise genannt, kalkuliert dementsprechend teuer, fliegt bei Ausschreibung
sofort raus.
- Da der Wechselkurs oft in den Preis eingeht (Distributor fragen, wie er
abrechnet), kann es interessant sein Wechselkurse über die Jahre bezüglich
bestimmter Währungen zu beobachten. Von Katastrofen abgesehen, gibt es immer
Trends die ein paar Jahre halten. Man hat schliesslich die freie Wahl, ob man
als Controller einen Japaner oder Amerikaner einbaut.
- Lieferfähigkeit ist während der Produktionsphase wichtiger als der Preis
(sieht jeder erst ein wenn's zu spät ist). Manche Mengen kann man nicht vom
Lager der verschiedenen Distributoren zusammentelefonieren. Auch mündliche
Zusagen der Distributoren über Lieferfähigkeit sind wertlos, nach einem
halben Jahr erinnert sich da niemand mehr dran. Aber andererseits will
niemand langfristige Lieferverträge mit Distributoren abschliessen. Wenn die
Fertigung schleppend hochfährt, oder die Stückzahlprognose zu hoch lag oder
die ewig fleissigen Entwickler das Teil schon wieder rausdesigned haben kriegt
man Teile die man nicht braucht und soll sie zahlen. Die Lieferverträge decken
manchmal das Währungsrisiko ab, hängt aber oft ab was im Detail vereinbart
wurde.
Wenn man sich ohne langfristige Verträge bei Halbleitern durchmogeln muss:
- second source verfügbar ? Heute oft kaum noch möglich das zu
berücksichtigen. Upgrades funktioniert oft noch: d.h. OP mit Standardpinning
immer durch anderen, besseren ersetzbar.
- Reputation des Bauteilherstellers bezüglich Lieferfähigkeit beachten. Einige
sind berüchtigt: Motorola, Maxim ...
- Unbekannte Hersteller die über Preis in einen Markt eindringen wollen, aber
praktisch noch nichts fertigen oder verkaufen sind auch verdächtig. Sie gehen
so schnell wie sie kommen.
- Bei Distributoren anfragen welche Stückzahlen er ab Lager liefern könnte.
Hohe verfügbare Menge deutet auf viele design-ins hin und das Teil sollte damit
gängig sein.
- Zu alte oder zu neue Teile meiden. Alte, exotische Teile (vor 1990) werden
oft abgekündigt, weil der Hersteller die Fertigungslinie abbaut. Bei neuen
Teilen sammelt er oft schon Bestellung, kriegt die Fertigung aber nicht so
schnell hoch wie er meint. Rückstau zwangsläufig, kleinster Kunde hat
geringste Priorität.
Für kleine Firmen sind die hohen Stückzahlen oft eher eine Einladung sich das
Genick zu brechen, als eine lukrative Gelegenheit.
Von: Rafael Deliano 1999
>> Lieferfähigkeit ... wichtiger als der Preis
> ... Diesen Punkt hätte ich beinahe aus den Augen verloren.
Man kann auch sagen warum: wenn geliefert wird, kommt Zahlung rein. Ob das
Produkt statt ein wenig Gewinn, ein wenig Miese macht, merkt man selbst oft
erst beim Nachrechnen. Die Bank jedenfalls merkt nichts. Wenn jedoch wegen
Lieferunfähigkeit keine Zahlung kommt, wird die Bank nervös und knipst einem
oft vorschnell das Licht aus.
>> (ca. 1 kB ROM, ca. 200 Byte RAM)
Ein derartiger Controller (20 Pins) wie der 68HC707J1A kostet bei 1k als OTP
nur noch 1.20 EUR. Die Variante KJ1A (16 Pin) als OTP bei 1k -.80 EUR ist bei
grösseren Stückzahlen (500k) unter -.45 EUR. (Das sind Preise die Future mal
veröffentlichte) ROMs sind nochmal billiger, aber die Stückzahlen ab denen sie
der Hersteller annimmt sind dementsprechend hoch. Offensichtlich sind Typen
wo man die Fertigung mit OTPs hochfahren kann und erst wenn alles stabil ist
auf ROM wechselt empfehlenswert.
> kundenspezifischen ASIC
Wie oben gesehen ist gegen Standardcontroller vom Preis nicht viel zu holen.
CPLDs sind teuer und brauchen viel Strom, Gate Arrays sind nicht so
änderungsfreudig wie Software und es dauert oft Monate bis die Samples kommen.
Ich hab vor 10 Jahren mal ein kleines gemacht: 50% der Zeit ging drauf das
Programm für den Tester zu schreiben ...
5 Punkte gäb's noch um am Preis für hohe Stückzahlen zu bohren:
- Für simple Anwendungen ist 8 Bit oft überdimensioniert. 4 Bit CPUs werden
speziell für Preiskriege immer noch gemacht. Hauptsächlich Japaner. Aber z.B.
in Deutschland (Eching/Heilbronn Fertigung in Frankreich) MARC4 von
Atmel/Temic. Einige Teile auch OTPs. Einsatz z.B. mit Transpondern in
KFZ-Schliessanlagen (Temic gehörte mal Daimler-Benz). Wenn man beim
Distributor fragt, wird man meist abgewimmelt. Besagt aber nichts, die Teile
werden hauptsächlich für einen Kundenkreis, der nicht bei Distributor kauft,
gefertigt. Besser direkt beim Hersteller bohren.
- bipolare Analogschaltungen kann man mit Zetex als "analoge" GateArrays
fertigen, braucht allerdings Stückzahlen (10k/Jahr ?). Auf dem Chip sind NPN,
(lausige) PNP, Widerstände, kleine Kondensatoren. Man zahlt nur eine
Metallisierungsmaske. Die Standard-ICs die Zetex selbst anbietet basieren alle
auf diesen vorgefertigten Arrays. War bei vielen Produkten von Ferranti und
Exar genauso. Hat den Vorteil, dass die Parameterstreuung ständig kontrolliert
wird und das Ausgangsprodukt billig ist. Zum Entwickeln gibts DIL-IC-Kits die
die Transistoren enthalten. So kann man Breadboards aufbauen. Ferner gibts die
Transistordaten in PSPICE-Format, man kann also auch MonteCarlo-Analyse
machen (konnt man bei Ferranti damals noch nicht).
- Leiterplatten aus Fernost in FR1/FR2 und einlagig sind billiger. Die Sorte
wird in Deutschland zwar kaum noch produziert, aber immer noch von vielen
Firmen bei preiskritischen Produkten verwendet. Technisch ist es nötig das
Layout (Leiterbahnbreite, Lötaugendurchmesser) sorgfaltig abzustimmen, wegen
der schlechteren Haftfestigkeit des Kupfers. Man kriegt auch einfache
SMD-Schaltungen drauf. Als Material gibt es die "echten schlechten" braunen
aus Fernost, aber auch das gelbliche, plastikartige FR3-Material das z.B. auch
für Posttelefone eingesetzt werden durfte und in Europa noch produziert wird.
Vorher abklären wie es in der Anwendung um Anforderung an Flammschutz,
Aufquellen bei Feuchtigkeit, mechanischer Festigkeit aussieht. Bei grossen
Boards (Netzteilen) verzieht sich FR1 beim Schwallen oft unschön oder hängt
bei Trafos durch.
Wenn man weiches Leiterplattenmaterial hat, muss man die Boards auch nicht
mehr bohren sondern kann Stanzwerkzeug (allerdings grösserer Lochdurchmesser)
machen, was bei hohen Stückzahlen sinnvoll sein kann.
- Lieber mehr als weniger herumtelefonieren, wenn Teile teuer und der Markt
uneinheitlich ist. Trifft besonders für elektromechanische Teile und ähnliche
Exoten zu. Ich brauchte unlängst einen 600:600 Ohm Übertrager ohne weitere
Anforderungen. Erste Anruf an Haufe/Deutschland: die wollten 5 EUR. Weiter
zu Consar, der amerikanische Trafos für Modems führt. Kompakte Teile, guter
Qualität aus automatischer Fertigung, aber etwa 2 EUR. Verwendet wurde dann
ein Teil aus Fernost das etwas über -.50 EUR kostet. Es ist keine Augenweide,
funktioniert aber auch.
- Versuchen Probleme prinzipiell anders anzugehen, insbesondere in Software zu
verlagern. Ich habe hier eine Leiterplatte mit einem kleinen Controller und
einem bipolaren analogen Freisprech-IC (4 EUR) das zusätzlich einen Schwung
kleiner Aluelkos benötigt. Da der Controller abgekündigt wurde, kommt ein
etwas grösserer rein der zusätzlich A/D-Wandler und mehr Pins hat. Alles nicht
benötigt, aber der Typ ist die preiswerteste Alternative in der Familie.
Gleichzeitig werde ich versuchen das Freisprech-IC durch einen Analogschalter
4066 (0,10 EUR) zu ersetzen und den Controller die Schalterei machen zu lassen.
Er kann sich durch die A/D-Wandler den Pegel in beiden Kanälen bestimmen und
tut während des Sprechens ohnehin sonst nichts.
> "Entwickeln" kann man ja eigentlich nicht sagen, da das ja eh nur
> ein Zusammenstellen einiger hochintergrierter Chips ist.
Manch einer denkt, daß Seriengeräte nur nachgebaute ApplicationNotes sind.
Für industrielle Anwendung ist servicefreie Lebensdauer, also verbesserter
Blitzschutz interessant.
die analoge Beschaltung kann oft deutliche Auswirkung auf die Fehlerhäufigkeit
BER haben. Eher bei höheren Geschwindigkeiten ein Problem.
die analogen Telefonnetze in Europa sind nicht sonderlich kompatibel und daß es
Zulassungstests besteht bedeutet nicht, daß es in der Praxis dann auch überall
funktioniert. Z.B. innerhalb Nebenstellenanlagen.
einige (Modem-)Chipsätze hatten Macken. Rockwell z.B. manchmal nur
Verbindungsaufbau zwischen Rockwell-Chips aber nicht zu anderen Modems.
Auch der automatische Wechsel zwischen Geschwindigkeiten im Betrieb war
früher oft problematisch.
D.h. "jeder" kann zwar ein bischen ein Modem bauen, aber nur spezialisierte
Firmen mit KnowHow und geeigneten Meßgeräten können Produkte basteln die
marktfähig sind. Ist in den meisten Branchen so.
Wer beim Aufkleben des CE-Bapperls Skrupel hat, ist als Unternehmer charakterlich
ungeeignet.
*-----
F.20.1. CE-Zeichen / Elektronikschrott / RoHS / WEEE
Jedes in Europa verkaufte Gerät muss den in seinem Bereich geltenden Richtlinien
und Gesetzen folgen, und das bringt der Hersteller oder Importeur durch Aufkleben
des CE-Zeichen zum Ausdruck. Klagen können Wettbewerber, wenn sie herausfinden, daß
das Gerät gegen eine Vorschrift verstösst. Man sollte also die für einen geltenden
Vorschriften kennen und im Zweifel messen ob die eigenen Geräte sie einhalten,
sonst kann man böse Überraschungen erleben.
http://europa.eu.int/comm/enterprise/newapproach/standardization/harmstds/reflist.html
http://www.regtp.de/ (EMVG)
http://www.dti.gov.uk/strd/strdpubs.html
Für in KFZ eingebaute Geräte gilt das e-Zeichen mit zusätzlichen Anforderungen.
Ab März 2006 muss Elektronikschrott von den Herstellern zurückgenommen und entsorgt
werden. Europaweit http://www.weee-forum.org/members_list.htm und in Deutschland ist
die http://www.stiftung-ear.de/ zuständig. Für kleine Hersteller ergibt das viele
Fragen, gerade wenn sie viele unterschiedliche nicht direkt vom Endverbraucher
einzusetzende aber in ganz Europa direkt bestellbare Sachen produzieren, wie z.B.
uC-Entwicklungsboards. Präventiv kann man schon mal alle Geräte gleich machen,
in dem man sie mit einem übergeordneten Begriff versieht (statt ARM-Developer,
PIC-Master etc. einfach uCDevelop for ARM, uCDevelop for PIC).
Die angekündigten Kosten sind immens und übersteigen den mit dem Verkauf zu
erzielenden Gewinn bei Weitem. Auch wer wenig produziert, bekommt eventuell grosse
Mengen an Elektronikschrott zur Entsorgung vorbeigebracht. Zur Entsorgung können
sich viele Kleinanbieter zusammenschliessen, die Anmeldung muss jedoch jeder selbst
durchführen und bezahlen. Ob er das in jedem EU-Land tun muss, in das er verschicken
möchte, ist noch ungeklärt. Wenn man bedenkt, das in das System auch die Millionen
Tonnen von Altgeräten einfliessen, sollten kleine Hersteller gar keine Rolle spielen
und ausgenommen werden. Mal sehen, was kommt, denn die Mitarbeiter vom EAR sind auch
absolut ahnungslos. Bisher hat sich nur die Hälfte der Hersteller angemeldet, eine
ganze Reihe haben ihre Produktion eingestellt. So lange man seinen Produkten keine
Namen gibt, sondern sie nur an andere Leute verkauft, die ihren Namen draufstempeln
bevor die Geräte an Endanweder gehen, ist man als OEM nicht vom EAR betroffen.
Bausätze müssen nicht registeriert werden. Demnächst reicht bei Kleinmengen unter
10kg/Jahr wohl die Anmeldegebühr von 150 EUR.
http://www.codemercs.com/phpBB2/viewforum.php?f=11
http://ak-weee.izm.fraunhofer.de/
http://europa.eu.int/eur-lex/pri/en/oj/dat/2003/l_037/l_03720030213en00240038.pdf
http://www.bmu.de/de/1024/js/download/elektro/
http://itc.napier.ac.uk/e-Petition/bundestag/view_petition.asp?PetitionID=332
http://www.vereinigung-mb.de/
http://www.bmu.de/abfallwirtschaft/downloads/doc/38117.php
http://www.take-e-way.de/
Die RoHS Richtlinie verbietet die Verwendung von Bleilegierungen als Lot in
Consumer-Geräten (Medzintechnik und Fernmeldetechnik ist teilweise ausgenommen)
und man hört von bis 3mm langen Zinn-Nadeln (Tin-Whiskers) die Probleme bei Verwendung
von Reinzinn vor allem an nicht-verlöteten Bauteilanschlüssen verursachen:
http://nepp.nasa.gov/whisker/
*-----
F.21. Akkus und Memory Effekt
Von: MaWin 4.7.2000
> Wie lädt man Akkus wieder auf ?
http://www.linear.com/ Power_sect5.pdf (BATTERY CHARGERS)
http://www.drmm.de/akku/
http://www.ife.ee.ethz.ch/~zinniker/batak/Merkblatt_Batterien_und_Akkus.pdf
http://www.uni-koblenz.de/~odsbset/profse96/akku-gr/welcome.htm
In Nickel-Cadmium (NiCd) und Nickel-Metallhydrid (NiMH) Akkus kann man einfach
14 Stunden lang einen Strom hineinschicken, dessen Mittelwert einem Zehntel der
Kapazität entspricht, also z.B. einen 700mAh Akku mit 70mA aufladen. Das tun
die ganzen Billigladegeräte, bei denen der spezielle Trafo gleich die
Strombegrenzung übernimmt (Prinzip Klingeltrafo) und die man nach 14 Stunden
abklemmen soll.
Trafo Diode
o---+ +---|>|--o +
230V~ S:S Akku (geht nur mit speziellem Trafo!)
o---+ +--------o -
Der Akku muss bei diesem simplen Ladeverfahren vor dem Aufladen ausreichend
entladen sein, damit man ihn nicht überläd. Er ist entladen, wenn unter
Belastung die Spannung unter 0.9V/Zelle fällt, da lässt das Gerät dann auch
meist deutlich nach. Entlädt man einen Akku aus mehreren Zellen weiter,
beginnt die Tiefentladung, die dem Akku schadet, so bald eine Zelle unter
0V entladen wird, also von den anderen Zellen über das Gerät hinweg umgepolt
wird. Hat der Akku deswegen einen Zellenschluss (also eine intern
kurzgeschlossene Zelle mit dauerhaft 0V) wird oft das billige Ladegerät
überlastet, so das dessen interne Temperatursicherung abschaltet. Man muss
dann zusätzlich zum Akku im Gerät auch die Temperatursicherung im Trafo des
Laders auswechseln, falls sie auswechselbar ist.
http://www.panasonic.com/industrial/battery/oem/images/pdf/Panasonic_NiCd_Overview.pdf
Achtung: Es lohnt sich, bei gekauften Ladegeräten mal den mittleren Ladestrom
bei halbvollem Akku (1.2V/Zelle) mit einem einfachen Analoginstrument oder
Digitalinstrument nachzumessen. Der Strom liegt meist so weit vom Sollwert
entfernt, das man die aufgedruckte Ladezeit entsprechend korrigieren sollte.
Manche Akkus sind mit höherem Strom auch in 4 Stunden schnellladefähig.
Am Fahrrad tun es 5 NiCd-Zellen (6V) hinter einem Brückengleichrichter weil der
Dynamo konstant 500mA liefert und damit zum Akkuladen ideal geeignet ist, wenn
der Akku ausreichend Kapazität hat (z.B. ein in 4h schnelladefähiger 2Ah-Akku
aus SubC-Zellen wie für Modellbau). Der Akku stabilisiert zu dem die Spannung,
braucht aber einen Tiefentladeschutz.
Gleichrichter Schalter
Dynamo --+---|>|-+--+--o/o--+-------+
| +-|>|-+ | + | |
| | Akku Lampe Rücklicht (6V)
+-(-|<|-+ | - | |
Masse -----+-|<|-+--+-------+-------+ (NICHT Rahmenmasse)
5*1N4001
Es geht auch simpler, wenn es nicht akkugepuffert sein soll:
http://www.led-treiber.de/html/dynamo-treiber.html
Wenn der voll geladene Akku im MP3-Player nur als halbvoll angesehen wird,
liegt es nicht unbedingt an einem defekten Ladegerät, sondern an einer billigen
Akkuanzeige, die nur die aussagelose Spannung anzeigt, und für 1.5V Batterien
statt 1.2V Akkus ausgelegt ist. Bei 0% (0.9V) sind wenigstens beide leer.
Will man ein einfaches Ladegerät mit einem normalen Trafo selber bauen,
benötigt man eine explizite Strombegrenzung, die leider zu zusätzlichen
Verlusten führt. Einfach ein Vorwiderstand, besser eine Glühlampe die
etwas stromregelnd wirkt und Kontrolle zugleich ist, oder aufwändig mit
elektronischer Stromquelle z.B. mit dem LM317, der aber mindestens 4.5V
'verbraucht'. Aber Achtung: Bei der gezeigten einfachen
Gleichrichtervariante ohne Siebung ist der Strom im Mittel geringer, als
das was man mit Spitzenwerten ausrechnet, also schön aufpassen.
Zu dem ändert sich ja die Akkuspannung pro Zelle von 0.9V (je nach
Entladezustand auch 0V) auf 1.5V (je nach Strom der beim Laden fliesst,
bei Schnelladung auch bis 2V), und in allen Varianten soll die
Strombegrenzung zumindest zu ähnlichem Strom führen, also muss die
Trafospannung insbesondere beim einfachen Vorwiderstand und Lampe
deutlich höher liegen als die Akkuspannung. Die letzte Variante mit
einem OpAmp wie TLC271 ist für eine konstante Versorgungsspannung
vorgesehen, die dafür nur so hoch wie die maximal zum Laden benötigte
Spannung von 2V/Zelle sein muss. Wenn Spannungsteiler R1 und R2 0.1V
bildet (also z.B. 49k und 1k bei 5V), dann muss bei 0.1V durch R3 der
gewünschte Ladestrom fliessen (also z.B. 1.42 Ohm für 70mA)
+-----+ --+----+---------+
+--|>|--+ --+ --|LM317|-+ R1 ) Akku
| | | +--+--+ R +---|+\ |
| Lampe R +----+ R2 | >-100R-|< NPN oder NMOSFET
Trafo | | | | +-|-/ |E
| Akku Akku Akku | +--)---------+
| | | | | | R3
+-------+ --+ -----+ --+----+---------+
Am Ende des Ladevorgangs wird jedoch der Akku überladen. Es beginnt
sich der Elektrolyt im Akku zu zersetzen. Dagegen enthält jeder Akku
einen Katalysator, der den Elektrolyten wieder rekombinieren lässt. Aber
nur in geringer Menge pro Zeit. Deshalb sollte man beim Laden eines
eventuell schon vollen Akkus nicht mehr Strom verwenden, als der Akku
laut Datenblatt erlaubt. Meist nur C/10tel und beim Dauerladen gar nur
C/25tel. Damit schadet man dem Akku aber auch nicht übermässig.
(http://www.gpbatteries.com/ sagt z.B. das man 2 Jahre C/20tel verwenden
darf, ohne dem Akku signifikant zu schaden, Sanyo Cadnica H Serie gelten
bei C/30 als dauerladefest). Hat ein Akku nur noch 80% seiner
Nennkapazität, ist er nach DIN 43539 als defekt einzustufen.
Wenn man auch teilentladene Akkus mit mehr Strom aufladen will, muss das
Ladegerät eine automatische Akku-voll-Erkennung und Abschaltung enthalten.
Da ein voller Akku die hineingesteckte Energie nicht mehr chemisch binden
kann, wird die Energie statt dessen in Wärme umgesetzt. Wenn man genügend
Strom zum Laden verwendet (1C), ist die Temperaturerhöhung deutlich
erkennbar, und man kann sie direkt am Akkumetallgehäuse messen und bei ca.
40 GradC abschalten, z.B. mit einem Bimetall-Temperaturschalter und einem
Relais oder Thyristor in Selbsthaltung (denn es soll natürlich nicht
weitergeladen werden wenn die Temperatur wieder unter 40 GradC sinkt). Man
kann einen Widerstand über den Kontakt legen der den Akku abschaltet um mit
geringem Strom von C/50tel eine Erhaltungsladung zu realisieren. Der von
Pollin angebotene Temperaturschalter PEPI-C ist für eine Notabschaltung bei
57 GradC in Ladegeräten gedacht, die normalerweise per -DeltaU abschalten
sollten. Als normale Akku-Voll-Abschalttemperatur ist das zu viel.
+ --+-R-+ Ladestrombegrenzung auf ca. 1C
| |
| o +
| Akku
| o -
| |
| | +-+--+
| | | | |
| o o | o
Relais==\ | / Bimetall-Temperaturschalter
| o | o
+----(--+ |
- -------+-----+
Oder man erkennt die Temperaturerhöhung indirekt weil die chemische Spannung
bei steigender Temperatur sinkt, und wartet darauf, das die Zellspannung beim
Laden nicht mehr steigt, sondern gleich bleibt (NiMH) oder gar fällt (NiCd).
Das Verfahren heisst -DeltaU. Man kann die Spannung messen während Ladestrom
fliesst, bekommt dann aber Probleme mit sinkendem Innenwiderstand lange
gelagerter Zellen während des Ladevorgangs. Schaltet man periodisch zum
Messen den Ladestrom ab, wie es der ICS17xx tut, kann man einerseits effektive
Schaltregler als Stromquelle nutzen, die sonst den A/D-Wandler zu sehr stören
würden, und bekommt andererseits innenwiderstandsunabhängigere Messwerte,
wenn man exakt in derselben Zeit nach Abschaltung misst. Andererseits
bekommt man interessante Erkenntnisse aus dem Vergleich der Zellenspannung
während der Ladestrom floss und kann den Innenwiderstand berechnen.
Lädt man nicht einzelne Akkus, sondern mehrere in Reihe geschaltete Zellen
als Säule, so sind nicht alle Akkus zur Selben Zeit voll. Man muss aber den
hohen Ladestrom abschalten, wenn die erste Zelle voll geworden ist. Da der
-DeltaU Effekt von der steigenden Spannung der anderen Zellen überlagert
wird, kann man nicht mehr auf eine fallende Spannung am Akkupack warten.
Man schaltet ab, wenn sich die Kurve wieder abflacht, also die Ableitung der
Kurve der Ladespannung ihr Maximum überschreitet. Siehe ICS QuickSaver
von Galaxypower.
Da -DeltaU bei NiMH früher abschalten muss als bei NiCd, sollte man NiMH
nicht in automatischen NiCd-Ladern aufladen, das Ladeende wird nicht
rechtzeitig bzw. nicht zuverlässig erkannt, der Akku eventuell überladen.
Umgekehrt geht es, bei NiCd wird halt der Schnellladevorgang etwas früher
beendet. Da bei so einem Ladevorgang der Akku nicht überladen wird, spielt
der auf dem Akku aufgedrucke maximale Ladestrom keine Rolle, schliesslich
darf er auch beim Entladen überschritten werden.
Man nimmt normalerweise 1C (also 1 Stunde Ladezeit), damit die Akkus am
Ende der Ladezeit so 40 GradC warm werden können, weil das Ladegerät nur
an der wegen steigender Wärme fallenden Spannung erkennt, das der Akku
voll ist. Trotz dieser Ladezeiten muss man keine explizit schnellladefähigen
Akkus verwenden, sondern es tun normale mit C/10tel angegebene Akkus.
Lädt man in 15 Minuten mit 4C spielt der Innenwiderstand der Zelle schon
eine Rolle, das sollte man also nur niederohmigen (also vom Hersteller als
hochstromgeeignet und schnellladefähig gekennzeichneten) Zellen zumuten,
läd man in 4 Stunden mit C/4 wird der Akku nicht richtig warm, es sei denn,
er ist in ein Gehäuse verpackt.
Wer neue Akkus kauft, bei denen man nicht weis wie lange sie schon rumliegen,
vor allem NiMH, und wer ein Ladegerät hat, das per -DeltaU elektronisch
abschaltet, der sollte die Akkus erst mal (im Gerät, also auf ca. 0.9V/Zelle)
entladen (sind sie vermutlich eh), dann ausrechnen wie lange sie im Ladegerät
laden müssten (per Kapazität/Ladestrom Berechnung, ohne Korrekturfaktoren wie
140%), sie laden lassen und zur berechneten Zeit aus dem Ladegerät rausnehmen,
im Gerät benutzen bis sie leer sind und noch mal auf die beschriebene Art
laden. Erst danach sollte man das Ladegerät seine eigene Ladeschlusserkennung
anwenden lassen, in der Hoffnung das es die Akkus dann nicht auf 70 GradC
aufkocht, was sonst leicht passiert, weil bei neuen Akkus offenbar das
Ladeeende nicht gut erkannt werden kann und in Ladegeräten oft nur die
zeitgesteuerte Notabschaltung greift, wenn es denn überhaupt eine hat.
Das Schnellladegerät beendet den Schnellladevorgang mehrerer Zellen, wenn die
erste Zelle voll ist. Um die restlichen Zellen voll zu laden, darf man aber
durch die volle Zelle nur noch den Nennladestrom von meist C/10tel schicken.
Der Akku muss also noch einige Zeit (1 Stunde oder so) im topping charge mit
maximal dem aufgedrucken Ladestrom nachgeladen werden. Danach schaltet man in
den trickle charge Modus (mit C/50 oder was das Datenblatt als
Erhaltungsladestrom empfiehlt) zurück, um mit Dauerladung den Akku gegen
dessen Selbstentladung immer voll zu halten, bis er aus dem Ladegerät
entnommen wird. NiCd scheinen mit Dauerladestrom besser zurecht zu kommen
als NiMH.
Das Reflexladeprinzip des ICS170x ist besonders interessant und wird im
NC2000 verwendet. Auch ohne Entladeimpuls eignet sich der IC besonders für
Schaltregler (LM2576T-ADJ) als Stromquelle, weil er vor dem Messen die
Stromquelle abschaltet. GalaxyPower ist pleite und stellt die ICS17xx-Chips
nicht mehr her (Ersatz AIC1781), aber das Patent auf das Reflexladeprinzip
ist auch ausgelaufen, man hat also kein Problem sich den Algorithmus in
einen uC mit 12 bit A/D zu programmieren.
Das Computerized Charging System (CCS9620 von http://www.conrad.de) von BTI
http://www.bticcs.com ist bloss ein vorprogrammierter PIC Microcontroller
ohne A/D-Wandler. Das VDX-Verfahren (Voltage Descend Expander) vergleicht
die Ladespannung mit und ohne Ladestrom und ist hier beschrieben
http://www.funkschau.de/heftarchiv/pdf/1998/fs01+02/fs9801081.pdf und das
Reflex-ähnliche ACT-Verfahren kommt von hier: http://www.actcharge.com/
Ein Überblick findet sich in http://www.basytec.de/ladung/ladung.html
Weiteres: http://oedv.at/news/1997/0197a.htm
http://www.kriechhammer.at/ecs/
Ein NiCd/NiMH-Akku geht kaputt, wenn er umgepolt wird. Das passiert bei
einer Säule, wenn eine Zelle leer wird (0V) und die anderen Zellen (über den
Innenwiderstand des angeschlossenen Geräts) ihre Spannung entgegen der
Polung an die leere Zelle anlegen. Einen abgeklemmten Akku (kein uA darf
fliessen) kann man problemlos lagern, möglichst leer aber nicht kurzgeschlossen
(Selbstentladung schadet offenbar), und im Kühlschrank. Nach längerer Lagerzeit
muss er, ebenso wie neu gekaufte Akkus, ein paar mal aufgeladen / entladen
werden, bis er seine volle Leistungsfähigkeit wieder erreicht. Hat sich ein
voll aufgeladener und danach abgeklemmt gelagerter NiCd/NiMH Akku schon nach
wenigen Tagen selbst fast ganz entladen, hat man Ausschuss mit defektem
Separator erwischt.
Von: Robert Obermayer 8.2.2006
Die mittels Widerständen gekillten Akkus waren 2200er GP und 2000er
Panasonic (also die besten 4/5 SC NiMH), die durch langes Lagern bei
0V ausgelaufenen waren 1250SCR, CP1700, N-SCRC 1700 (die guten schwarzen)
und einige 650er Varta AA(NiCd). Mindenstens gleich lange rumliegende,
aber nicht gesondert entladene Packs des gleichen Typs haben die
Lagerzeit ohne Kapazitäts (und Flüssigkeits-)verlust überstanden und
hatten noch >1V/Zelle wie ich sie wieder geladen habe.
Panasonic schreibt in einem manual auch sinngemäß:"for extended storage
periods, recharge every year to avoid leakage" und hat da imo. recht
Wie schnell sollte das Ladegerät den Akku aufladen ? Das hängt von der
Verwendung des Akkus ab. Im Prinzip gilt, "ebenso wie er entladen wird".
Bei Hochstromanwendungen (Modellsport) also schnell Laden, bei
Niedrigstromanwendungen (Wecker) besser langsam laden. Der Grund liegt in der
Kristallbildung im Akku: Hohe Ströme brechen die Kristalle, was zu niedrigerem
Innenwiderstand führt (gut bei Hochstrom) aber auch die Selbstentladung
beschleunigt (schlecht bei geringem Strombedarf). Ebenso enthalten
schnellladefähige Akkus viel Katalysator, was ebenfalls die Selbstentladung
beschleunigt. Allerdings *müssen* automatisch abschaltende Ladegeräte
schnellladen, da sich nur dann bei vollem Akku eine Temperaturerhöhung ergibt,
die in Folge zu einer Spannungsänderung führt, die dann gemessen werden kann.
Länger als 4h sollte also kein automatisch abschaltendes Ladegerät brauchen
(und unter 15min wird's auch kritisch). Zeitgesteuerte Ladegeräte sollten den
Akku vorher entladen (auf 0.9V/Zelle) und dann 14h oder 4h aufladen und dann
auf Erhaltungsladung (kleiner C/25tel) umschalten. Bis zu welcher Spannung darf
man einen NiCd/NiMH-Akku entladen ? Im Prinzip 0V, aber dabei muss in einer
Säule JEDE Zelle beachtet werden, da ja keine umpolen darf. Die Akkukapazität
wird aber nach IEC durch eine Entladung bis 0.9V/Zelle gemessen, ebenso wie
bei normalen Zink-Kohle / Alkali-Mangan Batterien, und da man bei
0.9V*Zellenanzahl bei einer Säule davon ausgeht (was in der Praxis oft aber
nicht immer hinhaut), das jede einzelne Zelle noch mehr als 0V hat und nicht
umgepolt wird (was tödlich wäre), nimmt man für Akkus auch 0.9V bei Entladung
von C/10tel. Die Spannung bricht ab 1.1V eh so schnell zusammen das unter 0.9V
eigentlich nichts mehr zu holen ist. Bei Hochstromentladung spielt der
Akkuinnenwiderstand aber eine grössere Rolle, so das bis 0.5V herunter entladen
wird.
http://www.ti.com/ BQ2002 / BQ24007 / BQ2050
http://www.maxim-ic.com/ MAX712 / MAX713 / DS2770
http://www.onsemi.com/ MC33340
http://www.vishay.com/ U2400 / U2402
http://www.semiconductors.philips.com/ TEA1100 / TEA1102 / TEA1104
GalaxyPower ICS17xx (AN17, AN23)
http://www.analog.com.tw/ (AIC1781-1783)
http://www.analog.com/ fsect5.pdf
http://www.linear.com/ AN64 (LTC1325), AN68 (LTC1510, LTC1511)
http://www.conrad.de/ Anleitung von 130136 (mit U2402)
http://www.mikrocontroller-projekte.de/ (Reflexlader)
http://www.gb97816.homepage.t-online.de/ (Reflexlader C166)
http://www.harald-sattler.de/html/body_tons_lader.htm (NC2000)
http://www-user.rhrk.uni-kl.de/~dittrich/trxcharger/
http://www.atmel.com/ AppNote AVR450 (NiCd, NiMH)
http://www.fg-gag.de/michael/studiear.htm (NiCd, ohne Software)
http://www.microchip.com/ Application Note Reference Design PICREF-2 (NiCD/NiMH +
PC-Interface)
http://www.semiconductors.philips.com/acrobat/applicationnotes/AN439.pdf (87c751 Fast Nicad
Charger)
http://www.freescale.com/files/microcontrollers/doc/app_note/AN2679.pdf (NiCd/NiMH mit
68HC08)
http://www.zilog.com/docs/z8encore/appnotes/an0137.pdf (Z8 based Pb/NiMH/NiCd Battery
Charger)
http://www.schulze-elektronik-gmbh.com/
Einfache Schaltung ähnlich AN17 von Galaxy Power ohne überflüssigen DCHG
+-----+
+---------|7805A|------------------+ VCC
| +--+--+ | on/off
+-10k-+------(---------------------(----------+
| +---+--+ | 1N5404 VIN +---+---+ CHG |
o--+-|LM2576|-+-(-L-+-|>|-+-R1-+--|ICS1700|-4k7-|< BC547
30V | +-+--+-+ | | Elko Akku R2 +---+---+ |E
Elko | +---(-+---(-----+----+------+----------+
| | FB +-|<|-+ Shunt (0R4 = 3A Ladestrom)
o--+---+------------+-----+
> Bleiakkus
Ein Bleiakku (Pb) wird an eine Spannungsquelle angeschlossen, die pro Zelle
2.3 Volt liefert (bei 20 GradC, temperaturabhängig -4mV/K), also 13.8V für
einen Autoakku. Die Spannungsquelle muss damit klar kommen, das der Akku mehr
Strom haben will, als der Akku aushält und die Spannungsquelle liefern kann.
Wieviel steht i.A. drauf, wenn nicht kann man sich nach Panasonic richten,
die sagen 0.4C bei ihren Bleigelakkus, also 4.8A bei 12Ah Akku. Der Lader
muss also eine Strombegrenzung als Schutzeinrichtung enthalten, wie das
normalerweise bei integrierten Spannungsreglern der Fall ist (z.B. LM317,
einstellbar L200 Schaltung im Datenblatt beachten, PB137, UC3906 macht
temperaturkompensierte Schnelladung mit nachfolgender Erheltungsladung,
AppNote U131, UC2909 ist moderner. Die Temperaturabhängigkeit kann man gut
mit einem Pt100 RTC Platinwiderstandstemperatursensor, NTC oder einer
Siliziumdiode im Spannungteiler des Spannungsreglers ausgleichen, siehe
Datenblatt des LT1038 von http://www.linear.com/ .
Ein Bleiakku geht kaputt, wenn er entladen rumsteht (er sulfatiert dann),
netterweise darf man ihn ewig an einem wie beschrieben spannungsgeregelten
Ladegerät lassen. Der Selbstentladestrom liegt so um 1/100 der Kapazität.
Lädt man ihn nur kurz auf und klemmt ihn dann vom Ladegerät ab, darf man
auf 14.4V (2.4V/Zelle bei 20 GradC) gehen, so wie es die Lichtmaschine im
Auto macht. Die billigen Autoakkuladegeräte enthalten lediglich einen
strombegrenzenden Trafo und einen Gleichrichter ohne jede
Ladespannungsbegrenzung, der volle Akku wird also gnadenlos überladen, er
gast. Beim Autoakku kann man dann das zersetzte destillierte Wasser wieder
nachfüllen, 'wartungsfreie' Bleigel-Akkus sind dauerhaft geschädigt.
Den relativen Akkurestkapazitätszustand kann man über 4-Leiter
Innenwiderstandsbestimmung mit C/5 Entladeimpulsen in Millisekundenlänge
ermitteln.
Üblich ist bei 11.4V eine Akku-Leer-Warnung und bei 10.8V der Lastabwurf,
bei hohem Entladestrom (Automotoranlasser) geht es auch mal unter 8V.
Erst bei 12.6V wird die Last wieder drangeschaltet. Kam der Akku mal unter
11.4V, darf er ein mal bis auf 15V (2.5V/Zelle bei 20 GradC nur bei genauester
Beachtung der Temperaturkompensation) aufgeladen werden, kam er mal unter
12.4V kann man ihn ein mal bis 14.4V aufladen.
http://www.panasonic.com/industrial/battery/oem/images/pdf/Panasonic_VRLA_ChargingMethods.pd
f
http://www.microcharge.de/Bleiakku-Interna.html
http://www.taunus-biker.de/~mdvp/Bat/Batterie.html (Bleiakku)
> LiIon
Lithium-Ionen-Akkus werden im Prinzip ebenso wie Bleiakkus geladen,
allerdings muss die Ladeschlussspannung von 4.20 Volt (man achte auf
die 0) JEDER ZELLE auf 0.5% genau eingehalten werden, sonst wird sie
entweder nicht voll, 0.1V macht 10% aus, oder fängt beim Überladen Feuer:
http://www.liposack.com/video.html
0.5% einzuhalten ist nicht so einfach. Nimm einen fertigen LiIon Ladechip,
falls er nicht schon im Akkupack eh enthalten ist. Der kümmert sich auch
um den Rest wie den Tiefentladeschutz. Ein LiIon-Akku geht sofort kaputt,
weil sich Lithiumionen in die Metalloxidelektrode einlagern die dabei an
Volumen zunimmt und zerbröselt, wenn er unter eine bestimmte Spannung
entladen wird, auch durch Selbstentladung, also rechtzeitig bei meist 3.0V
abschalten und gleich wieder aufladen. LiPolymer sind letztlich LiIon
Akkus ohne Hülle, also nichts prinzipiell anderes, und werden genau so
behandelt. Ob 3.6V oder 3.7V als Nennspannung angegeben wird, ist
letztlich egal, nur die Ladeschlussspannung von 4.1, 4.2 oder 4.3V darf
nie überschritten werden. Eine niedrigere Ladeschlussspannung verlängert
angeblich die Akkulebensdauer signifikant.
http://www.toshiba.com/taec/components/Generic/DS_BT31930297.pdf (LiIon Datenblatt)
http://www.maxim-ic.com/ (z.B. MAX1811/1898 LiIon protection)
http://pdfserv.maxim-ic.com/arpdf/DS2770.pdf
http://www.analog.com.tw/ (LiIonProtection)
http://www.onsemi.com/ (MC3334x LiIon protection, CS5361 Notebookakkulader)
http://www.ti.com/ (BQ24007, TWL2214 Notebookakkulader)
http://www.rutronik.de/ (Panasonic LiIon Einzelzellen)
http://www.mamo-modelltechnik.de/ (LiIon/LiPoly Einzelzellen)
http://www.lipoly.de/ (LiIon/LiPoly Einzelzellen)
http://www.modellbau-bichler.de/ (LiIon/LiPoly Einzelzellen)
> Alkali
Es gibt inzwischen auch wiederaufladbare Alkali-Mangan Akkus für Geräte, die
1.5V/Zelle benötigen. Allerdings sind diese Akkus sehr schlecht. Sie können
(sogar nach Herstellerangabe) nur wenige Male (ca. 25) wieder aufgeladen
werden. Rechnet man die Kapazität einer nicht wiederaufladbaren Alkali-Mangan
Zelle (Mignon 2.8Ah) und die Kapazität eines Alkali-Mangan-Akkus (1.5Ah wenn
neu, 0.5Ah kommen bei jedem Wiederaufladen dazu), gegen den Preis auf, lohnt
sich das nicht. Siehe http://horst-lehner.mausnet.de/efaq/efaq.pdf und c't
23/2002 S. 193. Rayovac verwendet Chips von Benchmarq http://www.ti.com/
BQ2902/2903, auch AppNotes, nach Alkali suchen.
> Was tritt eigentlich bei Alkali-Mangan Batterien als weisses Kristallpulver aus ?
Der Elektrolyt aus 35 bis 50 Gew.% KOH, 6 Gew.% ZnO und Zusätzen von LiOH oder
Ca(OH)2.
> Memory-Effekt
Mit 'Memoryeffekt' wird das Verhalten von NiCd-Akkus beschrieben, die mehrfach
nur teilentladen wurden (z.B. durch eine automatische Abschaltung des Geräts)
und dann ein Mal weiter entladen werden soll. Die Spannung bricht an der Stelle
der alten Abschaltgrenze messbar zusammen. Die Restkapazität lässt sich nur bei
verringerter Spannung herausholen. Warum ?
Da die chemische Reaktion 'Ladung' im NiCd nicht gleichmässig über das innere
Volumen abläuft, gibt es bei 'halbleeren' Akkus Zonen die chemisch entladen
sind, wenn andere noch chemisch geladen sind. In einer lange nicht
'angefassten' Region vergrössern sich Kristalle, ebenso wie in einem Akku, der
lange rumliegt. Grössere Kristalle bewirken einen erhöhten Innenwiderstand.
Ein belasteter Akku mit höherem Innenwiderstand bricht in der Spannung ein, er
erscheint dem angeschlossenen Gerät 'leerer', es schaltet früher ab, wodurch
diese 'Zone' des Akkus nie mehr angefasst wird, also auch nicht besser wird.
Man behebt den Effekt durch mehrmaliges entladen (bis die schwächste Zelle nur
noch 0.5V hat) und wieder aufladen.
Siehe section 5 "battery chargers" des "practical design techniques for power
and thermal management" aus "Training and Events" von http://www.analog.com/ .
Es gibt im Web auch eine andere Meinung zu lesen, aber man behebt sie auf
dieselbe Art, so das einem die Physik dahinter egal sein kann.
http://www.repairfaq.org/ELE/F_Battery.html
NiMH Akkus sind von diesem Effekt bei weitem nicht so stark betroffen, aber
ich habe hier NiMH Akkus erlebt, die zwar fast volle Kapazität hatten, aber
mit dem Alter einen immer weiter steigenden Innenwiderstand (2 Ohm) der sich
auch durch Hochstrom-Lade-/Entladezyklen nicht besserte und die damit
unbrauchbar waren.
> Zellen knacken
Unbelastete Akkuzellen haben ja eigentlich, auch wenn sie leer sind, eine
Spannung von um die 1 Volt. Was tun, wenn in einer Akkusäule eine Zelle nur
0 Volt hat ? Diese Zelle ist dann intern kurzgeschlossen. Durch Umpolen der
Zelle während einer Tiefentladung sind Cd-Nadeln gewachsen, die beide
Elektroden miteinander verbinden. Man kann diese Cd-Nadeln durch einen
Hochstromimpuls knacken (z.B. vollgeladenen 10000uF/35V Elko an die Zelle
halten). Das hilft aber nicht wirklich, da sich nicht die ganze Cd-Nadel
zurückbildet. Der Akku hat eine höhere Selbstentladung, wird also in der
Säule wieder als erster leer, wird umgepolt und man hat das Problem erneut.
Ersetzt man nur diese Zelle, hat man in einer gebrauchten (verbrauchten :-)
Säule einen neuen Akku, der seine Stärken nicht ausspielen kann. Ersetze
lieber gleich alle Zellen und verwende die restlichen woanders.
> Wie redet mein Notebook mit seinem Akkupack ?
http://www.sbs-forum.org/
> Wie lädt mein Telefon seinen Akku wieder auf ?
Von: Ingolf Pohl
Beim Entladen wird der Strom gemessen (eher selten) oder die Software
des Telefons kennt die Verbräuche des Gerätes in den einzelnen Zuständen
hinreichend genau. Einige Hersteller veranstalten dazu einen ganz
schönen Aufwand bei der Produktion, bei jedem Telefon im Endtest wird
der Stromverbrauch für die einzelnen Zustände protokolliert und im
geräteeigenen EEPROM abgelegt, ohne ständiges Messen im Betrieb kann
die Software so einigermaßen bilanzieren.
Die Software des Gerätes verwaltet dazu ein Ladekonto mit aktuellem
Ladezustand und maximalem Ladezustand im EEPROM.
Ich versuch jetzt mal so ein Lade-Entladezyklus zu beschreiben,
ausgehend davon dass leere Akkus in ein neues Gerät gesetzt werden.
1. Das Gerät verfügt über eine Voreinstellung des maximalen
Ladezustandes von 500mAh. Es lädt den eingesetzen Akku mit 120% (bis
150% je nach Mut des Herstellers) des maximalen Ladezustandes. Ein
500mAh Akku wäre mit 120% überladen, ein 1600mAh Akku nur zu 1/3
geladen. Das Ladekonto wird auf 500mAh gesetzt
2. Beim Entladen wird je nach Aktion vom Ladekonto abgebucht. Hat es zum
Beispiel 10% erreicht, dann gibt das Telefon bescheid, denn bei einem
angenommenem 500mAh Akku wären ja nur noch 50mAh Rest. Bei einem
1600mAh Akku wären noch 1150mAh Rest.
3. Wird jetzt das Telefon nicht gleich hysterisch auf die Ladeschale
gesteckt, sondern echt leer telefoniert bis die Hardware eine
Tiefenentladung durch Zwangsabschaltung bei kleiner 0.9V/Zelle
vollstreckt, dann hat das Ladekonto (im EEPROM) beim 500mAh Akku
ungefähr 0, beim 1600mAh Akku einen negativen Wert, denn es wurden ja
320% entnommen.
4. Beim nächsten Ladezyklus wird zuerst der maximale Ladezustand
korrigiert, beim 500mAh Akku wird er sich nicht sonderlich ändern, beim
1600mAh Akuu wird er um 220% größer sein, als das letzte Mal. Jetzt wird
wieder mit 120% (der korrigierten Kapazität) oder mehr geladen...
Fazit der Methode ist einfach:
- Das Telefon kann sich an die Kapazitätztoleranzen der Akkus anpassen.
- Verschiedene Akkus können eingesetzt werden.
- Für größere Akkus ist der Ladestrom ungefährlicher.
- Bei größeren Akkus ist die Ladezeit länger.
- Das Einsetzen von vollen Akkus ist nicht so gut, da zuerst geladen wird.
- Die Methode benötigt das (gelegentliche) vollständige Laden/Entladen
(Hier liegt auch die echte Schwäche des Systems, kaum ein Anwender
entlädt den Akku vollständig !)
Ähnliche Methoden wurden (werden) auch bei GSM-Telefonen eingesetzt,
das erklärt auch warum bei einigen die Batterieanzeige nach längerem
Benutzen immer ungenauer wird, oder warum plötzlich bei 50% Anzeige das
Telefon abschaltet. Man muß auch hier öfter mal das Telefon komplett tot
telefonieren und anschließend schön voll laden. Bei meinem ältlichen GSM
ist das tatsächlich so, plötzlich ist bei "halbvollem" Akku Schluss.
Wenn der Strom wieder da ist, dann hat auch das Bilanzprogramm gemerkt,
dass der Akku leer war und die Anzeige wieder auf Null gesetzt...
Laptop-Akkus verfügen oft über eine Fuel-Gauge, also einen Chip im Akku
der rein- und rausfliessenden Strom misst und versucht, die Akkukapazität
mitzuführen, wie BQ2010 (siehe Datenblatt bei http://www.ti.com/ ). Wohl
wegen unzureichender Software im Laptop haben diese Chips die Eigenart,
mit der Zeit immer weniger über den Akkuladezustand zu wissen und auch
leere Akkus nicht mehr nachladen zu wollen oder volle Akkus als leer
anzusehen. Bei vielen hat es geholfen, der Chip mal vom Akku abzulöten
(Rücksetzen) oder per direktem Ansprechen (über die Parallelschnittstelle
des Laptops) umzuprogrammieren, und plötzlich spielten die Akkus wieder
mit. Also: Schaut auch im WWW um, was sich bei eurem Akku machen
lässt, bevor ihr verzweifelt dessen Zellen tauscht.
> Wie baue ich ein Lade-Netzteil für mein Handy bzw. Notebook ?
Handys und Notebooks haben meist eine ganz einfache Akkuladeschaltung
drin: Ein Transistor schaltet den Strom vom Netzteil direkt an den Akku,
der jedoch je nach Ladezustand eine unterschiedliche Spannung benötigt.
Wenn das Netzteil zu viel Strom liefert (weil es seine Nennspannung halten
will) geht, insbesondere bei leerem Akku, dieser Transistor und sonstwas
kaputt. Das Netzteil muss also eine Strombegrenzung haben und darf im
Leerlauf eine nicht zu hohe Spannung liefern. Wie viel, steht meist auf dem
alten Netzteil drauf (z.B. 4.5V/250mA oder 16V/3.8A). Der Grund liegt darin,
das im Gerät (Handy bzw. Notebook) keine zusätzliche Wärme entstehen
soll, und daher ein analog runterregelnder Transistor, der bei ausreichend
Spannung von selbst den Strom begrenzt, wegen der anfallenden Verluste
nicht verwendbar ist.
Daher darf man ein Notebook nicht direkt an den Autoakku anschliessen,
obwohl ja meistens die Spannung des Notebookakkus, zumindest entladen,
niedriger liegt als die Autoakkuspannung und die Spannung des Netzteils
vom Notebook höher liegt als die Autoakkuspannung, es also eigentlich
passen müsste.
Bei leerem Akku würde jedoch das Notebook versuchen, den Akku zu laden,
und dabei würde zu viel Strom fliessen, weil der Autoakku ja hergibt, was er
kann. Wenn man jedoch den Akku aus dem Notebook entfernt, geht es oft,
das Zuleitungskabel sollte jedoch eine KFZ-Schutzschaltung enthalten.
Man kann ein Labornetzteil (so ein Ding mit einstellbarer Maximalspannung
und Maximalstrom) verwenden, in dem man den Maximalstrom auf den zum
Akku passenden Ladestrom einstellt, oder ein vorhandenes (Schalt-)Netzteil
entsprechend umbauen.
Die primitivsten Handyladesteckernetzteile haben einen simplen Trafo drin,
der wie ein Klingeltrafo kurzschlussicher ist, weil bei steigendem Strom
dessen Verluste (Wärmeentwicklung) so hoch ansteigen, das kaum noch
Spannung rauskommt, und dahinter Gleichrichter und Siebelko. Das
allerprimitivste Autoladekabel besteht aus einem Vorwiderstand (13.8V-
Akkuspannung)/Ladestrom und einer Z-Diode (begrenzt Maximalspannung
bei Leerlauf und bietet Schutz vor Verpolung und Überspannung) am
Ausgang, aber die Bauteile verheizen ziemlich viel Leistung (5W
Widerstand, 3W Z-Diode) und sind deswegen nicht billig. Die Besseren
verwenden einen Linearregler wie L200 (nicht die defekte Charge L200C
82A333 ST SING, Reichelt) von http://www.st.com/ mit eingebauter
Strombegrenzung, der braucht aber auch einen Kühlkörper. Effektiver
ist ein Schaltregler wie MC34063, bei dem man zumindest den
Eingangsstrom begrenzen kann, und damit den Ausgangsstrom bei nicht zu
stark abweichender Eingangsspannung im Rahmen halten kann. Siehe auch
F.24. Schaltregler Nokia Laderegler.
Am Besten ist aber eine Konstruktion, bei der ein Schaltregler sowohl
Feedback von der Ausgangsspannung als auch vom Ausgangsstrom
erhält. Siehe LT1510, LT1512, TL494. Hat das Netzteil 3 Leitungen (Masse,
Versorgungsspannung, Ladespannung) ist meist die Ladespannung
strombegrenzt, die Versorgungsspannung nur gegen Kurzschluss geschützt.
http://www.call-n-deal.de/uwe/projekte/diverses/C25lader/
> Mein Batteriehalter schmilzt beim Laden weg
Verwende Batteriezellenhalter von Bulgin (bei Conrad, Farnell, RSOnline),
die halten bei Lötfahnenanschluss bis 20A aus.
*-----
F.21.1. Schutz gegen Tiefentladung
> Wie schützt man einen Akku vor Tiefentladung ?
Geht am einfachsten mit einem Relais, was bei der Entladeschlusspannung
von alleine abfällt, und dessen Kontakt man zum Einschalten mit einem
Taster überbrückt, aber das braucht Strom und leider sind Relais nicht so
besonders genau. Genauer geht's mit einem Unterspannungssensor (z.B.
TL7702, ICL7665, MC34161, TL431), oder einer Kombination aus OpAmp
als Komparator und Spannungsreferenz (es muss ja nicht der teure LM10
sein), dessen Ausgang so lange mit Masse verbunden ist (active high
Reset Pin), wie die Betriebsspannung über der Mindestspannung liegt (je
nach Unterspannungssensor fest oder einstellbar), und dessen Ausgang
den Spulenstrom des Relais dauerhaft aushält. Diese Schaltung braucht
aber eingeschaltet ebenfalls zusätzlich den Relaisstrom.
Einschalttaster (Schliesser)
+Akku --+--o/o--+--- +Ub
| |
+--o/o--+ Relaiskontakt
: |
+--Rel--+
| |
+--|>|--+ Freilaufdiode
| |
| +-----+ Unter-
+----| | spannungs-
Ausgang +-----+ sensor
|
-Akku -----o-o--+--- GND
Ausschalttaster (Oeffner, oder als Schliesser der den Ausgang des Unterspannungssensors
mit GND verbindet)
Unterspannungssensor bestehend aus Komparator und Spannungsreferenz
+---+---+---- Batt
10k 8k2 |
| +--|-\
| | | >-- Ausgang
+---(--|+/ Komparator wie 1/4 LM339 oder OpAmp
Ref 2k2 | Ref = 2.5V Referenz wie LM336-2.5
+---+---+---- Masse
Verwendet man ein bistabiles Relais und einen Unterspannungssensor mit active
low, so braucht die Schaltung praktisch keinen Strom
+Akku --+-o/o-+-----+-- +Ub
Rel1:Rel2 | bistabiles Relais
| +-|>|-+ Freilaufdiode
o | +---+ Unterspannungs-
AN / +---| | sensor mit
Taster o o +---+ aktiv low Reset
| AUS / |
| o |
-Akku --+-----+-----+-- GND
Man /kann/ auch per RESET-Controller (z.B. dem einstellbaren ICL7665) den
Verbraucher per MOSFET abklemmen, jedoch braucht die Schaltung dann auch
ausgeschaltet doch noch einige uA und darf demnach nicht ewig im Keller
rumliegen, sondern muss demnächst ans Ladegerät oder echt ausgeschaltet
werden. Der RESET-Controller muss jedoch eine ausreichend grosse Hysterese
haben, um nicht bei fehlender Belastung durch die ansteigende Spannung wieder
einzuschalten, sondern erst bei neu aufgeladenem Akku
+-o/o--+-------+
| | Schaltung
| +-------+ |
Akku |ICL7665|--|I NMOSFET (ggf. LogicLevel)
| +-------+ |S
| | |
+------+-------+
> Ladezustand von Akkus anzeigen.
Suche nach 'Fuel Gauge/Gas Gauge' von Benchmarq bei http://www.ti.com/
wie BQ2010 und SAA1501 bei Philips.
Einige Akkuladegeräte:
Conrad Charge Manager 2000: Lädt nur einen Akku zur Zeit, 4 nacheinander
Conrad Charge Manager 2010: Lädt 4 gleichzeitig, wegen 2 Lüftern sehr laut, neuere Modelle
haben serielle Schnittstelle http://cm2010.sourceforge.net/
ELV ALR100
Accumanager AP2020 Ladestrom 700mA, lädt einzeln
Sanyo C100 Ladestrom 700mA, lädt nur 2 oder 4 Akkus in Reihe
Ansmann Powerline 4/5/6: Macht Akkus manchmal ZU voll.
Schulze ISL6-330d 5.5A 150EUR
*-----
F.21.2. Verpolschutz
Wenn der Spannungsabfall an einer normalen (oder Schottky) Diode zu gross ist
(+) --|>|-- +
(-) ------- -
und eine Verpolschutzdiode mit (ggf. selbstrückstellender PTC Polyfuse)
Sicherung aus irgendwelchen Gründen nicht angebracht ist
(+) ---Sich-+-- +
+-|>|-+
(-) --+-------- -
kann man mit einem 'falschrum' angeschlossenen MOSFET batteriebetriebene
Geräte vor dem verpolten Einlegen von Batterien schützen. Zuerst leitet die
(eingebaute Body-) Diode, dann schaltet der MOSFET durch und überbrückt
die Diode, wenn die Threshold-Spannung zur Batteriespannung passt (also
bei 3V braucht man MOSFETs mit sehr niedriger Threshold-Spannung wie
IRF7401 (NMOS) / IRF7404 (PMOS), bei 4.5 bis 9V LogicLevelMOSFETs wie
IRL2505, ab 18V wird's auch für normale MOSFETs wie IRF530 (NMOS) oder
IRF9530 (PMOS) zu viel und man muss das Gate mit Spannungsteiler oder
Z-Dioden schützen). Umgekehrt sperrt alles, zumindest bis 20V Spannung.
(+) --------+-------- +
D |G S
(-) --+--NMOSFET--+-- -
+----|<|----+ (Interne parasitäre Diode)
*-----
F.22. Transistoren und Dioden
> Durchlassspannung einer Diode
Eine Halbleiterdiode lässt den Strom nur in einer Richtung hindurch. Aber eine
Diode ist kein ideales Ventil, das in einer Richtung ohne Verluste arbeitet,
und in der anderen Richtung dicht ist. Auch die oft genannte
Vereinfachung, das an einer normalen Silizium-Diode einfach 0.7V Verlust in
Leitrichtung auftritt, also die Diode unter 0.7V einfach nicht leitet, ist falsch.
Man sollte sich daran gewöhnen, das Dioden bei vollem Strom nach Datenblatt
ca. 1V Spannungsverlust bewirken. Fliesst nur ganz wenig Strom durch eine
Diode liegt der Spannungsverlust eher bei 0.5V. Die Spannung ist auch noch
stark temperaturabhängig (was in einem Thermometer ausgenutzt werden kann).
Schottky-Dioden haben so 0.3V weniger, sperren aber auch schlechter.
Germanium-Dioden haben bei kleinen Strömen noch weniger Spannungsverlust,
der aber normalen Strömen schnell ansteigt und Silizium-Dioden überflügelt.
Den Zusammenhang zwischen Strom und Spannung in Durchlassrichtung einer
Diode drückt die Shockley-Formel aus:
I = Is * ( exp( U / (n*Ut) ) -1 )
Is = Sättigungsstrom ca. 1E-14A
n = Korrekturfaktor ca. 1..2 je nach Diode
Ut = Temperaturspannung = (k * T ) / e ca. 26mV bei 25 GradC
T = Temperatur [K]
e = Elementarladung = 1.6E-19 [C]
k = Boltzmann-Konstante = 1.38E-23 [K/J]
> Sperrstrom verschiedener Dioden
Eine Diode soll verhindern, das Strom 'rückwärts' durch sie hindurchfliesst.
Aber es ist dem Hersteller nicht möglich, dieses Sperrverhalten unabhängig
von den anderen Anforderungen zu optimieren. Zu dem verdoppelt sich der
Sperrstrom bei einer Temperaturerhöhung um 10K. Daher gibt es verschiedene
Dioden, und man sollte für den jeweiligen Zweck die passende wählen. Grosse
Dioden haben auch eine grosse Kapazität in Sperrrichtung, die auch nervt.
BAV45, FJT1100, PAD1, ID101, 1N3595, BAS116, BAV199: Einige pA, langsam
C-B-Stecke Kleintransistor: handvoll pA
nicht golddotierte Kleinsignaldioden wie BAS45: nA, nicht so schnell
golddotierte Kleinsignaldioden wie 1N914, 1N4148, 1N4448: uA, schnell
(ähnlich wie golddotierter Transistor NPN 2N2369 PNP 2N5771)
50Hz Gleichrichterdioden wie 1N400x, 1N540x: dutzende uA, langsam
Schnelle Gleichrichterdioden (fast recovery) wie MR, MUR, EGP: einige mA
Schottkydiode: 150mA bei 30A-Diode nicht unmöglich., sehr schnell
Dioden mit niedriger Schwellspannung: BAT32, BAT63, 1SS99, 1SS16, SMS1546
GHz, Mikrovolt: 1N82
Tunneldiode: 1N3716, TU300
Schaltdioden: 1PS70SB84 (Philips)
Gallium Arsenid Schottky für Schaltnetzteile ab 1MHz: GS8DI25104 (IXYS) 250V/4A
Von: MaWin 12.11.2003
http://www.101science.com/transistor.htm
Der Bipolartransistor besteht aus einer Diode von Basis nach Emitter
(das ist auch das im Schaltzeichen eingezeichnete Diodendreieck) die sich
auch wie eine Diode mit einer Sperrspannung von ca. -6V verhält. Ab +0.5V
zwischen Basis und Emitter fliesst zunehmend mehr Strom.
Das besondere am Transistor ist nun, das der kleine von Basis nach Emitter
fliessende Strom es ermöglicht, das ein grosser Strom vom Kollektor zum
Emitter fliessen kann, wenn denn am Kollektor ausreichend Spannung anliegt.
Ein kleiner Strom durch die Basis-Emitter-Diode ermöglicht dabei einen um
den Stromverstärkungsfaktor hfe (zwischen 10 und 1000, meist so 100)
grösseren Strom durch den Kollektor.
Natürlich wird der Kollektorstrom nur so gross, wie es die umgebende
Schaltung erlaubt, im Beispiel bestehend aus Spannungsquelle und Last.
Beide Ströme fliessen zusammen durch den Emitter wieder aus dem Transistor
heraus. Leider sind die Dinger recht unlinear, was man mit geeigneten
Schaltungen zu begradigen sucht.
+--------+
|+ |
Last | +
B | Spannungsquelle
--|< NPN | -
|E |
---+--------+
Der einfache Transistor kann den Strom durch eine Last steuern, wenn er in
Reihe zur Last an eine Spannungsquelle geschaltet wird. Erhöht man die
Spannung am Eingang B langsam von 0V auf 1V, so bemerkt man ab 0.5V einen
raschen Anstieg des Stroms durch die Last. Der Transistor sollte den
maximalen Strom der durch die Last fliessen kann aushalten, also 1.5A bei
12V Spannungsquelle und 8 Ohm Last. Und auch den maximalen Verlust von
0.75*6 = 4.5´Watt der bei halber Aussteuerung auftritt. Auch der Strom in
die Basis darf nicht zu gross werden, meist 1/10tel des Stroms durch den
Kollektor, hier also 150mA. Diese 150mA werden schon in der Gegend von 1V
erreicht. Leider kann man die genaue benötigte Spannung nicht angeben,
weil sie von Transistor zu Transistor (selbst bei derselben Typennummer)
unterschiedlich ist, und stark mit der Temperatur schwankt.
Daher verwendet man einen Vorwiderstand, mit dem man den erlaubten
Spannungsbereich zur Ansteuerung des Transistors vergrössert
0-12V +--------+
| | |
74R 8R |
| | Spannungsquelle
+---|< NPN |
|E |
------+--------+
Egal, ob für 150mA Basisstrom nun 0.9V oder 1.1V an der Basis benötigt
werden, hat man nun 150mA Basisstrom recht genau bei 12V am Eingang. So
macht man aus dem stromgesteuerten Transistor einen spannungsgesteuerten.
Er ist zwar vor Beschädigung geschützt, aber auch nicht besonders linear,
so das diese Beschaltung meist für Digitalsignale, also blosses
Ein-/Ausschalten der Last durch eine Steuerspannung verwendet wird.
Legt man den Widerstand, der den Basis-Emitter-Strom begrenzen soll, an
den Emitter, wird er zusätzlich vom Kollektorstrom durchflossen, daher
gilt dort ein wesentlich kleinerer Widerstandswert. Er zeigt sich am
Eingang durch den Stromverstärkungsfaktor vergrössert.
Der Eingangswiderstand dieser Verstärkers liegt also bei Re*hfe.
Es stellt sich am Emitterwiderstand eine Spannung ein, die ca. 0.7V
kleiner ist, als die Spannung am Eingang. Dadurch kann man mit der
Eingangsspannung also die Spannung am Emitterwiderstand und damit den
Strom durch den Emitterwiderstand und somit recht genau den Strom
bestimmen, der durch den Transistor und die Last fliesst. Weiss man
den Strom durch die Last, kann man den Spannungsabfall an der Last
ausrechnen. Die Eingangsspannung steuert also den Transistorstrom,
der wiederum die Ausgangsspannung an der Last bestimmt. Ist der
Widerstand der Last grösser als der am Emitter, erfolgt durch die Stufe
eine Spannungsverstärkung.
0-12V +--------+
| | |
| 8R |
| | Spannungsquelle
+---|< NPN |
|E |
7.4R |
| |
------+--------+
Bei 6V am Eingang leitet der Transistor. Es fliesst Strom durch ihn
hindurch. Der Strom erzeugt einen Spannungsabfall am 7.4R Widerstand.
Wenn 850mA durch den 7.4R Widerstand fliessen, führt das zu einem
Spannungsabfall von 6.3V. Es verbleiben nur noch 0.7V zwischen Basis
und Emitter. Wenn mehr Strom fliessen will, wird die Spannung zwischen
Basis und Emitter kleiner, der Transistor geht weiter zu und regelt
den Strom wieder herunter. Der Emitterwiderstand bewirkt also eine
Gegenkopplung, die Schaltung regelt den Strom. Wenn sie, wie die
erste Schaltung, aber 1.5A durch die Last fliessen lassen soll, was
bei einer Eingangsspannung von 12V passiert und damit 11.3V am
Emitterwiderstand abfallen, so braucht sie eine Spannungsquelle von
24V, sonst ist nicht genug Spannug für die 8R Last übrig.
Bei 850mA entstehen am 8 Ohm Lastwiderstand 6.8V.
Wenn man z.B. eine Spannungsverstärkung um das 10fache erreichen will,
muss der Lastwiderstand einen 10 mal so hohen Widerstandswert haben
wie der Emitterwiderstand, sagen wir Re=10 Ohm und Rl=100 Ohm.
Wenn wir 24V als Versorgungsspannung haben, fliessen maximal 210mA
durch beide, wobei durch den Emitterwiderstand zusätzlich der
Basisstrom fliesst, und der Emitter im Transistor auch schon ein
paar Ohm beiträgt. Damit diese 210mA durch den Emitterwiderstand
fliessen, muss an ihm ca. 2.2V anliegen, und an der Basis ca. 2.9V.
Bei nur 0.6V an der Basis geht der Transistr aus, es liegt keine
Spannung am Emitterwiderstand, es fliesst kein Emitterstrom und
kein Kollektorstrom und damit auch kein Strom durch die Last und
die hat damit keine Spannung.
Oft findet man in Geräten Transistoren mit der Bezeichnung A1015, C557, D998,
F830, H945 oder K1117 die in keinem Katalog zu finden sind. Fügt dann ein 2S,
IR, KT oder B vor die Typennummer und sucht im Katalog erneut, denn asiatische
Hersteller lassen gerne das 2S weg, Koreaner das KT, Europäer manchmal das
B und International Rectifier das IR. Aber glücklicherweise gibt es kaum
Nummernüberschneidungen. Die obigen Typen sind also 2SA1015, BC557,
IRF830 und 2SK1117. Leider funktioniert das manchmal doch nicht: KSD/KTD998
und 2SD998 oder KSC/KTC778 und 2SC778 sind nicht dasselbe. Ersatztyp für
KTD998/KTC778 ist 2SC4387/2SA1672 oder mit Isolierscheiben TIP33C/TIP34C
oder BD245/246. Mit H beginnen manche Hitachi Consumer-Transistoren. H945
ist also ein schlechterer 2SC945, HA42 ist MPSA42, H548 ist BC548, H9012 ist
C9012. Wobei C9012 ein Consumer-Transistor von Motorola ist, nicht ein
2SC9012 oder gar BC9012, die gibt's nämlich nicht.
Elektor Crescendo / Mini-Crescendo 2SJ50/2SK135 = 2SJ56/2SK176 =
2SJ1058/2SK162 in TOP3P
Viele Hersteller wie Motorola (MT), Fairchild (FD), ST (ST), Philips (PH),
Harris (RF), OnSemi (ND) Samsung (SS), Siliconix (SM) bezeichnen MOSFETs
nach einem einfachen Schema: MTP50N10 heisst Motorola TO220 50A NMOSFET
100V, also Herstellerkürzel, Gehäusebuchstabe A=TO220isoliert B=D2PAK
D=DPAK E=ISOTOP F=TOP3Pisoliert H=TO218 I=I2PAK J=TO220isoliert K=STO82
M=TO3 N=SOT223 O=SOP8 P=TO220 S=TO220isoliert U=TO251/IPAK V=D3PAK W=DIP
X=TO220isoliert Y=TO264, Amperezahl, Kanal-Polarität, Volt in 10er Schritten.
Auch IGBTs folgen oft diesem Muster: STGB20NB32 schafft z.B. 20A, 350V.
Manchmal hilft ein Herstellerkürzel auf dem Transistor, ansonsten orientiert man
sich erst mal an den Bezeichnungen der anderen im Gerät verbauten Transistoren.
Bei SMD-Bauteilen reicht der Platz für Typennummern nicht aus, und die Kürzel
sind HERSTELLERBEZOGEN, also mehrfach vergeben:
http://www.digitaldesigns.com/
http://www.come.to/technik
http://www.republika.pl/elektronikjk/s1.html
http://www.republika.pl/elektronikjk/w2.html
http://info.electronicwerkstatt.de/bereiche/bauteile/smd/smd_aktiv/index.html
http://www.marsport.demon.co.uk/smd/smdcode.htm
http://www.maxim-ic.com/topmark.cfm
Transistorgrundschaltungen finden sich in
http://heureka.e-technik.uni-ulm.de/Tutorium/Virtuelles-Praktikum/index.html
Wenn die Stromverstärkung eines Transistors eher egal ist (5 reicht), aber man
besonders niedrige Vcesat haben möchte, kann es sinnvoll sein, einen
bipolaren Transistor mit vertauschen Emitter und Collector zu betreiben.
Allerdings kann die BE-Diode meist nur 5V ab. Auch die Transitfrequenz ist
in dieser Betriebsart wesentlich höher.
> Kann man MOSFETs zur Leistungssteigerung parallelschalten ?
Von: Rolf Zimmermann
MOSFETs als Schalter betrieben kann man ohne Symetrier-R parallel schalten.
Der Rds(on) steigt mit der Chiptemperatur, und symmetriert den Strom durch
den einzelnen FET entsprechend der Temperatur (der kühlste FET bekommt mehr
Strom ...)
MOSFETs im Linearbetrieb (also 'nicht ganz durchgeschaltet') verhalten sich ab
einer bestimmten Ugs gerade umgekehrt (der wärmste FET bekommt noch mehr
Strom...). Hier braucht's dann mindestens die R's in die Source des FETs. Da
die Threshold-Spannung von MOSFETs mit ca. 3.5V viel grösser ist als die nur
0.6V grosse Ube-Spannung von Bipolartransistoren und die Werte auch locker um
Faktor 2 streuen, benötigt man im Vergleich zu Bipolartransistoren recht grosse
Widerstandwerte bei den Stromverteilungswiderständen und erhält damit recht
grosse Verlustleistungen. Man sollte wenigstens die MOSFETs gut selektieren.
+------+-- DD
| |
+---(--+ |
| | | |
GG --+--|I +--|I
| |
R R
| |
+------+-- SS
Um mit kleineren R´s und ohne Selektiererei auszukommen sollte man einen OpAmp
(Achtung: Er muss trotz kapazitiver Last stabil bleiben, z.B. MC34072/LM6364/AD848
oder 'per Hand' mit extra Kompensationskondensator C in der Rückkopplung) pro
MOSFET spendieren, der den Spannungsabfall am Stromverteilungswiderstand
dieses MOSFETs regelt:
+------------+-- DD
| |
+----------(-+ |
GG --+-|+\ | +-|+\ |
| >-+--|I | >-+--|I
+-|-/ C | +-|-/ C |
+------+-R-+ +------+-R-+
R R
| |
+------------+-- SS
*-----
F.22.1. MOSFET Treiber
Zur richtigen Ansteuerung von PowerMOSFETs benötigt man 0..<20V und wenn
man schnell umschalten will (und das will man, wenn man oft schaltet, denn beim
Umschaltvorgang entstehen die grössten Verluste) RICHTIG VIEL STROM (>1A).
Die diskrete Schaltung ist eher aufwändig:
+---+- +12V
1k |
+--|< BC337=2N4401
| |E
| +- MOSFET Gate
BC547= | |E
2N3904 +--|< BC327=2N4403
in --1k--|< |
E+---+- GND (Bezug MOSFET Source)
Daher gibt es MOSFET Treiber ICs wie den simplen MC34151/34152 von
http://www.onsemi.com/ , den schnellen LTC1693 von http://www.linear.com/
bzw. TPS2811-15 von http://www.ti.com/ und mit Ladungspumpe
IR2010/2011/2104/2111 von http://www.irf.com/ bis hin zu 30A
Treibern IXDD430 von Ixys, und sogar optisch isolierte wie HPCL3120. Doch
manche machen Probleme, insbesondere die ganz schnellen:
> HIP4080
Aus sci.electronics.design von Adam Seychell:
Has anyone here used this chip successfully? I'm designing
a high frequency PWM H-bridge using the HIP4080IAP MOSFET
driver (to provide +-3V output at 20 amps). After reading
all the application notes from Intersil they point out a
"shoot through" situation can occur when the the driver is
first powered up. They provide a circuit to fix this problem
(see http://www.intersil.com/data/TB/TB3/TB321/TB321.pdf )
It seems to me that this was a design fault in the driver
because the fix they describe is shown at ends of
application notes and is not included in the evaluation
board. Their explanation of the issue is very brief and I
was wondering if anyone who has used this chip before could
recommend what to do about a power up circuit.
Winfield Hill:
I have used the 4080A chip in several designs without any
problem at all with powerup. Please notice that the TB321
was written for the 4080 and 4081 chips (old non-A versions,
don't buy them, are even they still available?).
Of course the 4080A with its separate HI and LO inputs gives
you the capability to externally cause trouble, but that's
your issue! I would pay attention to the stuff in AN9404.
How are you planning to implement your H-bridge control?
I'm a really big fan of the 4080A and the 4081A, have used
them to 2MHz, and have often recommended them here on s.e.d.
They're so hip. :-)
Jim Stockton:
I have used it in the past and it worked well after sorting out some
ground bounce issues. The then Harris fae Ivars was very helpful in
taming the beast. I had to use a 33pf & 1 Ohm snubber from each output
of H bridge to ground and added 1 Ohm resistors in series with BHS & AHS
lines to controller. He had also suggested Toshiba Magnetics spike
killer beads (AMO Beads?) on Source Leads on top Fets & on Drain leads
of bottom Fets. I didn't need to use them though. Great part once
circuit is tamed but in the mean time plan on buying a tube for
development work. They arent very forgiving at high power levels.
*-----
F.23. Das KFZ-Bordnetz
Von: MaWin 11.8.2000
Häufig werden Fragen gestellt, wie man mit 'den 12 Volt' im Auto umgehen soll.
Sei es, weil man ein Handyladegerät bauen oder einen PC im Auto betreiben
möchte. Dabei hat ein Autoakku 8 Volt beim Anlassen, 12.6 Volt beim Rumstehen,
14.4 Volt beim Fahren, kurzzeitig -100 Volt wenn ein Relais abfällt oder +100
Volt wenn ein Kabel der Lichtmaschine einen Wackelkontakt hat.
Nur mal zur Verdeutlichung die Testimpulse, die ein KFZ-Bauteil nach ISO7637
und DIN40839 aushalten muss:
Von: Thomas Rehm 26.6.2000
Impuls 1: -100V, Anstiegszeit 1us, Dauer 2ms, Innenwiderstand 10 Ohm,
Wiederholrate 0,5 bis 5s, Prüfdauer 5000 Impulse.
Impuls 2: +100V, ansonsten wie Impuls 1
Impuls 3a und 3b: Impulspakete aus Impulsen mit -150V (3a) bzw. +100V (3b),
mit Anstiegszeit 5ns, Dauer 0,1us, Innenwiderstand 50 Ohm, Wiederholrate
100us, Paketdauer 10ms, Pause zwischen Paketen 90ms, 1 Stunde Prüfdauer.
Impuls 4: -7V über 20 Sekunden
Impuls 5: 40-400ms langer Puls von 40-100V mit 0.1-10ms Anstiegszeit,
Innenwiderstand 0.5-4Ohm
Alle im Auto eingebauten Schaltungen brauchen eine E1 EMV Zulassung nach
EU Richtlinie 95/54/EG http://www.jur-abc.de/de/31300101.htm .
Achtung: Kommerzielle Geräte zum Anschluss an den Zigarettenanzünder
die mit dem Hinweis 'nur bei ausgeschaltetem Motor betreiben' versehen sind
haben KEINE Schutzmassnahmen und halten obige Testimpulse NICHT aus.
So etwas ist natürlich in der Praxis unbrauchbar und grob fahrlässig.
In einem Original Siemens KFZ Handyladeadapter befindet sich aber sehr
wohl eine Schutzschaltung wie unten gezeigt.
Immerhin ist im Auto an Klemme 30 (meist rot) Dauerplus und an Klemme 15
(meist schwarz) Plus über Zündung und Klemme 1 (meist braun) ist Masse.
Für einfache Anwendungen reicht es oft, nur die Stromzufuhr gegen
zerstörerische Spannungsspitzen abzublocken. Vom Autoakku über eine Sicherung
(die brennt zum Schutz der Transil durch, wenn die Spannung länger ausserhalb
des zulässigen Bereichs liegt, und muss ansonsten den Kurzschlussstrom des
Spannungsreglers aushalten) und eine Drossel (47uH, die hemmt Nadelimpulse
die wegen dem ESL vom Elko nicht geglättet werden und die der Spannungsregler
nicht mehr ausregeln kann sondern glatt durchlassen würde) an einen an Masse
geschalteten 14V Varistor (der ab 20 bis 30V schützt, ggf. S10K20 für -.10 von
Pollin), oder eine Transil (leistungsstarke Z-Diode, intern anders aufgebaut)
die verhindern für den Elko und Spannungsregler zu hohe Spannung). Von dort
über eine (Schottky-) Diode, die verhindert, das der Elko von vorne entladen
oder gar umgepolt wird, und so eine Chance hat, kurze Spannungsausfälle zu
überbrücken, an den Eingangselko, hinter dem dann ein Linearregler (L49xx von
http://www.st.com/ , LM2931 von http://www.national.com/ , er muss halt bei
einer Eingangsspannung von 7.3V immer noch seine Ausgangsspannung liefern
können, wenn das angeschlossenen Gerät auch beim Anlassen nicht ausgehen soll,
ansonsten kann man von 10.5V ausgehen) oder Schaltregler angebracht wird.
2A SB340 7805 +5V/1A
1A Drossel 1N4001 78M05 +5V/500mA
+------+
UBat --Sicherung--47uH--+--|>|--+--|Regler|--+--
| | +------+ |
Transil P6KE22A 220uF/35V | 100nF
| | | |(siehe Spannungsregler-Datenblatt)
Masse ------------------+-------+------+-----+--
Bei empfindlicheren Schaltungen sollte man auch die Ein- und Ausgänge schützen,
damit sie beim Fremdstarten oder Schweissen nicht gleich kaputt geht. Um den
geschilderten Testimpulsen zu widerstehen tut es meist
+-|>|- +5V
|
Eingang --10k--+--10k--+--| CMOS-Eingang
| |
10nF +-|<|- GND
|
GND
wobei die Eingangsschutzdioden des CMOS-ICs (oder eine 4V7 Z-Diode) meist
als Dioden ausreichen, ansonsten bietet sich die BAV99 an. Erst wenn nicht
bloss 12V Schaltzustände, sondern mehr Strom (oder exakte Messwerte) über den
Eingang hereinkommen sollen, wird es komplizierter.
Micronas MAS9172
Von: Rafael Deliano 26.8.2000
"Protection of HCMOS-Logic ICs in the Automotive Environment", Philips
Siehe im Datenblatt des LTC1435 von http://www.linear.com/ den Abschnitt
"Automotive Considerations: Plugging into the Cigarette Lighter"
*-----
F.24. Schaltregler
Von: MaWin 11.8.2000
Anstelle von 50Hz Trafos und Linearreglern werden vermehrt Schaltregler in
Netzteilen oder Spannungsreglern eingesetzt, die mit kleineren Spulen oder
Trafos auskommen und weniger Verluste haben und daher ab irgendeiner
Leistungsgrenze billiger (und wenn nicht billiger und kleiner, so zumindest
leichter und kühler) sind.
Leider sind die Dinger auf der einen Seite schwer zu bauen, auf der anderen
Seite gehen sie gerne kaputt. Bei der Reparatur hat man das Problem, das
Netzteile primär an 230V~ hängen und auf 325V= gleichrichten. Ein
Trenntrafo ist nützlich, damit man auf dieser Seite wenigstens messen kann.
Meistens sind Schaltnetzteile einfach zu reparieren. Der Starterwiderstand
(so 50k auf Primärseite, durch ihn fliesst Strom zum Aufladen in einen kleinen
Elko auf der Primärseite aus dem der IC seine initiale Betriebsspannung bezieht)
brennt gerne durch, worauf hin das Netzteil gar nicht anläuft. Der *kleine*
Elko auf der Primärseite und die Siebelkos auf Sekundärseite verlieren gerne
Kapazität, worauf hin man das Netzteil mehrmals ein-/ausschalten muss, bis es
anläuft, oder schlechtes Regelverhalten zeigt. Eine Überspannung aus dem Netz
zerstört gerne den Leistungstransistor auf Primärseite, meist hat der
entstehende Kurzschluss dann den Strommesswiderstand am Emitter zerstört,
die Sicherung ausgelöst und den SCK 'inrush current limiter' NTC beschädigt
und den Schaltregler-IC mitgenommen. http://www.ti.com/ "Off-Line SMPS Failure
Modes" SLVA085.PDF .
Wer allerdings aus einem normalen PC-Schaltnetzteil den Lüfter ausbaut, weil
er meint, der Umbau der Transistoren und Dioden auf externe grössere Kühlkörper
wäre ausreichend, vergisst, das auch die restlichen Bauteile, wie Elkos und
Widerstände, in so einem Netzteil kostenoptimiert auf Zwangsbelüftung ausgelegt
sind. So ein Netzteil hält dann keine 6 Monate durch:
http://www.ntalk.de/Dokumente/Ftp/Bilder/Netzteil1.jpg
http://www.ntalk.de/Dokumente/Ftp/Bilder/Netzteil2.jpg
Die Schaltpläne mit Spannungsangaben und Oszillogrammen befinden sich in den
Datenblättern des verwendeten Steuer-ICs, und für den Selbstbau enthalten
diese Datenblätter alle notwendigen Infos. Insbesondere AN19, AN25, AN30,
AN66 und AN84 von http://www.linear.com/, die Simple Switcher von
http://www.national.com/ und TOPSwitch von http://www.powerint.com/ AN120 von
Philips oder VIPer und L4970/4980 von http://www.st.com/ haben ausführlichste
Application Notes und Tipps zur Bauteilauswahl, aber es ist meist schwer, die
vorgeschlagenen Bauteile zu bekommen. Nicht jeder Elko und nicht jede Spule
ist für Schaltregler geeignet, 50Hz Netzgleichrichterdioden (1N4004) schon gar
nicht. Wenn die Kiste nicht sofort abraucht, führen ungeeignete Bauteile zu
verringerter Leistung oder zu höheren Störungen. Ohne 100MHz Oszilloskop
kommt man denen nicht auf die Schliche. Bei hohen Leistungen scheinen sich
CoolMOS/MDmesh als Schalter und SiC-Dioden ab 200V/100W/250kHz zu bewähren.
Bei Spannungen ab 200V mag zwar eine UF4007 Diode nach Datenblatt
ausreichen, sie hat aber eine viel zu hohe reverse recovery charge (Ladung,
bei hohen Spannungen viel wichtiger als reverse recovery time, denn
Coloumb x Frequenz = Strom, x Sperrspannung = Verlustleistung die wegen
dieser Ladung irgendwo im Schaltregler verbraten wird. Eher HFA04TB60,
8ETH06, MUR1620). Siehe AN849 des MAX1856.
Spulenberechnung für alle SMPS Topologien:
http://schmidt-walter.fbe.fh-darmstadt.de/smps/smps.html
http://power.thayer.dartmouth.edu/flybackXformer2d.html
http://www.nomad.ee/micros/mc34063a/index.shtml
http://www.coremaster.com/appnotes.htm
Hobbytaugliche Grundlagen für DC/DC-Wandler um 100 Watt
http://www.sprut.de/electronic/switch/index.htm
Micrometals Designsoftware (für Reichelt Ringkerne -18 und -26)
http://www.micrometals.com/software_index.html
Für Schaltregler braucht man Elkos mit hoher Wechselstrombelastbarkeit und
niedrigem ESR (Innenwiderstand). Bei http://www.rs-components.com/ und
http://www.farnell.de/ sind solche Angaben wenigstens im Katalog aufgeführt,
andere Versender haben meist gar nicht begriffen, das Angaben wie "Elko
1000uF/16V" heutzutage nicht mehr ausreichen. Man sollte daher 105Grad
Elkos aus geschlachteten Schaltnetzteilen und PC-Mainboards gut aufheben,
und sich möglichst ihre Datenblätter wegen Wechselstrombelastbarkeit und
ESR-Angaben aus dem Internet holen oder messen:
http://clientes.netvisao.pt/greenpal/evb1.htm
Eine Spule soll (bei der Schaltfrequenz) die benötigte Induktivität aufweisen
ohne durch den Strom in Sättigung zu gehen (wobei sie ihre Induktivität
verlieren würde und der Strom rapide ansteigt, siehe C4 in Appendix C von AN25
von http://www.linear.com/ ). Sie darf ausserdem nicht zu heiss werden.
Optimalerweise in dem die Hälfte der Verluste im Kern und die andere Hälfte
der Verluste im Draht auftritt, aber dieses Optimum ist nur selten zu erreichen.
Ein Kern ist je nach Material nur bis zu bestimmten Frequenzen zu gebrauchen
und hat bestimmte Grenzwerte, nämlich eine maximale Spannung/Windung und
einen maximalen Strom*Windung, bei deren Überschreitung die Verluste zu sehr
ansteigen (Sättigung, Eddy current Wirbelströme - hierher kommt die Erklärung
warum bei einem Trafo die kleinste Wicklung nicht immer einfach nur eine
Windung hat). In einem Trafo sind die Kernverluste abhängig von der Höhe der
Eingangs(wechsel)spannung und deren Frequenz, und die Kupferverluste steigen
quadratisch mit dem fliessenden Strom, also der Belastung.
Oszillogramm am Ausgangskondensator hinter der Spule:
| | hoher Peak-Strom = Schaltzeit der Diode
| |
/| /| horizontaler Versatz = ESR (effektiv bei Schaltfrequenz)
/ | / |
/ \ / \ Schräge = Ripple = effektive Kapazität (bei Schaltfrequenz)
/ \ / \ etwas überlagert mit Spannungsabfall durch Strom am ESR
\ | \
\| \ abklingende Sinusschwingung = Klingeln auf Eigenresonanz
|
| überstehende Nadeln = Streuinduktivität
Trafos in Flusswandlern brauchen einen möglichst verlustarmen, 'steifen' Kern
mit hoher Permeabilität zur besten Kopplung der Wicklungen.
Trafos in Sperrwandlern (Flyback) und Spulen in Buck (auch Ausgangsspule
Flusswandler) oder Boost-Reglern speichern die Energie im Kern, und dazu
braucht der Kern einen Luftspalt. Man nimmt also entweder einen E-Kern oder
Schalenkern oder den distributed Gap im Ringkern. In Ausgangsfiltern werden
gerne Stabkerne verwendet, da der durch sie hindurchfliessende Strom ja
möglichst sowieso Gleichstrom sein soll, und sie die Konstruktion von Spulen
mit besonders geringer Wicklungskapazität erlauben (zwei Drähte parallel
aufwicklen, den zweiten danach wieder entfernen, dadurch Abstand der
Windungen), um Hf bestmöglich zu dämpfen.
http://schmidt-walter.fbe.fh-darmstadt.de/snt/snt_deu/sntdeu6a.pdf
Fertige Spulen gibt es von Epcos, Coiltronics, Coilcraft, Talema, Pulse, Taijo
Yuden. Für Simple Switcher ausgewählte Spulen gibt es bei http://www.farnell.de/
und http://www.darisus.de/ . Speicherkerne von der Stange sind für StepUp-Wandler
gedacht, die mit einem DeltaB von ungefähr 0.3*Bmax gefahren werden. Bei mehr
werden die Kernverluste größer und der Kern heißer.
Unbewickelte Ringkerne von http://www.amidoncorp.com/ und die "-18" und "-26"
von http://www.micrometals.com/ gibt es bei http://www.reichelt.de/ , passende
Datenblätter jeweils bei den Herstellern.
Bei grösseren Leistungen nimmt man Ferrit E-Kerne von http://www.conrad.com/,
vollständige Daten dafür bei http://www.tridelta.de/, Material MF198=N87 100kHz,
MF196=N27 25kHz, direkt aufeinandergeklebt bei Koppeltrafos, mit Spalt bei
Speicherspulen, veränderter Al-Wert im Datenblatt ablesbar.
Theoretisch müsste man für jeden Kern Grösse, Verluste und Preis ausrechnen,
um den 'Besten' (nach Kosten, Effizienz oder Platzbedarf) zu ermitteln, aber
mit Material 77 von Amidon für Koppeltrafos bis 100kHz, 26 von Micrometals für
Speicherspulen bis 50kHz und 18 für Speicherspulen bis 500kHz liegt man nicht
völlig daneben. Die ringkerntypisch hohe Temperaturabhängigkeit der Induktivität
stört beim Schaltregler nicht. Ein FT87-77 überträgt schon 20 Watt bei 20kHz, ein
FT240-77 schafft maximal 1700 Watt bei 100kHz, gross genug sind sie also auch.
Bei Ferritkernen ist die Kopplung gut und man kann auf eine Seite die primäre
und auf die andere Seite die sekundäre Wicklung aufbringen. Bei Eisenpulverkernen
mit ihrem verteilten Luftspalt ist die Kopplung schlecht, so das man beide
Wicklungen ineinander, also bifilar wickeln sollte, wenn man einen Trafo baut.
Ansonsten bleibt einem nichts anderes übrig, als Speicherspule eine Drossel,
wie sie zur Entstörung von TRIAC Schaltungen angeboten werden zu nehmen
und auszuprobieren. Oft ähneln sie dem Amidon Eisenpulver-Material 16, sind
sie gelb mit weisser Seite dem Micrometals 26, und ein distributed air gap haben
konstruktionsbedingt alle Eisenpulver Materialien. Die Maximalstromangabe
dieser Spulen ist in RMS, das Material geht also erst bei mehr als dem
1.4-fachem Strom in Sättigung. Allerdings sind diese Drosseln für höhere
Spannungen ausgelegt (mehr Windungen um V/Wdg und damit Wirbelströme
klein genug zu halten) und somit nicht für Niederspannungsregler (minimaler
Drahtwiderstand) optimiert.
Bis 50kHz sollten sie aber einsetzbar sein. Man kann sie auch neu wickeln.
Bisherige Windungsanzahl Nalt zählen und Al aus Induktivität Lalt berechnen
Al = (Nalt^2) / Lalt, neue Windungsanzahl Nneu für die Sollinduktivität Lneu
berechnen Nneu = sqrt( Lneu / Al ), und bedenken, das die Strombelastbarkeit
Aneu = (Nalt^2 * Aalt) / (Nneu^2) ist.
Braucht man einen Koppeltrafo, nimmt man stromkompensierte Drosselspulen
mit 2 Wicklungen, die haben einen hochpermeablen Ferritkern.
Möchte man die transformierte Primärspannung messen, darf man den Kern nicht
in Sättigung fahren, ein 230V~ Trafo eignet sich also nicht, um unbelastet
die Netzspannung messen zu können, aber 175V~ kommt zunehmend weniger raus,
bis bei 230V~ je nach Qualität 10% im Kern verloren gehen. Man braucht also
400V~ Trafos oder 2 230V~ Trafos in Reihe (sekundär auch in Reihe), oder
andersrum: Zur Spannungsmessung mehr Windungen/V wickeln als nach Datenblatt
vorgeschlagen.
Im Allgemeinen stört es nicht, wenn der Kern eine grössere Induktivität (oder
höhere Strombelastbarkeit) hat als berechnet, denn oft liegt die Induktivität
bei Nennlast sowieso nur halb so hoch wie angegeben. Es verschiebt sich nur
der Übergang vom kontinuierlichen Betrieb zum diskontinuierlichen Betrieb, in
der Hoffnung, das der Regler in beiden Betriebsarten eine stabile Regelschleife
hat. Aber MC34063 (AIC1563), 78S40 und TL497 sind so alt das das noch nicht gilt.
Beim 78S40 und MC34063 berechnet man Ct (entgegen dem Datenblatt) so das die
Spule massig Zeit hat sich in den Ausgang zu entladen (also off-Zeit festlegen).
Die on-Zeit ist dann durch Ct so lang, das sie immer vorzeitig durch Erreichen
der Strombegrenzung (Widerstand Rs also passend zum maximalen Spulenstrom
dimensionieren) abgebrochen wird. Die Induktivität ist also kleiner als
das was sich nach Datenblatt als minimale Induktivität errechnet. Bei extrem
überhöhter Induktivität nimmt die Ausregelzeit des Schaltreglers zu. Eine zu
kleine Induktivität oder ein Kern der sättigt führt dazu, das der Transistor
vorzeitig wegen Überstrom abgeschaltet wird, wenn der Schaltregler eine
Strombegrenzung hat. Dann führt das zu zu wenig Leistung. Oder sogar stirbt,
wenn der Schaltregler keine Strombegrenzung hat.
Manche Schaltregler (beispielsweise selbstoszillierende Push-Pull) verwenden
aber auch absichtlich die Sättigung des Kernes, was zu höherer Strombelastung
und potentiell Zerstörung der Transistoren führt, wenn man einen 'besseren'
Kern nimmt oder eine nicht-passende Induktivität
Also berechnet man aus der angelegten maximalen Spannung die minimale
Anzahl der Windungen (und nimmt bei Niederspannung eher mehr).
Wählt dann einen Kern mit dem passenden Al-Wert aus, um die benötigte
Induktivität n*n*Al erreichen zu können. Da die üblichen Kernmaterialien einen
viel zu hohen Al-Wert haben und somit schon bei viel zu niedrigen Strömen in
Sättigung gehen, führt man einen Luftspalt ein oder nimmt Ringkerne mit
'distributed air gap'. Eigentlich sind im Frequenzbereich der einfachen
Schaltregler (<50kHz) alle Eisenpulver- und Ferritkerne geeignet. Richtig
Gedanken muss man sich nur machen, wenn man den baulich kleinsten, effektivsten
oder billigsten Kern haben will. Aber Bauweisen mit geringem Streufeld
(Ringkern, Topfkern, Schalenkern) sind natürlich vorzuziehen. Entsprechend der
Windungsanzahl und dem Platz dafür schaut man, welche Drahtstärke man verwenden
kann. Dann rechnet man die Verluste im Draht (getrennt nach Gleichstromanteil
und Wechselstromanteil in Schaltfrequenz, denn wegen des Skin-Effekts ist der
Wechselstromwiderstand ja meist höher) aus und schaut nach, ob man mit dem Kern
hinkommt oder den nächstgrösseren braucht.
Möchte man auf einem T80-18 eine 100uH/1A Spule selber bauen, guckt man
nach dem Al-Wert des Kerns. Vorsicht: Der wird unterschiedlich in nH/Wdg,
uH/100Wdg oder in mH/1000Wdg angegeben, in der Formel ist er in H/Wdg
einzusetzen. Die notwendige Windungszahl N für eine Induktivität L ergibt sich
aus N = sqrt(L/Al), beispielsweise bei Al=31nH/Wgd bekommt man 100uH durch
sqrt(0.0001/0.000000031) = 57 Windungen.
Ein Buch kann meist nicht schaden:
Switchmode Power Supply Handbook, Billings, McGraw Hill, ISBN 0070067198
Switching Power Supply Design, Pressman, McGraw Hill, ISBN 0070522367
Schaltnetzteile. Konzepte, Bauelemente, Anwendungen; Hirschmann / Hauenstein;
ISBN 3-8009-1550-2
http://www.onsemi.com/pub/Collateral/SMPSRM-D.PDF Switchmode Power Supply
Reference Manual mit vielen Beispielschaltungen
http://www.semiconductors.philips.com/ AN120 SMPS Overview
http://www.st.com/ AN513 Topologies for Switched Mode Power Supplies.
http://eu.st.com/stonline/products/support/smps/smps.htm
http://www.ti.com/ Power Supply Design Considerations PDF
http://focus.ti.com/lit/ml/slup224/slup224.pdf
Kleinere Trafos bekommt man bereits, wenn man die Gleichspannung am Eingang
in eine höherfrequente Rechteckwechselspannung zerhackt, am einfachsten mit 2
nicht überlappend angesteuerten gegensinnigen Wicklungen (TL494, SG3525),
und am Ausgang mit schnellen Dioden (UF4004) gleichrichtet (Delon oder Grätz
Gleichrichter). Das ist effizient, aber die Ausgangsspannung ist ungeregelt. Es
reicht z.B. für KFZ-Audio-Verstärker, in denen die nachfolgende Endstufe ja
selbst als Spannungsregler der Ausgangsspannung zum Lautsprecher hin wirkt.
Die maximale Ausgangsleistung so eines Verstärkers ist dadurch natürlich
eingangsspannungsabhängig, was dumme Jungs mit dicken Stabilisierungselkos
und Zuleitungskabeln teuer bekämpfen versuchen an statt einfach den nächst
grösseren Verstärker zu nehmen.
Möchte man eine geregelte Ausgangsspannung, regelt man nicht am Ausgang
mit zusätzlichen Verlusten, sondern natürlich besser eingangsseitig und kommt
zum Flusswandler (forward converter): Eine Drossel am Ausgang des obigen
Trafos, deren Induktivität im Verhältnis zur Schaltfrequenz hoch ist, dämpft
dessen Wechselspannung in einen dezent steigenden und fallenden Strom, mit
dem der Ausgangselko geladen wird, um die gewünschte Ausgangsspannung
(von ca. der Hälfte der Sekundärwechselspannung des Trafos) zu erzeugen.
Die tatsächliche Ausgangsspannung in Abhängigkeit von der Last wird dann
durch das prozentuale AN/AUS Verhältnis der primären Wechselspannung
geregelt. Fehlt der Trafo und ist der Eingang somit nicht galvanisch vom
Ausgang getrennt nennt man ihn step down oder Buck Regler. Er kann die
Eingangsspannung nur auf eine kleinere Ausgangsspannung reduzieren,
macht das aber effektiver als ein Linearregler.
Besonders einfach ist der Buck Regler als Hystereseregler: Er schaltet
AN so lange die Ausgangsspannung zu klein ist, und AUS wenn die
Ausgangsspannung zu hoch wird. Da dessen AN-Zeit aber sehr lang sein
kann, und der Strom durch die Spule in der Zeit besonders hoch ansteigt,
muss er eine für den Normalbetrieb überdimensionierte Spule haben. Daher
ist die zu gross und teuer. Man nimmt lieber Regler mit begrenzter AN-Zeit
oder einen der ausschaltet wenn der Spulenstrom einen beabsichtigten
Maximalwert (unterhalb der Sättigung der Spule) erreicht. Dann dauert es
halt etwas länger bis der Ausgang auf Spannung kommt, man hat aber im
Normalbetrieb keine Nachteile. Dafür ist die Betriebsfrequenz etwas stabiler.
Sperrwandler (flyback converter): Prinzip Zündfunke: Die Spule wird aus der
Spannungsquelle 'geladen', und wenn man die Spannungsquelle abschaltet,
entsteht schlagartig eine EMK Spannung in entgegengesetzter Polarität, die
über eine Diode sekundär in einen Ausgangselko geleitet wird. Bei jedem
Puls wird ein klein wenig Energie (Joule) transportiert, man braucht einfach
genug Pulse, um die Ausgangslast zu versorgen.
Ein Sperrwandler mit einer Spule der nicht galvanisch trennt heisst step-up
(Boost-Regler), ein Sperrwandler dessen Spule eine Anzapfung hat und der
so die Ausgangsspannung noch ein wenig höher transformiert heisst
boosted step-up und ein Sperrwandler mit Trafo, der Primärkreis und
Sekundärkreis galvanisch trennt, heisst Flyback, hergeleitet vom Fernseher,
bei dem aus 130V auf die Art 1000V erzeugt werden, die man braucht, um die
Ablenkungsspule für den Rücklaufimpuls schnell genug umzusteuern. Da beim
Sperrwandler die Spule nicht kontinuierlich genutzt wird, sondern nur die
halbe Zeit aufgeladen und die halbe Zeit entladen wird und nur eine
Magnetisierungsrichtung verwendet wird, lohnt sich dessen Einsatz nur unter
100 Watt, darüber verwendet man besser andere Topologieen (Flusswandler) weil
die zusätzlichen Transistoren dann billiger sind als ein dickerer Trafo.
Buck-Boost: Invertierender Regler. Die einfachste Art, ohne Trafo eine
Ausgangsspannung zu erhalten, die grösser und kleiner als die
Eingangsspannung ist, da es in vielen Fällen nicht stört, wenn GND der
Eingangsspannung nicht GND des Ausgangs ist. Ansonsten:
SEPIC: Uneffektive Abwandlung eines Buck-Reglers durch einen zusätzlichen
Kondensator im Strompfad, damit er sowohl step-up als auch step-down wandeln
kann. Nimm lieber Buck-Boost oder Trafo, die brauchen eh weniger Bauteile.
SEPIC lohnt nur manchmal, wenn man durch iohn einfache fertige Spulen statt
eines speziell gewickelten Trafos verwenden kann.
voltage mode beim Flusswandler: Der Schaltregler regelt in Abhängigkeit von der
Ausgangsspannung das AN/AUS Tastverhältnis beim NÄCHSTEN Impuls. Eine
Sättigung der Spule wird durch eine festgelegte maximale Impulsdauer verhindert,
aber ein zusätzlicher Überstromschutz ist notwendig wenn das Netzteil
kurzschlussfest sein soll.
voltage mode beim Sperrwandler arbeiten meist so, das sie die (durch konstante
Einschaltzeit in der Form festgelegten) Impulse komplett unterdrücken, so lange
die Ausgangsspannung ausreichend hoch ist.
current mode: Der Schaltregler regelt in Abhängigkeit von der Ausgangsspannung
den Spitzenstrom beim nächsten Impuls, dadurch eingebaute Überstromsicherung
und Schutz vor Sättigung der Spule. Das Prinzip ist gut geeignet für Sperrwandler.
Snubber: Schaltet der Transistor den Strom durch eine Spule (auch ungewollt die
Streuinduktivität der Zuleitung eines Trafos) aus, entsteht der bekannte
'Zündfunke', dessen hohe Spannung den Schalttransistor gefährdet, wenn nichts
dagegen getan wird. Hier leitet die Diode die Energie in einen Kondensataor C.
Die in C aufgefangene Energie wird dann in einem Widerstand R verheizt. Ein
guter Teil (Impulsanfang, C wirkt niederohmig) geht aber auch über C zurück in
den Eingang, wird also effektiv recykelt. Diese Schaltung aus Diode und RC-Glied
heisst Snubber:
U --+--+-----+
| | |
R C S
| | |
+--+-|<|-+
|
-|<
|
Angenommen die Spannung U beträgt 300V.
Angenommen der Strom I durch die Spule S beträgt max. 1A.
Angenommen die Streuinduktivität L beträgt 5uH (man misst sie, in dem man auf
Sekundärseite Kurzschlussbrücken statt Bauteile einsetzt, und die Impedanz
der Primärwicklung misst).
Die in der Steuinduktivität reflektierte Energie ist dann 0.5*L*I*I = 2.5uJ
Angenommen der Sperrwandler arbeitet mit 100kHz. Dann gibt es 100000 mal
pro Sekunde diese 2.5uJ, also 100000*0.0000025 = 0.25W
Wenn der Schalttransi maximal 400V aushält, darf die Spannung an RC nicht
über 100V steigen. Damit 0.25W bei 100V in R verbraten werden braucht man
(100*100)/0.25=40000 Ohm. Die Zeitkonstante der RC-Kombination sollte das
10 - 30 fache der Schaltfrequenz sein. Jene hat bei 100kHz eine Periode von
10uS, also nehmen wir eine 20fache Zeitkonstante von 200us = R*C. Bei
40k Ohm braucht man dazu 5nF. Überdimensionieren muss man nicht, da die
Schaltung effizienter arbeitet als in dieser Berechnung zu Grunde gelegt.
Es gibt auch noch viele andere Snubber-Methoden. http://www.ti.com/
"Snubber Circuits" SLUP100.PDF wobei Patente für so etwas wie die
Baker Clamp längst ausgelaufen sind, also heute nicht mehr stören.
http://www.elektroniknet.de/topics/stromversorgung/fachthemen/2003/0001/index_b.htm
Die wohl billigsten Schaltregler-ICs sind die uralten TL497, uA/LM78S40
und MC34063 (http://www.onsemi.com/pub/Collateral/AN920-D.PDF)
für Niederspannung, die alle auf Grund der niedrigen Schaltfrequenz leicht
zu beherrschen sind und für die es Zweithersteller gibt. Leider erreicht man
mit ihnen kaum über 75% Effektivität, vor allem bei step-down, da sie einen
uneffektiven Darlington NPN Emitterfolger als Schalter haben, und damit
eine recht hohe Schalt-Verlustspannung von ca. 2V. Man sollte sie eher in
step-up einsetzen, oder von relativ hohen Spannungen runterregeln (ja, es
gibt da auch noch die Schaltung mit dem externen PNP Transistor, aber
wer will schon zusätzliche Bauteile spendieren, wenn man einfach andere
ICs nehmen kann). Da sie die Eigenschaft haben, die Spannung durch
Auslassen von Impulsen zu regeln, kann so ein Regler allerdings je nach
Last pfeifen oder rauschen.
So sieht ein kommerzieller KFZ-Handyladeadapter aus, ohne jegliche
Schutzbeschaltung (Betrieb also nicht bei laufendem Motor) und prompt
fehldimensioniert (R1=0.5R, R2=5k1) so das das Handy wegen
Überspannung und Überstrom abschaltete, richtig war R1=1.2R, R2=3k3
und an den Eingang sollte wenigstens 100uF/35V.
12V -F1A-+-R1-+-+-+ +--+-09P-+---+----+-- Nokia 3210
6| 1|7|8| 2| | | | |
+-------------+ | R2 560R |
| 3 MC34063 5|-)-----+ | 220uF/16V
+-------------+ |K 1k LED |
1nF 4| 1N5818 | |K |
GND ------+--------+----+-----+---+----+-- GND
Als Ersatz für uneffiziente 7805/7812 an mehr als 12V/24V nimmt man so was wie
den LM2675 (Platine im Datenblatt). Braucht man nur 0.5A, nimmt man besser den
LM2671, weil ein Schaltregler den Strom in Impulsen aufnimmt, und bei dem
kleineren dann die Impulse nicht so heftig sind. Reichen 200mA tuts der MAX639.
Dadurch kommt man mit einer schwächeren Spule und einem kleinerern Elkos zum
Filtern aus. Die Strombegrenzung ist bei diesen einfachen Reglern ja fest
eingestellt und nicht durch einen externen Widerstand dimensionierbar. Also bei
diesen AllInOne Reglern ohne Widerstand zum Einstellen der Strombegrenzung
immer den gerade angemessenen Schaltregler-IC nehmen, die Berechnungssoftware
sagt i.A. schon, welcher passt. Beim LT1173/1174 ist die Strombegrenzung
einstellbar.
Einen Schaltregler mit einfach regelbaren Ausgang von 0-5V zeigt AN66 von
http://www.linear.com/
Für Netzspannung gibt es die current mode controller UC384x/38C4x = LT124x
(guter Nachfolger UCC3802 und NCP1200, noch kompakter und billiger ICE2Axxx
von Infineon) für Sperrwandler bzw. den voltage mode controller SG3525 für
Flusswandler. Um aus einer oder zwei Batteriezellen eine konstante Spannung
zu machen, gibt es TPS610xx, UCC3941 (TI), LT1073/1173/1300/1613 (Linear),
MAX631 (Maxim) und andere. Der NCP1400 von http://www.onsemi.com/ geht gar
bis 0.2V runter. Die beste Designsoftware hat ST (L5970/5971/5972)
http://eu.st.com/stonline/products/support/smps/tools/tools.htm .
MSCAD+SCAD berechnet die Schaltregler von http://www.linear.com/.
Die für die bei den Versendern eher erhältlichen älteren Typen LM257x
benötigte Simple Switcher V3.3 Software gibt es noch unter
http://www.national.com/appinfo/power/files/sms33.exe>
Gerade die Simple Switcher sind sehr einfach aufzubauen. Es reicht, die
Bauelemente fliegend zu verdrahten, in dem die gekürzten Anschlussdrähte
direkt zusammengelötet werden, mit dem GND-IC-Bein als Massepunkt
und alle Bauteile sternförmig drumrum. Es wird funktionieren, wenn man
die Schaltung nicht ohne eine Mindestlast entsprechend dem kleinsten im
Berechnungsprogramm angegebenen Ausgangsstrom betreibt. Ohne
Oszilloskop bekommt man keine bessere Schaltung hin. Nur mechanisch
muss man sich überlegen, was die Bauteile hält, ohne das die
Verbindungsdrähte zu lang werden. Lochrasterplatinen und Drähte unten
umknicken funktionierte bei mir gut.
Nationals Simple Switcher Berechnungssoftware gibt wenigstens Vorschläge
für Rc+Cc bei den Wandlern mit COMP-Anschluss an, die optimalen Bauteilwerte
hängen aber von den Nebenwerten der anderen Bauteile und dem Layout ab.
Nachmessen und Anpassen ist also für optimalen Wirkungsgrad,
Ausregeleigenschaften und Störreduzierung notwendig. Bei
http://www.linear.com/ braucht man ein Oszilloskop dafür, kann dann aber die
besser ausregelnden LT107x, LT117x, LT1270 verwenden. Man braucht zum Messen
aber eine (z.B. mit 100Hz) geschaltete Last:
+12V --+------+ +-- Spannung für Last
R +---+ R Widerstand je nach Last
+--+-| | |
R +-|555|--|I NMOSFET BUZ10 oder so
+----| | |
C +---+ |
GND --+------+-----+--
Leiterplattenlayouttipps:
Siehe http://www.analog.com/ POWER_SECT8.PDF "Power supply noise reduction
and filtering" und "Grounding techniques for regulator circuits"
Fertige einseitige Platinenlayouts im Datenblatt des MC34063 von
http://www.onsemi.com/ und LM2671 von http://www.national.com/
AN711, AN776, AN1229 zeigen optimale Leiterplattenlayouts,
gute Platinenlayouttipps am Beispiel MAX1636, MAX1771 in AN1031 von
http://www.fairchildsemi.com/, im L4960 Datenblatt und in AN557 zum L4970
und in AN1074 zum VIPer20 von http://www.st.com/.
http://www.conrad.de/ 130228-as-01-de-pwm_schaltnetzteil.pdf
http://www.conrad.de/ 510062-sp-01-en-SPS_1540_PFC_Schaltnetzteil.pdf (15V/40A)
http://www.gb97816.homepage.t-online.de/ (Projekt Stromquelle 0-30V/0-60A/900W)
Galvanisch getrennte Schaltregler
http://www.linear.com/ LT1425 (DesignNote DN158, AppNote AN30 Figure 31+33)
http://www.national.com/ AN1095
http://www.onsemi.com/pub/Collateral/AND8039-D.PDF (UC3842 forward)
Chips für simple primärgetaktete Schaltnetzteile kleiner Leistung:
http://www.powerint.com/ TOPswitch/TinySwitch
http://www.st.com/ VIPer/L6590
http://www.semiconductors.philips.com/ Starplug/TEA152x
http://www.infineon.com/ CoolSET
http://www.onsemi.com/ MC33363/NCP1000
http://www.irf.com/ IRIS40xx http://www.irf.com/technical-info/refdesigns/irismps4.pdf
http://www.fairchild.com/ FSDHxxxx
http://www.allegromicro.com/ STRG6653 quasiresonant
Wirkungsgrad von PC Netzteilen
http://www.cepe.ethz.ch/download/projects/Bernard/sb_power_supply_full.pdf
Halogenlampentrafos
http://www.eu.st.com/stonline/books/pdf/docs/3707.pdf
http://www.tkpower.com/pdf/TK450AA.pdf (Anforderungen PC Schaltnetzteil)
http://www.amdboard.com/psu_2.html (PC-Schaltnetzteiltestberichte)
*-----
F.24.1. KFZ 'Netzteile'
Eine der häufigsten Fragen in d.s.e ist, "wie mache ich aus 12V irgendwas im
Bereich von 16V bis 24V bei einigen Ampere", meist zur Versorgung des Laptops
im Auto, und ein Schaltregler (hier step-up) ist die Lösung. 80W mit UC3845
erzeugt diese Schaltung:
+Vin ___ +Vout
--o-----------o-----------UUU---------o-->|---o----o-----
| | | | |
| + .----------. ||-+ | |
### | Vcc(7) | ___ ||<- | |
--- | Out(6)|------|___|----||-+ | |
| .--|Ref(8) | ___ | | |
| | | CS(3)|----------o-|___|-o | |
| | | Comp(1)|--o---. | | .-. | +
| | | | | | | | | | ###
| .-. | | .-. --- | | | | ---
| | | | UC384x | | | --- | .-. '-' |
| | | | | | | | --- | | R5 | |
| '-' | | '-' | --- | | .--o |
| | | | | | | '-' | | |
| o--|RC(4)FB(2)|--o---o---(-------(----' .-. |
| | | GND(5) | | | | | |
| --- '----------' | | | | |
| --- | | | '-' |
| | | | | | |
--o--o--------o---------------o-------o-------o----o-----
GND (Dieter Wiedmann) GND
und als Step-Down geht es so:
.--------------o-----------------------o-------o----o----------.
| | | | + | |
| | - ### .-. |
| | (Dieter Wiedmann) ^ --- | | |
| | | ___ | | | R7 |
| | o--UUU--o '_' |
| .----------. | | | |
| | Vcc(7) | ||-+ | | o +
| | | ___ ||<- | | max. Vin-1V
| | Out(6)|------|___|----||-+ | | PNP o -
| .--|Ref(8) | ___ | | >| BC557 |
+ o | | CS(3)|----------o-|___|-o | |--. |
10-20V | | Comp(1)|--o---. | | | /| | |
- o | | | | | | | | | | |
| .-. | | .-. | | | | | | |
| | | | UC3843 | | | --- | .-. '----(----o-----'
| | | | | | | --- --- | | R5 |
| '-' | | '-' | --- | | .----o
| | | | | | | '-' | |
| o--|RC(4)FB(2)|--o---o---(-------(-------' .-.
| | | GND(5) | | | | | Ufb*(Vout-0.7)/R7
| --- '----------' | | | |
| --- | | | '-'
| | | | | |
'-----o--------o---------------o-------o------------'
Der Shunt R5 führt zu 10% Verlust, also vielleicht ein Stromwandlertrafo
oder einen OpAmp oder eine vorgespannte Diode auf dem Weg zu CS einbauen.
Wenn's einfach sein soll (aber wegen nicht festlegbarer Strombegrenzung
kaum als Laptop-Netzteil geeignet), bietet sich bis 60W der teure LT1270
bzw. LT1270A an (bei Elpro für 9.50 / 16 EUR, Datenblatt und
Bauteil-Berechnungssoftware bei http://www.linear.com/).
Bat --+-L-+--+-L1-+-|>|-+--+--+-- ca. 60 Watt
| | | | | | |
| | +---------+ R1 | |
VDR C1 | LT1270x |-+ C2 Grundlast
| | +---------+ | | |
| | | | R2 | |
| | +-Rc-Cc-+ | | |
| | | | | |
GND --+---+--+----------+--+--+-- GND
Das Ding läuft bei mir problemlos auf Lochraster, sprengt aber billige Elkos.
Achtet beim Nachbau auf den benötigten niedrigen ESR-Wert der Elkos.
Elpro hat 10A Speicherdrosseln mit 30uH, 68uH und 100uH für ca. 5 EUR.
Spendiert aber eine KFZ-Schutzschaltung am Eingang, um den Regler vor
dem verseuchten Bordnetz zu schützen (und das Radio vor'm Schaltregler).
Um Rc/Cc an die verwendeten Bauteile und das Layout anpassen zu können,
benötigt man ein Oszilloskop und eine geschaltete Last (Widerstand und
PowerMOSFET an NE555) oder eine elektronische Last (deren Verhalten auch
mit einem Oszilloskop vorher überprüft und Cx angepasst werden sollte).
Appendix B von AN25 von http://www.linear.com/
Oszillator elektronische Last
12V -+------+ +----------R--+--o
R1 +--)-R-+ Poti--|+\ |
+---+-|+\ | | | >-+-R-|I PowerMOSFET auf KK
R2 | >-+-|>|-)-+-|-/ Cx | Last
+-C-+-|-/ | | +------+-R--+
| +--)-R-+ | Shunt
GND -+------+---------+-------------+--o
Für nicht-einstllbare Belastungen kann man auch 2 Widerstände nehmen und
den einen von einem FET per Oszillator schalten lassen, dann muss nix
angepasst werden, und die Flanken sind besser als jedes Netzteil regelt.
Für die positive und negative Versorgungsspannung von bis zu +/-35V/8A,
die ein Verstärker im Auto benötigt, die aber ungeregelt sein kann, bietet sich
der SG3525 oder TL494 Push-Pull IC an. Er arbeitet wie ein Wechselstromtrafo,
kann ihn aber regeln und bietet Überstromschutz, ist also viel besser als ein
NE555 und nicht viel teurer. Man lässt ihn mit 40-120kHz arbeiten. Verwendet
einen Ferritkerntrafo (Ringkern oder E-Kern).
http://members.tripod.com/valveaudio/Membuatsendiri.htm
http://sound.westhost.com/project89.htm
Wer gleich das PC-Netzteil ersetzen will, kann ein altes PC-Netzteil nehmen.
Vorher Schaltfrequenz messen, Topologie ermitteln (Flusswandler, Sperrwandler,
resonanter Wandler) und primäre Induktivität berechnen, die Sekundärseite so
lassen, den Trafo abwicklen (Sekundärwindungen zählen), und den Primärteil für
Ub=10-14.4V z.B. je nach Topologie mit einem UC3843A neu aufbauen (weniger
Windungen mit dickerem Draht). So sind wenigstens Bauteilauswahl und
Layout der Sekundärseite geeignet, aber man wird wohl nur die Hälfte der alten
Leistung herausholen können. Die war sowieso nicht so üppig wie es in der
Werbung stand, denn auch bei PC-Schaltnetzteilen setzen sich PMPO-Angaben
durch: Schaut vor dem PC-Schaltnetzteilkauf mal in das Original-Datenblatt vom
Hersteller (wenn er denn überhaupt ein informatives Datenblatt hat) und erkennt,
das die angeblichen 400 Watt gar nicht gleichzeitig entnommen werden dürfen,
sondern nur 280 Watt, und selbst diese 280 Watt nicht kontinuierlich geliefert
werden können, sondern manchmal nur 80 Watt (erkennbar an Angaben wie
12V mit 14A maximal, 4.6A nominal).
http://www.richterfelix.de/, http://www.langescsikabel.de/ (470R sollten 47k sein)
http://www.ph-cip.uni-koeln.de/~heeg/elektronik/kfznetz.html
http://www.qrp4u.de/docs/de/powersupply/
http://www.qrp4u.de/docs/de/smps_new/
http://www.qsl.net/yo5ofh/projects/13.8v_pc_ps/13_8%20v%20-%2015a%20from%20a%20pc%20power%20
supply.htm
Die ältere Lösung, einen 50Hz Rechteckoszillator (Multivibrator) mit zwei
Transistoren zu bauen, und einen 2*12V->24V Trafo mit Brückengleichrichter
anzuschliessen, klingt einfach aufzubauen (wenn man so einen blöden Trafo
findet), ist aber schwerer und teurer. Für 230V~/50Hz gehen normale Trafos
und da (unterbrechungsfreie Stromversorgung) ist diese Schaltung noch immer
handelsüblich (Trapezwandler, nur 25% der Zeit ist der obere an, 25% der
untere und 50% keiner, damit die Spitzenspannung wie beim Sinus ist,
die mittlere Leistung auch wie beim Sinus, aber in den Pausen muss die
Blindstromkompensation stattfinden).
Besser natürlich Sinuswandler wie AN8/AN35 von http://www.linear.com/ oder
Reference Design PICREF-1 von http://www.microchip.com/ oder (rudimentärer)
Appendix 7 aus
http://www.worldbank.org/astae/quappv/ECN/AOS2131%20ECN%20Appendices.pdf
Dann kommt noch oft die Lösung mit dem ungeregelten Spannungsverdoppler
aus Elkos und Dioden. Vergesst den, er hat einen schlechten Wirkungsgrad
(elektrophysikalisches 'Paradoxon': verbindet man einen vollen mit einem leeren
Elko, hat man im Endergebnis nur noch die halbe Energie - der Rest verpufft im
Verbindungskabel) und die arg strapazierten Elkos gehen schnell kaputt.
http://www.ent.ohiou.edu/~starzyk/network/Research/Papers/ChargePump.pdf
*-----
F.25. Motoren & Dimmer
Von: MaWin 11.11.2000
Oft wird gefragt, wie man einen Elektromotor in der Geschwindigkeit oder eine
Glühlampe in der Helligkeit steuert (Dimmer).
http://us.st.com/stonline/products/support/motor/tutorial/tutorial.htm
Bei beiden reicht es, die Betriebsspannung schnell (mit 50Hz bis 5kHz) ein- und
auszuschalten, damit IM MITTEL die für die gewünschte Drehzahl oder Helligkeit
notwendige Spannung geliefert wird. Das geht einfach mit einem Transistor oder
MOSFET, der in diesem Schaltbetrieb nur geringe Verluste hat. Dafür bekommt
der Motor bei geringen Drehzahlen mehr Drehmoment, wird aber auch heisser.
Parallel zum Motor sollte eine Diode 'verpolt' angeordnet sein, um dessen
Spannungsspitzen beim Abschalten abzufangen (Freilaufdiode). Bei Glühlampen
kann man sich die sparen, muss aber den 10 x höheren Einschaltstrom
einkalkulieren und sollte bei Dimmern daran denken, das eine 230V~ Glühbirne
beim Durchbrennen oft einen Kurzschluss produziert, weil der entstehende
Metalldampf einen gut leitenden Lichtbogen ermöglicht. Die 16A Haussicherung
reicht zum Schutz des TRIACs nicht aus, es sollte eine 2A flinke Sicherung
dazu.
Diese Schaltung produziert so ein PWM-Signal, so das der Motor mit der
Spannung an v (zwischen 1/3U und 2/3 U, z.B. über Poti) einstellbar ist.
Bauteiledimensionierung je nach Motor.
+----------------------+-----+-- +U
R +---R---+ |K |
+---+-|+\ | Diode Motor
R | >--+ IC |A |
| +-|-/ R +--+--+
+-C-+-------+---|+\ |
| | >-Rv--|< T
| v ----|-/ |E oder S
+-------------------------+-- GND
oder mit präziserer Einstellbarkeit
+--------------------------------+-----+-- +U
| +------+--+ | |
47k +-|+\ 47k | |K |
| | >-+ | Diode Motor
| +---|-/ 47k | |A |
+----|+\ | +------+ 22k IC | |
| | >-+ +-|-\ 10n | +--+--+
47k +-|-/ | | >-+--+--|+\ |
| +------+---|+/ | >--Rv--|< T
| v --|-/ |E oder S
+-----------------------------------+-- GND
oder nur von 1% bis 99% regelbar
+--100kPoti--1k--+----+-----+-- +
1k | | | |
| | +-----+ | Motor |
+-|<|-+--|7 8|-+ | |
| 1N4148 |NE555| +-|>|-+ Freilaufdiode
+--------|2 | |
+--------|6 1 3|--1k-|< NPN (ggf. Darlington oder MOSFET)
| +-----+ |E
47nF | | (47nF für ca. 1kHz)
+-----------+---------+-- Masse
http://www.solorb.com/elect/solarcirc/pwm2/
http://www.elv.de/ 60-146-18
Für den PC-Lüfter tut's diese Lüfterreglung, bei der der Motor aus ist wenn
die Temperatur zu niedrig ist, er immer schneller wird, wenn die Temperatur
steigt, und Vollgas läuft, wenn die sehr hoch ist (einstellbar über P1 und P2,
C1/R5 bestimmt PWM-Frequenz, die eher 30Hz als 30kHz betragen sollte). Die
Schaltung ist für 'echte' Motoren und nicht solche mit Elektronik ausgelegt,
obwohl viele Lüfter mit Elektronik dennoch damit laufen und regelbar sind.
Dir primitivsten Netzteile enthalten einen NTC (47 Ohm bei 25 GradC 3,6mm
Scheibe) in Reihe mit einem 12V/0.27A Lüfter und werben dann mit 'with noise
killer'.
+----+---+----------+---+-- +12V
| NTC | 1N4001 Lüfter
R1 +---(-R6-+ A+-+-+
| +--|+\ | | Irgendein OpAmp der mit 12V läuft
| | | >--+--R4--|I NPN oder MOSET Transistor >0.2A, kein Kühlkörper
+----(--|-/ R5 | R4 bei NPN ca. 1k, bei MOSFET 100 Ohm
+-R3-(---(-P2-+ | Anlauftemp Poti P1 Wert ca. NTC-Wert
R2 P1 | | + | R5/C1 PWM Frequenz
| | | C1 | R1=R2, z.B. 10k, R6 ca. 100 * NTC
+----+---+----+-------+ R3+P2 ca. 10*R1, ca. 100k
Die einfachste (lineare) Lüferregelung besteht aus NTC und Transistor,
und ist auch problemlos für Lüfter mit Elektronik verwendbar:
+---+-- +12V
| |
NTC Luefter
| |
+--|< BD135
R |E
+---+-- Masse
Je nach vorhandenen Bauteilen und gewünschter Temperaturcharakteristik
(die man am Originallüfter mit einem Poti an Stelle des NTC ausprobieren
kann) braucht man einen Transistor der den Strom des Lüfters aushält
(meist 0.25A) und die dadurch entstehende Verlustleistung (so 2 Watt)
loswerden kann, ohne zu heiss zu werden (also zumindest TO126 Gehäuse,
besser TO220 wenn man ohne Kühlblech auskommen will), es bieten sich
BD135 oder BD241 an. Der Widerstand R wird an den NTC angepasst. Mit ihm
regelt man auch den Grunddurchsatz des Lüfters. Bei einem NTC um 10k hat
R um 500 Ohm (einstellbar wird es z.B. mit einem 1kOhm Poti). Hat man
einen NTC mit höherem Widerstand, verwendet man als Transistor einen
Darlington-Typ wie TIP110 und bei R einen grösseren Wert.
Um gewisse Eigenschaften zu verändern, kann man nun zusätzliche Bauteile
spendieren. Ein Z-Diode von z.B. 5V1 ergibt eine Mindestspannung für den
Lüfter von 7V und somit eine gewisse Mindestdrehzahl, das schützt auch
davor das man den Lüfter mit dem Poti ganz ausdreht:
+---+-------- +12V
| |
NTC Luefter
| |
| +-|<|-+ ZD5V1
+--|< |
R |E |
+---+-----+-- Masse
Eine Z-Diode in Reihe zum NTC ergibt eine steilere Temperaturcharakteristik.
Zum Ausgleich der niedrigeren Spannung am NTC muss man einen mit niedrigerem
Widerstand bei 20 GradC nehmen, z.B. 4k7 bei 6V8 Z-Diode, oder stattdessen
den Wert von R erhöhen wenn die Stromverstärkung des Transistors dafür
ausreicht:
ZD5V1/6V8/7V5/9V1
+-|<|-+-- +12V
| |
NTC Luefter
| |
+----|< BD135
R |E
+-----+-- Masse
Findet man eine Z-Diode von 6V8 optimal, kann man den NTC im PC-Netzteil
gleich an +5V anschliessen:
+5V +12V
| |
NTC Luefter
| |
+----|< BD135
R |E
+-----+-- Masse
Ein Widerstand am Transistor ergibt eine gewisse Drehzahlbelastungsregelung:
ZD5V1/ZD6V8
+-------+-- +12V
| |
NTC Luefter
| |
+--2k2--+
| |
+------|< BD135
R |E
+-------+-- Masse
Wahlweise kann man auch einen U2352B oder U6084 von Temic/Vishay verwenden,
das ist dann etwas feiner. Schaltung siehe Datenblatt. Der BTS629 eignet sich
gut für Drehzahlregelung bei Kleinbohrmaschinen, da ein Überstromschutz und
Belastungsregelung mit drin ist. Glühlampen gehen bei ihm aber nicht ganz aus.
Bei Wechselstrom (Bohrmaschine) kann man Dimmer mit TRIACs für
PhasenANschnitt verwenden:
http://www.microchip.com/ Reference Design PICREF-4
http://www.zilog.com/docs/z8/appnotes/powerph.pdf
http://www.zilog.com/docs/z8/appnotes/dimmer.pdf
http://www.onsemi.com/ UAA2016 Heizungsregelung
http://www.onsemi.com/ TDA1085 Waschmaschinenmotorsteuerung
http://server.oersted.dtu.dk/personal/nni/ftp/Misc-Docs/Databooks/Introduction%20to%20Power%
20Semiconductors/ APPCHP6.PDF ist für TRIACs
http://www.eu.necel.com/_pdf/U16498EE1V1AN00.PDF#search=%22triac%20quadrant%22 (Figure 4.2:
direkte Stromversorgung, TRIAC-Ansteuerung und Nulldurchgangserkennung)
oder IGBTs für PhasenABschnitt (bei elektronischen Halogentrafos o.ä.
kapazitiven Lasten):
http://www.st.com/stonline/books/pdf/docs/3735.pdf
http://www.conrad.de/ 190231-as-01-de-phasenabschnittsdimmer.pdf (ELV DI300)
http://www.hoelscher-hi.de/hendrik/light/analogdimmer.htm sagt was zur
Entstörung bei Phasenanschnitt: Zur Entstörung sollte in jeden Kanalabgang eine
Ringkerndrossel mit Eisenpulverkern gehängt werden: Diese Induktivitäten dämpfen
die Transienten beim Phasenanschnitt und verhindern so ein Brummen in der PA und
ein Summen der Glühwendeln. Zur Einschätzung dieser Dämpfung wird bei
kommerziellen Dimmern häufig die 'rise time' angegeben. Hierbei handelt es sich
um die Zeit (in µs) in der der Strom nach dem Zünden des Triacs von 10% auf 90%
ansteigt. Nach Umformen einer Differentialfunktion lässt sich die benötigte
Induktivität berechnen durch L = (t*U)/(2.198*I) wobei 't' die risetime in [s],
'U' die Spannung in [V] und 'I' der Strom in [A] ist. Eine Risetime von 300µs
(ca.3mH@10A) ist schon schön - für hochempfindlichen Studioumgebungen werden
sogar Dimmer mit Risetimes von 600µs verbaut.
Wenn man beim Dimmer 'slow turn on' braucht, um den Anlaufstrom zu verringern
nimmt man den U2008/2010 oder diese einfache Schaltung (deren 'Turn-On
Verzögerung' leider aber von der aktuellen Dimmeinstellung abhängt):
o 230V~ o
| |
| +-|>|-+-+-|<|-+
| | C R |
Motor +-|<|-+-+-|>|-+
| | |
+--R--+--Poti-+--C--+
| | |
| DIAC |
| | |
+-----------TRIAC---+
Zum Umschalten der Richtung muss man einen Gleichstrommotor M umpolen. Das
geschieht mit einem doppelpoligen Umschalter oder Relais 2*um als Polwender
o-----+
+ --o/ |
o-+ |
o-+-M-+
- --o/ |
o-----+
oder einer Vollbrücke (H-bridge). Entweder mit fertigen ICs L293/298
(http://www.st.com/), BA62x9 (Rohm), TLE420x (Infineon), CS3701
(OnSemi) oder LT1162 (http://www.linear.com/) mit externen MOSFETs
(siehe Datenblatt) oder (weniger Verluste) aus einzelnen Transistoren:
+Ub --+--+-----+-----+--+
Rp |E | |E Rp
+-|< PNP | PNP >|-+
| | | | |
v R +-|>|-+-|<|-+ R h
| | +---------+ + | |
Rv | M +-(-+ | Rv
| NPN| +-------+ +-+ |NPN |
+-Rb-|< +-|<|-+-|>|-+ >|-Rb-+
| E| | | | |E |
| +-|< NPN | NPN >|-+ |
| Rp |E | |E Rp |
| +--+-----+-----+--+ |
| | |
+-----|>|---+--)------|<|-----+
|NPN NPN| |
>|-R- h >|-+ Strombegrenzung als Kurzschlussschutz
E| T8 E| Rs (0.5V/Motorstrom)
+-----------+--+--- Masse
Die beiden oberen Transistoren sind PNP-Typen, die anderen NPN. Die 4 Dioden
D verhindern eine Überspannung an der Brücke beim Abschalten. Legt man an v
eine Spannung von >2V (TTL-Signal), läuft der Motor M in die eine Richtung,
legt man an h >2V läuft der Motor andersrum, legt man an beide >2V gehen die
Transistoren kaputt :-) also Überlappungen vermeiden oder T8 einbauen.
Die unten angeordnete Schaltung aus Rs, dem NPN-Transistor und den beiden
Dioden zu den Eingängen dient dem Kurzschlussschutz. Man kann sie ggf.
weglassen und die Rv mit den Rb verschmelzen.
Bauteiledimensionierung je nach Betriebsspannung und Motorstrom. Ggf.
Darlingtontransistoren für die 4 in der Brücke oder MOSFETs. Die mit Rp
gekennzeichneten Widerstände verbessern das Ausschaltverhalten. Sie
bilden bei MOSFETs einen Spannungsteiler mit dem verwendeten R um
eine maximale Gate-Spannung von kleiner 20V zu erreichen, und können
bei Bipolartransistoren entfallen wenn man die Brücke nicht schnell mit
PWM schalten will. Ansonsten nimmt man bei bipolaren Transistoren
Werte in der Grössenordnung der R. Anstelle der beiden äusseren
Transistoren kann man auch Phototransistoren von Optokopplern
verwenden, wenn man die Ansteuerung galvanisch trennen möchte.
+Ub -+--+---+---+---+--+
Rp |E |K |K |E Rp
PNP +-|< D D >|-+ PNP
| | |A |A | |
v R +---+ +---+ R h
|A | \ / | |A
LED |< Ph X Ph >| LED
| |E / \ E| |
Rv | +---+-M-+---+ | Rv
| | | |K |K | | |
GND +-|< D D >|-+ GND
Rp |E |A |A |E Rp
GND -+--+---+---+---+--+
Es kann sinnvoll sein, die 'langsameren' Transistoren (meist die oberen) nur
zur Drehrichtungsumkehr umzuschalten, und mit den anderen PWM zu machen.
Mit einer H-Brücke kann man den Motor auch bremsen und die Energie
zurückgewinnen. Verringert man den PWM duty cycle wird der Motor schon
langsamer, will man definierte Bremskraft, schaltet man einen Transistor
und nutzt die Freilaufdiode eines anderen, um den Motor kurzzuschliessen,
bis der benötigte Strom fliesst, dann öffnet der Transistor und der Strom
aus der Induktivität des Motors wird über die andere Freilaufdiode in die
Versorgungsspannung geleitet bis er unter den zur Bremskraft notwendigen
Wert absinkt.
Bei Allstrommotoren, wie Märklin Modelleisenbahnmotoren, die statt dem
Permanentmagneten einen Elektromagneten als Stator haben und somit für
Gleich- und für Wechselstrom gleichermassen geeignet sind, aber nur halb
so effektiv wie Permanentmagnetmotoren arbeiten weil die Statorspule natürlich
auch Energie braucht, hilft umpolen nicht. Man darf entweder die Statorspule S
nicht mit umpolen (a) oder man schliesst sie hinter einem Gleichrichter an (b).
Bei Märklin reichen wegen der geteilten (doppelten) Statorspule 2 Dioden (c)
aus.
a o-----+ b o-----+-|>|-+ c o---------+
+ --+--o/ | + --o/ | | + --o/ |
| o-+ | o-+---(-|>|-+ o-+-S-|<|-+
S +-M-+ +-M-+ S +-M-----+
| o-+ | o-+---(-|<|-+ o-+-S-|>|-+
- --+--o/ | - --o/ | | - --o/ |
o-----+ o-----+-|<|-+ o---------+
Wer einfach nur Wechselstrom schalten will:
http://www.onsemi.com/pub/Collateral/AN1048-D.PDF
http://www.semiconductors.philips.com/acrobat/applicationnotes/AN467_1.pdf (Philips
51LPC-Microcontrollers & TRIACs easily connected)
http://www.kemt.fei.tuke.sk/predmety/KEMT350_EP/_materialy/ch030.pdf
(Leistungselektronik-Grundlagen)
http://www.hoelscher-hi.de/hendrik/light/analogswitch.htm (der übliche MOC3041 an TRIAC)
http://www.atmel.com/atmel/acrobat/doc2508.pdf zeigt, wie man ohne Optokoppler
einem Microcontroller die Phasenlage des Wechelstromnetzes mitteilt, auch wenn
der Microcontroller potenzialgetrennt (über Trafo) angeschlossen wird.
Allerdings kann man dann ebenso die Sekundärwicklung des Trafos verwenden,
wenn nicht zufällig der zu steuernde Stromkreis an einer anderen Phase hängt.
Natürlich geht es auch mit einem Relais am Parallelport
+--R---C--+ (Snubber, 1Ohm/V 2W Widerstand + 0.1uF/A X2 Kondensator)
| |
230V~ o-+-Kontakt-+-o 230V~ zum Verbraucher
:
+-Spule-+-- +5V (oder wie viel das Relais benötigt)
| |
+--|>|--+ (Freilaufdiode, 1N4148 oder 1N4001)
|
D0 --1k--|< (Transistor ausreichend für Relaisstrom, BC517 oder BC368)
|E
Masse
Die ganze Elektronik gibt es auch in einem ULN2003 (7 Stück) oder ULN2803 (8 Stück)
Die AN53 von http://www.linear.com/ enthält viel Interessantes: "Wie steuert
man einen MOSFET an, wie baut man einen Kurzschlussschutz, wie berechnet man
einen Shunt als Leiterbahn, wie steuert ein Notebook seinen Stromverbrauch".
Wer mit MOSFETs schaltet, sollte die gelesen haben.
Wer einen Servo bauen will (Poti regelt Gleichstrommotor auf Position die ebenfalls
per Poti erfasst wird): MC33030 geht bis 1A, TLE4206 bis 0.8A. Eine Nachführung
eines Solarpanels geht mit 2 mitgedrehten Photodetektoren, von denen einer mehr
beschienen wird wenn die Sonne weiter links steht. Am Morgen sollte es dann
umgekehrt sein. LDRs sind in dieser Anwendung angenehm träge:
+---+--+- +12V
| | |
R R | R mit ähnlichem Widerstandswert wie die LDR im Halblicht
| | | OpAmp, leistungsstark genug fuer den Motor, z.B. L272
+---)-|+\
| | | >--12V_Gleichstrommotor-- Masse
| +-|-/
| | |
LDR LDR |
| | |
+---+--+- -12V
> Wie Drehstrommotor an Wechselstrom anschliessen ?
Man braucht einen Metallpapierkondensator von 47-80uF pro kW Motorleistung,
den man an die dünnste (hochohmigste) Wicklung und, je nach Drehrichtung, eine
Zuleitung anschliesst. An die anderen Anschlüsse kommt die Wechselspannung.
Das ist die Steinmetz-Schaltung. Motorenhersteller schreiben merkwürdigerweise
für's griechische mü ein grosses M. Beispielmotoraufschrift:
ROT32.65-6-200D (Drehstrommotor für 4 Mikrofarad Motorkondensator)
125V DB 50Hz 4MF (bei 125V DauerBetrieb bei 50'Hz erlaubt)
220V AB 20% ED (bei 220V AussetzBetrieb mit max. 20% EinschaltDauer pro 10 Minuten)
*-----
F.25.1. Snubber
--+--Schalter--+--Last--
| |
+---R----C---+
Echte Relais, Halbleiterrelais und Nullspannungsschalter sollten eine
RC-Kombination über dem Kontakt bekommen, damit dieser länger hält. Faustregel
1Ohm/V und 0,1uF/A. Genauer gilt, das R so gross sein muss, das ein voll
geladener Kondensator C beim Einschalten des TRIAC nicht dessen Maximalstrom
überschreiten soll (8A TRIAC am 230V Netz (325V Spitze) also R minimal 325/8=
41 Ohm). Der C soll, leider mit R als Spannungsteiler gegenüber der
Quellimpedanz, (z.B. 230 Ohm bei 1A Last) schnelle Störimpulse auffangen und
den Spannungsanstieg kleiner als dU/dt max laut Datenblatt des TRIAC halten.
Beim Schalter oder Relais geht es um Unterdrückung von Funken. Da die
Störquelle meist unbekannt ist, fehlen Zahlen zum ausrechnen. Bei
Leuchtstofflampen mit konventionellem Vorschaltgerät (Drossel) ist der Snubber
kritischer, da geht wegen der hohen Drosselinduktivität nur 10kOhm und 47-100nF,
sonst wird das Stromnetz zum Schwingkreis. Bei geringer Leistung kann der R gar
in Reihe (Vishay IL4108 Datenblatt) zum Verbraucher:
+-----+--R--+--Last--o
| | |
Triac VDR C 230V
| | |
+-----+-----+--------o
Man kann auch einen VDR verwenden, aber achtet auf deren Bezeichnung: Beim
für 230V passenden VDR-0.6 270V von Reichelt bedeutet die 270, das er ab 270V
Wechselspannung anfängt zu begrenzen und dem angeschlossenen Gerät nie mehr
als 430V Spitzenspannung zumutet. Ein VDR verhindert so Überspannung, er
verringert aber im Gegensatz zum RC-Glied nicht die Flankensteilheit, wirkt
also nicht EMV entstörend.
http://www.onsemi.com/pub/Collateral/AN1048-D.PDF
*-----
F.25.2. Entstörung von Relais am Mikocontroller
Relais benötigen unbedingt eine Freilaufdiode, denn da sich bei einer Spule
der Stromfluss nicht plötzlich ändern kann, will beim Abschalten der
Spulenstrom weiterfliessen, und dazu steigt die Spannung des Spulenanschluss
am Schalttransistor schlagartig bis der Strom einen Weg gefunden hat (Prinzip
Zündfunke). Für diesen Strom bahnt die Freilaufdiode einen Weg, so das die
Spannung nur bis zur Betriebsspannung steigt und nicht darüber hinaus.
Die in der Induktivität der Relaisspule gespeicherte Energie wird dadurch
zurück transportiert, und die Betriebsspannungsquelle muss diese aufnahmen
können. Ein Spannungsreglerausgang kann das nicht, die Versorgungsspannung
würde ansteigen wenn die Schaltung sonst nicht viel Strom braucht. Daher
werden Relais direkt am Siebelko, noch vor dem Spannungsregler angeschlossen
(also 9V Trafo, 12V Relais, 7805 für 5V). Wegen der höheren zu schaltenden
Spannung kann man das Relais nicht direkt an einen uC Ausgang anschliessen,
sondern benötigt einen Schalttransistor (NPN wie BC338 über 220R wenn der uC
bei HI ca. 1/20tel des Relaisspulenstroms liefern kann, ansonsten z.B. bei
uC der 8051er Reihe NPN-Darlington wie BC517 über 2k2, NMOSFET wie BS170,
oder IC wie ULN2003 mit eingebauten Dioden).
Freilaufdiode
+---|<|----+
+12V +------------------+--Relais--+
| +----+ |
+--+---|>|-+----+---+--|7805|--+----+ VCC |
o | +-|>|-+ + | | +-+--+ | +-+--+ |
9V~ | | Elko 100n | 100n | uC |--R--|< Schalttransistor
o +-(-|<|-+ - | | | | +-+--+ |E
+----+-|<|-+----+---+----+-----+----+ GND |
Gleichrichter | |
+-----------------------------+ Masseleitung
Die Masseleitungen (aus dem 5V Teil und von den Relais bzw Masse und Plus des
ULN2x03) lässt man erst am Siebelko zusammenlaufen, dann sollte sich der uC
nicht durch schaltende Relais (ohne angeschlossene Last) aus dem Tritt bringen
lassen. Der im vorigen Kapitel genannte Snubber am Relaiskontakt hilft dann,
wenn die Schaltung bei angeschlossener Last zu spinnen anfängt. Ein räumlicher
Abstand zwischen uC und Relais ergibt sich wegen der 230V Isolationsabstände
meist eh von selbst.
Da der Spulenstrom nach dem Abschalten des Transistors noch ein bischen
länger durch die Freilaufdiode fliesst, bleibt das Relais noch ein paar
Millisekunden angezogen. Wünscht man ein schnelleres Abschalten, nimmt man
eine Z-Diode parallel zum Schalttransistor, die erst so bei doppelter
Betreibsspannung, zumindest aber unterhalb der Maximalspannung des
Transistors, leitet. Dann klingt der Stromfluss schneller ab, das Relais
geht schneller aus.
|
Relais
+-Z<|-+ Z-Diode nach Masse statt Freilaufdiode nach Plus
--|< |
|E |
---+-----+
Muss die Betriebsspannung der Relais aus einem Spannungsregler bezogen werden,
schliesst man einen Elko (pro Relais 1uF) über eine Diode (passend zum
Gesamtstrombedarf der Relais, eher eine schnelle Diode wie BA158 als eine 50Hz
Diode wie 1N4001) an den Spannungsregler an und bezieht die Relaisspannung von
dort. Der Elko nimmt dann beim Abschalten des Relais die Energie auf ohne das
die Spannung zu stark steigt.
Diode (verhindert Rückstrom von Relais in Stromversorgung)
+ ---+---|>|--+-----+-----+
| Elko Relais |
+---+---+ | +-|>|-+ Freilaufdiode (oder Z-Diode nach Masse wie oben)
| uC |----(----|<
+---+---+ | |E
- ---+--------+-----+
Bei den älteren AT90S Atmel AVRs hilft das alles manchmal trotzdem nicht, dann
muss man auf die neueren ATmega/ATtiny zurückgreifen.
In verseuchter Umgebung sollte man auch an einen Watchdog denken. Hängt sich der
uC dann mal auf, dann kommt er wenigstens von alleine wieder auf die Füsse. In
einigen Anwendungen fällt es nicht mal auf, das er einige Millisekunden mit
einem Reset beschäftig war.
*-----
F.26. Roboter
Nachdem es noch keine de.sci.roboter gibt, posten viele Leute Fragen zum
Roboterbau in d.s.e. Zur Mechanik kann man nur eines sagen: Nehmt ein
fertiges funkgesteuertes Modellauto ! Damit werden alle Beschaffungsprobleme
für Motoren, Getriebe und Mechanik kostengünstig erschlagen und die
Ansteuerung (Modellbauservoimpulse) ist auch sehr einfach.
Zwischen Fernsteuerempfänger und Servos kommt dann ein Microcontroller,
dadurch gibt's die Funkverbindung zum Roboter auch noch umsonst.
Der uC sollte, ebenso wie es die Fernsteuerung macht, die Servoimpulse
nacheinander erzeugen, damit nicht alle Servos zur selben Zeit Strom ziehen,
und gut entstört muss der uC auch sein (siehe F.23. Das KFZ-Bordnetz).
Zudem ist die Lenkung viel interessanter als die 'Panzersteuerung' der
üblichen tonnenförmigen Roboter und schneller sind die Teile auch noch.
DANACH könnt ihr euch um Sensoren, Algorithmen, Greifarme etc. kümmern,
und scheitert nicht wie so viele schon an der Beschaffung eines GETRIEBES.
Notfalls für 40 EUR den fertigen Emiglio-Roboter aus dem Spielwarenladen.
http://www.roboterwelt.de/
http://www.robotics.com/
http://www.elektronikladen.de/bu-robo.html
http://www.seattlerobotics.org/
http://www.rdrop.com/users/marvin
http://www.parallaxinc.com/ rob_v1_2.pdf
http://joinme.net/robotwise/
http://www.fzi.de/ipt/WMC/walking_machines_katalog/walking_machines_katalog.html
http://www1.iff.fhg.de/iff/aut/projects/schreit/katharina.html
http://www.elektronik-projekt.de/
http://www.electronicsplanet.ch/
http://www.uni-kassel.de/~giere/linkindex.shtml
http://www.lynxmotion.com/
http://www.segway.com/
http://www.tlb.org/scooter.html
Und wenn die Elektronik euer Problem ist: Mit dem Handy-Board wurden schon
tausende von Robotern erfolgreich ausgerüstet, es sollte also auch für euch
geeignet sein, zumal die Software (C-Interpreter) umsonst beiliegt. Auch
fertige Platinen sind davon erhältlich.
http://lcs.www.media.mit.edu/groups/el/projects/handy-board/index.html.
http://handyboard.com/
*-----
F.27. Oszilloskop
Ein nützliches Messgerät in der Elektronik ist ein Oszilloskop (Oszi, Scope),
GERADE wenn man erst die Grundlagen der Elektronik erlernt, weil es einem
zeitliche Signalverläufe sichtbar machen kann. Bedienung:
http://www.pmf.fh-goettingen.de/lehrgebiete/elektrotechnik/_private/get_v2_oszilloskop.pdf
Leider sind Oszis teuer. Die klassische Frage eines Hobbyisten lautet:
"Welches ist erschwinglich und universell", aber das ist die falsche
Fragestellung. Man frage sich besser nach konkreten Messaufgaben (und wenn
man noch keine hat braucht man noch kein Messgerät), und suche dann das
Messgerät, welches die Messaufgabe zum günstigsten Preis ausreichend
erledigt. Wenn man Pech hat, reicht nicht mal das teuerste :-) Bei
Oszilloskopen gibt es vier Möglichkeiten:
a) ein einfaches Oszilloskop für <500 EUR neu kaufen, wie Hameg oder LG
Das russische 6MHz Einkanal-Gerät 470155 von http://www.conrad.de/ für
100 EUR (im Ramschverkauf auch mal nur 50 EUR) ist zwar besser als gar
keins, aber normalerweise greift man für 250 EUR zum 20MHz 2-Kanal Gerät
(CS-4128 von http://www.pollin.com/, oder Hameg, LG, EZ-DIGITAL, auch
einiges bei http://www.efb-online.de/ ).
Denn es gilt: Je besser, je teurer, und Eigenschaften wie 2 Kanäle (erlaubt
Vergleiche), Delay, zweite Zeitbasis, höhere Nachbeschleunigungsspannung
oder höhere Bandbreite möchte man nicht mehr missen, wenn man sie erst
mal kennengelernt hat. Der Profi verwendet sicherlich nichts mit weniger als
100MHz, oder gleich ein Digitalscope von Tektronix und Gould.
Wenn man sich fragt, wie die eine A/D-Wandlung mit 1Gsps hinbekommen:
Gar nicht. Bei Tektronix TDS1002, 1012, 2002, 2012, 2014, 2022 und 2024 und
Fluke ScopeMeter Serie 190 wird das Signal erst mal in einen CCD analogen
Eimerkettenspeicher eingelesen, also sozusagen tausendfaches analoges
sample&hold, und dann gemächlich durch einen A/D-Wandler geschickt.
Dadurch sieht man ein gewisses Grundrauschen der analogen CCD. Das
entfällt erst bei viel teureren Geräten (Gould) mit mehreren zeitversetzten
Flash-A/D-Wandlern.
http://www.tek.com/Measurement/App_Notes/XYZs/deu/03G_8605_2.pdf
b) ein gebrauchtes Oszilloskop
Bei http://www.ebay.de/ gibt es manchmal echte Schnäppchen, aber man sollte
den Preis eines entsprechenden Neugeräts kennen und die Beschreibung
aufmerksam lesen, denn viele sind kaputt (war leider keine Steckdose da...).
Per Annonce http://www.dhd.de/ kann man sich das Gerät wenigstens vorher
ansehen bevor man dafür Geld bietet. Gebrauchtgerätehändlern
http://www.rainer-foertig.de/
http://www.kraus-elektronik.de/
http://www.helmut-singer.de/
http://www.instrumex.de/
geben zumindest ein gewisse Funktionsgarantie, die sind aber nicht billig.
Wenn aber ein altes Gerät kaputt geht, was urplötzlich passieren kann, bekommt
man kaum noch Ersatzteile, oder vielleicht nur sehr teuer.
Hameg und LG lassen sich meist leicht reparieren weil sie überwiegend aus
Standardbauteilen bestehen, Tektronix und Philips sind wegen Spezialbauteilen
(Nuvistoren, Hybridschaltungen) oft unreparabel.
Von: TekMan
> Die Schaltungsunterlagen zu den P6460 Data Probes habe ich mir
> schon mal angesehen und musste feststellen, das man diesen Typ nicht
> nachbauen kann, weil da ein Tektronix-IC darauf ist, das wahrscheinlich
> richtig teuer ist.
Der Preis ist nicht so sehr das Problem. Das IC ist schlichterdings
nicht lieferbar, da Tektronix den Support dafür eingestellt hat und es
nicht mehr produziert. Die IC Division ist schon vor Jahren an Maxim
verkauft worden, und Maxim hat die Produktion der Tek ICs nicht weiter
verfolgt, da die Stückzahlen (nach Maxim-Massstäben) nicht gross
genug sind. Soviel zum Thema 'Support eines Markenherstellers'.
c) einen Vorsatz für den PC kaufen, um dadurch ein Oszi zu ersetzen
Klingt wie eine preiswerte Variante, schliesslich sparen die Hersteller dabei
Gehäuse, Netzteil, Bildschirm und Bedienknöpfe ein, sie sind aber in
Wirklichkeit viel teurer als vergleichbare Analoggeräte. Warum ? Weil ein sps
(Sample/Sekunde) nicht mit einem Hz (Hertz) vergleichbar ist, ein 20Msps
Digitalscope ist eben NICHT mit einem 20MHz Analoggerät vergleichbar, da
braucht es schon 200Msps für (die 10-fache Abtastrate), OBWOHL manche
Werbung da gerne rumlügt (aber z.B. Tektronix nennt ehrlichere Angaben).
Das Shannon'sche Abtastheorem hin oder her (für eine Erklärung siehe Elrad
12/97). Digitale Scopes wie Conrads 129208 sind also immer noch recht teuer.
PC-Einsteckkarten kann man zu dem wegschmeissen, wenn das nächste
Betriebssystem kommt oder der nächste PC (der dann keine ISA-Slots mehr
hat :-( ). Allerdings können Digitalgeräte auch als Speicheroszilloskop
arbeiten und damit langsame Vorgänge aufzeichnen, so das die Kombination
schnelles Analoges + im Vergleich langsames Digitales sehr praxisorientiert
ist.
d) und die Soundkarte ?
Es gibt eine Reihe von Programmen, die die Soundkarte verwenden, aber
die unterliegen natürlich alle den Rahmenbedingungen der Soundkarte:
Sie kann keine Gleichspannungsanteile darstellen (im Prinzip wegen dem
Koppelkondensator, aber der wurde natürlich schon lange auf den Chip als
SC Filter integriert), sie kann nur 44000 samples/Sekunde, ist also effektiv
nur als Oszilloskop von 40Hz bis 4kHz einsetzbar, und der A/D-Wandler
ist kein Messwandler: Drift, absolute Genauigkeit und missing codes sind
bei Audio ziemlich egal. Aber: Wer sich als Anfänger gar kein Oszi leisten
kann, der kann ja dafür sorgen, das seine Experimente nur in diesem
Frequenzbereich stattfinden, und wenn man nur den Kurvenverlauf und
gar nicht eine absolute Genauigkeit braucht, ist der PC-Oszi eine billige
Möglichkeit. Und eine hochqualitative 24 bit, 192ksps Soundkarte kann
schon einen Audiomessplatz abgeben. Aber Achtung: Es kann sein, das
die beiden Eingangskanäle nicht zur selben Zeit sampeln, sondern
nacheinander. Deswegen sind Korrelationsrechnungen mit Vorsicht zu
geniessen.
http://www.muenster.de/~welp/sb.htm
http://www.audiotester.de/ http://www.sumuller.de/audiotester/
Die 'USB Oszilloskope' sind mit ihren 200ksps und gleichstromgekoppeltem
(aber selten mit Eingangsvorteiler ausgestattetem) Eingang ein winzig kleines
bischen besser (und genauer) als Soundkarten, eignen sich aber auch nur für
den Audiobereich bis 20kHz. Leider ist die Software proprietärer Scheiss, so
das einem ein Soundkartenoszilloskop letztlich wohl doch mehr Freude macht,
zu mal die USB-Oszilloskope für den einen Chip innendrin masslos überteuert
sind.
Und nein, von Taschenoszilloskopen (Fluke, Wilke, GBDSO) reden wir hier
gar nicht, die sind vielleicht witzig, aber letztlich rausgeschmissenes Geld.
Oszi-Tastköpfe:
Normale (1:1) Tastkopfkabel sind NICHT an die Impedanz des Kabels bzw.
des Oszilloskops angepasst und haben deswegen einen Widerstandsdraht
im Koaxialkabel um die Reflexion ausreichend zu dämpfen. Für die meisten
Messungen reichen die gekauften Tastköpfe (die leider teuer sind, obwohl
sowohl TesTec als auch EldiTest nur die allerbilligsten Alligatorclips
verwenden, soviel zur deutschen Qualität), aber wenn man wirklich gute
Messungen machen möchte, muss man sich seinen Tastkopf selber bauen:
1:1 (1MOhm 150pF) -> nur für NF Kram brauchbar
10:1 (10MOhm 8pF) -> bis einige 10 MHz brauchbar
21:1 (1050Ohm, < 1pF) -> der berühmte hier diskutierte passive Tastkopf,
bei richtigem Aufbau bis mehrere GHz brauchbar
FET-Tastkopf (100kOhm 2pF) -> auch bis recht hohe Frequenzen
brauchbar, aber nicht ganz so weit wie der passive 1k Tastkopf (so sagt es
zumindest der "Papst" Howard Johnson)
Oszitastkopf selber bauen
http://emcesd.com/1ghzprob.htm
http://www.oliverbetz.de/
http://www.signalintegrity.com/Pubs/straight/probes.htm
nicht ganz perfekter Bauvorschlag. Fragt Mathias Guenther
http://www.bitscope.com/ (100Msps Oszi+LogicAnalyzer)
ftp://ftp.circuitcellar.com/pub/Circuit_Cellar/1998/Issue_97/bitscope.zip (JEDEC-Datei des
ispLSI1016)
http://www.chocbar.demon.co.uk/
http://www.alternatezone.com/electronics/dsoamk3.htm 20Msps mit TDA8703
Einfachvariante:
http://home.planet.nl/~m.f.hajer/scope2k.htm
http://www.rotgradpsi.de/mc/ (20Msps)
http://www.ziegler.desaign.de/readplus.htm (GBDSO)
http://www.eix.co.uk/Ethernet/USB/
Fertiggeräte:
http://www.arina-systems.de/
http://www.picotech.com/
http://www.conrad.de/
Und wenn das Oszilloskop keinen 'Komponententester' enthält, baut man sich
halt einen aus einem 12V/50mA Kleintrafo, anstatt dafür Geld auszugeben:
http://www.elexs.de/oszi3.htm
+--+-- X
o--+ | K (zu testende Komponente)
230V~ S:S +--GND
o--+ | 10k
+--+-- Y
> Ich würde gerne einen Fernseher als Oszilloskop verwenden.
> Gibt es eine Möglichkeit sowas zu realisieren?
Von: Michael Koch
Klar geht das, aber ob es sich lohnt ist eine andere Frage.
Hab das vor 20 Jahren auch mal gemacht.
Du brauchst zwei Ablenkspulen-Sätze. Einer verbleibt an der
Bildröhre, da wird ein Stereo-NF-Verstärker angeschlossen.
(das begrenzt natürlich die Ablenkfrequenzen auf NF)
Der andere Spulensatz wird irgendwo weiter weg gelegt und an
die Fernseher-Elektronik angeschlossen. Das ist notwendig,
weil sonst die Hochspannungs-Erzeugung nicht mehr geht.
Problem der Sache: Die dynamische Focussierung geht so
natürlich nicht mehr, der Strahl ist unscharf.
http://www.dansworkshop.com/Homebuilt%20oscilloscope.shtml
verschiedene Messgeräte:
http://www.lug-kiel.de/links/details/measure.html
Spektrumanalyzer: http://www.geocities.com/hagtronics/pna.html
http://www.holmea.demon.co.uk/SpecAnHtml/SpecAn.htm
http://www.circuitcellar.com/library/print/0406/Armitage-189/index.htm
Noch einer als Bausatz: http://www.science-workshop.com/
Logicanalyzer: http://alternatezone.com/electronics/pcla.htm
http://www.freepcb.com/eebit/
Sinusgenerator: http://seti.harvard.edu/synth/index.html
*-----
F.28. Drehstrom
Drehrichtungsanzeige
ZD39V500mW
+----|<|----+
| |G LED
L1 --100mAT--15k5W--|>|--+--|>|--+--|>|--|>|--+
4 * 1N4007 | 2*TIC126N +-- N
L2 --100mAT--15k5W--|>|--+--|>|--+--|>|--|>|--+
| |G LED
+----|<|----+
ZD39V500mW
Hagen Jakubaschk hat mal im "Der praktische Funkamateur", Heft 28, 1962,
folgendes veröffentlicht, funktioniert ohne Mikrocontroller !
L1>L2>L3
+-----Glimmlampe------+
| |
+--50nF--40k--+--75k--+--40k--50nF--+--75k--+
| | |
L1--+ +--L3 +--L2
| | |
+--75k--+--50nF--40k--+--75k--+--40k--50nF--+
| |
+------Glimmlampe-----+
L3>L2>L1
Leuchten beide Glimmlampen, sind nur 2 Phasen angeschlossen. In der
Originalschaltung ist L2 und L3 vertauscht, was aber IMO falsch ist. Hier
habe ich es schon korrigiert.
http://home.arcor.de/black-strom/schaltungen/dreh_1/text.htm
http://home.arcor.de/black-strom/schaltungen/dreh_2/text.htm
> Suche Schaltplan für Messung von Leistungsaufnahme / Energieverbrauch
http://www.microchip.com/ Application Notes AN220, ersetzt Reference Design PICREF-3
http://www.analog.com/ ADE7751-69 (elektronische Stromzähler)
Von: Dietrich Lotze
"EDN January 7, 1993, Page 102: EDN-Design Ideas: Four transistors measure
rms power (Joseph L. Souza, Sipex, Billerica, MA)" eine (passive) Schaltung,
die über die Kennlinien der Transistoren eines 4-Transistor-Arrays (CA3096;
Reichelt: 1,20 EUR) Strom- und Spannung miteinander multipliziert und als
(DC-)Spannung ausgibt. Daten: - bis 10kHz, - 2 Bereiche vorgesehen: 200W
(10mV/W) und 2000W (1mV/W) (lässt sich leicht über den Mess-Shunt
umdimensionieren) Die Spannung kann direkt mit einem DVM gemessen werden
(das muss natürlich potenzialfrei und nicht berührbar sein, denn der
Ausgang liegt irgendwie auf Netzspannung!). Leider keine URL. Cirrus Logic
CS5462, SAMES SA9102/9602 Wirkleistungsmessungs-IC 1%.
AN32 von http://www.linear.com/ hat auch eine (schwer lesbare) teurere Lösung.
AN265 von http://www.national.com/ ist auch verwendbar.
Will man nur die effektive Spannung (oder Strom) messen, tut es:
http://www.mario001.de/elektronik/schaltungen/truerms.html
> Ich habe einen 500VA Trafo für 220V~, aber nun haben wir 230V~ und ich
> möchte die Ausgangsspannung beibehalten, ohne den Trafo zu modifizieren.
> Und ein neuer Trafo dieser Leistungsklasse ist mir zu teuer.
Von: Harald Wilhelms
500VA sind bei 220V 2.27A, mit 90% Wirkungsgrad 2.5A 2.5A bei 10V sind 25VA.
Nimm einen 230V->10V 25VA Trafo und lege dessen Primärwicklung ans Netz und
die 10V Wicklung (richtig gepolt, sonst wird's für 210V~) in Reihe zur 220V~
Wicklung des alten Trafos.
> Mein einfacher 230V (Rechteck)wechselrichter bringt nicht genug Spannung
> zum Betrieb eines Gerätes, das wohl lieber einen Sinuswechselrichter sehen
> will. Was tun ?
Wenn nur das eine Gerät anzuschliessen ist, kann ein (Motor)kondensator in
Serie in der Zuleitung helfen. An den passenden Wert sollte man sich rantasten
(Spannung im Gerät am Ladeelko messen), aber ein paar uF werden notwendig
sein.
*-----
F.29. Quadraturdecoder für Inkrementaldrehgeber
Übrigens: Ein Inkrementaldrehgeber ist simpel die von 2 Lichtschranken
durchleuchtete Schlitzscheibe einer Maus. Die hat sogar 2 davon :-) Gibt's
auch mit Drehknopp als Poti-Ersatz oder ganz teuer für industrielle Zwecke
mit schweinehoher Auflösung. Mit 2 verdrehten Hallsensoren (KMZ51) und
einem Magneten kann man sich sogar ein Sinus/Cosinus Analogsignal
liefern lassen.
http://www.pwb-ruhlatec.de/ (Drehencoderdiscs)
http://www.avagotech.com/ (z.B. HEDS-6140 Drehencoderdisc)
> Inkrementale Drehgeber wie auswerten?
Von: Michael Biere 29.9.1999
Zunächst muss man sich von der Vorstellung frei machen, dass die beiden
Signale A und B des Drehgebers irgendwelche Zähler triggern müssen und
man deshalb die Flanken erkennen muss. Sonst bekommt man früher oder
später Probleme mit "Flattereffekten" deren Frequenz man nicht mehr folgen
kann. Statt dessen macht man sich klar, dass die beiden Signale zusammen
VIER Zustände annehmen können:
0: ab (Spur A LOW, Spur B LOW)
1: Ab (Spur A HIGH, Spur B LOW)
2: aB (Spur A LOW, Spur B HIGH)
3: AB (Spur A HIGH, Spur B HIGH)
Die Spuren müssen nun mit einer Mindestfrequenz abgetastet werden. Diese
Frequenz ist abhängig von der Strichzahl des Gebers und der maximal möglichen
Drehzahl. Es muss sichergestellt sein, dass bei voller Drehzahl jeder der vier
Zustände erkannt werden kann. D.h. die Abtastfrequenz muss mindestens viermal
so groß sein, wie die Signalfrequenz einer Spur. Angenommen der Anfangszustand
ist "ab". Wenn der letzte Zustand "ab" ist und man liest "Ab" ein, dann
inkrementiert man den Positionszähler. Liest man "aB" ein, dann dekrementiert
man den Positionszähler. Liest man "AB" ein, dann hat man zu langsam
abgetastet, denn dann ist ein Zustand übersprungen worden. Soweit zum
Grundprinzip. Wenn jetzt ein Signal anfängt zu flattern (es kann immer nur ein
Signal flattern, da sich von einem Zustand zum nächsten immer nur ein Signal
ändert), dann "übersieht" die abtastende Software zwar einige Flankenwechsel,
die resultierende Position ist aber immer korrekt. Es gibt kein Wegdriften
durch übersehene Flankenwechsel.
Von: MaWin 25.7.2001
Am einfachsten realisiert man das mit einer state machine als Tabelle. In C
sieht das so aus.
int table[4][4]={{0,1,-1,0},{-1,0,0,1},{1,0,0,-1},{0,-1,1,0}};
int position=0; // zaehlen wir mal die absolute Position
volatile int quadrature_input; // bit 0 und bit 1 sind Quadratureingaenge
int new_quadrature_value, last_quadrature_value=quadrature_input;
Folgenden Code ausreichend oft wiederholen (in der Programm Hauptscheife oder
einer Zeitgeber gesteuerten Interrupt Routine):
new_quadrature_value=quadrature_input;
position+=table[last_quadrature_value][new_quadrature_value];
last_quadrature_value=new_quadrature_value;
Fertige ICs gibt's dafür auch:
http://www.lsicsi.com/ (LS7083/7084/7166/7266)
http://literature.agilent.com/litweb/pdf/5988-5895EN.pdf (HCTL2000/2016/2020/2022/2032)
http://literature.agilent.com/litweb/pdf/5965-5894E.pdf
http://www.origin.xilinx.com/bvdocs/appnotes/xapp012.pdf
ansonsten brennt man sich das in ein GAL: Falk Brunner
MODULE q_dec
" a quadratur decoder
" IO signals
T PIN 1; " clock signal
A_IN PIN 2; " first quadrature signal
B_IN PIN 3; " second quadrature signal
FORWARD PIN 14 ISTYPE 'COM'; " forward signal for counter
CE PIN 16 ISTYPE 'COM'; " clock enable signal for counter
" internal signals
A PIN 17 ISTYPE 'REG_D'; " synchronized A
B PIN 18 ISTYPE 'REG_D'; " synchronized B
ADEL PIN 19 ISTYPE 'REG_D'; " delayed A
BDEL PIN 20 ISTYPE 'REG_D'; " delayed B
EQUATIONS
" synchonize A and B
A.CLK = T;
A.D = A_IN;
B.CLK = T;
B.D = B_IN;
" delay A and B
ADEL.CLK = T;
ADEL.D = A;
BDEL.CLK = T;
BDEL.D = B;
" generate forward, reverse and CE
FORWARD = (A $ BDEL);
CE = (A $ ADEL) $ (B $ BDEL);
END
denn die Schaltung ist eher aufwändig. Das Taktsignal T muss schneller sein
als die höchste Frequenz des Inkrementalgebers A, B und geringer als die
maximale Zählfrequenz des nachfolgenden flankengetriggertern Zählers.
+---+
A -----|D Q|---+
+-|T | +-(---------- Clock
| +---+ | | +---+
+-------+ +---| |
| +---+ | |XOR|-- Forward Direction
B ---(-|D Q|-+ | +-| |
+-|T | | | | +---+
| +---+ | | |
+---(-------+ | | +---+
| +-(-------(-+-(-| |
| | | +---+ | | |XOR|-+ +---+
| +-(-|D Q|-(---(-| | +-| |
| +-|T | | | +---+ |XOR|-- Clock Enable
| | +---+ | | +---+ +-| |
| | +---(-| | | +---+
| | +---+ | |XOR|-+
+---(-|D Q|-----+-| |
T ---+-|T | +---+
+---+
*-----
F.29.1. Entprellen von Tastern
Wenn ein Taster direkt ein Taktsignal für einen IC liefern soll, z.B. um
bei jedem Tastendruck ein Flip Flop umzuschalten, damit ein Gerät AN
und AUS geht, dann muss man den Tastenkontakt entprellen. Am
einfachsten geht das mit einem Taster mit Umschaltkontakt (DigiTast),
und entweder einen RS-FlopFlop wie 74xx279, 4044, (wahlweise LS TTL
oder HC CMOS, lässt sich auch mit 2 NAND-Gattern eines 74xx00
aufbauen) oder einen CMOS-Puffer wie 74HC04 (TTL geht auf die Art
nicht).
VCC --4k7--+ +_--+ +---10k---+
o--+--|S Q|-- VCC --o | |
GND --o/ |_ | \o--+-|>o-|>o-+--
o--+--|R | GND --o 74HC04
VCC --4k7--+ +---+
+-------+
VCC --4k7--+ +-|\ |
| | o-+ |
o--+---|/ | |
GND --o/ +-----+ |
o--+ +-|\ |
| | o---+--
VCC --4k7--+---|/ 74xx00
Wenn der Taster nur einen einfachen Schliesskontakt hat, benötigt
man einen Schmitt-Trigger wie den 74HC14 (ein 74LS14 bräuchte
unglücklich niederohmige Widerstände und grosse Kondensatoren
und ist hochgradig unsymmetrisch):
VCC
|
4k7
| 74HC14
+-100k-+--|>o--
| |
Taster 100n
| |
GND GND
Bei Microcontrollerschaltungen kann man per Software entprellen, braucht also
diese aufwändigen Schaltungen nicht, und auch nicht den teuren MC14490.
Von: Martin Siegwarth 5.4.2005
Will man bei jedem Tastendruck umschalten, kann man Entprellung und FlipFlop
verbinden:
+-o<|-+ Inverter
| |
100k |
| |
+-|>o-+-- Ausgang (zu Beginn LOW)
| |
| 100k
| |
+-o/o-+--1uF-- Masse
Taster
*-----
F.30. Audioverstärker
Gerne gebaut werden Audioverstärker, als ob es so was nicht fertig zu kaufen
gäbe. Aber die Leistungsangaben kommerzieller Verstärker (zuerst Sinus, dann
Musik, dann RMS, dann PMPO, dann Maximalleistung) sind halt oft geschönt,
("200 Watt PMPO aus einem 2x 1.2 Watt RMS Verstärker", "2*120 Watt mit einen
4.8VA Steckernetzteil", "120W PMPO aus 2 TDA2822 mit je 0.38W"
http://www.kabelmax.de/pmpo.html , "2x160 Watt PMPO Maximalleistung; 2x5.25 Watt
RMS", ein Brüllwürfel gibt beim Aufprall 120 Watt ab wenn man ihn aus
grosser Höhe fallen lässt, die Rechnung kommt ziemlich genau hin, d.s.e
Message-ID 2r55f1F163u5iU1@uni-berlin.de) weil mickrige Kühlkörper, kleine
Trafos und Ausgangstransistoren billiger sind, (auch die angebliche 'high
end' Branche macht trotz exorbitanter Preise keine Ausnahme) so das man
'was ordentliches' selber bauen muss, wenn einem Bühnenequipment nicht
hochwertig genug ist.
Für Kopfhörer (TS482/922, TDA7050, MC34119, NJM2113), für PC Lautsprecher
(LM4861/71, TS4871, TEA2025), als einfacher Amp (LM1875/1876/3875/3876,
TDA7053/7250) oder für viel Power (TDA2052, LM3886/4780, TDA7293/7294) suchen
Viele einen Bauvorschlag. Im Auto geht TDA7375 (4*4W, 2*22W - der geht
kommerziell schon mal als '4*70 Watt PMPO' durch) und TDA7560 (4*30W),
AN7161 (20W+Kopfhörer) TDA8563 (2*40W) oder TDA1562 (70W Musik Class-H aus
14.4V durch Spannungsverdopplung, eher für hohe Frequenzen) oder
TDA1514A/7381. Es müssen ja nicht gerade die für ihren Klirrfaktor und ihre
Schwingneigung bekannten uralten TBA810, TDA1020, TDA2002 mit grossem und
teurem Ausgangselko sein.
http://www.dself.dsl.pipex.com/ampins/pseudo/subjectv.htm
Aus Japan kamen früher viele STK Hybridverstärker, bei denen Transistoren und
SMD Widerstände auf einer Platine mit Plastik umhüllt wurden. Leider sind
Bauteile und Datenblätter schwer beschaffbar, so das bei einer Reparatur
der Austausch des ganzen Endverstärkers gegen einen (Bausatz) mit diskreten
Bauteilen sinnvoll sein kann.
Für Zimmerlautstärke nimmt man üblicherweise eine elektrische Leistung von
50 mW Durchschnittswert an, die Spitzen liegen vom Pegel her so 5 mal höher,
d.h. als Leistung das 25-fache, also bei 1.25W. Um 3 bis 5W Dauerleistung zu
erhalten, das ist dann schon Partybeschallung, sollte es also ein Verstärker von
75 bis 125 Watt sein. Daher fallen die winzigen Kühlkörper und kleinen Trafos
bei kommerziellen Verstärkern meist nicht auf, die Musik kocht meistens nur auf
kleiner Flamme. Erst bei Konzerten will man mehr Dauerleistung, entsprechend
dicker fallen die Kühlkörper an PAs (Public Address, Publikumsveranstaltungen)
aus. Zum Belastungstest kann man 10 parallelgeschaltete 5 Watt Widerstände in
ein Glas mit Wasser stopfen bis es kocht.
Für die Wahnsinnigen, deren Autos an Wettbewerben wie "dB drag racing"
teilnehmen, reicht das natürlich nicht. Da bei 170dB die Trommelfelle platzen,
wird dort glücklicherweise nur mit einem tiefen (aussuchbar 20-80Hz) Dauerton
gemessen. Man muss also versuchen, bei diesem Ton den optimalen
Wirkungsgrad herauszuholen. Und den bekommt man, wenn die
Resonanzfrequenz des Ganzen (Lautsprecher und Schallraum) bei genau der
Frequenz des Tons liegt, und der Lautsprecher genau so viel Volumen 'vor' der
Membran hat wie 'dahinter'. Aber Achtung: Normale Lautsprecher schlagen da
heftig mit den Membranen an, es muss ein speziell geeigneter Lautsprecher mit
viel Weg sein, und ein gepanzertes Auto, denn ab 160dB splittert Glas und
verbiegt Blech. Glücklicherweise lassen sich bei den tiefen Tönen effektive
Class-D Subwoofer-Verstärker einsetzen, wie der A6000GTi mit 6kW RMS von
http://www.jbl.com/ (nach dem BCA Prinzip von http://www.crownaudio.com/ )
dummerweise verlangt ihm der Messton jedoch die Sinusdauerleistung ab.
Niemand zwingt einen, den Strom mit unsinnig dicken Kabeln aus einer 12V
Autobatterie holen zu müssen, was einen uneffektiven Wandler erfordert,
sondern man kann auch je 10 Akkus in Reihe schalten und hat saubere +/-120V
für 6kW an 2 Ohm, bei immer noch 60A Peak.
Die Spannung am Ausgangstransistor liegt (bei den üblichen mit positiver
und negativer Spannung versorgten Verstärkern mit Lautsprecher an Masse)
nicht bei einfacher Versorgungsspannung, wie es bei einem Widerstand als
Last der Fall wäre, sondern im ungünstigsten Fall bei der vollen
Versorgungsspannungsdifferenz, weil ein Lautsprecher eine komplexe Last
darstellt. Der Strom liegt aber schon bei
(einfacher Versorgungsspannung)/Lautsprecherimpedanz,
und das Verlustleistungsdiagramm sollte unter der SOA-Grenze des
Ausgangstransistors bleiben, sonst muss man mehrere parallelschalten.
A ^
|
| .
|\ .
| \ .
| \ ..
| \
+------> V
Bei einem ordentlichen Verstärker ist eine Strombegrenzung für die
Ausgangstransistoren drin, damit er nicht gleich beim ersten Kurzschluss
hops geht. Ein Clipping-Indikator erkennt, wenn die Gegenkopplung
ausser Tritt kommt weil der Ausgang nicht mehr dem Eingangssignal
folgen kann; sei es wegen Übersteuerung, Erreichen der maximalen Slew
Rate oder Strombegrenzungseinsatz. Es ist ein Temperatursensor drin,
der den Verstärker bei zu hoher Kühlkörpertemperatur abschaltet. Damit
wird er dauerkurzschlussfest. Er hat eine Temperatursicherung im Trafo,
damit wird er überlastungssicher. Und er hat eine Schutzschaltung mit
Relais für die Lautsprecher, um sie beim Einschalten, Ausschalten und
bei versehentlicher Gleichspannung am Lautsprecherausgang
abzutrennen, damit ein defekter Verstärker nicht die teuren Boxen
beschädigt. Viele Bauvorschläge oder allerbilligste Kaufhausware haben
solche Schaltungen nicht, und sind damit von minderer Qualität.
Typischer bis theoretisch maximaler (bei Vollaussteuerung) Wirkungsgrad
verschiedener Verstärkertopologien:
Klasse A: Ein Transistor leitet je nach Eingangssignal mal mehr und mal weniger,
aber geht nie ganz aus. Zur anderen Spannungsseite führt der Lautsprecher
oder ein Widerstand: 6.25% bis 50%
Klasse B Ein Transistor leitet nach + und einer nach -, davon leitet nur einer
zu einer Zeit, der andere ist aus: Übernahmeverzerrungen, 50% bis 78%
Klasse AB1: Wie Klasse B, aber über den ganzen Bereich sind beide Transistoren
etwas an, also fliesst Ruhestrom: < 78%.
Klasse AB2: Wie Klasse B, aber in einem mittleren Bereich sind beide Transistoren
etwas an, also fliesst Ruhestrom: < 78%.
Klasse AB Brücke BTL (also 2 Verstärker gegeneinander): < 78%, THD+N um 3dB
schlechter
Edwin Prinzip von Elektor 1970: Stark vorgespannte Klasse AB Stufe 1 mit hohem
Ruhestrom und hohem Ausgangswiderstand. Bei hoher Last übernimmt ruhestromlose
Klasse B Stufe 2. Den hohen Verzerrungen wird mit viel Gegenkopplung begegnet.
1 2
+--+---+-- +
R | |
+-|< | NPN
A| |E |
D +--|< NPN
| R |E
D +---+-- out
| R |E
D +--|< PNP
K| |E |
+-|< | PNP
-|< | |
+--+---+-- -
Klasse AA, ebenso Class A+ (1977) New Class A (1979), Class AA (1985), MOS Class
AA (1995), Class H+ (1994, Hybrid): Technics Markenname für Klasse B Endstufen
mit kleinen Erweiterungen wie ein paar Widerstände zwischen Treiber und
Endtransistor oder dynamischer Ruhestromanpassung, ergibt bis runter auf 0,0003%
Klirr (SE-A100 0.0007%THD) http://www.geocities.com/technicshifi/IC.html
Klasse C Ein Transistor leitet nach +, negative Schwingung durch Schwingkreis:
Nur Sinus, 75-100%
Klasse D (1 bit D/A Wandler mit Power): 80% bis 100%
Klasse E (nur Sinuserzeugung durch ein/aus Schalter und Schwingkreis): bis 100%
Klasse G: Modulation durch Betriebsspannungsregelung: http://www.classeradio.com/
Klasse H: Modulation durch Betriebsspannungsregelung: http://www.classeradio.com/
Klasse H (Klasse AB mit Kondensator-Spannnungsverdoppler, TDA1562): bis 78%
Klasse I (http://www.crownaudio.com/ ) = Klasse D
Klasse T: Siehe Elektor 402 = Klasse D Variante
Klasse Z = Klasse D von http://www.zetex.com
http://www.semiconductors.philips.com/acrobat/various/AUDIOIC.pdf
Die heutzutage von kommerziellen Verstärkern angegebenen technischen Daten
(>100dB Rauschabstand N, <1 Promille THD) lassen sich kaum erreichen
(Schliesslich feilen die ernsthaften Hersteller seit 25 Jahren an derselben
Grundschaltung rum, um durch Detailverbessungen, zueinander passende
Bauteileauswahl, optimale Bauteileanordnung und Leiterbahnverlauf einen
kostengünstigen Verstärker hinzubekommen, der in den jeweiligen Messungen
super abschneidet) und schon gar nicht mit Hobbymitteln messen. Man sollte
daher keine Schaltungen nachbauen, bei denen KEINE Messdiagramme für einen
Musteraufbau angegeben werden, denn das heisst dann nur, das die technischen
Daten nie ermittelt wurden. Da nimmt man besser den Schaltplan eines bekannt
guten kommerziellen Verstärkers oder eine AppNote eines Chipherstellers und
baut die nach, solange er keine speziellen Bauteile verwendet, aber möglichst
nichts von vor 1985 (Ausgangselko).
http://www.st.com/ (Datenblatt TDA2050 enthaelt Sinus/Musik/PMPO Messverfahren)
http://eu.st.com/stonline/products/selector/78.htm
http://www.onsemi.com/ (AN1308 100W+200W bipolar, AN485 100W bipolar mit Kurzschlussschutz
und SOA Betrachtung)
http://www.linear.com/pdf/dn126.pdf (DN126 300W/16R, 600W/8R, 1200W/4R Verstaerker)
http://www.irf.com/ (AN948, 60W MOSFET)
http://www.national.com/ LM3886 (AN-1192 100W+200W IC)
http://www.semiconductors.philip.com/ TDA1562 TDA1514A
http://www.analog.com/ (AN211 current feedback Verstaerker NUR auf Papier)
http://www.rickenbacker.com/us/schemat.htm
http://www.qscaudio.com/support/library/manuals/svcman.htm
http://www.mif.pg.gda.pl/homepages/tom/schematics.htm
http://www.bryston.ca/schemprod.html
http://www.rane.com/pdf/ma6ssch.pdf
http://pssaudio.com/english/technic.htm
http://www.renkus-heinz.com/service_Schemat.htm
http://www.conrad.de/ 130203-sp-01-en-mono-mosfet-endstufe.pdf
http://sound.westhost.com/ (ELLIOT Sound Products, viele recht brauchbare Schaltungen)
http://www.sound.au.com/ (auch viele recht brauchbare Schaltungen)
http://www.epanorama.net/links/audiocircuits.html#amp
http://users.ece.gatech.edu/~mleach/lowtim (240W mit MJ15023, heute eher MJL21193)
http://www.angelfire.com/ab3/mjramp/
http://www.tcaas.btinternet.co.uk/ (Class A)
Elektor 12/93 symmetrischer HEXFET Verstärker mit IRF540/9540 (63W/8R, 105W/4R, 20V/us,
>99dB S/N <0.003%)
Elektor 9/95 IGBT hat Stabilitätsprobleme
http://marcusgun.com/elektronik.html (bipolar 250W mit Bildern und Schutzschaltung)
http://users.swing.be/edwinpaij/ampli_mosfet_360_w.htm (MOSFET 360W mit Bildern und
Schutzschaltung)
http://www.lcaudio.com/ (Millenium XP, 100W-300W bipolar ohne Gegenkopplung)
http://www.ampslab.com/ (Bausatz 70-300 Watt bipolar und MOSFET mit Schaltplan)
http://margo.student.utwente.nl/el/ampz/ (100-400W Bip + FET)
http://www.rotgradpsi.de/mc/ (digital gesteuerter TDA7293, Lautsprecherschutz)
http://www.mif.pg.gda.pl/homepages/tom/files/120_watt.gif
http://www.amplifier.cd/
Neu sind Class D Verstärker, die per Pulse Width Modulation (1 bit D/A
Wandlung, wie bei CD Playern) arbeiten, aber nur für tiefe Frequenzen (Subwoofer)
geeignet sind, da 44.1ksps bei 16bit satte 2.89GHz ergeben, zu schnell
für aktuelle MOSFETs, auch wenn Tripath das gerne hätte. Selbst moderne
Chips (TPA3000) werden teils vom Hersteller (TI) nicht mehr empfohlen,
wohl weil sie ihre Versprechen nicht halten konnten. Übrigens erkennt man
an den 2.89GHz auch, das moderne 1 bit D/A-Wandler in CD-Playern nicht so
gut sein *können*, wie echte 16 bit Wandler guter Qualität, es liegen nur
die Verzerrungen im Klang dort, wo man sie nicht erwartet, die Hersteller
sagen 'nicht hören kann', jeder kann sich selbst seinen Reim drauf machen.
http://www.icepower.bang-olufsen.com/sw1065.asp
http://ww.ti.com/ (TAS5015)
"Design Considerations For Class-D Audio Power Amplifiers"
"Reducing And Eliminating The Class-D Output Filter"
http://www.st.com/ (AN1013, TDA7480/7481/7482/7490)
http://www.national.com/ (LM4651/4652 170W Subwoofer mit Platine, LM4663)
http://www.intersil.com/ (HIP4080, Demoboard)
http://www.crownaudio.com/pdf/amps/bcapaper.pdf (BCA Subwoofer Class-D bis 2.5kW)
http://www.irf.com/ http://www.cirrus.com/ (CS44210)
http://www.onsemi.com/ (AN1042)
http://www.crestaudio.com/media/pdf/lt_schematic.pdf
http://www.spectronav.com/
http://www.tripath.com/ (Sonic Impact, Carver, TEAC A-L700P, BelCanto Evo, Blaupunkt, ab 5
Watt Störgeräusche)
Die meisten Audioverstärker enthalten am Ausgang ein Boucherout-Glied, eine
RC-Kombination parallel zum Lautsprecher (findet man auch bei der Ansteuerung
von Elektromotoren). Das Teil soll die Reaktanz des Lautsprechers kompensieren
und die Sprungantwort verbessern. Da man den konkreten Lautsprecher aber nicht
kennt, und grosse Kondenstaoren teurer sind, sind die angegebenen Werte aber
immer zu gering. Korrekterweise ist R gleich dem Gleichstromwiderstand und C
exakt so, das er die Induktivität der Spule aufhebt C = L / (R*R)
(z.B. ausprobieren bis keine relevanten Überschwinger auf dem Oszilloskop).
Man kann hier gegenüber kommerziellen Verstärkern durch Anpassung an den
verwendeten Lautsprecher viel (THD, Klirr) herausholen, insbesondere bei
Aktivboxen wo Lautsprecher und Verstärker prinzipbedingt aneinander gebunden
sind..
Kopfhörerverstärker:
http://www.st.com/ TS482
http://www.semiconductors.philips.com/ TDA7050
http://www.onsemi.com/ MC34119
http://www.njr.co.jp/ NJM2113
http://www.headwize.com/projects/index.htm
Da ein gegengekoppelter Verstärker und ein Oszillator im Prinzip dasselbe ist,
muss der Verstärker in der Bandbreite begrenzt werden, damit er nicht schwingt.
Das passiert durch einen kleinen Kondensator an passender Stelle, der über 20kHz
die Verstärkung mit 6db/Oktave verringert. Damit ein Verstärker eine Bandbreite
von 100kHz haben kann, muss er so schnell sein, das seine Oszillationsfrequenz
über 500kHz liegt, damit man ihn mit dem Kondensator bei dieser Frequenz
ausreichend bedämpfen kann. Deswegen sind Verstärker mit deutlich mehr als 20kHz
Bandbreite selten. Manchmal schwingt auch eine Stufe alleine. Bei Röhren und
MOSFETs helfen 1k Ohm bzw. 100 Ohm Widerstände in der Gates/Gitter Zuleitung
die intrinsische Schwingneigung zu unterdrücken. Auch 100nF Kondensatoren an
der Versorgungsspannung und Ferritperlen an den Signalwegen können helfen.
Wenn er schwingt, tut er das meist auf unhörbar hoher Frequenz, so das sich
das ohne Oszilloskop nur in erhöhtem Rauschen äussert. Manchmal steigt auch
die Stromaufnahme und Wärmeentwicklung.
Gegenkopplung verbessert die Linearität, aber wenn der nicht-gegengekoppelte
Verstärker einen Klirrfaktor von 1% hat, den man per Gegenkopplung auf 0.01%
drücken will, dann muss der Verstärker eine Verstärkung haben, die 100 mal höher
ist als ohne Gegenkopplung nötig wäre, und das über den ganzen Frequenzbereich
100 * 20000 (Hz) = überschüssige GBW von 2MHz. Also muss schon der
nicht-gegengekoppelte Verstärker möglichst linear und klirrarm und schnell sein.
einfachster Audiomischer (Summenlautstärke bleibt gleich):
A>--2k2--+--4k7--+
| |
10k | | Gnd |
<-|-+--| +--> out
| | |
| |
B>--2k2--+--4k7--+
logarithmisches Poti aus linearem (z.B. elektronischem) Poti (25dB Dynamik):
in>--+
|
10k | |
<-|-+--+--> out = in / (1 + 10*in - 10*in^2), in = 0..1
| | |
| 1k (1/10 der Potiwiderstandes)
| |
gnd -+---+--gnd
logarithmisches Poti aus linearem (z.B. elektronischem) Poti (45dB Dynamik):
in >--R--P--------+--> out = in / (1 + R/P - in), in = 0..1
| |
+--|-\ |
| >--+ R = 0,06 * P
+--|+/
|
GND
Von: Dieter Wiedmann
Verzerrer-Abschwächer um Line Signale in Phono-Eingänge (MM) schicken zu können:
47k 470k
___ ___
In-o-|___|-o-|___|-o--Out
| | |
| || | || |
'--||---o--||---o
|| || |
1n5 6n8 .-.
| | 560
| |
'-'
|
GND----------------o--GND
*-----
F.30.1. Operationsverstärker
Will man was Verstärken (Spannung, Strom, allgemein Leistung) tut es oft ein
Transistor, vor allem im digitalen Schaltbetrieb, aber auch bei Analoganwendung.
Die Berechnung von Transistorschaltungen füllt ganze Bücher (MausNet FAQ,
http://es-sun1.fernuni-hagen.de/ES/Kapitel4/node1.html).
In vielen Fällen ist jedoch ein Operationsverstärker die angemessenere Lösung.
Grundschaltungen in AppNotes AN-20 und AN-31 von http://www.national.com/
400 Seiten Op Amps for Everyone (wirklich nicht schwer) Design Guide
http://www-s.ti.com/sc/psheets/slod006b/slod006b.pdf
http://www.mypage.bluewin.ch/bombach/opamp.pdf
http://www.mypage.bluewin.ch/bombach/AN-A-OPAMP-Tutorial.pdf
Normale Operationsverstärker verstärken eine Spannungsdifferenz zwischen
beiden Eingängen und produzieren davon abhängig eine radikal verstärkte
Ausgangsspannung.
Wegen der sehr hohen Leerlaufverstärkung kann man sagen, das der Ausgang
nach +V geht wenn der + Eingang positiver als der - Eingang ist, und
nach -V geht wenn der - Eingang positiver als der + Eingang ist (oder
der + Eingang negativer als der - Eingang ist, wie auch immer man will).
Damit der OpAmp nicht zum Komparator wird, muss also die Schaltung drumrum
so aufgebaut sein, das die real produzierte Ausgangsspannung so auf zumindest
einen Eingang rückwirkt, das dadurch beide Eingänge wieder gleichziehen
können, die sogenannte Gegenkopplung, meist realisiert durch einen
Widerstand vom Ausgang zurück zum Eingang.
Die beiden Eingänge sind also möglichst hochohmig, sollen sie doch wie ein
Voltmeter funktionieren. Es gibt aber auch andere Bauarten. Man kann auch den
durch den Eingang (nach Masse oder zum anderen Eingang) hineinfliessenden
Strom zur Grundlage der Messung machen, dazu wäre ein Eingang dann
möglichst niederohmig. Und der Ausgang könnte als Stromquelle/senke
ausgelegt werden. Eine Tabelle:
+Eingang -Eingang Ausgang
Spannung Spannung Spannung normaler Operationsverstärker
Strom egal Strom Stromverstärker
Spannung egal Strom Transkonduktanzverstärker (OTA)
Strom egal Spannung Transimpedanzverstärker
egal Strom egal current feedback Verstärker (CFA)
Brauchbare OpAmps für Audio-Linepegel (1Vpp an 600 Ohm), in steigendem Preis
http://www.njr.com/pdf/appnotes/LowNoiseAmp.pdf
LM/MC/RC1458 (JRC) in jedem billigen Japanteil drin, eigentlich ein Doppel uA741 (geringe
Slew rate)
M5218 (Mitsubishi) ein Doppel uA741 mit garantierter THD
NJM/RC4558 (nicht so rauscharm wie NE5532, aber für 150 Ohm statt 500 Ohm Last geeignet und
dann besser)
TL071/051 (TI) Phasenumkehr wenn Eingang < V-+3V, eher für Eingangs- und Ausgangsimpedanz
von deutlich über 1k (z.B. 4k7) geeignet, V- sollte bei -(V+ + 3V) liegen
NE5534A (Philips, andere Hersteller andere Daten) hoher Bias Strom, Eingangsdioden, gutes
decoupling nötig, kompensiert für Verstärkungsfaktor >3, Linepegel stabil bei Verstärkung 1
nur mit 22pF Kompensationskondensator zwischen Pin 5 und 8 dadurch SlewRate nur 6V/us
NE5532A (Philips, andere Hersteller andere Daten) hoher Bias Strom, Eingangsdioden,
angemessen bei Verstärkungsfaktor 1..3, schlechte CMRR also invertierend betrieben
uPC4570 (NEC)
NJM/RC/BA4580 (spezifiziertes THD und Noise, ähnlich NE5532 aber ohne Eingangsdioden)
MC33078 (Mot) (bei 500 Ohm Last und hoher Frequenz nicht so gut wie NE5532)
OP27 (obwohl oft empfohlen, letztlich doch mehr Rauschen als NE5532)
LM833/837 (NS) (Etwas mehr THD+N als der NE5532)
OPA134/2134 (klar besserer Ersatz des TL071 bei hoher Eingangsimpedanz)
OPA604 (BurrBrown, TI) (verzerrt stärker als der NE5532)
OP176/275 (Analog) Eingangswiderstand pegelabhängig, kleine Unlinearität, eher schlechter
als NE5532
extrem rauscharme Opamps für niederohmige Quelle (Audio-Moving-Coil-Phonovorstufe, dyn.
Mikro,
vor allem die professionellen mit nur 200 Ohm. Die 600 Ohm für Amateur-Videorecorder oder
das 500
Ohm Shure SM57 erfordern nicht so teure ICs):
SSM2015/2016/2017/2019 (Analog)
LT1028/1128/1115 (Linear)
AD797/622 (Analog)
INA103, INA163, INA217=SSM2017 (BB, TI)
> Mikrofonverstärker mit Kompressor:
http://www.rane.com/pdf/ms1bsch.pdf
SSM2165 (Analog)
> Präzise Operationsverstärker
OP07A, LT100xA, LT1024A (man achte auf das A, das ist deutlich teuer)
dazu passen dann Widerstände CMF55, RN55 von Vishay. Mit gewöhnlichen
Metallfilmwiderständen in der Beschaltung muss man es erst gar nicht probieren,
die sind schlechter als die OpAmps, da wäre der OpAmp rausgeschmissenes Geld.
> Instrumentenverstärker
AD620/621/624/625/626 (Analog), INAxxx (BB, TI), LT1167/1168 (Linear)
> Analogcomputer
http://www.bitsavers.org/pdf/eai/HbkOfAnalogComputation_5-71.pdf
http://www.analog.com/library/analogDialogue/archives/philbrick/computing_amplifiers.pdf
> Galvanische Trennung
Trenntrafo: Übertrager können nur dann optimal angepasst werden, wenn die
Eingangs- und Ausgangsimpedanz bekannt ist. Ein '600 Ohm' Telefon-Übertrager
hat keine 600 Ohm (Wicklungswiderstand oder eigene Impedanz), sondern hat bei
600 Ohm Eingangs- und Ausgangs-Impedanz einen optimalen Frequenzgang
erreicht durch Kernlamellenaufbau, Drahtdurchmesser und Wickeltechnik, damit
sich Induktivität und Kapazität zu einem glatten Frequenzgang im
interessierenden Bereich (300Hz-3500Hz bei Telefontrafos, 20Hz-20kHz bei
Audiotrafos, 50Hz-5MHz bei Videotrafos, kein Wunder das Telefontrafos billiger
sind) ergänzen. Bei Conrads GLI-18 (311405) steht die Impedanz leider nicht
dabei, daher sollte man zu etwas Besserem greifen: Pikatron, Haufe, Lundahl
(http://www.lundahl.se/) Jensen (http://www.jensen-transformers.com/), Sowter
(http://www.sowter.co.uk/), Monacor, Behringer, oder eine DI-Box mit Ground-Lift
wie http://www.netzmarkt.de/thomann/artikel-159520.html
|\ |\
| >-600R-+ +---+--| >--
|/ | | | |/
S : S 600R
| | |
GND GND GND
Ein Trafo transformiert die Impedanz übrigens quadratisch zum Windungsverhältnis,
will man also ein 75 Ohm Antennenkabel auf ein 100 Ohm CAT5 Kabel umsetzen,
braucht man ein Windungsverhältnis von 1:sqrt(100/75) also 7 zu 8 Windungen
(schon die Kabel haben teilweise mehr als 10% Abweichung in der Impedanz)
http://www.svideo.com/videobalun1.html
Audiooptokoppler: IL300 (Vishay), HCNR200/201 (HP)
http://www.vishay.com/optocouplers/list/product-83622/
http://www.elv.de/ 60-189-86
http://www.elv-downloads.de/service/manuals/OTV/369-01.htm
http://www.angelfire.com/theforce/jte/opto/ptsound.html
http://www.semiconductors.philips.com/acrobat/applicationnotes/AN1434.pdf (A Phased Locked
Fiber Optic System FM Modulation)
LDR-Optokoppler: NSL32/37V51 (Silonex, bei Farnell)
> Rail-To-Rail Operationsverstärker
Seit dem die Versorgungsspannungen bedingt durch die immer kleineren
Chipstrukturen, die immer weniger aushalten, immer niedriger werden, kann
man es sich nicht mehr leisten, mit dem Ausgang eines Operationsverstärkers
nur so 3V an die positive und negative Versorgungsspannung heranzukommen
(für bessere Linearität nutzen bessere Verstärker gar nur das mittlere Drittel).
Seit dem bieten die Hersteller sogenannte Rail-To-Rail (R-R) OpAmps an.
Diese OpAmps schaffen es, mit dem Ausgang bis auf weniger als 0.1V an
die Versorgungsspannungen heranzukommen, wenn die Belastung nicht zu
hoch ist (so 10k). Manche vertragen auch Eingangsspannungen bis an die
Grenzen der Versorgungsspannung heran, oder sogar darüber hinaus (LT1490
44V, CA3130/3140/3160 8 Volt drüber bis 0.5V drunter aber Ausgang nicht
Rail-To-Rail). Leider hat sich noch kein 'Standardteil' (gut genug für
die meisten Anwendungen und dennoch billig) durchgesetzt.
Denn leider kommt die Qualität dieser Rail-To-Rail OpAmps nicht an die der
guten Normalen heran. Viele sind furchtbar langsam, andere habe massive
Übernahmeverzerrungen, sogar am Eingang, oder driften und rauschen.
Insofern muss man gut auswählen, und teuer sind sie auch noch.
Viele 'erste Versuche' der Hersteller einen R-R OpAmp zu bauen sind so
schlecht geworden, das man diese OpAmps besser vergessen sollte.
Oliver Betz hat mal eine Liste zusammengestellt http://oliverbetz.de/rropv.htm
und schlägt den TLV272 statt dem LMV358 oder TS912 vor, und den TLV2372
oder LMC6482 anstelle des teuren AD822, der entgegen dem Datenblatt doch
unter phase reversal leidet.
Wer nicht ganz R-R braucht, sondern nur einen single supply OpAmp sucht,
der am Eingang und Ausgang bis Masse geht: Da hat sich der TLC274 von
http://www.ti.com/ etabliert, so lange er nicht besonders schnell sein muss.
Er ersetzt in CMOS den bipolaren Klassiker LM324, ist aber inkompatibel zum
TS271/TS274 von http://www.st.com/, was Reichelt offenbar nicht weiss :-(
Eigentlich sucht man aber einen OpAmp, der am Ausgang R-R kann, dafür
am Eingang keine Übernahmeverzerrungen hat und zwar bis Masse, aber nicht
unbedingt bis VCC akzeptieren muss, weil man meist ja sowieso verstärkt.
Siehe "amplifiers for signal conditioning" in "Sensor Signal Conditioning"
section 10 von http://www.analog.com/ "Training and Events"
Operationsverstärker werden normalerweise mit Gegenkopplung betrieben. Der
tatsächliche Verstärkungsfaktor wird durch einen externen Spannungsteiler
eingestellt, beispielsweise auf (R1+R2)/R1 beim nicht-invertierenden Betrieb:
Eingang -----|+\
| >-+-- Ausgang
+-|-/ |
Masse --R1--+--R2--+
Aber in welchem Rahmen darf man die Verstärkung auf diese Art einstellen ?
Die Untergrenze steht im Datenblatt und liegt meist bei 1 (interessant hier:
LT1028 1, LT1128 -1 (= +2)), bei grösserer Verstärkung ist der OpAmp auf Grund
der begrenzten Slew Rate ja langsamer so das die Stabilität eh besser wird.
Im Datenblatt steht die 'open-loop-gain' als maximale Verstärkung' und die
'unity gain bandwidth', die maximale Frequenz bei der er gerade noch die
Verstärkung 1 schafft.
Liegt die 'open loop gain' bei 100000 und 'unity gain bandwidth' bei "1 Mio",
so schafft er bei 1Hz also eine Verstärkung von 1:100000 (open loop gain), bei
10Hz 1:100000 (open loop gain und unity gain bandwidth), bei 1kHz 1:1000
(unity gain bandwidth), und bei 20kHz nur noch 1:50 (unity gain bandwidth).
Soll der Ausgang also auf 10V liegen, braucht es dazu eine Spannungsdifferenz
zwischen den OpAmp-Eingängen von 0.2V. Hat man den Verstärkungsfaktor
durch R1 und R2 also auf 10 gestellt, und glaubt, das eine Eingangsspannung
von 1V damit auf 10V verstärkt wird, so irrt man. Da (+) um 0.2V grösser als (-)
sein muss, reichen 1V am (-) Eingang nur für 8V am Ausgang. Ein durchaus
wesentlicher Verstärkungsfehler von 20%, bei der schlappen Frequenz von
20kHz und einem Verstärkungsfaktor von 10. Also: So schön die Zahl "1 Mio"
klingt, so genau sollte man sie im Auge behalten, wenn man einen präzisen
Verstärkungsfaktor haben will und es nicht gerade um Gleichspannung geht.
Deswegen braucht man bei schnellen Signalen oft mehrere Stufen mit eher
geringer Verstärkung hintereinander und ist damit wesentlich schneller und
genauer als mit einer Stufe, und vermindet noch das Risiko von unerwünschten
Oszillationen.
http://www.analog.com/Analog_Root/static/techSupport/designTools/interactiveTools/stability/
stability.html
Bei Verstärkern mit sehr hoher Leerlaufverstärkung kriegt man ja tiefe THD
(total harmonic distortion, Verzerrungen) in invertierter Schaltung hin, siehe
AD745 usw.
In nicht-invertierter Schaltung braucht man hohe CMRR, und zwar bei
Audiofrequenz und nicht bei DC. Da gäbe es etwa den AD797, mit dem
man 120dB THD erreichen könnte.
THD+N (noise, Rauschen) ist ein anderes Kapitel, bei audiotypischem Level
wird man da kaum über 100dB kommen.
Für niedrigst-Rausch-Anwendungen hätte man gern nicht-invertiert mit
Verstärkung >=100, dort sind dann auch sehr schnelle Opamps irgendwann
mal am Ende und viel mehr als -90dB THD+N sind dann auch nicht mehr drin.
Für schnelle Signale tut es der LM7171 oder LM6171 ganz gut.
Im Datenblatt des MAT02 und MAT03 von http://www.analog.com/ finden
sich Schaltungen für rauscharme und driftstabile Verstärker für Signale aus
niederohmigen Quellen (Dehnungsmesstreifen, Hallsensor), die besser als die
besten derzeit verfügbaren monolithischen OpAmps sind (LT1028, LT1128, OP27),
aber so driftstabil muss es für Audio (dyn. Mikrophon, Moving Coil) gar nicht
sein. Eine Sammlung Mikophonvorverstärker in
http://www.mdw.ac.at/I101/iea/tm/scripts/jecklin/material/micpreamp.pdf
> Lautsprecherkabel
http://www.aes.org/sections/pnw/pnwrecaps/2000/lampen/index.htm
http://www.elektronikinfo.de/audio/audiokabel.htm
http://www.planetee.com/ "What´s all this Hoax Stuff?"
*-----
F.30.2. Audioeffektgeräte
> Audio-ICs bzw. Bausätze Mangelware?
Von Marc
Nun, das liegt wohl daran, das Audio Effekte kaum noch analog mit
Spezial-ICs gemacht werden. Für Billigstanwendungen mit niederer
Qualität werden oft einfache Mikrocontroller eingesetzt. Für "richtige"
Effekte dagegen DSPs. Du solltest den Einstieg in DSP wagen und
dir ein sog. "Starterkit" besorgen. Das gibt es so ab 75-150 EUR neu,
oder bei eBay auch schon mal für 20 EUR.
Früher, als die PCs noch nicht leistungsfähig genug waren, haben
viele Hobby-Leute DSPs für Audio eingesetzt. Motorolas 56k war da
eigentlich am beliebtesten. Du solltest aus der damaligen Zeit
eine Menge Beispielcode finden können.
Heute werden diese DSPs natürlich nicht mehr hergestellt. Für
modernere DSPs findest du aber weniger Beispielcode, da die Hobby
Bastler heute alles direkt im PC machen und DSP Karten dafür nicht
nötig sind. Deshalb rate ich dir zumindest für den Einstieg auf jeden
Fall zu einem "veralteten" DSP wie Motorola 56003.
In der Gruppe comp.dsp bekommst du kompetente Antworten, wenn du
z.B. einen bestimmten Audio-Effekt implementieren möchtest, aber
nicht weisst wie man das am besten anpackt.
Hier ein paar Links:
http://www.musicdsp.org/archive.php?classid=4
http://www.heise.de/ct/ftp/projekte/klangwerk_1/
http://www.dspguide.com/
http://www.rane.com/oldman.html (Schaltpläne kommerzieller Audioeffektgeräte der Firma
Rane)
http://www.bdti.com/faq/0.htm (comp.dsp FAQ)
ftp://ftp.analog.com./pub/dsp/21xx/218x/examples/
Mit einem DSP kannst du selbst mit einfachsten Standard-Filtern
viele interessante Effekte erzielen. Zum Beispiel kannst Du
zwei Räume "einmessen" in dem du ein Knallgeräusch aufzeichnest.
Der erste Raum könnte das gekachelte Badezimmer sein, der zweite
ein Theater. Aus der Messung erstellst du einen inversen Filter.
Nun machst du eine Sprachaufnahme im Badezimmer, und filterst
die Einflüsse des Raumes weg. Übrig bleibt die pure Sprache.
Dann legst du den Theater-Filter an und schon entsteht der
Eindruck eines grossen Auftritts vor gespanntem Publikum. Das
macht ein DSP im Leerlauf, aber mit "fertigen Spezial-ICs"
kriegst du das nie hin.
> VU-Meter, Peak-Meter
Ein VU-Meter (Volume-Unit = Lautstärkeeindruck) hat per Definition
eine Zeitkonstante, so daß es 300ms dauert bis die Anzeige auf 99%
steht. Deine LED-Zeile ist kein VU-Meter, wenn sie schneller reagiert,
sondern wahrscheinlich ein PPM (Peak Programme Meter, Spitzenwertanzeige).
Die Zeitkonstante ist da nach DIN45406 bzw. IEC268-10 etwa 400us (bis
15dB an Sollwert), 3ms (bis 4dB), 5ms (bis 2dB), 10ms (bis 1dB),
Abfallzeit 1.5s pro 20dB.
*-----
F.30.3. Dynamikkompressoren / Limiter
Eine automatische Lautstärkeregelung wünscht man sich spätestens, seit dem
die Werbung im Fernsehen einem wegen Lärmmaximierung die Ohren abfallen
lässt. Die simpelste Methode verwendet einen Spannungsteiler aus einem
Widerstand und einem LDR der von einer Glühlampe bestrahlt wird, die am
Lautsprecher hängt, weil die Glühlampe eine perfekte RMS-Umsetzung macht
und der LDR die passende Trägheit für die Regelung mitbringt. Tontechniker
haben 'ihre' Glühlampe gehütet wie ihren Augapfel. Lässt sich auch mit
einem OTA wie LM13700 aufbauen.
TDA1054
NE572
http://www.epanorama.net/links/audiocircuits.html
http://sound.westhost.com/project67.htm
http://www.elektronik-kompendium.de/public/schaerer/otalim.htm
*-----
F.30.4. Dezibel
Auch ausserhalb der Akustik werden oft Angaben in dB (Dezibel, 10tel Bel)
gemacht, obwohl es keine SI Einheiten sind. Mit Dezibel gibt man das Verhältnis
von 2 Leistungen P1 und P2 an dB = 10 log (P1/P2), damit man bei
Hintereinanderschaltung von Verstärkern oder Abschwächern einfach die
Angaben addieren kann und nicht multiplizieren muss.
Also alles eine Erfindung der Vor-Taschenrechner-Ära.
3 dB mehr sind eine Verdopplung, 10dB schon verzehnfachung und 20dB
verhundertfachung der Leistung. Da man an derselben Last mit doppelter
Spannung die vierfache Leistung bekommt, ist bei Spannungsverhältnissen
db = 20 log (U1/U2) definiert.3 dB mehr sind 1.414-fache, 10dB sind 3-fache
und 20dB sind 10-fache Spannung.
Bleibt die Frage: Im Verhältnis zu was ? Fachidioten sagen "ist doch klar",
Klügere schreiben es wenigstens dazu, z.B. dBuV, also Dezibel in Bezug auf
1uV und somit ein Spannungsverhältnis, und merken nicht, das das immer
noch nicht ausreicht, weil man zum Vergleich mit einem Leistungsverhältnis
dBm (Bezug 1mW) wissen muss, an welchem Lastwiderstand Z gemessen wird.
In diesem Fall an 60 Ohm, weil es bei uV wohl um Antennensignale geht.
(Dieser Satz stammt aus der Zeit als Koaxkabel noch 60 Ohm hatten, heute
haben sie 50 Ohm, man sieht also wie blind die Annahme ist, das 'man schon
weiss' welche Impedant gemeint ist).
P[dBm] = U[dBuV] - 10 log Z [Ohm]
Bei Audio sieht das schon anders aus. Man will optimale Qualität. Da
Stromrauschen und Spannungsrauschen nicht zu trennen sind, und bei auf 0
reduziertem Stromrauschen eben der andere Term unendlich wird und umgekehrt,
erreicht man minimalstes Rauschen bei Leistungsanpassung wie oben, aber der
Klirrfaktor wird dabei exorbitant, weil die Belastung der Quelle die Spannung
einbrechen lässt. Die der Berechnung zu Grunde gelegten 600 Ohm des Ausgangs
will man durch den Eingang nicht belasten, also hat der über 10k. Zu Hause
(Chinch) ist 1dBu = 1mW an 600 Ohm und somit 0.775Vrms oder 1Vp oder 2Vpp, im
Studiobereich (XLR) wird in dBVU gemessen und 1dBVU = +4dBu. Der Headroom bis
Verzerrungen durch Übersteuerung auftreten sollte weitere +6dB betragen, und
da OpAmps nur im mittleren Drittel der Versorgungsspannung halbwegs linear
sind, braucht man schon +15V/-15V Versorgungsspannung.
http://www.sengpielaudio.com/SpannungsverstaerkungUndDaempfung.pdf
*-----
F.31. Oszillatoren
Die für viele Bastler erste Schaltung ist der 2-Transistor-Rechteckgenerator.
Ab 6V Versorgungsspannung Ub benötigt er Dioden in der Basiszuleitung, sonst
wird Ubemaxreverse der Transistoren überschritten, denn die Spannung der
beiden sich in X kreuzenden Leitungen liegt zumeist unter 0 Volt im Negativen.
In der Simulation geht der nur, wenn man absichtlich Unsymmetrieen einbaut
und ihm viel Zeit zum Anschwingen lässt:
+---+---+---+-- +Ub +------+---+------+-- +Ub
| | | | | | | |
R1 R2 R3 R4 R1 R2 R3 R4
| | | | | | | |
+-C-+ +-C-+-- out +---C--+ +--C---+-- out
|+ \ / +| | + \ / + |
| X | | X |
| / \ | | / \ |
>|--+ +--|< >|-|<|-+ +-|>|-|< (NPN)
E| |E E| |E
+-----------+-- GND +-----------------+-- GND
Man glaubt es nicht, wie viele Oszillatorschaltungen es mit 2 Transistoren
gibt: http://www.4qdtec.com/mvibs.html
Wenn für R1 (und R4) Glühlampen (oder LEDs mit Vorwiderstand)
genommen werden, und die Cs gross genug sind (Elkos) bekommt man
einen (Wechsel-)blinker. Mit kleinen Kondensatoren und Lautsprecher
anstelle R4 (oder Verstärker an out) wird´s ein Tongenerator.
Ein Blitzlicht entsteht durch:
+----------------+--- 6V
E| PNP Lampe (6V/0.5W)
>|-|>|-+-2k2-10u-+
| | |
+------(--22R---|< NPN
| |E
+--120k---+--- Masse
Vielleicht auch einen LC-Oszillator für Sinusschwingungen von
kHz bis GHz mit f=sqrt(1/(L*C)). Der Emitterwiderstand R sollte
ca. Rres*(Vcc-0.7)/1.4 sein. Rres ist der Resonanzwiderstand
des Kreises. Oder statt R eine Konstantstromsenke geregelt aus
dem Mittelwert des Ausgangssignals, das ergibt ein klirrarmes
Signal regelbar (per Kapazitätsdiode) über einen grossen
Frequenzbereich.
+--+--+--+-- +Ube
| | | |
| L C |
| | | |
| +--+-|< NPN
| | |E
+-|< NPN |
|E |
+-----+--
|
R (einstellbar zum Ausprobieren)
|
Masse
Viele (digitale) Schaltungen benötigen ein Taktsignal. Klassischerweise
kann man den NE555 oder dessen CMOS-Version LMC555/TLC555 nehmen,
aber der braucht recht viele zusätzliche Bauteile. (Beim NE555 braucht man
ausserdem einen extrem niedrigen Pegel um RESET auszulösen, 0.5V können
schon zu viel sein). Ein Schmitt-Oszillator mit dem 74HC14 bzw. TC4S584
Schmitt-Trigger ist einfacher wenn die Frequenz nicht so genau sein muss
TC4S584 NL27WZ04
GND --C--+-|>o-+- +-|>o-+-|>o-+-
| | R2 R |
+--R--+ +-----+--C--+
und die zweite Schaltung kommt mit einem kleinerem Kondensator aus, weil er
um 1 1/3 VCC umgeladen wird, und nicht nur um die Hysterese (Abstand
zwischen Einschaltspannungsschwelle und Ausschaltspannungsschwelle des
Schmitt-Triggers), aber dafür muss R2 verhindern, das der Strom über die
Schutzdioden abfliesst.
f=1/(2.2 R1C)Hz, R2>8 R1, C>50pf, 500kHz: C=75pf, R1=12k, R2=100k.
Für langsame Takte müsste man grosse Kondensatoren verwenden (Elkos
sind wegen Leckstrom und Ungenauigkeit hier schlecht). Dann greift man
zum CD4060 oder CD4045 und betreibt ihn mit RC oder (32.768kHz) Quartz
(siehe Datenblatt) oder CD4521 an 4,194304 MHz Quartz. Sekundentakt und
Minutentakt produzieren auch PCF8573 und ICM7213. DS2417 ist eine
winzige RTC mit bloss 200nA Stromaufnahme von http://www.maxim-ic.com/ .
Ohne zusätzliche Bauteile, dazu noch programmierbar und ohne Quartz auf
1% genau sind DS1075 & Co von http://www.maxim-ic.com/, DS1065 gar nur
3-polig, aber wer verkauft die schon ? Auch http://www.kinseki.co.jp/
hat so was.
Für Sinussignale siehe AN-263 und LB-16 von http://www.national.com/ ,
oder das Datenblatt des CA3140 von Intersil (mit CA3080A und CA3086).
Siehe auch XR2206, XR8038 und MAX038 als Funktionsgeneratoren
http://www.alternatezone.com/electronics/hsfg.htm oder
http://www.mitedu.freeserve.co.uk/Circuits/Testgear/funcgen.htm
oder HSP5412/5416, ISL5314 und AD9850/9852 u.a. als DDS Generatoren
oder AD9833 erzeugt bis 10MHz DDS Sinus, Dreieck, Sägezahn, Rechteck.
http://www.mypage.bluewin.ch/bombach/DDS_Tutorial_rev12-2-99.pdf
http://www.analog.com/ DDStutor.pdf
http://www.alternatezone.com/electronics/dds.htm
http://www.mikrocontroller.net/projects/dds/ (immerhin besser als XR8038)
http://www.myplace.nu/avr/minidds/index.htm (immerhin besser als XR8038)
http://www.conrad.de/ 190316 (ELV20292+AD9835+AD811 Schaltplan)
Und die blinkende Glimmlampe ist so leicht nicht zu schlagen, in der BlinkLED
sind viel mehr Bauteile hineinintegriert.
+Ub (ca. 130V)
|
R (hochohmig genug, so 1M)
|
+---+
| |
C Glimmlampe
| |
GND GND
> Quartzoszillatoren
...sind Schwingquartze zusammen mit der Oszillatorelektronik in einem Gehäuse
(ca. 1 x 2cm wie DIP14 mit Pin1:n.c. Pin7:GND Pin8:Ausgang Pin14:VCC).
*-----
F.32. Temperaturmessung
Wie misst man Temperaturen ?
http://www.national.com/ Temperature Sensor Handbook PDF
Bei ratiometrischer Messung kommt man ohne Referenzspannungsquelle aus
und spart sich somit Probleme mit deren eventueller Temperaturabhängigkeit
oder sinkender Batteriespannung. Grundschaltung ist die Wheatstone-Brücke
bei der die Differenz auf 0 abgeglichen wird, oder ein
batteriespannungsbezogenes Sigma-Delta A/D Umsetzungsverfahren wie im
ICL7107. Für die ratiometrische Messung eignen sich eigentlich nur
temperaturabhängige NTC und PTC (auch Silizium KTY) Widerstände,
netterweise sind die auch noch sehr billig. Platin Pt100 (100 Ohm bei
0GradC, Messstrom um 1mA, Spannung um 0.1V) und Pt1000 (100uA für 0.1V)
RTD Sensoren sind genauer und temperaturfester, aber auch teurer.
http://www.oliverbetz.de/pt100/pt100.htm
http://www.temp-web.de/modules.php?name=Content&pa=showpage&pid=122 (Messabweichungen)
Oder man nimmt einfach die Vorwärts-Flussspannung einer Diode, die ist
temperaturabhängig genug, siehe AppNote AN781.pdf "Solving Sensor Offset
Problems with the TC7106" von http://www.microchip.com/ .
Wenn man ein Messgerät hat, welches einen Absolutwert anzeigt, so wie ein
Digitalmultimeter, gibt es Halbleitersensoren wie LM34, LM35, LM45, LM50,
LM334, LM335, AD590 (100nF von Gehäuse zu beiden Anschlüssen legen,
sonst Probleme mit Hf), AD592 an einer extra Batterie (9V Block).
+9V +9V
| |
LM334--+ 10k
| 230R |
+----+-- Messgerät 10mV/K +-----+-- Messgerät 10mV/K (2.18-4.23V)
| | |
10k LM335--10kAdj
| | |
GND GND GND
Allerdings ist der LM334 nicht geeignet, wenn sich bei niedrigem Strom die
Spannung über ihm schnell ändert. Die Slew-Rate bei 10uA liegt unter 0.01V/us,
es kann also bei steigender Spannung sein, das der LM334 millisekundenlang
gar keinen Strom fliessen lässt.
Thermoelemente ERZEUGEN gar eine Spannung, allerdings benötigen sie
einen ZWEITEN Temperatursensor zur Kompensation, weil man mit einem
Thermoelement eigentlich nur die Temperaturdifferenz zwischen Sensor
und Messgerät misst. Billige Multimeter mit Thermoelementanschluss gehen
daher davon aus, das das Messgerät immer 20 GradC hat :-)
Siehe "temperature sensors" in section 7 und "resistor and thermocouple errors
in high accuracy systems" in section 10 der "practical design techniques for
sensor signal conditioning" von http://www.analog.com/ "Training and Events"
Obwohl die meisten Microcontroller inzwischen eingebaute A/D-Wandler sogar
mit 10 bit haben, suchen viele Leute noch immer nach direkt digitalen Sensoren
wie DS1620/1820 (Maxim, bleiben nach hundert Auslesungen schon mal einfach
stehen, nur VCC aus/an hilft) LM75/76 (NS, braucht Serienwiderstände zur
Verhinderung von LatchUp) AD7816 (Analog) obwohl die teuer und ungenau sind
und relativ schnell wieder durch inkompatible 'Nachfolgemodelle' ersetzt
werden.
Der LM56 von http://www.national.com/ ergibt einen selbständigen Thermostaten,
der ADT05 sowie teure TMP01 von http://www.analog.com/ auch, aber man kann
so was auch einfach mit einem als Schmitt-Trigger verwendeten OpAmp basteln.
+-----+---+------- +
R1 R2 |
+-----)--|-\
| | | >--+-- out
| +--|+/ |
Therm. +---)-R4-+
| R3 |
+-----+---+------- Masse
Widerstandswert R1, R2, R3 ungefähr gleich dem von Therm. (Thermistor, NTC
seltener PTC dann lieber R1 und NTC vertauschen) bei Nenntemperatur. R4
bestimmt die Hysterese (gross im Verhältnis zu R2|R3), z.B. 100 * R2|R3.
Gewisse Widerstände (R1, eventuell R4) können mit einstellbaren Potis ersetzt
werden. R1 und Therm. vertauschen wenn Ausgang genau im umgekehrten Moment
schalten soll (Heizung/Kühlung).
Siehe auch PWM Lüfterreglung F.25. Motoren & Dimmer
Berührungslos kann man Temperaturen mit PIR Infrarotsensoren wie RE200 von
http://www.glolab.com/ messen, beschrieben in irsystem.pdf. Da die Dinger nur
auf TemperaturÄNDERUNG reagieren, klappt beim 'ImOhrFieberThermometer'
mechanisch eine Oberfläche bekannter Temperatur aus der Sensorsichtlinie.
Absolute Strahlungstemperaturen misst man mit einer Thermopile, das sind
übereinandergestapelte Thermoelemente (z.B: von Perkin-Elmer).
*-----
F.32.1. Gas-Sensoren
Die klassischen Gas-Sensore von Valvo oder Figaro mit der Sinterpille hinter
Metallgeflecht reagieren zwar wie im Datenblatt beschrieben auf bestimmte Gase
wie Kohlenmonoxid und Butan, aber ihr Widerstand schwankt auch mit der
Temperatur und Luftfeuchtigkeit, so das sie ohne Kompensationsmassnahmen
(so wie in den billigen Bausätzen) nicht zu gebrauchen sind.
*-----
F.33. Drosseln & Spulen
Die meisten Hobbybastler haben Angst vor Spulen, obwohl das die einzigen
Bauteile sind, die man mit gutem Ergebnis (oft sogar besserem als kommerziell
hergestellte) selbst bauen kann. Dann sollte man das auch tun :-) schliesslich
ist das kommerzielle Angebot so dünn, weil auch viele Elektronikproduzenten sie
sich aus Draht selber herstellen. Drosseln (choke) nennt man solche Spulen, bei
denen der Gleichstromanteil grösser als der Wechselstromanteil ist. Drosseln
sind deswegen auf geringen Drahtwiderstand hin optimiert, während Spulen (coils)
lieber weniger Ummagnetisierungsverluste bringen.
Die bei Detektorempfängern verwandten komplizierten Waben-Luft-Spulen (honeycomb)
mit extrem niedriger Wicklungskapazität und hoher Güte (bis 100) aus
seidenumsponnener Hf-Litze sind heute dank aktiver Bauelemente (Verstärkung)
nicht mehr nötig, es tut meist ein um einen Kern gewickelter Kupferlackdraht was
eine Güte von 10 ergibt. Induktivität und Güte ändern sich letztlich mit der
Frequenz und dem Strom. Ein LRC-Messgerät ist nützlich, damit man sein Ergebnis
bewerten kann, denn Datenblätter und Formeln geben nur Abschätzungen an. Aber bei
Störfiltern und Schaltreglern kommt es eh nicht so genau drauf an, und bei
Schwingkreisen wird man sowieso an einer Stelle eine Trimmbarkeit haben.
Kondensatoren kennt jeder: Wenn man in einen 1 Farad Kondensator 1 Sekunde lang
einen Strom von 1 Ampere hineinschickt, wurde er um 1 Volt aufgeladen. Die
Ladung wird im elektrischen Feld im Dielektrikum gespeichert. Die Spule
funktioniert vollkommen identisch, lediglich Strom und Spannung sind vertauscht.
Wenn man an eine 1 Henry Spule 1 Sekunde lang 1 Volt anlegt, steigt der Strom
durch die Spule um 1 Ampere. Die Energie wird im magnetischen Feld gespeichert.
Ein geladener Kondensator, den man kurzschliesst, erzeugt einen heftigen Strom.
Eine geladene Spule, die man von der Stromquelle abklemmt, erzeugt eine hohe
Spannung (Zündfunke durch Gegeninduktion).
Während man an einem Kondensator ruck-zuck den fliessenden Strom ändern kann
(z.B. von wenig hinein auf viel heraus), sich aber die Spannung an den
Anschlüssen nur widerwillig ändert, weswegen man Kondensatoren zur Glättung
der Spannung verwendet, kann man an einer Spule die Spannung an den
Anschlüssen beliebig ändern, der Strom jedoch wehrt sich und ändert sich
nur langsam, weswegen man eine Spule zur Glättung des Stromflusses verwenden
kann.
Man mag fragen, welchen Unterschied das macht, fliesst doch bei einer bestimmten
Spannung auch meist ein bestimmer Strom (U=R*I), so das es egal ist, was man nun
von beiden glättet, das andere wird dann gleichziehen. Aber das gilt nur bei
einer rein ohmschen (also primitiven) Schaltungsbetrachtung. Sobald es
interessanter wird, macht es sehr wohl einen Unterschied, und wer sich dann nur
auf ein Bauteil (den Kondensator) verlässt, konstruiert murksige Schaltungen.
Ein Beispiel wäre die Verringerung einer Gleichspannung von sagen wir 12V auf
5V bei einem Strombedarf von 1A. Man kann das (ungeregelt) mit einem Widerstand
von 7 Ohm machen, oder durch den geregelten Widerstand eines Transistors aus
einem linearen Spannungsregler, verbrät damit aber 7 Watt. Man kann auch mit
einem (Transistor als) Schalter die 12V nur 17.36% der Zeit einschalten, was an
den Verbraucher dieselben 5 Watt bringt, aber die meisten Verbraucher halten
diese gepulste Überspannung (PWM) nicht aus (Widerstände, Motoren und Glühlampen
i.A. schon). Ein Kondensator parallel zum Verbraucher, der die Spannung glätten
soll, erzeugt Probleme: Schaltet der Transistor ein, bewirkt das einen
Kurzschluss zwischen der 12V Spannungsquelle und dem ungeladenen oder auf 5V
geladenen Kondensator. Es fliesst viel Strom, der Transistor geht kaputt, oder
es wird mehr als 50% der in den Kondensator fliessenden Energie im
Zuleitungskabel in Wärme verballtert. Da hätte man gleich einen Widerstand
oder Linearregler verwenden können. Man muss also den Stromfluss in der
Zuleitung zum Kondensator glätten, obwohl die Spannung springt. Dafür eignet
sich eine Spule. Es interessiert die Spule nicht, das die Spannung an ihren
Anschlüssen springt, sie hält einen nahezu gleichen Stromfluss aufrecht, wenn
ihre Induktivität gross im Verhältnis zur Schaltzeit ist. Wenn man nun noch das
Ein-/Ausschaltverhältnis des Schalttransistors in Abhängigkeit zur
Ausgangsspannung regelt, ist der Step Down Buck Schaltregler mit seinem hohem
Wirkungsgrad erfunden.
Wer mit Spulen zu tun hat, sieht oft das Hysteresediagramm:
B^ ...
| ....
| . .
|. . (erster Quadrant, schlecht gezeichnet)
. .
.|.
-+---------> H
und dabei stehen physikalische Begriffe, die die Elektroniker nicht kennt.
H ist proportional dem durch die Spule fliessenden Strom (Windungsanzahl und
die Länge der Magnetfeldlinien fliesst hier ein, können dem Elektroniker aber
egal sein, der seine Spule fertig kauft). B kann man von aussen beeinflussen.
B wird in Weber = Vs (Volt mal Sekunden) angegeben (Windungsanzahl und
Querschnitt des Kerns fliessen hier ein, können einem aber auch egal sein,
wenn man die Spulen nicht selber baut).
Legt man von aussen an die Spule eine Spannung (von 1 Volt) eine Zeit (1
Sekunde) lang an, bewegt man sich auf der B-Achse nach oben. Legt man die
Spannung doppelt so lange an, bewegt man sich doppelt so weit nach oben. Legt
man die halbe Spannung an, kommt man nur halb so weit. Je weiter man im
Diagramm nach oben kommt, um so mehr steigt auch der Strom in der Spule an. Je
steiler die Kurve ist, je grösser ist die Induktivität der Spule, je höher die
Permeabilität, aber irgendwann ist die Spule gesättigt (bei Metallkern recht
schnell, bei Luft eher nie). Dann steigt der Strom sehr schnell an, die Spule
hat kaum noch eine Induktivität. Legt man dann 0 Volt an die Spule an
(Anschlüsse kurzschliessen), fliesst weiterhin der bis da hin erreichte Strom
(Verluste durch Drahtwiderstand), kehrt man aber die angelegte Spannung um, um
den Stromfluss zu verringern, folgt man der anderen Linie der Hysteresekurve.
Der Unterschied zwischen den beiden Linien ist der Verlust im Kern.
Das war's, das Diagramm für Kondensatoren sieht übrigens genau so aus, bloss
Strom und Spannung vertauscht und (viel geringere) dielektrische Verluste statt
Verluste im Kern, und statt Sättigung gibt es Durchschläge.
Eine Spule geht kaputt weil sie zu heiss wird und die Isolation schmilzt oder
der Kern seine Curie-Temperatur überschreitet. Sie muss also die Verluste im
Draht und vom Kern (optimalerweise 50% zu 50%) über ihre Oberfläche an die
Umgebung abstrahlen können. Eine Spule muss also eine bestimmte bauliche Grösse
haben, um eine bestimmte Leistung verbraten zu können. Das kann man bei
üblichen Umgebungsbedingungen aus den Datenblättern der Kernmaterialhersteller
abschätzen, wer's genau wissen will muss die Temperatur in seinem Aufbau messen,
und wer sich nicht sicher ist, nimmt eine baulich grössere Spule. Wer eine
kleinere Spule haben will, nimmt ein (bei der Frequenz) tauglicheres (=teureres)
Kernmaterial.
Wer Kondensatoren kauft, versucht, den nötigen Kapazitätswert zu bekommen (oder
etwas mehr) und kauft ein Teil, das mindestens die angegebene Spannung aushält.
Eine viel zu hohe Spannung ist baulich zu gross und zu teuer, wird man also
vermeiden. Bei Spulen sollte halt auch der Induktivitätswert erreicht werden,
und die Spule muss mindestens für den fliessenden Maximalstrom geeignet sein.
Das war's im wesentlichen, statt 1000uF/16V also 45uH/2A.
Und ebenso, wie es unterschiedliche Kondensatoren gibt (Elkos, Vielschicht, Folie,
Glimmer) die aber normalerweise 'schon passen', gibt es verschiedene Spulen
(Eisenkerntrafo, Ferritringkern, Luftspule) deren Eigenschaften auch zum
Anwendungszweck passen sollten. Zur EMV Unterdrückung nimmt man Material #43.
http://www.circuitsage.com/ (Hf, Filter, Spulen, Microstrip, S-Parameter, Referate)
http://www.epcos.de/inf/80/db/fer_01/01240150.pdf
http://www.edn.com/article/CA56647.html
http://www.qsl.net/xq2fod/Electron/Magnet.html
Leider unterscheiden sich deutsche SI und amerikanische CGS Einheiten:
http://focus.ti.com/lit/ml/slup128b/slup128b.pdf
http://www.pleo.com/MICROMETALS/mmt5.htm
Ein Transformator ist eine Spule mit einer zweiten Wicklung (oder mehr,
oder Spartrafo). Die primäre Wicklung ist so ausgelegt, das bei offener
(=nicht vorhandener) zweiter Wicklung der Kern nicht in Sättigung geht
(oder zumindest der Trafo nur so weit in Sättigung geht das er nicht zu
warm wird). Die zweite Wicklung wird im notwendigen Windungsverhältnis
angelegt, wobei es den Unterschied zwischen Leerlaufspannung und
Nennspannung bei Nennbelastung gibt, hervorgerufen durch den ohmschen
Widerstand der Sekündärwicklung und dem transformierten Wicklungswiderstand
der Primärwicklung (Kupferverluste) und magnetische Verluste.
Kupferverluste: Eine Stromdichte von 4,5 Ampere/mm2 ergibt bei einer
Übertragergröße bis etwa 100 Watt erfahrungsgemäß eine Temperaturerhöhung
von etwa 30 Grad. Berechne bei DC-überlagterter HF den Gleichstromquerschnitt
und den Wechselstromquerschnitt (Skin-Effekt) getrennt.
50Hz Trafoberechnung http://www.waasner.de/ unter Technik
http://www.jogis-roehrenbude.de/Transformator.htm
http://student.math.hr/~sklaic/electronics/
Vno: Joerg Schulze-Clewing 22.9.2004
Übertrager: Im Datenblatt des Hersteller nachsehen, ob er für die Frequenz
geeignet ist. Dann Al Wert nachsehen. Alte Bauernregel: Wicklung muss etwa
vierfache Blindimpedanz haben verglichen mit der Nennimpedanz der Schaltung,
die den Übertrager treibt. Oder etwas mehr. Die dazu nötige Zahl Windungen
mit dem Al Wert berechnen. Sekundär so viele Windungen, dass das gewünschte
Verhältnis herauskommt. Es sollte einfach, zweifach, vierfach, halb, viertel
etc. sein, damit man bifilar wickeln kann. Dann bekommt man einen schönen
Breitbandübertrager.
Das Prinzip der Hf-Litze funktioniert auch bei Leiterplatten. Trennt man eine
Leiterbahn in parallele exakt gleichen Widerstands auf, sinkt die Induktivität
(weil im Endeffekt die inneren Adern keine Induktivität beitragen):
----------
/ \
===------------===
\ /
----------
Ein Reed-Schalter braucht eine Durchflutung von 10-100A, wenn der grosse also
bei 16A sicher schalten soll 7 Windungen Draht drumrum.
> Güte eines Schwingkreises
Stösst man einen Schwingkreis der Güte 6 mit einem impulsförmigen Strom von
3A an, stellt sich ein Kreisstrom von 3*6=18A ein.
*-----
F.34. Gehäuse
Leergehäuse sind teuer. Billige Gehäuse sind Ramsch. Wenn man sich keine
fertigen Gehäuse leisten will, sollte man sich nach Plastikschachteln und
alten HiFi-Geräten umsehen. Man kann Frontplatte und Rückseite meist leicht
mit einer dünnen selbstklebenden Aluplatte abdecken.
Damit bei den bewährten Bopla Element Gehäusen keine Befestigungsschrauben
im Frontdeckel notwendig sind und man den Deckel einfach abnehmen kann, baut
man alles auf die im Boden eingelassenen Gewindebuchsen auf, durch ausreichend
grosse, eventuell mehrstöckige Platinen auf Gewindeabstandsbolzen.
Schon das simple Anbringen eines Bauteils ohne direkte Befestigungsmöglichkeit
an einer Frontplatte kann zu einem Abenteuer werden, weil man es meist nicht
solide genug macht. Kleben ist schon mal ganz schlecht, man muss das Teil
sicher noch mal austauschen. Irgendein Halter irgendwo ist auch wackelig.
Lötet man das Teil auf eine eigene Platine, und befestigt diese mit 2
Gewindeabstandsbolzen und 2 Schrauben hinter der Frontplatte, taugt es was.
Betrachte die sichtbaren Schrauben in der Frontplatte als Markenzeichen für
Qualität.
> Selbermachen ?
Ohne Biegebank kann man das Abknicken von Blech schlicht vergessen (und
fertige Biegebänke sind selbst bei eBay teuer, weil sich die meisten
metallverarbeitenden Betriebe Ihre selber bauen). Es bleiben nur einfache
Methoden, die ohne Blechbiegerei auskommen. Denkt durchaus auch an
Gehäuse aus Holz, ein in der Massenproduktion viel zu edles Material, das
man durch eintauchen in Natronwasserglas oder Natriumtetraborat (Borax)
flammhemmend hinbekommt.
> Fontplatte
Bekleben mit bedrucker Folie (Zweckform 2507 oder Laserdrucker Polyesterfolie
Avery/Zweckform 4776) mit Ausschnitten für Anzeigen und LEDs, laminieren bzw.
abdecken mit Klarsichtfolie (REGULUS Signolit UV 2G), das ist dann auch
geeignet, um Taster hinter Löchern abzudecken.
http://www.industriegehaeuse.woehrgmbh.de/
http://www.schaeffer-apparatebau.de/
http://www.proma.de/
http://www.weishauptgmbh.de/
http://www.claus-groth.de/
*-----
G. Links
Von: Ralf Stephan 23.11.1999
Elektronik Vorlesung mit Transistorgrundschaltungen
http://www.home.fh-karlsruhe.de/~wokl0001/El/Skript/Elektronik.pdf
ELKO Elektronik Kompendium Elektronik Grundlagen-Wissen
http://www.elektronik-kompendium.de/
Tutorium Elektronische Schaltungen - Einführung
http://heureka.e-technik.uni-ulm.de/Tutorium/
Online Elektronik Grundlagen Bücher mit Experimenten
http://www.vias.org/electronics.html
The Unusual Diode FAQ
http://www.avtechpulse.com/faq.html/
LED Museum
http://ledmuseum.home.att.net/
DSP Digitale Signal Prozessoren
http://www.dspguide.com/
Electronics info page
http://www.epanorama.net/
Analog Chip Design Handbuch
http://www.arraydesign.com/
Elektronik Erstkontakt Anleitungsbuch
http://www.produktinfo.conrad.de/datenblaetter/175000-199999/192961-an-01-de-Schuko_Electron
ic_Grundstufe_A.pdf
The Art of Assembly Language Programming
http://webster.ucr.edu/Page_asm/ArtofAssembly/ArtofAsm.html
http://webster.cs.ucr.edu/Page_AoA/0_AoAHLA.html
Strukturiertes Programmieren in C
http://courses.iicm.edu/programmieren0/#buch
DIN-Normen-Suche, leider keine Dokumente, ein gespielter Witz
http://ipac.zlb.de/dinnormen/dinsuche.asp
Mikophone
http://www.schoeps.de/D-2004/miscellaneous.html
GNU
http://www.gnu.org/
Liste Online-Bücher zum Thema Elektronik
http://www.lug-kiel.de/links/books1.html#Electronics
Von: Oliver Betz 1999
> Wo kann ich die teueren Normen und Bücher einsehen?
http://www.beuth.de/ "Partner des Verlages" "DIN-Normen-Auslegestellen"
Im Lesesaal der Hochschule Deines Mißtrauens. Kostenlos, und jeder mit
Wohnsitz in D kann sogar ausleihen, auch wenn er nicht studiert. Mache ich
heute noch, obwohl schon an der Schwelle zum Verwesi.
*-----
H. Drucker (Tinte / Laser)
Von: MaWin 7.8.2000
Gehört nicht in die d.s.e FAQ, aber mein Epson Stylus Color 600 hatte
neulich Probleme mit verstopften Düsen, und nach d.c.h.d kommt das öfters
vor. Allerdings fand sich in d.c.h.d und den dort genannten WebSeiten
keine Problemlösung und keine FAQ. Also musste ich selbst ran:
Fehlerbeschreibung: Der Drucker funktionierte problemlos mit 2 Sätzen
Original Epson Tinte. Seit dem ich auf die deutlich billigere KMP Ersatztinte
umgestiegen bin, erforderte jede längere Stillstandszeit 1 - 2 Reinigungen.
Seit dem mein Händler UPrint Tinte lieferte (zuerst bei farbig verwendet),
nützte auch mehrfaches Reinigen nichts mehr, einige Düsen blieben inaktiv.
Im Gegenteil: Die nächste Reinigung zeigte oft ein schlechteres Druckbild
als die vorhergehende. Also konnte es keine Verstopfung sein. Da beim
Reinigen auch schwarz leer wurde, tauschte ich auch schwarz gegen eine
neue Patrone von UPrint. Danach fiel schwarz komplett aus. Nur nach
tagelangem Warten kamen beim Düsentest mal kurzzeitig einzelne Linien.
Ursachenanalyse: Nach Auseinanderbau des Druckers (4 Schrauben des
Deckel ab, blauen Patronenhalterdeckel hinten aushaken und wegklappen)
entsprechend den Hinweisen in der FAQ auf
http://www.enderlin.com/
und Entnahme der Patronen fiel auf, das am Auslass der farbigen Tinte
Luftblasen in der Patrone waren, die vermutlich auch in den Druckkopf
gelangten. Bei der schwarzen Patrone war die Luftausgleichsöffnung
(die von der oben der Aufkleber entfernt wird) durch Kleberreste noch
immer verschlossen.
Nachdem der Kleber entfernt wurde und Luft in die Luftöffnungen der
Patronen geblasen wurde, bis aus dem Druckköpfen unten Tinte rauslief,
(dazu schlauerweise vorher ein gefaltetes Küchentuch unter dem Kopf
durchziehen, Aber Achtung: Es ist dann deutlich weniger Tinte in der
Patrone, die Restmengenanzeige funktioniert nicht mehr richtig, ihr solltet
die Patronen rechtzeitig austauschen) funktionierte der Drucker wieder
unregelmässig. Bei grossen Flächen gab es Aussetzer, weil die Tinte
nicht schnell genug nachläuft, manchmal fallen einzelne Düsen aus. Es
lag also an den miesen Patronen, das sich Luftblasen gebildet haben.
Seit dem wieder Epson Tinte drin ist, geht er problemlos. Die c't warnt
davor, Ersatztinte verschiedener Hersteller zu mischen. Also sollte
zwischen 2 Patronen von verschiedenen Fremdherstellern mindestens
eine Original Epson Patrone verwendet werden.
Resümee: Ich kaufe keine Tinte von UPrint mehr. BASF-Tinte scheint auch
ruck-zuck Drucker zu ruinieren. Es gibt nach Angaben von d.c.h.d viele Leute,
die wegen angeblich verstopftem Druckkopf ihre Drucker weggeschmissen
haben. Es würde mich nicht wundern, wenn die alle miese Ersatztinte
verwendeten. Eine extreme Reinigung kann man bei Epson Druckern
vornehmen, in dem man einen Schlauch über die Stutzen steckt, die im
Patronenhalter sichtbar werden, wenn man die Patrone entfernt. Dann kann
man mit einer Spritze Luft oder Tinte durch den Schlauch die Druckköpfe
in ein druntergelegtes Küchentuch blasen und saugen, bis sie platzen.
Nach dem Einsetzen der Patrone sollte man oben in die Patrone pusten bis
aus dem Druckkopf wieder Tinte rauskommt.
Zumindst bei Epson Druckern scheint die Verwendung von Isopropanol aus der
Apotheke (enthält 30% gereinigtes Wasser) zum Gerinnen der Tinte in den
Druckköpfen zu führen, ist also kontraproduktiv. Ob reines Isopropanol
oder echt destilliertes Wasser als Lösungsmittel geeignet ist, ist unklar.
Am Besten also nach dem Reinigen mit Luft ausblasen, dann die Tinte aus der
Patrone durchblasen, damit der Kopf nicht schon am nächsten Tag dicht ist.
Ich war früher überzeugt von Ersatztinte (und habe mir nach Begutachtung der
Ersatztintenpreise den Epson gekauft), aber die Erlebnisse, bei denen ich fast
meinen Drucker verloren hätte, haben mir gezeigt, das Drittanbietertinte recht
risikoreich ist.
Das WISO-Magazin berichtete, das der Canon BJC600 Drucker ein eingebautes
Verfallsdatum hat, weil er die Tintentröpfchen mitzählt, die beim Reinigen im
Auffangsbehälter landen, und bei Erreichen einer bestimmten Tröpfchenzahl
den Dienst verweigert. Nur eine teure 'Reparatur' reaktiviert den Drucker, wenn
man den Trick nicht kennt (Schwamm der Tintenauffangwanne reinigen,
Power+Form Feed+Print Mode während des Einstecken des Netzkabels gedrückt
halten). Natürlich ist das nicht im Handbuch beschrieben. Nachzulesen in c't
18/2000. Der Epson Stylus Color 400 macht es (nach angeblich 75000 Seiten)
genau so (alle 4 LEDs blinken), siehe Service-Manual.
Ältere Tintendrucker scheinen schneller einzutrocken als damals, als man sie
neu gekauft hat. Und das ist auch kein Wunder, wenn man sich den Aufbau
der Teile so ansieht. Beim Ausschalten wird der Druckkopf zurückgezogen
und mit einem Deckel mit Gummiring abgedichtet. Allerdings sammelt sich
gerade dort Staub, so das der Deckel nicht mehr abdichten kann. Auch die
Reinigungs-Funktion des Druckers selbst, bei der bei Epson tatsächlich mit
einer kleinen Pumpe (mäek, mäek, mäek) Unterdruck an den Düsen erzeugt wird,
funktioniert nicht mehr, wenn der Deckel nicht mehr dicht ist. Leider kommt man
zum Reinigen dort nur ran, in dem man den Drucker auseinanderbaut. Dabei
kann man auch gleich den Kopf-Scheibenwischer :-) (eine Gummilippe mit Fliess)
reinigen, die auch stark Staub fängt. Danke Epson. "No user serviceable parts
inside". Ja, zumindest wenn man dem Kunden jedes Jahr einen neuen Drucker
verkaufen will. Inzwischen hat es den 600er vollkommen zerrissen. Die
Schlauchpumpe hat sich den Schlauch reingewickelt.
Auch andere Druckerhersteller hassen niemanden mehr, als ihre Kunden:
Hewlett-Packard sagt zum LaserJet 4: "Da die offizielle HP Garantie Ihres
Produktes abgelaufen ist, besteht keine Möglichkeit mehr für Software
Unterstützung per eMail oder Hardware Reparatur Service. Bitte nehmen Sie zur
Kenntnis, daß die garantiebedingte Periode für technische Unterstützung bei
Ihrem Gerät verstrichen ist, was auch telefonische Unterstützung mit einschließt."
Die Reparatur eines HP4L kostet pauschal 285 EUR, also Totalschaden. Beim
HP4M reisst oft das auf die Schrittmotorachse aufgepresste Plastikzahnrad.
Wenn ein HP3820 beim Öffnen der Klappe den Druckkopf nicht mehr hervorholt und
mit viel TamTam nur noch leere Blätter auswirft, ist ein unterdimensioniertes
Zahnradpaar gebrochen. Drucker bis zum Tintenauffangbehälter auseinanderbauen.
Ich habe bei dem einen Zahnrad den überstehenden Zapfen abgefeilt, und beim
anderen Zahnrad den abgebrochenen Zapfen ganz entfernt, dann einen Metallring
auf den Körper aufgeklebt, der seinerseits einen Zapfen hat, der in den Rest
des Zapfens des anderen Zahnrad einhakt. Besonders gut wird es, wenn der Ring
in eine extra hineingemachte Kerbe des Zahnrads einrastet, so das er sich
sogar ohne Kleber nicht verdrehen kann, denn es liegt übermässig viel Kraft
auf der Verbindung.
Andere immer wiederkehrende Probleme: HP IIP/IIIP bis '93 kämpfen mit dem
Fehler 52 (Laserdrehspiegel läuft zu schnell: 4*10u/16V Subminiaturelkos
austauschen, der in der Ecke gegen 63V, Laserdrehspiegel läuft nicht an: SMD
HA13456AMP (5 1/4" Floppymotortreiber http://www.VermontFicks.org/hplj.htm
tauschen, neu mit Kühlkörper http://www.strixner-holzinger.de/ , über dem IC
liegt ein 1 Ohm Widerstand, oft auch geschädigt, siehe auch d.s.e Message ID
409BE490.DCE40ECD@epost.de) und Papierstausensor Fehler 50. Auch
die Meldung bei defektem Fuser ist bekannt uninformativ. Der HP5L/6L/1100
bekommt ein sprödes Papiereinzugtrenngummi und zieht dann den ganzen
Papiervorrat auf einmal ein, was er sonst nur bei ungeeignetem (rauhem
Tintendrucker-)Papier tut. Dafür gab es mal ein kostenloses Reparaturkit,
heute bei http://www.fixyourownprinter.com/
Gegen Speichererweiterung wehrt sich HP auch. Der 5L benötigt eine 1-8MB JEIDA
70ns 5V EDO 88 pin DRAM Speicherkarte. HP 4P / 4MP, 4 Plus / 4M Plus, 4V / 4MV,
5Si / 5Si MX, 5P / 5MP und 6P / 6MP brauchen 72 pin 32 bit SIMMs ohne Parity
von exakt 70ns mit "presense detect". HP LaserJet IIISi, 4 / 4M und 4Si / 4Si MX
brauchen 72 polige 36 bit SIMMs mit Parity von exakt 80ns mit "presence detect".
Normalerweise FPM (FastPageMode), EDO geht nur in einigen Druckern.
"presence detect" sind die Pins 11 und 67-70 von denen einige mit Masse
verbunden sind, andere offen sind, wie es auch Apple-Computer erforderten.
1MB: 67 Masse 68 offen 11 offen
2MB: 67 offen 68 Masse 11 offen
4MB: 67 Masse 68 Masse 11 offen
8MB: 67 offen 68 offen 11 offen
16MB: 67 Masse 68 offen 11 Masse
32MB: 67 offen 68 Masse 11 Masse
50ns: 69 Masse 70 Masse
60ns: 69 offen 70 offen
70ns: 69 Masse 70 offen
80ns: 69 offen 70 Masse
Und hat man 60ns wenn der Drucker aber 80ns sehen will, lötet man einfach um.
http://www.shawnbehrens.de/hpmem.htm
Toshiba ist nicht besser. Wenn man endlich die richtige WebSite der Dutzenden
von Toshibas gefunden hat, und ohne Suchfunktion durch alles-durchklicken
feststellt, das nicht mehr produzierte Drucker dort gar nicht mehr aufgeführt
werden, man eben so lange nach einer eMail-Adresse sucht, die sich dann als
nicht druckbar und nicht kopierbar herausstellt (argh, Applet), also abschreiben
und eintippen wie zur Steinzeit, stellt man fest, das die auf Mail erst gar nicht
reagieren. Na, wie konnte auch jemand die Frechheit besitzen, sich durch den
Dschungel von Kundenzurückweisungen durchzukämpfen...
Wird beim Laserdrucker/Kopierer das weisse Papier nicht nur ausnahmsweise
(danebengerieselter Toner) sondern zunehmend grauer, insbesondere bei jeder
ersten Trommelumdrehung, ist es Zeit, Trommel und Reinigungsfilz auszutauschen.
Immerhin gibt es gute Refill- und Trommel-Reset Anleitungen
http://www.summitlaser.com/
und ein Forum:
http://www.fixyourownprinter.com/
Achtung beim Tonernachfüllen: Es gibt heutzutage meistens magnetischen Toner
(enthält schon den Developer) und Toner mit getrenntem Developer (da bleibt der
Developer im Drucker und muss nur alle paar Jahre ausgetauscht werden, wenn der
Druck trotz ausreichend Toner immer fader wird, zumeist in alten Kopieren).
Ausserdem ist Toner für hochauflösende Drucker feiner. Zudem gibt es Hellschreiber
(der Laser belichtet die Stellen, die weiss werden sollen) und Dunkelschreiber. Die
Fehlerbeschreibungen, -ursachen und Behebungen beider passen natürlich nicht
zusammen.
Im Prinzip dreht sich bei neueren Laserdruckern eine magnetische Walze im Toner,
und ein Gummi streift zu vielen Toner ab. An der Walze liegt Wechselspannung mit
Gleichspannungsanteil je nach gewünschter Druckintensität. Die Belichtertrommel
wird elektrostatisch aufgeladen (heute meist durch einen Bürstenkontakt anstelle
des alten Koronadrahtes), der Laser belichtet und entlädt die Stellen die schwarz
werden sollen. Die Trommel läuft an der Tonertrommel vorbei und schnappt sich
den Toner, kommt zum Papier unter dem ein elektrostatisch geladener Draht liegt
so das das Papier den Toner von der Walze abzieht. Die Trommel wird danach
ganz beleuchtet, Resttoner abgestriffen (alte Drucker enthalten einen extra
Resttonerbehälter, manchmal ist der in der Kartusche, neuere Drucker haben so was
nicht mehr) und wieder aufgeladen. Das Papier wird elektrostatisch entladen und im
Fuser (durch Halogenlampenstab aufgeheizte teflonbeschichtete Walze) wird der
Toner auf das Papier geschmolzen.
Andere Serienfehler wie Eizo F56 Zeilentrafo für 60 Euro bei Teleplan Repair 2000
GmbH Werkstraße 5 22844 Norderstedt 040 52250310
Sony KV29FX20D schaltet mit blinkender LED automatisch die Programme um,
als ob jemand dauernd auf die Taste Prog+ am Bedienpanel drückt: Zuleitung KEY
zum Bedienpanel kappen.
Humax FTV5600 Netzteil ZD3 ZDP30 unterdimensioniert, R21 100R raucht ab.
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H.1. CD-Player / CD-Brenner / DVD-Laufwerke
Von: MaWin 11.10.2003
CD-Player und CD-Brenner fallen gerne aus und lesen dann keine CDs mehr. Das
geschieht entweder plötzlich oder es wird langsam immer schlimmer.
In praktisch allen Fällen ist bloss die Optik verdreckt. Reinigungs-CDs zerstören
entweder den CD-Player oder sind wirkungslos. Macht die Kiste also auf.
Man sollte beim Zufahren der Lade ohne CD im Dunklen bei entfernter
Sichtschutzabdeckung aus fast jedem Blickwinkel für einige Sekunden den
Laserstrahl als dunkelroten Punkt in der Linse erkennen können. Keine Angst,
der Strahl ist schon knapp über der CD-Fläche absolut nicht mehr gebündelt,
es besteht keine Gefahr von 'Netzhautverbrennung'. Eine Videokamera sieht ihn
besonders deutlich.
Wenn sich nach dem Einlegen einer CD lediglich die Linse 3 mal auf und ab bewegt,
oder die CD nur kurz anläuft, manchmal sogar rückwärts, und dann stehen bleibt,
oder die CD zu schnell gedreht wird, oder das Inhaltsverzeichnis der eingelegten
CD nicht angezeigt wird, oder schlechtere CDs zu häufigen Aussetzern neigen,
hilft oft Putzen der Optik, und da klebt der Dreck normalerweise nicht so sehr auf
der Oberfläche der Linse, sondern natürlich unten drunter und an der senkrechten
Frontscheibe des Lasers. Man braucht Alkohol pro analysis aus der Apotheke
(Spiritus enthält viel zu viel Dreck der als weisser Schleier eintrocknet) oder
Isopropanol (als IPA Spray von Kontakt Chemie, Servisol IPA170 von Pollin
für 6,60) oder 1-Butanol pro analysis, 250ml 10 EUR und ölfreie Druckluft (aus
der Dose wie zum Reinigen von Kameraobjektven verwendet, gibt's auch von
Kontakt Chemie mit Nummer 67, Servisol B von Pollin für 5.60, aber es gibt
auch unbrauchbare No-Name Dosen bei eBay mit billigem offenbar ölhaltigem
Propan/Butan Gemisch).
Ggf. mehrmals die Optik fluten (oder ausgebauten Pickup eintauchen), etwas
einwirken lassen, und keinesfalls eintrocknen lassen sondern mit Druckluft
ausblasen. Wichtig: Ausprobieren, ob das alles es schon gebracht hat, kann man
es erst am nächsten Tag. Glaubt es einfach, es lohnt gar nicht, es am selben Tag
zu probieren. Irgendwo hängen offenbar immer noch Reste die trocknen müssen.
Vielleicht hilft es, das Teil so hinzustellen, das keine Linse waagerecht liegt.
Der Erfolg ist gut. Gut 90% der 'defekten' Player lassen sich mit dieser simplen
Reinigung wieder in Gang setzen.
Wenn sich jedoch die eingelegte CD normal dreht und nur während des Abspielens
öfters Aussetzer auftreten, kann auch bloss das Fett der Führungsstange verharzt
sein. Stangen putzen und neu einfetten (mit kunststofftauglichem Fett).
Wenn der Pickup wie bein einer alten Schallplatte bei jeder leichten
Erschütterung springt findet sich manchmal ein Tracking-Regker zum justieren.
Wenn der PickUp (also das Teil aus Laser und Optik) jedoch mechanisch beschädigt
ist (Linse ab, Folienleiter gebrochen, kein Laserstrahl), kann man ihn tauschen.
Es ist beim Neueinbau meist keine Justierung notwendig, bei Pioneer öfters doch.
Die Theorie, das bei verdreckter Optik bloss die Laserleistung erhöht werden muss,
ist Unfug. Ebenso, das die Laserleistung mit den Jahren nachlässt. Zwar altert die
Laserdiode und macht aus gleichem Strom weniger Licht, aber die Lichtleistung wird
in jedem CD-Player per Photodiode geregelt und die Elektronik erhöht einfach den
Strom bis zum bitteren Ende (maximal möglicher Strom der Elektronik). Die
Laserlichtleistung bleibt also gleich.
Man sollte von den Potis die Finger lassen. Etwas zu weit aufgedreht und der Laser
brennt sich die Spiegel weg. Und zum Einstellen des 'Augendiagramms' fehlen einem
eh die Serviceunterlagen und das dazu unbedingt notwendige Oszilloskop.
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I. Magazine
Von: MaWin 17.7.2000
Die Zeit der Elektronik-Zeitschriften ist halt einfach vorbei. Seit dem man
sich alle Datenblätter per Mausklick holen kann, es tonnenweise
Schaltungsvorschläge gratis in Form von Application Notes gibt, hunderte
komplette Bauanleitungen auf http://www.conrad.de/ liegen (oder für wenig
Geld Anleitung und Platine von hunderten anderer Projekte bei
http://www.elv.de/ zu haben sind), "Art of Electronics" alle benötigen
Grundlagen liefert (und auch noch nett zu lesen ist), viele Hersteller (AD,
TI, OnSemi, bedingt National, Maxim, Semtech, Fairchild) einem kostenlose
Muster schicken und Neuigkeiten und Beschaffungsquellen durch
kostenlose Kennzifferzeitschriften (z.B. Markt & Technik) geliefert werden,
die meisten Grundgeräte billiger fertig als als Bausatz erhältlich sind, fast
jeder Elektronikversender online erreichbar ist, gibt es keinen Grund mehr,
wegen EINEM Datenblatt (-auszug !), den aktuellen Preislisten oder EINEM
nachbaubaren Projekt 5^H 5,50^H 6,70 EUR für eine Zeitschrift auszugeben.
Kauft euch lieber ein ordentliches Buch.
Die Elektor beispielsweise ist gar nicht mal wirklich schlechter geworden, sie
war 1978 genauso (schau einfach mal in eine alte Ausgabe. Als Kind war das
alles gut, heute sieht man die Fehler, lediglich die ersten Ausgaben von 1970
waren gehaltvoller aber schwerer lesbar
http://www.elektor.de/Portals/0/Magazine/Downloads/2005/05_1970.zip) aber sie
ist nicht BESSER geworden - und damit obsolet. Kein Wunder, wenn die Redaktion
glaubt, von Lesern ("Von Laien für Laien") fertige Artikel für lau zu bekommen.
http://www.ednmag.com/
http://www.circellar.com/
http://www.tubecad.com/
http://www.funkamateur.de/
http://www.elektor.de/
http://www.elektroniknet.de/
http://www.elektronikjournal.de/
http://www.elektronikpraxis.de/
http://www.megalink.ch/
http://www.weka.de/ http://www.wekanet.de/ (Markt&Technik, Elektronik, Computer&Automation,
Design&Elektronik, Funkschau)
http://www.ukw-berichte.de/
http://www.heise.de/ (c't, iX)
http://www.epemag.wimborne.co.uk/
http://www.industrienet.de/
http://www.edtnetwork.com/
http://www.epn-online.com/
http://www.rfdesign.com/
http://www.elecdesign.com/
http://www.embedded.com/
http://www.pcdmag.com/ (Fabrikation)
http://www.planetanalog.com/
http://www.gernsback.com/ (Poptronics)
http://www.ep.com.pl/ (Praktyczny Elektronik)
*-----
J. ASCII art oder: Warum kann ich die gepostete Schaltung nicht erkennen ?
Von: Ralf Stephan 23.11.1999
Weil sich Usenet und Proportionalfonts nicht vertragen. Du solltest daher dein
Newsprogramm auf einen dicktengleichen (Courier oder ähnlich) Zeichensatz
einstellen. Schau dir die folgende Schaltung mit Proportionalschrift und mit
einem dicktengleichen Font an:
+-----+
15V --|LM317|--+-----+-----+-----+
+-----+ |+ |+ |+ |
| 10u 10u 10u Glühlampe(12V)
| | | | |
+-----+-12k-+-12k-+-12k-+-- Masse
Manche sind created by Andy´s ASCII-Circuit http://www.tech-chat.de/
Jetzt weisst du auch, wie man solche Schaltpläne erstellt :-) Aber noch nicht,
was diese Schaltung tut :-))
*-----
K. Kritiken und Buchempfehlungen
Von: Ralf Stephan 23.11.99
Horowitz / Hill
The Art of Electronics
Cambridge University Press
ISBN 0-521-37095-7
DAS Standardwerk für Elektronik. Obwohl ich viel lese, ist mir bisher selten
ein so dichtes Buch untergekommen. Die Herangehensweise ist erschöpfend und
es sollte daher in keiner Buchsammlung fehlen. Als Anfänger, der schon beim
Transistor-Kapitel ins Grübeln kommt, freue ich mich auf viele Wintertage mit
diesem Monumentalwerk.
Auch teurer in 2 Bänden in bei manchen Kapiteln schlechter deutscher
Übersetzung erhältlich (der uralte peinliche 'Silikon statt Silizium' bei
Halbleitern und ganz neu 'Silizium statt Silikon' bei Isolierpads, 'Long
tailed pair' wurde (lustig) übersetzt, 'Multiplex display' wurde zu
'Mehrfachanzeige', Tabellen falsch abgetippt (z.B. LM324 Daten) und zumindest
der Absatz Brückengleichrichter sinnentleert übersetzt). Wer kein Englisch
kann, muss es halt (hin)nehmen, es ist immer noch das Beste Elektronik-Buch.
http://www.e-dschungel.de/Info/AOE-Fehler.html
Horowitz / Hill
Die hohe Schule der Elektronik Bd. 1 + 2
Elektor Verlag
ISBN 3-89576-024-2
ISBN 3-89576-025-0
Peases "Troubleshooting Analog Circuits" wurde nicht besser übersetzt.
Immerhin sind sich die Autoren dessen bewusst (Repost aus
sci.electronics.design 09-11-2001)
> John Woodgate wrote:
> > Wolfgang Kabelka wrote
> > > Reading Hagen´s german translation is awful. Elektor publishing has
> > > a tradition in bad translations (bought once the german translation of
> > > "Art of Electronics" and immedeatly switched back to english original -
> > > waste of time and money), terrible mistakes (never trust any schematic)
> > > and silly translation errors - the translators seem to have no
> > > "technical sense"
> > I am going to post a chunk of your article to the translators'
> > newsgroup, sci.lang.translation. There is a continuing problem of
> > people taking on translation jobs for which they have insufficient
> > qualifications. The true professionals on s.l.t. are continually
> > asking for assistance and verification when they run into difficult
> > texts and obscure technical terms.
> It is indeed a serious problem. We have heard from many that the
> German translation of our book was very poor, which makes us sad.
> But we had no power over the process, the Elektor translators didn't
> consult with us a single time, nor were we given an opportunity to
> review the transcript. We were given copies of the completed work.
> Presumably Elektor's reputation suffers (as does ours?) and people
> will stop buying their translations.
> Thanks,
> - Win
Eine neue englische Ausgabe soll Januar 2004 erscheinen. Real Soon Now.
Die Bücher von Nührmann muss man sich nicht kaufen, sie stellen nur eine
Sammlung von eigentlich kostenlos von Herstellern veröffentlichten, meist
nicht mehr zeitgemässen Applikationsschaltungen dar, die teuer verkauft
werden. Die CD ist mit Programmfehlern behaftet, die die Gebrauchsfähigkeit
extrem einschränken.
Ebenso sind die "30x-Schaltungen" Bücher oder die "1001-Schaltungen" CD der
Elektor keine gute Quelle, da sind nur die einfachen Schaltungen aus den
Halbleiterheften drin, keine grösseren Projekte.
Mathe oder nicht?
Von: Thomas Steffen 1999
Also ich betrachte den Bronstein / Semendjajew "Taschenbuch der Mathematik"
als absolute Bibel, gibt es bei wechselnden Verlagen (zum Beispiel Teubner).
Es ist ziiiiemlich knapp formuliert, aber enthält in einem Band alles was man
für E-Technik Studium an Mathe braucht, und ist imho gut lesbar.
Von: sassi (?) 1999
Bauckholt
Grundlagen und Bauelemente der Elektrotechnik
Hanser-Verlag
ISBN 3-446-15246-6
Beschreibt das, wonach es klingt. Geht von Null an bis zu komplexer
Rechnung. Keine elektronischen Teile! Die gibt's dann in:
Bohler / Kähler / Weigt
Bauelemente der Elektronik und ihre Grundschaltungen
Stam-Verlag
ISBN 3-8237-0214-9
Und wenn dann die Grundlagen sitzen, kann ich nur immer wieder empfehlen:
Tietze / Schenk
Halbleiterschaltungstechnik
Springer-Verlag
ISBN 3-540-56184-6
Und wenn es dann noch Fragen gibt ... ... ... Studium?? :-))
*-----
L. Patente
Take it easy.
Patente sind für Hobbybastler irrelevant. Patente behindern nur die kommerzielle
Verwertung eines Verfahrens, nicht die private oder experimentelle Nutzung.
Wenn die Öffentlichkeit begriffen hat, das auf einem Verfahren ein Patentschutz
besteht, ist das Patent normalerweise ausgelaufen, denn der Schutz wirkt nur ca.
18 Jahre und wird oft weniger lange gehalten.
Beispielsweise ist der Patentschutz für die ZivLempelWelch Kompression (GIF) und das
Reflex Akkuladeverfahren (ICS1700) bereits ausgelaufen, ebenso das XOR zum Zeichnen
von löschbaren Graphiken (Cursor, Sprites) oder 1984 das HILTI-Patent auf
pneumatische Bohrhämmer.
Die meisten Patente gelten nur in einigen wenigen Ländern, also ist die Chance
hoch, das es in deinem Land nicht gilt. Notfalls verlegt man die Firma rechtzeitig
in so ein Land.
Wenn eine Firma auf ein Verfahren ein Patent erhalten hat, heisst das noch lange
nicht, das man es beachten muss. Zunächst einmal kann man sein Produkt ungehindert
anbieten. Erst wenn die andere Firma das überhaupt bemerkt, was bei eingebauten
Elementen eher unwahrscheinlich ist wenn man in der Werbung nicht auf das besondere
Verfahren hinweist, beginnt die Beschäftigung mit dem Patent vor Gericht. Da die
meisten Patente entweder triviale Wege oder schon früher realisierte Verfahren
beschreiben, wird das Gericht feststellen, das das Patent null und nichtig ist,
und der Patentinhaber seine Kosten umsonst gezahlt hat. Selbst wenn es innovativ
war, kann man oft eine unabhängige Parallelentwicklung aufzeigen (Beispiel: Sony
Walkman). Nur wenn man frech in dem anderen Patent gelesen hat und geklaut hat,
bekommt man vielleicht Probleme.
Im Umkehrschluss heisst das, das Patentschutz für das eigene Produkt eher sinnlos
ist. Wer neben den Gebühren (wenige hundert EUR) und den Patentanwaltskosten (eher
5000 EUR) nämlich nicht die Kosten eines eventuellen Rechtsstreits durch alle
Instanzen (je nach Streitwert rechne so 100000 EUR) investieren kann, hat keine
Chance, sein Patent zu verteidigen. Patente dienen bei grossen Firmen lediglich
dazu, im Falle einer Patentverletzung dem anderen ein eigenes Patent an Stelle der
Lizenzzahlung anbieten zu können. Patente sind was für die Grossen.
http://www.tinaja.com/
http://www.patentverein.de/
Warum kommt es überhaupt zu Trivialpatenten ? Nun, die Mitarbeiter der Patentämter
leben von den gewährten Patenten, haben also ein Interesse daran, möglichst viele
zuzulassen. Dann gibt es einige Länder mit besonders niedrigen Ansprüchen, und kein
anderes Land will hinter dem zurückstehen und den eigenen Firmen weniger Patente
zusprechen, schliesslich ist die Anzahl der gehaltenen und erteilten Patente ein
Stück Nationalstolz. Und dann wäre es wohl viel zu mühsam, im Patentamt überhaupt
jedes Patent bei der Eeinreichung zu lesen, geschweige denn verstehen zu wollen, so
das viele Patente wohl ungelesen akzeptiert werden. Besonders lobbyfreundlich ist
auch das Landgericht München gewesen, das die gesammelte Zurschaustellung von
Trivialpatenten verbietet, weil das für Firmen mit vielen Trivialpatenten zu Recht
ein negative Image ergibt.
*-----
M. Schluss
Von: Daniel Fett und Uwe Hercksen
> Die Farbe des Stroms:
Schwarz - Kohlekraftwerke
Schwarz, schwer - Steinkohle
Dunkelbraun - Braunkohle
Neongrün leuchtend - Atomstrom
Blau, tropft - Wasserkraft
gelb, heiss - Sonne (auch bei yellow-starkstrom)
stechend riechend - Gas
Hellblau, pfeifend - Windkraft
Hellbraun, gehäckselt - mit Holz Hackschnitzeln befeuertes Kraftwerk
Dunkelbraun, stinkend - Strom aus Biogas
Blau, mit Meeresgeruch - Gezeitenkraftwerk
Rot, mit Schwefelgeruch - geothermisches Kraftwerk, z.B. in Island
Von: Uwe Bredemeier
Nochmal zum Thema Ausbildung und Hausaufgaben:
Der Elektroniker als solcher ist ein sehr einsamer Mensch. Niemand versteht
ihn. Er kann weder mit seiner Frau noch in seinem Freundeskreis,
Stammtischrunde etc. über die Dinge reden mit denen er sich die meiste Zeit
seines Lebens beschäftigt.
Er wird daher jeden der auch nur ein Fünkchen echten Interesses für sein
Metier zeigt mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln unterstützen.
Unterstützung bedeutet für ihn aber Vermitteln von soliden Kenntnissen und
Fertigkeiten. Er ist ja nicht uneigennützig. Er möchte Kollegen und Freunde
heranziehen die seine Interessen teilen.
Trifft der Elektroniker aber auf einen Menschen der, offensichtlich von
Arbeitsamt und schnödem Mammon inspiriert, mit groben Stiefeln in seiner
wundersamen Welt herumstapft wird er sich beleidigt in sein Schneckenhaus
(= Werkstatt, Labor) zurückziehen.
Verstanden? ;-)
Von: Dave Barry "What is Electricity ?"
But the greatest Electrical Pioneer of them all was Thomas Edison, who was a
brilliant inventor despite the fact that he had little formal education and
lived in New Jersey. Edison's first major invention in 1877, was the
phonograph, which could soon be found in thousands of American homes, where
it basically sat until 1923, when the record was invented. But Edison's
greatest achievement came in 1879, when he invented the electric company.
Edison's design was a brilliant adaptation of the simple electrical circuit:
the electric company sends electricity through a wire to a customer, then
immediately gets the electricity back through another wire, then (this is
the brilliant part) sends it right back to the customer again.
This means that an electric company can sell a customer the same batch of
electricity thousands of times a day and never get caught, since very few
customers take the time to examine their electricity closely. In fact the
last year any new electricity was generated in the United States was 1937;
the electric companies have been merely re-selling it ever since, which is
why they have so much free time to apply for rate increases.
Logikfamilie in Bavarium-Technologie:
http://www.planet-interkom.de/andreas.werner2/Logik.html
Von: Ulrich Trettner
... und paßt mir ja auf die Elektronen auf ...
... die sind doch noch sooooo klein ...
Von: Lars Mueller
Bau die Schaltung halt so, daß sie funktioniert.